In diesem Liveticker berichten wir am Sonntag von der Bundestagswahl – mit einem besonderen Blick auf Brandenburg, Sachsen und die Lausitz. Auf unserer Themenseite gibt es zudem noch einmal zum Nachlesen alles über die Wahl und die Kandidaten in den fünf Lausitzer Wahlkreisen.
Montag, 6:27 Uhr: Die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz hat die Bundestagswahl nach dem Auszählungsergebnis für alle Wahlkreise gewonnen. Die Sozialdemokraten kamen auf 25,7 Prozent der Stimmen, wie auf der Website des Bundeswahlleiters in der Nacht zum Montag mitgeteilt wurde. Die Union aus CDU und CSU mit Armin Laschet als Kandidat erzielte mit 24,1 Prozent ihr historisch schlechtestes Ergebnis, die Grünen wurden mit 14,8 Prozent drittstärkste Kraft.
Die Zahlen sind noch nicht das offizielle vorläufige amtliche Endergebnis. Dieses will Bundeswahlleiter Georg Thiel "ab 5.45 Uhr" bekannt geben, wie seine Behörde mitteilte. Es wird dann neben der Mandatsverteilung auch die Größe des künftigen Bundestages enthalten, der voraussichtlich eine neue Rekordzahl von Abgeordneten umfassen wird.
Die FDP landete nach den Daten der Wahlkreisauszählung mit 11,5 Prozent auf Platz vier, gefolgt von der AfD mit 10,3 Prozent. Die Linke scheitert den Angaben zufolge mit 4,9 Prozent zwar an der Fünf-Prozent-Hürde, konnte aber drei Direktmandate erringen und würde damit in der Stärke der für sie abgegebenen Zweistimmen in den Bundestag einziehen.
Montag, 00:29 Uhr: Im Wahlkreis 62 (Dahme-Spreewald, Teile von Teltow-Fläming und Oberspreewald-Lausitz) holt SPD-Kandidatin Sylvia Lehmann mit 26,5 Prozent das Direktmandat. Jana Schimke (CDU) kommt auf 19,9 Prozent, Steffen Kotré (AfD) mit 17,6 Prozent.
Sonntag, 23:45 Uhr: Sprembergs Bürgermeisterwahl ist noch nicht entschieden. Weil Amtsinhaberin Christine Herntier (parteilos) mit 49,7 Prozent knapp die absolute Mehrheit verpasste, gibt es am 10. Oktober eine Stichwahl. Dort trifft sie auf Michael Hanko (AfD), der laut vorläufigem Endergebnis bei 34,4 landete. Dirk Süßmilch (SPD), der dritte Kandidat, kam auf 15,8 Prozent.
Sonntag, 23:36 Uhr: Klarer Wahlsieger im Wahlkreis 157 (Landkreis Görlitz) ist Tino Chrupalla. Der AfD-Direktkandidat und AfD-Parteivorsitzende holt 35,8 Prozent der Stimmen. Mit deutlichem Abstand folgen der CDU-Kandidat Florian Oest mit 26,1 Prozent und der SPD-Kandidat Harald Prause-Kosubek mit 12,6 Prozent.
Sonntag, 23:28 Uhr: Im Wahlkreis 64 Cottbus/Spree-Neiße-Kreis gibt es ein vörläufiges amtliches Endergebnis: Das Direktmandat für den Bundestag holt Maja Wallstein (SPD) mit 27,6 Prozent vor Daniel Münschke (AfD) mit 25,7 Prozent. CDU-Kandidat Markus Niggemann landet mit 16,7 Prozent auf Platz drei.
Sonntag, 23:23 Uhr: Der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz kehrt in den Bundestag zurück. Er hat im Hochsauerlandkreis (Nordrhein-Westfalen) das Direktmandat gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmbezirke lag Merz am Sonntag bei der Bundestagswahl mit 40,4 Prozent weit vor dem SPD-Kandidaten Dirk Wiese (32,2 Prozent). Das geht aus Angaben des Hochsauerlandkreises hervor.
Sonntag, 23:15 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat das Duell gegen Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) um das Direktmandat im Wahlkreis Saarlouis gewonnen. Maas kam nach dem vorläufigen Ergebnis auf 36,7 Prozent der Stimmen, Altmaier auf 28,0, wie die Landeswahlleiterin am Abend mitteilte. Es war das bundesweit einzige Duell zweier Bundesminister um ein Direktmandat für den Bundestag.
Sonntag, 22:55 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat den Wahlkreis Potsdam als Direktkandidat mit deutlichem Vorsprung für sich entschieden. Scholz kam bei der Bundestagswahl auf 34,0 Prozent, wie der Landeswahlleiter Brandenburg im Internet mitteilte. Auf dem zweiten Platz in dem Promi-Wahlkreis lag Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mit 18,8 Prozent.
Sonntag, 22:50 Uhr: Alles hängt jetzt an den Wählerstimmen des Briefwahllokals VII in Spremberg: Die Bundestagswahl im Wahlkreis 64 (Cottbus/Spree-Neiße) ist hier noch nicht fertig ausgezählt. Doch Maja Wallstein (SPD) dürfte das Direktmandat nicht mehr zu nehmen sein. Bei der Bürgermeisterwahl in Spremberg, die danach ausgezählt wird, fehlen Amtsinhaberin Christine Herntier (parteilos) noch 0,6 Prozentpunkte zum sofortigen Wiedereinzug in das Rathaus. Das wird hauchdünn. Aber sie könnte noch knapp um eine Stichwahl gegen Michael Hanko (AfD) herum kommen.
Sonntag, 22:45 Uhr: Der Wahlkreis 65 - Landkreis Elbe-Elster und der südliche Oberspreewald-Lausitz-Kreis - ist vollständig ausgezählt. Es gibt ein vorläufiges amtliches Endergebnis: SPD-Kandidat Hannes Walter holt demnach den Wahlsieg mit 25,4 Prozent, gefolgt von Silvio Wolf (AfD) mit 25,0 Prozent und Knut Abraham (CDU) mit 16,2 Prozent.
Sonntag, 22:37 Uhr: Lauchhammer hat einen neuen Bürgermeister. Mirko Buhr (42, parteilos) erreicht mit mehr als 50 Prozent der abgegebenen, gültigen Stimmen die absolute Mehrheit (51,1 Prozent). Somit ist er Lauchhammers neuer Bürgermeister. Die Wahlbeteiligung liegt mit 70,7 Prozent um mehr als 20 Prozent höher als bei der Bürgermeisterwahl im Jahr 2018 (48,8 Prozent).
Mirko Buhr (42/parteilos) ist der neue Bürgermeister der Stadt Lauchhammer.
Mirko Buhr (42/parteilos) ist der neue Bürgermeister der Stadt Lauchhammer.
© Foto: Janette Buhr
Sonntag, 22:30 Uhr: Die Bürgermeisterwahl in Lauchhammer ist so gut wie entschieden. Nur ein Wahlbezirk fehlt noch. Mirko Buhr (42, parteilos) führt bereits jetzt mit 51,2 Prozent. Manuela von Schroedel-Siemau (49, parteilos) liegt derzeit mit 31,4 Prozent auf dem zweiten Platz. Unwahrscheinlich, dass sie den Vorsprung von Mirko Buhr noch aufholen kann.
Sonntag, 22:27 Uhr: Bei den Zweitstimmen, also den Stimmen, die die Wähler für eine der 19 Landeslisten in Brandenburg abgegeben konnten, führt mit Stand 22:04 Uhr im Wahlkreis 64 Cottbus/Spree-Neiße die SPD mit 28,5 Prozent vor der AfD (24,5) und CDU (13,8 Prozent). Für die CDU bedeutet das im Vergleich zum Wahlergebnis 2017 nahezu eine Halbierung. Ähnlich sieht es bei den Linken aus. Wahlgewinner ist in Cottbus und Spree-Neiße eindeutig die SPD mit einem Zweitstimmenplus von über 13 Prozent. Die AfD muss leichte Verluste hinnehmen.
Sonntag, 22:20 Uhr: Christine Herntier kann es noch ganz knapp schaffen: 32 von 34 Wahlbezirken der Bürgermeisterwahl in Spremberg sind jetzt ausgezählt. Amtsinhaberin Christine Herntier (parteilos) liegt mit 49,2 Prozent der abgegebenen Stimmen vorn. Michael Hanko (AfD) hat glatt 35 Prozent erhalten und müsste in den beiden Briefwahllokalen etwa 1800 Stimmen mehr als Herntier haben, um diese noch zu schlagen.
Sonntag, 22:14 Uhr: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich mit Blick auf seine politische Zukunft in einer neuen Regierung zurückhaltend geäußert. „Das ist ja kein Wunschkonzert. Und man hat einen Auftrag für eine Legislaturperiode. Und nur die wirklich Doofen erzählen am Wahlabend, was sie alles werden wollen“, sagte er am Sonntag in Berlin.
Sonntag, 22:10 Uhr: Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Unionsfraktion, Gitta Connemann, fordert Konsequenzen angesichts des schlechten Abschneidens von CDU und CSU bei der Bundestagswahl. „Die Partei braucht eine Erneuerung. Alles muss auf den Prüfstand – Strukturen, Verfahren, Mitgliederbeteiligung. Dazu gehören auch personelle Konsequenzen“, sagte Connemann dem Handelsblatt
Sonntag, 22:04 Uhr: Die AfD liegt bei der Bundestagswahl in Sachsen nach Auszählung der Hälfte der Stimmen aller Wahlberechtigten klar vorn. Sie kam laut Übersicht der Landeswahlleitung vom Sonntagabend auf 29 Prozent der Zweitstimmen. Die SPD landete mit 18,8 Prozent überraschend noch vor der erfolgsverwöhnten CDU - die auf 18,4 Prozent der Zweitstimmen kam.
Sonntag, 21.56 Uhr: Im Bürgermeisterwahl-Krimi von Spremberg baut Amtsinhaberin Christine Herntier (parteilos) ihren Vorsprung vor Michael Hanko (AfD) weiter aus. Etwa 1400 Stimmen mehr hat sie auf dem Wahlkonto. Herntier liegt jetzt bei 48,2 Prozent der Stimmen und nähert sich damit auch der Marke der absoluten Mehrheit. Hanko hat derzeit 36,3 Prozent der Wählerstimmen erhalten – meist an den Wahlurnen, die schon fertig ausgezählt sind. Von noch vier Briefwahllokalen sind die Ergebnisse offen.
Sonntag, 21.50 Uhr: Bei der Bürgermeisterwahl in Lauchhammer sind inzwischen zwölf von 16 Wahlbezirken ausgezählt. Mirko Buhr (42, parteilos) führt mit 51,7 Prozent. Zum aktuellen Stand hat er die absolute Mehrheit erreicht. Seine erstunterlegene Kandidatin Manuela von Schroedel-Siemau (49, parteilos) konnte bislang nur 30,7 Prozent der Stimmen erzielen. Doch noch ist nichts entschieden. Drei Wahlbezirke zählen derzeit noch die Stimmen aus.
Sonntag, 21.49 Uhr: SPD und Union haben nach der Bundestagswahl dafür geworben, ihre jeweiligen Koalitionsverhandlungen über eine neue Bundesregierung vor Weihnachten abzuschließen. Es müsse alles dafür getan werden, "dass wir vor Weihnachten fertig sind", sagte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz am Sonntagabend in der "Berliner Runde" von ARD und ZDF. "Ein bisschen vorher wäre auch noch gut." Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet sprach sich in derselben Sendung gegen eine lange Phase von Sondierungen vor eigentlichen Koalitionsverhandlungen aus. "Ich finde, dafür haben wir nicht die Zeit", sagte der CDU-Chef.
Sonntag, 21.41 Uhr: Bei der Bundestagswahl liefern sich CDU/CSU und SPD das erwartete Kopf-an-Kopf-Rennen - mit leichtem Vorteil für die Sozialdemokraten. Nach Hochrechnungen von ARD und ZDF gegen 21.15 Uhr folgen dahinter die Grünen, danach FDP und AfD. Der Linken droht ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde. Nach den Hochrechnungen verbessert sich die SPD auf 25,7 bis 26,0 Prozent (2017: 20,5 Prozent). Die CDU/CSU fällt auf 24,5 Prozent (32,9). Die Grünen fahren 13,9 bis 14,3 Prozent ein (8,9). Die FDP verbessert sich auf 11,5 bis 11,7 Prozent (10,7). Die AfD, bisher drittstärkste Kraft, kommt auf 10,5 (12,6). Die Linke rutscht auf 5,0 Prozent ab (9,2).
Sonntag, 21.29 Uhr: Der umstrittene CDU-Politiker Hans-Georg Maaßen dürfte den Einzug in den Bundestag verpassen: In seinem Wahlkreis in Thüringen verfehlte der frühere Verfassungsschutzchef die Wahl per Direktmandat, wie nach Auszählung fast aller Wahlbezirke am Sonntagabend deutlich wurde. Demnach entfielen mit 33,6 Prozent die meisten Stimmen auf den SPD-Kandidaten Frank Ullrich, Maaßen kam auf 22,3 Prozent.
Sonntag, 21.27 Uhr: Die heutige Urnenwahl in Spremberg ist jetzt vollständig ausgezählt. Christine Herntier (parteilos) hat die meisten der persönlich in den Wahllokalen abgegebenen Stimmen der Bürgermeisterwahl erhalten. Sie liegt jetzt mit 46,2 Prozent vorn. Kandidat Michael Hanko (AfD) folgt mit 38,4 Prozent. Noch sieben Briefwahllokale müssen nun Ergebnisse liefern. Eins ist schon ausgezählt. Hier haben Herntier-Wähler deutlich mehr Stimmen für ihre Kandidatin abgegeben, als Hanko einsammeln konnte.
Die amtierende Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos).
Die amtierende Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos).
© Foto: Roland Linke
Die Wahlbeteiligung bei dieser Bürgermeisterwahl in Spremberg liegt mit aktuell mehr als 55 Prozent bereits deutlich über der Hauptwahl im Jahr 2014 (53,02 Prozent). Zur Stichwahl, die Herntier damals gewonnen hatte, lag die Wahlbeteiligung dann bei 52,48 Prozent. Eine erneute Stichwahl um das Bürgermeisteramt scheint noch wahrscheinlich, die Briefwähler können sie aber auch noch ausgeschlossen haben.
Sonntag, 21.17 Uhr: AfD-Spitzenkandidat Tino Chrupalla kann den Wahlerfolg in seiner Heimatgemeinde Gablenz im Wahlkreis 157 ausbauen. Nach dem vorläufigen Wahlergebnis kommt der Handwerksmeister am Sonntag auf 51,7 Prozent der Erststimmen. Sein Konkurrenten Florian Oest (CDU) erreicht 23,4 Prozent der Stimmen. Vor vier Jahren wählten 39,1 Prozent der Gablenzer und Kromlauer Chrupalla mit der Erstimme. An die CDU ging damals 27,6 Prozent. Damals in Person von Michael Kretschmer. Ostritz und Oybin gegen den Trend. Am Sonntagabend gegen 21.15 Uhr fallen auf der Landkarte vom Kreis Görlitz zwei Kommunen ins Auge. Das sind Ostritz und Oybin. In beiden Kommunen geht die Mehrheit der Erststimmen knapp an Florian Oest von der CDU und nicht an Tino Chrupalla.
Sonntag, 21.09 Uhr: „Wir haben einen sehr guten Wahlkampf gemacht“, sagt Sylvia Lehmann am Abend gegenüber der LR. Die SPD-Direktkandidatin war 2019 als Nachrückerin in den Bundestag eingezogen. Nun sieht es nach dem Sieg im Wahlkreis 62 aus. Sie ist vor allem im Süden des Wahlkreises sehr bekannt, weil sie viele Jahre lang Landtagsabgeordneten war.
Eigentlich hatte sie gar nicht erneut antreten wollen. „Wir hatten unsere Räume sogar schon gekündigt“, erinnert sich die 66-Jährige. Doch dann entschied sie sich doch und führt ihren Erfolg nun unter anderem auf zwei Dinge zurück: „Wir waren die ganze Zeit präsent“, sagt sie, will heißen: Die SPD-Abgeordnete und ihr Team stiegen nicht erst vor Monaten in den Wahlkampf ein. Und: „Wir haben einen themenorientierten Wahlkampf gemacht“, betont sie. Leicht sei ihr das auch deshalb gefallen, weil sie „hinter jedem Punkt des SPD-Wahlprogramms“ gestanden habe.
Sonntag, 21.05 Uhr: Der Ausgang der Bundestagswahl 2021 zeigt: Es geht nicht mehr weiter so. Wählerinnen und Wähler geben den künftigen Koalitionsparteien drei Aufträge mit. Und die Lausitz hat ein besonderes Anliegen an den neuen Bundestag und die neue Bundesregierung. Den Kommentar von Rundschau-Chefredakteur Oliver Haustein-Teßmer lesen Sie hier:
Kommentar zum Ausgang der Bundestagswahl 2021 Drei Aufträge an die nächste Bundesregierung

Cottbus

Sonntag, 20.51 Uhr: Nach erstem Stand bei der Bürgermeisterwahl in Lauchhammer führt Mirko Buhr (42, parteilos) mit 50,2 Prozent. Sechs von 16 Wahlbezirken sind derzeit ausgezählt (Stand 20.40 Uhr). Bislang deutet alles auf eine Stichwahl mit der erstunterlegenen Kandidatin Manuela von Schroedel-Siemau (49, parteilos) hin. Sie konnte bislang 31,5 Prozent der Stimmen erzielen.
Sonntag, 20.47 Uhr: 23 von 34 Wahlbezirken in der Stadt Spremberg sind jetzt ausgezählt. Christine Herntier (parteilos) liegt im Rennen um das Bürgermeisteramt mit knapp 600 Stimmen vor Michael Hanko (AfD), aber weiter unter der 50-Prozent-Marke. Noch sieht es nach einer Stichwahl aus.
Bei der Spremberger Bürgermeisterwahl ist nun das erste Briefwahllokal ausgezählt. Amtsinhaberin Christine Herntier (parteilos) hat hier deutlich mehr Stimmen erhalten als ihr stärkster Herausforderer, Michael Hanko (AfD). Die Wähler des AfD-Mannes bevorzugen offensichtlich die Urnenwahl.
Sonntag, 20.39 Uhr: Die Brandenburger AfD hat sich zufrieden über die Hochrechnungen zur Bundestagswahl gezeigt. Der Verlust sei verkraftbar, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, Dennis Hohloch, am Sonntag dem RBB. „Wir sind jetzt mit derselben Anzahl Abgeordneter nach jetzigem Stand im Bundestag vertreten wie jetzt aktuell auch in der Fraktion.“ Das bestätige den Kurs der AfD der vergangenen Jahre. Die AfD kam nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF von 19.59 Uhr und 20.13 Uhr auf den fünften Platz mit 10,6 bis 10,9 Prozent.
Sonntag, 20.33 Uhr: Der Außenhandelsverband BGA hat das Ergebnis der Bundestagswahl als klare Entscheidung der Wählerinnen und Wähler "gegen ein Links-Bündnis" gewertet. Nun sei es an den Gewählten, ein Bündnis zu schmieden, das "die überfälligen Weichenstellungen entschlossen angeht", erklärte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen (BGA), Anton Börner. Dazu gehörten der Kampf gegen den Klimawandel "mit Tempo und Augenmaß" sowie eine "kluge Reform der Unternehmenbesteuerung".
Sonntag, 20.27 Uhr: Bei der Bundestagswahl am Sonntag hat die Wahlbeteiligung Schätzungen zufolge ein ähnlich hohes Niveau wie im Jahr 2017 erreicht. Laut einer Berechnung des Instituts Infratest dimap für die ARD von 19.40 Uhr gaben 76,0 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland ihre Stimme ab. Das entspricht einem leichten Rückgang um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Wahl.
Die Forschungsgruppe Wahlen errechnete für das ZDF um 19.31 Uhr einen etwas höheren Wert. Demnach gaben 77,0 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme bei der Bundestagswahl ab.
Sonntag, 20.22 Uhr: In Brandenburg zeichnet sich in einem Zwischenergebnis bei der Bundestagswahl ein Wahlsieg der SPD ab: Nach Auszählung von mehr als der Hälfte der Wahlbezirke lag die SPD mit 28,3 Prozent der Zweitstimmen deutlich vor der zweitplatzierten AfD mit 20,7 Prozent, wie der Landeswahlleiter am Sonntag auf der Internetseite mitteilte. Auf Platz drei kam die CDU mit 18,4 Prozent. Dahinter folgten die Linke mit 9,0 Prozent, die FDP mit 7,7 Prozent und die Grünen mit 6,8 Prozent.
Sonntag, 20.19 Uhr: Amtsinhaberin Christine Herntier (parteilos) vergrößert im Rennen um das Bürgermeisteramt in Spremberg jetzt vor allem mit weiteren ausgezählten Wahllokalen in der Kernstadt Spremberg den Abstand zu Verfolger Michael Hanko (AfD). Der AfD-Bewerber sammelt vor allem in dörflichen Ortsteilen Stimmen. Zehn von 34 Wahllokalen sind jetzt ausgezählt. Herntier liegt mit 44,8 Prozent vor Hanko mit 40,5 Prozent. SPD-Kandidat Dirk Süßmilch kann nur wenig Boden gut machen (14,6 Prozent).
Sonntag, 20.18 Uhr: Im Wahlkreis 62, zu dem der Kreis Dahme-Spreewald sowie Teile von Teltow-Fläming und Oberspreewald-Lausitz gehören, zeichnet sich ein knappes Ergebnis ab. Nach Auszählung von 252 der 485 Wahlbezirke liegt bei den Erststimmen Sylvia Lehmann (66, SPD) mit 26,8 Prozent vorn.
Dahinter folgen gleichauf Steffen Kotré (50, AfD) mit 19,6 Prozent und Jana Schimke (41, CDU) mit 19,6 Prozent.
Sonntag, 20.17 Uhr: In der Stadt Hoyerswerda im Wahlkreis 156 sind etwa zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale insgesamt fünf von 29 Wahllokalen ausgezählt. Sowohl bei den Erststimmen für einen Direktkandidaten als auch bei den Zweitstimmen liegt die AfD zu diesem Zeitpunkt vorn. Auffallend ist ein sehr gutes Zweitstimmen-Ergebnis für die SPD. Mit knapp 21 Prozent der Zweitstimmen liegt die SPD zu diesem Zeitpunkt sogar noch vor der CDU, die zu diesem Zeitpunkt nur rund 17 Prozent bei den Zweitstimmen vorweisen kann.
Sonntag, 20.14 Uhr: Die Grünen in Brandenburg haben die Hochrechnungen zur Bundestagswahl mit gemischten Gefühlen aufgenommen. „Das Ergebnis sehen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte die Landesvorsitzende Alexandra Pichl dem RBB. „Wir waren so gut wie noch nie, aber wir sind ein bisschen unter unseren Erwartungen natürlich auch zurückgeblieben.“ Die Grünen lagen nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF von 19.59 Uhr und 19.31 Uhr auf den dritten Platz hinter Union und SPD.
Sonntag, 20.05 Uhr: Aus den bisher vorliegenden Hochrechnungen von ARD und ZDF ergibt sich folgende Sitzverteilung im neuen Bundestag: Die SPD holt 197 bis 211 Mandate, die Union 198 bis 202. Die Grünen kommen auf 115 bis 121 Sitze. Die FDP zieht mit 92 bis 96 Abgeordneten in den Bundestag ein, die AfD mit 85 bis 88 und die Linke mit 39 bis 41 Abgeordneten. Nach der ARD-Hochrechnung kommt auch der Südschleswigsche Wählerverband SSW, der als Partei der dänischen Minderheit von der Fünf-Prozent-Klausel ausgenommen ist, auf 1 Sitz.
Sonntag, 20.02 Uhr: Im Wahlkreis 65, zu dem der Kreis Elbe-Elster sowie der Süden von Oberspreewald-Lausitz gehören, zeichnet sich ein knappes Ergebnis ab. Nach Auszählung von 216 der 332 Wahlbezirke liegen bei den Erststimmen Hannes Walter (36, SPD) mit 25,8 Prozent und Silvio Wolf (49, AfD) mit 26,0 Prozent ganz dicht beieinander. Dahinter folgt Knut Abraham (54, CDU) mit 16,1 Prozent.
Sonntag, 20.01 Uhr: Die Brandenburger Linke hat sich nach den ersten Hochrechnungen enttäuscht über das Ergebnis der Bundestagswahl gezeigt. „Ich glaube, dass die Fehler weiter zurückliegen und nicht jetzt in den letzten Wochen des Wahlkampfs gemacht wurden“, sagte Co-Parteichefin Anja Mayer am Sonntag nach den ersten Hochrechnungen dem RBB. „Ich glaube, dass wir uns jetzt erstmal um den Einzug in den Bundestag kümmern müssen und dann in den nächsten Wochen und Monaten natürlich gucken: Wo lagen die Fehler?“ Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF lag die Linke bei 5,0 Prozent und musste um den Wiedereinzug in den Bundestag bangen.
Sonntag, 19.53 Uhr: Ex-Bundesverfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen (CDU) liegt bei der Bundestagswahl nach Auszählung der Hälfte der Wahlbezirke im Südthüringer Wahlkreis 196 hinter dem SPD-Kandidaten und Biathlon-Olympiasieger Frank Ullrich. Ullrich kam nach Auszählung von 268 von insgesamt 418 Wahlbezirken auf 31,1 Prozent der Stimmen. Maaßen lieferte sich zu diesem Zeitpunkt ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Kandidaten der AfD, Jürgen Treutler: Maaßen lag bei diesem Auszählungsstand bei 23,3 Prozent, Treutler bei 23,9 Prozent.
Sonntag, 19.51 Uhr: In Spremberg wird sehr schnell gezählt. Die Wahllokale in Cantdorf und Terpe sind schon fertig. Auch in der Kernstadt Spremberg ist bereits in den ersten beiden Wahllokalen die Bürgermeisterwahl ausgezählt. In ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Amt des hauptamtlichen Stadtoberhauptes von Spremberg sind Amtsinhaberin Christine Herntier (parteilos) und AfD-Kandidat Michael Hanko eingetreten. Sie liegen fast gleichauf. Hanko führt hauchdünn mit 44,3 Prozent der abgegebenen Stimmen, Herntier folgt mit 43,8 Prozent. Deutlich abgeschlagen ist Dirk Süßmilch (SPD) mit zwölf Prozent. Aber noch ist nichts verloren.
Sonntag, 19.46 Uhr: Im Wahlkreis 64, zu dem Cottbus und der Spree-Neiße-Kreis gehören, zeichnet sich nach Schließung der Wahllokale ein knappes Ergebnis nach. Nach Auszählung von 121 der 314 Wahlbezirke liegt bei den Erststimmen Daniel Münschke (41, AfD) mit 30,5 Prozent vorn. Dahinter folgt Maja Wallstein (34, SPD) mit 25,2 Prozent.
Sonntag, 19.43 Uhr: Brandenburgs Ministerpäsident Dietmar Woidke (SPD) hat sich unabhängig vom endgültigen Ergebnis der Bundestagswahl klar gegen eine rot-rot-grüne Koalition im Bund ausgesprochen. „Ich habe nie viel von Rot-Rot-Grün auf Bundesebene gehalten, weil ich die Linken in der augenblicklichen Konstitution nicht für regierungsfähig halte“, sagte Woidke am Sonntag nach den ersten Hochrechnungen nach der Wahl, nach denen SPD und CDU etwa gleichauf lagen.
Sonntag, 19.38 Uhr: Auch im Spreewald wurde an diesem Sonntag gewählt. Wir hoffen nur, dass niemand seine Wahlunterlagen in eine dieser Milchkannen geworfen hat:
Das Alt Zaucher Hanschkow-Haus im Landkreis Dahme-Spreewald diente am Sonntag als Wahllokal. Wo sonst unter anderem Plinse gebacken werden, konnten diesmal Kreuzchen gemacht werden.
Das Alt Zaucher Hanschkow-Haus im Landkreis Dahme-Spreewald diente am Sonntag als Wahllokal. Wo sonst unter anderem Plinse gebacken werden, konnten diesmal Kreuzchen gemacht werden.
© Foto: Ingvil Schirling
Sonntag, 19.36 Uhr: Auch aus dem fünften Lausitzer Wahlkreis gibt es nun erste Zahlen. Wie haben die Bürger im Wahlkreis 157 abgestimmt? Wer zieht für den Landkreis Görlitz in den Bundestag ein? Alle Infos finden Sie hier:
Sonntag, 19.31 Uhr: Ein Blick in die sächsische Lausitz: Noch nie zuvor haben in Hoyerswerda so viele Wähler von ihrem Recht auf Briefwahl Gebrauch gemacht. Im Akkord müssen am Sonntag mehr als 5600 Wahlbriefe geöffnet werden. Die Stadt hat dafür die Anzahl der Briefwahlvorstände verdoppelt.
Sonntag, 19.28 Uhr: Die Union hat fast 1,4 Millionen Stimmen von Wählerinnen und Wählern an die SPD verloren. Laut dem Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap für die ARD entschieden sich 1,36 Millionen ehemalige CDU-/CSU-Wählerinnen und -Wähler bei der Bundestagswahl am Sonntag für die Sozialdemokraten; darunter waren vor allem ältere Menschen und Frauen. Außerdem habe die Union 900.000 Stimmen an die Grünen und 340.000 Stimmen an die FDP verloren.
Sonntag, 19.24 Uhr: Auch aus Ostsachsen liegen die ersten Zahlen vor. Wie haben die Bürger im Wahlkreis 156 abgestimmt? Wer zieht für den Kreis Bautzen in den Bundestag ein. Alle Infos finden Sie hier:
Sonntag, 19.16 Uhr: Der in Schleswig-Holstein beheimatete Südschleswigsche Wählerverband (SSW) hat nach über 60 Jahren offenbar erneut den Einzug in den Bundestag geschafft. Laut ARD-Hochrechnung von Sonntagabend kommt die Partei der nationalen Minderheiten der Dänen und Friesen auf einen Sitz. Bereits in der Anfangszeit der Bundesrepublik war der SSW von 1949 bis 1953 mit einem Abgeordneten im Bundestag vertreten.
Sonntag, 19.10 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich hocherfreut über das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl geäußert. „Natürlich freue ich mich über das Wahlergebnis“, sagte Scholz am Sonntagabend in Berlin. „Das ist ein großer Erfolg.“ Viele Wählerinnen und Wähler hätten deutlich gemacht, dass sie einen „Wechsel in der Regierung“ wollten und dass der nächste Kanzler Olaf Scholz heißen solle.
Olaf Scholz, Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat, zeigt während der Wahlparty im Willy-Brandt-Haus die Daumen nach oben.
Olaf Scholz, Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat, zeigt während der Wahlparty im Willy-Brandt-Haus die Daumen nach oben.
© Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Sonntag, 19.06 Uhr: Unionskanzlerkandidat Armin Laschet will trotz des schwachen Abschneidens bei der Bundestagswahl versuchen, eine unionsgeführte Regierung zu bilden. „Eine Stimme für die Union ist eine Stimme gegen eine linksgeführte Bundesregierung. Und deshalb werden wir alles daran setzen, eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden“, sagte Laschet am Sonntagabend in Berlin. „Deutschland braucht jetzt eine Zukunftskoalition, die unser Land modernisiert.“ In einer solchen Koalition müsse sich jeder Partner wiederfinden mit seinen Schwerpunkten.
Armin Laschet, Bundesvorsitzender der CDU, Spitzenkandidat seiner Partei und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen äußert sich nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnung zum Ausgang der Bundestagswahl auf der Wahlparty der Union im Konrad-Adenauer-Haus.
Armin Laschet, Bundesvorsitzender der CDU, Spitzenkandidat seiner Partei und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen äußert sich nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnung zum Ausgang der Bundestagswahl auf der Wahlparty der Union im Konrad-Adenauer-Haus.
© Foto: Michael Kappeler/dpa
Brandenburgs CDU-Landeschef Michael Stübgen gibt sich angesichts der Prognose zuversichtlich, dass die Union den Kanzler stellen kann. „Wir haben im Verhältnis zu der Bundestagswahl 2017 viele Stimmen verloren. Das ist bitter“, sagte Stübgen am Sonntag bei der Wahlparty seiner Partei in Potsdam. „Aber: Das Rennen ist noch längst nicht klar.“
Sonntag, 19.01 Uhr: Nach der Bundestagswahl hat die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, dem Kanzlerkandidaten ihrer Partei, Olaf Scholz, einen starken Wahlkampf bescheinigt. „Die SPD auch im Bund, in ganz Deutschland hat stark zugelegt. Sie selber wissen besser als ich, wie die SPD oft schon totgeredet wurde in Deutschland“, sagte Schwesig am Sonntagabend im ZDF. „Und ich bin ganz stolz auf Olaf Scholz.“
Sonntag, 18.57 Uhr: Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat nach dem Fiasko bei der Bundestagswahl den Kurs ihrer Partei kritisiert. „Wir haben jetzt seit mehreren Jahren (...) eher maue Wahlergebnisse gehabt. Und ich denke, das hat etwas damit zu tun, dass die Linke sich in den letzten Jahren immer weiter von dem entfernt hat, wofür sie eigentlich mal gegründet wurde, nämlich als Interessenvertretung für normale Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für Rentnerinnen und Rentner“, sagte Wagenknecht am Sonntagabend im ARD-Wahlstudio.
Sonntag, 18.54 Uhr: Der sächsische FDP-Chef Frank Müller-Rosentritt sieht seine Partei nach der Bundestagswahl in einer Wartestellung. „Das Wahlergebnis bietet mehrere Optionen. Wir müssen abwarten, in welcher Konstellation die Freien Demokraten liberale Ziele umsetzen können. Denn wie schon 2017 gilt: Wir wollen mitregieren, aber nicht um jeden Preis“, erklärte Müller-Rosentritt am Sonntagabend. In den nächsten Wochen würden die Parteien ihr wahres Gesicht zeigen und „wo die roten Linien sind“. Nach Angaben der FDP zieht Müller-Rosentritt dank des Ergebnisses für die Liberalen erneut in den Bundestag ein.
Sonntag, 18.50 Uhr: Union und SPD liegen einer ersten ARD-Hochrechnung zufolge bei der Bundestagswahl nahezu gleichauf. Die SPD erzielte 24,9 Prozent, die CDU/CSU 24,7 Prozent. Nach den am Sonntag um 18.45 Uhr veröffentlichten Zahlen von Infratest dimap kamen die Grünen auf 14,8 Prozent; die AfD lag bei 11,3 Prozent und die FDP bei 11,2 Prozent. Die Linke musste mit 5,0 Prozent um den Wiedereinzug in den Bundestag bangen.
Sonntag, 18.48 Uhr: Auch im Süden Brandenburgs wird fleißig gezählt. Wie haben die Bürger im Wahlkreis 65 abgestimmt? Wer zieht für den Kreis Elbe-Elster sowie den Süden von Oberspreewald-Lausitz in den Bundestag ein. Alle Infos finden Sie hier:
Sonntag, 18.46 Uhr: Nach der Prognose zum Ausgang der Bundestagswahl ist Sachsens SPD-Landeschef Martin Dulig optimistisch. „Wir sind die Gewinner dieses Abends“, sagte er am Sonntagabend unter dem Jubel der Genossen bei der Wahlparty in einem Dresdner Biergarten. Nach den Prognosen von ARD und ZDF von 18.00 Uhr liegt die SPD bei 25 bis 26 Prozent, die Union bei 24 bis 25 Prozent.
Sonntag, 18.40 Uhr: Auch aus dem Spreewald gibt es die ersten Zahlen. Im Wahlkreis 62, zu dem der Kreis Dahme-Spreewald sowie Teile von Teltow-Fläming und Oberspreewald-Lausitz gehören, zeichnet sich nach Schließung der Wahllokale ein knappes Ergebnis ab:
Sonntag, 18.36 Uhr: Deutschland bekommt eine neue Bundesregierung. Wie haben die Bürger im Wahlkreis 64 abgestimmt? Wer zieht für Cottbus und Spree-Neiße in den Bundestag ein? Alle Infos finden Sie hier:
Sonntag, 18.35 Uhr: Hochspannung bei der Bundestagswahl: Union und SPD liefern sich Prognosen zufolge ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die CDU/CSU stürzt nach 16 Jahren Regierungszeit von Kanzlerin Angela Merkel mit Armin Laschet auf ein Rekordtief, liegt aber trotzdem fast gleichauf mit der SPD. Die legt mit Kanzlerkandidat Olaf Scholz deutlich zu. Die Grünen erobern den dritten Platz vor FDP, AfD und Linken. Deutschland steht nun vor einer schwierigen Regierungsbildung.
Nach den Prognosen von ARD und ZDF verbessert sich die SPD auf 25 bis 26 Prozent (2017: 20,5 Prozent). Die CDU/CSU fällt auf 24 bis 25 Prozent (32,9). Die Grünen fahren mit Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin 14,5 bis 15 Prozent ein (8,9). Die FDP verbessert sich auf 11 bis 12 Prozent (10,7). Die AfD, bisher drittstärkste Kraft, kommt auf 10 bis 11 Prozent (12,6). Die Linke rutscht auf 5 Prozent ab (9,2).
Sonntag, 18.32 Uhr: Die Linke hat sich enttäuscht über den Ausgang der Bundestagswahl gezeigt. „Das ist ein schwerer Schlag für uns“, sagte die Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow am Sonntagabend. „Wir haben durchaus schwer verloren.“ Die Linke liegt nach den Prognosen von ARD und ZDF bei nur 5 Prozent und muss ein Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde befürchten. „Wir haben viele Fehler gemacht“, gestand Hennig-Wellsow ein. Diese seien nicht erst im Wahlkampf passiert, sondern schon in den vergangenen Jahren.
Sonntag, 18.31 Uhr: Die Co-Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, Alice Weidel, hat das Abschneiden ihrer Partei bei der Bundestagswahl als „sehr solides“ Ergebnis gewertet. Die AfD habe zweistellig abgeschnitten und sei allen Unkenrufen zum Trotz nicht aus dem Bundestag heraus gewählt worden, sagte Weidel am Sonntagabend in der ARD. „Um uns wird man nicht mehr drumherumkommen“, sagte sie.
Sonntag, 18.30 Uhr: Die Union will nach den Worten von Generalsekretär Paul Ziemiak trotz des schwachen Abschneidens bei der Bundestagswahl eine unionsgeführte Regierung ausloten. „Wir haben ein Credo in der Union: Erst das Land, dann die Partei“, sagte Ziemiak am Sonntagabend kurz nach Schließung der Wahllokale. Nach den ersten Zahlen gebe es eine Möglichkeit für eine „Zukunftskoalition“ aus Union, Grünen und FDP. „Und deswegen muss man miteinander sprechen.“ Zugleich räumte Ziemiak ein: „Die Verluste sind herb, sie sind bitter.“
Sonntag, 18.29 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht nach der Bundestagswahl einen klaren Regierungsauftrag für die Sozialdemokraten. "Wir liegen vorne, wir haben es auf Platz Nummer eins gebracht", sagte Klingbeil am Sonntagabend wenige Minuten nach Schließung der Wahllokale im ZDF - die Prognose des Senders sah die SPD mit 26 Prozent zwei Prozentpunkte vor der CDU/CSU. "Olaf Scholz soll Kanzler werden", hob Klingbeil weiter hervor.
Sonntag, 18.24 Uhr: SPD und Grüne haben sich bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl nach Prognosen ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Beide Parteien lagen am Sonntag in Prognosen von RBB und ZDF nahezu gleichauf, wie die Sender nach Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr berichteten. Die SPD mit Spitzenkandidatin Franziska Giffey kam demnach auf 21,5 bis 23 Prozent. Die Grünen mit Spitzenkandidatin Bettina Jarasch erreichten den Prognosen zufolge 22 bis 23,5 Prozent. Für die CDU sprachen sich laut den Prognosen 15 bis 17 Prozent der Wählerinnen und Wähler aus. Die Linke erreichten diesen ersten Zahlen zufolge 14 bis 14,5 Prozent, die AfD kam auf 6,5 bis 7 Prozent und die FDP auf 7,5 bis 8 Prozent.
Sonntag, 18.16 Uhr: Kurz vor offizieller Schließung der Wahllokale in Berlin haben vielerorts noch Wählerinnen und Wähler Schlange gestanden, um ihr Kreuz zu machen. „Hier stehen noch mindestens 100 Leute. Bei anderen Wahllokalen ist es genau das Gleiche, höre ich von Kollegen“, sagte die Leiterin eines Wahllokals in Pankow. Erst jetzt habe das Lokal wieder Stimmzettel für die Bundestagswahl bekommen, diese seien schon am Nachmittag aus gewesen. Die Wartezeit betrage ungefähr eine Stunde.
Sonntag, 18.00 Uhr: Bei der Bundestagswahl vom Sonntag liefern sich CDU/CSU und SPD das erwartete enge Rennen. Nach den Prognosen von ARD und ZDF von 18.00 Uhr liegen Union und Sozialdemokraten fast gleichauf vor Grünen und FDP. Die AfD lag in der Prognose bei elf Prozent. Die Linke kam auf fünf Prozent.
Sonntag, 17.45 Uhr: In Cottbus gibt es deutliche Hinweise auf eine Rekordbeteiligung zur Bundestagswahl. Knapp 15.000 Stimmzettel sind im Laufe des Wahltages in die Wahllokale nachgeliefert worden. Das bestätigt Wahlleiter Karsten Konzack. Der hohe Briefwahlanteil (Stand Freitag) hatte nicht vermuten lassen, dass der Ansturm zur Urnenwahl am Wahlsonntag den Nachschub an Stimmzetteln in Größenordnungen erfordern würde. Mit mehr als 33 Prozent der Wahlberechtigten haben sehr viele Bürger die Briefwahl genutzt. Die Wahllokale waren seit dem Vormittag stark frequentiert.
Sonntag, 17.42 Uhr: Hoffnungsvolle, vereinzelt auch resignierte Stimmen gibt es am Wahlsonntag in der Stadt Lauchhammer. Dort wird am Tag der Bundestagwahl auch ein neuer Bürgermeister gewählt. Die Erwartungen der Menschen an das neue Stadtoberhaupt sind sehr unterschiedlich. Wichtig ist allen aber, dass Lauchhammer nach vorn kommt.

Lauchhammer

Sonntag, 17.34 Uhr: Im Cottbuser Wahllokal Gallinchen (Feuerwehr) ist ein ausgehängter Musterstimmzettel von einem Unbekannten ausgefüllt worden. Die Kreuze wurden bei der AfD gemacht. Wähler haben den Wahlvorstand auf diese unzulässige versuchte Einflussnahme auf das Abstimmungsverhalten aufmerksam gemacht. Dieser hat sofort reagiert, den verunstalteten Musterstimmzettel entfernt und durch ein neutrales neues Exemplar ersetzt. Das hat der Cottbuser Wahlleiter Karsten Konzack bestätigt.
Sonntag, 17.09 Uhr: Vorfreude sieht anders aus. Etwa eine Stunde vor Schließung der Wahllokale ist (die noch amtierende) Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem Dienstwagen am Konrad-Adenauer-Haus in Berlin zur Wahlparty ihrer Partei angekommen.
Angela Merkel in ihrem Dienstwagen am Sonntagnachmittag.
Angela Merkel in ihrem Dienstwagen am Sonntagnachmittag.
© Foto: Michael Kappeler/dpa
Sonntag, 16.50 Uhr: Bei den Wahlen in Berlin ist es vor zahlreichen Wahllokalen in der ganzen Stadt zu langen Warteschlangen gekommen. Wahlberechtigte mussten mitunter länger als eine Stunde bis zum Kreuz in der Wahlkabine anstehen. Der Bezirk Mitte meldete für das Wahllokal 100 zeitweise sogar Wartezeiten von mehr als zwei Stunden.
Sonntag, 16.10 Uhr: In Brandenburg haben bislang 34,4 Prozent der rund zwei Millionen Wahlberechtigten (Stand: 14.00 Uhr) am Sonntag ihre Stimme in den Wahllokalen abgegeben. Bei der Bundestagswahl 2017 habe die Wahlbeteiligung zu diesem Zeitpunkt bei 38,3 Prozent gelegen, teilte Landeswahlleiter Bruno Küpper mit. Die Briefwähler seien dabei aber nicht eingerechnet. Bis Freitag hatten etwa 569.600 Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen beantragt.
Sonntag, 15.32 Uhr: Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe waren in Wuppertal Bewohner eines Wohnviertels aufgerufen, zwischenzeitlich nicht zum Wahllokal zu gehen. Am Sonntagmittag vermeldete die Stadt dann die Entschärfung der Bombe. „Die Wahllokale sind geöffnet und uneingeschränkt erreichbar“, hieß es in einer Mitteilung. Zuvor hatte eine Stadtsprecherin betont, dass die zwischenzeitliche Beeinträchtigung keine Auswirkung auf die Bundestagswahl insgesamt in Wuppertal haben werde, schließlich sei nach der Entschärfung noch genug Zeit zum Wählen.
Sonntag, 15.11 Uhr: Bei der Bundestagswahl in Sachsen hat bis zum frühen Nachmittag gut ein Drittel der Wahlberechtigten abgestimmt. Die Wahlbeteiligung lag um 14.00 Uhr bei 36,4 Prozent - ohne die Briefwähler - und damit weiter leicht unter dem Wert vor vier Jahren, wie Landeswahlleiter Martin Richter in Kamenz mitteilte. Danach wird damit gerechnet, dass 25,1 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht per Briefwahl Gebrauch machten. 2017 lag der Anteil der Briefwähler am Ende bei 15,9 Prozent.
Sonntag, 15.07 Uhr: Sie sind mit Angela Merkel groß geworden und stehen vor einer wichtigen Entscheidung: 2,8 Millionen Deutsche, die bei der Bundestagswahl erstmals ihre Stimme abgeben dürfen. Wie ticken diese Jungwähler in Elbe-Elster? Die Rundschau hat nachgefragt.
Sonntag, 14.37 Uhr: Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hofft bei der Bundestagswahl auf ein besseres Ergebnis für ihre Partei als in den Meinungsumfragen. „Es wird auf jede Stimme ankommen bei dieser Wahl, das haben wir ja in den letzten Wochen gesehen, wie Spitz auf Knopf es gehen wird“, sagte die Grünen-Vorsitzende bei der Stimmabgabe in ihrem Wahllokal in Potsdam. „Wir erhoffen uns natürlich noch ein paar Stimmen mehr mit Blick auf die Umfrageergebnisse, damit wir einen echten Aufbruch in diesem Land schaffen können.“
Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen, nach ihrer Stimmabgabe zur Bundestagswahl in Potsdam.
Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin und Bundesvorsitzende von Bündnis 90 / Die Grünen, nach ihrer Stimmabgabe zur Bundestagswahl in Potsdam.
© Foto: Kay Nietfeld / dpa
Sonntag, 14.30 Uhr: Bei den Wahlen in Berlin zeichnet sich eine leicht höhere Beteiligung ab. Nach Angaben der Geschäftsstelle der Landeswahlleiterin gingen bis 12 Uhr 27,4 Prozent der Wahlberechtigten zur Abstimmung. Bei der Bundestagswahl 2017 waren es 27,2 Prozent. Die höchste Wahlbeteiligung wurde mit 30,1 Prozent aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf gemeldet, die niedrigste aus Neukölln, wo es 25,5 Prozent waren.
Sonntag, 14.24 Uhr: Bundeswahlleiter Georg Thiel erklärt zur Stimmabgabe von Armin Laschet, der seinen Stimmzettel bei der Bundestagswahl falsch gefaltet hatte, auf Twitter: „Ein bundesweit bekannter Politiker hat wie erwartet seine eigene Partei gewählt. Eine Wählerbeeinflussung kann darin nicht gesehen werden.“ Bei einer „Fehlfaltung“ teilt der Wahlvorstand demnach einen neuen Stimmzettel aus – gelangt der offen eingeworfene Zettel dennoch in die Wahlurne, „kann er nicht mehr aussortiert werden und ist gültig“.
Sonntag, 14.07 Uhr: Der französische Modemacher Jean Paul Gaultier sieht das Ende von Angela Merkels Amtszeit als Bundeskanzlerin etwas wehmütig. „Ich denke, es ist traurig, dass sie geht“, sagte Gaultier in Berlin. In Frankreich habe die Kanzlerin ein sehr gutes Image. „Wir mögen sie“, so der 69-Jährige. Sie sei klar und direkt. Gaultier war in dieser Woche zu Gast bei einer Showpremiere im Berliner Friedrichstadt-Palast.
Sonntag, 13.49 Uhr: Wegen vertauschter Wahlzettel ist es in einigen Berliner Wahllokalen zu Verzögerungen und ungültigen Stimmabgaben gekommen. Betroffen waren Stimmzettel aus den Bezirken Friedrichshain / Kreuzberg und Charlottenburg / Wilmersdorf. Bis die richtigen Stimmzettel nachgeliefert wurden, mussten die Wahllokale zeitweise geschlossen werden. Auch anschließend ging es nur mit Verzögerungen weiter. Zudem mussten einige Stimmabgaben auf falschen Stimmzetteln für ungültig erklärt werden.
Sonntag, 13.35 Uhr: Mehr als die Hälfte der Deutschen rechnet einer Umfrage zufolge damit, dass sie Angela Merkel als Kanzlerin nicht vermissen werden. Entsprechend äußerten sich 52 Prozent in der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der „Augsburger Allgemeinen“. Auf die Frage „Werden Sie Angela Merkel nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin vermissen?“ antworteten sie mit „Nein, auf keinen Fall“ oder „Eher nein“. 38 Prozent äußerten dagegen die Erwartung, dass ihnen die CDU-Politikerin als Kanzlerin fehlen wird. Zehn Prozent äußerten sich unentschieden. Merkel kandidiert nach 16 Jahren im Kanzleramt nicht erneut und wird sich aus der Politik zurückziehen.
Sonntag, 13.29Uhr: Beim Kurznachrichtendienst Twitter wird inzwischen kräftig über Armin Laschets Stimmzettel-Panne gezwitschert – und gelästert. „Armin Laschet braucht eigentlich keinen Wahlkampfberater, Armin Laschet braucht einen Zivi“, heißt es unter anderem. Oder: „Für was werden Wahlkampfleiter und -berater eigentlich bezahlt?“ Die Panne ist zudem ein gefundenes Fressen für die Konkurrenz. Peter Schwab von der SPD in Stuttgart schreibt: „Dieser Kauz will als Bundeskanzler Zugang zu allen Staatsgeheimnissen haben und kann nicht mal sein eigenes Wahlgeheimnis wahren.“ Letzten Endes gibt es den Tipp: „Falte den Wahlzettel richtig, Armin.“ Doch der kommt zu spät.
Sonntag, 13.24 Uhr: Bei der Bundestagswahl in Sachsen haben bis zum Mittag 25,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag damit leicht unter dem Wert vor vier Jahren. Außerdem wird damit gerechnet, dass 25,1 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht per Briefwahl Gebrauch machten, wie Landeswahlleiter Martin Richter in Kamenz mitteilt. 2017 lag der Anteil der Briefwähler am Ende bei 15,9 Prozent. Im Freistaat sind insgesamt rund 3,3 Millionen Menschen bis 18 Uhr an die Wahlurnen gerufen.
Sonntag, 13.10 Uhr: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat bei der Stimmabgabe zur Bundestagswahl seinen Stimmzettel falsch gefaltet. Als Laschet den Zettel in einem Wahllokal in Aachen in die Urne warf, konnten Umstehende sehen, was er angekreuzt hatte. Fotografen hielten den Moment auf Bildern fest. Wegen des Wahlgeheimnisses ist es nicht erlaubt, seinen Stimmzettel offen einzuwerfen. Der Wähler müsse ihn „in der Weise falten, dass seine Stimmabgabe nicht erkennbar ist“, heißt es auf der Internetseite des Bundeswahlleiters. Sollte die Stimmabgabe erkennbar sein, müsste der Wahlvorstand den Wähler zurückweisen. Normalerweise wird im Wahllokal darauf hingewiesen, wie der Zettel gefaltet werden muss.
Dieses Foto zeigt Armin Laschets falsch gefalteten Stimmzettel in seinem Wahllokal in Aachen.
Dieses Foto zeigt Armin Laschets falsch gefalteten Stimmzettel in seinem Wahllokal in Aachen.
© Foto: Thilo Schmuelgen / AFP
Sonntag, 12.57 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihr besonnenes Handeln in schwierigen Situationen gelobt. „Es bleibt für mich ihre ruhige Art, in kritischen Situationen auch komplizierte Verhältnisse gut zu moderieren“, sagte Ramelow am Rande seiner Stimmabgabe für die Bundestagswahl am Sonntag in Erfurt.
Sonntag, 12.40 Uhr: Bundeswahlleiter Georg Thiel wird am Nachmittag einen Zwischenstand zur Wahlbeteiligung bekanntgeben. Es wird damit gerechnet, dass diesmal so viele Menschen wie nie zuvor per Briefwahl wählen. Nach Angaben der Bundeswahlleitung könnten es mindestens 40 Prozent sein. 2017 machten bereits 28,6 Prozent der Wahlberechtigten von der Briefwahl Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag vor vier Jahren bei 76,2 Prozent.
Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes und Bundeswahlleiter.
Georg Thiel, Präsident des Statistischen Bundesamtes und Bundeswahlleiter.
© Foto: Wolfgang Kumm / dpa
Sonntag, 12.34 Uhr: In den zehn Wahlkreisen Brandenburgs bewerben sich insgesamt 232 Menschen als Direktkandidaten oder auf den Landeslisten der 19 zugelassenen Parteien. Mit großer Spannung wird nach Schließung der Wahllokale vor allem das Ergebnis im Brandenbuerger Wahlkreis 61 (Potsdam und Umgebung) erwartet, in dem mit Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) zwei Kanzlerkandidaten direkt gegeneinander antreten.
Sonntag, 12.05 Uhr: Auch in Lauchhammer findet heute zeitgleich mit der Bundestagswahl die Bürgermeisterwahl statt. Eine Frau und vier Männer bewerben sich um das höchste Amt der Stadt: Manuela von Schroedel-Siemau (parteilos), Mirko Buhr (parteilos), Frank Poensgen (Bündnis 90 / Die Grünen), Dennis Hillner (parteilos) und Thomas Gürtler (NPD). Insgesamt sind 12.393 Lauchhammeraner wahlberechtigt.
Sonntag, 11.50 Uhr: Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat an seinem Wohnort in Aachen gewählt. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident gab am Vormittag kurz nach 11 Uhr seine Stimme für die Bundestagswahl ab. Laschet kam mit seiner Ehefrau Susanne zum Wahllokal in einer städtischen katholischen Grundschule im Stadtteil Burtscheid. Laschet sagte, die Bundestagswahl entscheide über die Richtung Deutschlands in den nächsten Jahren. „Und deshalb kommt es auf jede Stimme an.“ Er hoffe, dass alle ihr Wahlrecht nutzen, „damit Demokraten am Ende eine neue Regierung bilden können“.
Armin Laschet, Bundesvorsitzender der CDU, Spitzenkandidat seiner Partei und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und seine Frau Susanne bei der Stimmabgabe zur Bundestagswahl in Aachen.
Armin Laschet, Bundesvorsitzender der CDU, Spitzenkandidat seiner Partei und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und seine Frau Susanne bei der Stimmabgabe zur Bundestagswahl in Aachen.
© Foto: Federico Gambarini / dpa
Sonntag, 11.30 Uhr: Auch dieses Mal werden der AfD Chancen auf einen Sieg in Sachsen eingeräumt. Eine Woche vor der Bundestagswahl kam die AfD in einer Insa-Umfrage auf 26 Prozent. Die CDU landete weit abgeschlagen und auf Augenhöhe mit der SPD bei 18 Prozent. Die Linken erreichten ebenso wie die FDP 11 Prozent, die Grünen 8 Prozent. 2017 hatte sich die AfD ganz knapp gegen die in Sachsen erfolgsverwöhnte Union durchsetzen können. Die AfD bekam damals 27 Prozent der Zweitstimmen, die CDU 26,9 Prozent.
Sonntag, 11.20 Uhr: In einigen Wahllokalen in Berlin begannen die Abstimmungen mit Hindernissen. So hatten Wahlhelfer kurzfristig abgesagt. Sie wurden nach Angaben aus der Geschäftsstelle der Landeswahlleiterin über Nachrückerlisten nachbesetzt. Vor mehreren Wahllokalen bildeten sich Schlangen. Hinzu kommen die coronabedingten Hygieneregelungen und der aufwendige Wahlprozess mit vier Stimmzetteln. Nach Angaben der Landeswahlleitung gab es in Berlin noch nie so viele Abstimmungen an einem Tag. Neben der Bundestagswahl hat in Berlin auch die Wahl zum Abgeordnetenhaus begonnen. Zudem werden zwölf Bezirksparlamente neu bestimmt. Außerdem können die Berliner darüber abstimmen, ob große Wohnungskonzerne mit mehr als 3000 Wohnungen enteignet werden sollen.
Die Berliner können heute auch bei einem Volksentscheid darüber abstimmen, ob große Wohnungskonzerne mit mehr als 3000 Wohnungen enteignet werden sollen.
Die Berliner können heute auch bei einem Volksentscheid darüber abstimmen, ob große Wohnungskonzerne mit mehr als 3000 Wohnungen enteignet werden sollen.
© Foto: Thomas Seifert
Sonntag, 11.06 Uhr: Bei der Bundestagswahl haben am Sonntagvormittag die ersten prominenten Politiker ihre Stimme abgegeben. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender wählten in Berlin. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ging gemeinsam mit seiner Frau Britta Ernst (SPD), Brandenburgs Bildungsministerin, an seinem Wohnort Potsdam ins Wahllokal, CSU-Chef Markus Söder in Nürnberg. Söder wurde ebenfalls von seiner Ehefrau begleitet.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine Stimme zur Bundestagswahl in der Erich-Kästner-Grundschule in Berlin abgegeben.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine Stimme zur Bundestagswahl in der Erich-Kästner-Grundschule in Berlin abgegeben.
© Foto: Kai Pfaffenbach/Reuters/Pool/dpa
Auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat gemeinsam mit seiner Frau Britta Ernst (r.) in der Max Dortu Schule in Potsdam seine Stimme zur Bundestagswahl abgegeben.
Auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat gemeinsam mit seiner Frau Britta Ernst (r.) in der Max Dortu Schule in Potsdam seine Stimme zur Bundestagswahl abgegeben.
© Foto: Michael Kappeler/dpa Pool/dpa
Sonntag, 10.55 Uhr: In Spremberg findet heute zeitgleich mit der Bundestagswahl die Bürgermeisterwahl statt. Neben der amtierenden Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) treten Michael Hanko (AfD) und Dirk Süßmilch (SPD) an. Noch bis 18 Uhr können die Spremberger ihre Stimmen abgeben. Achtung: „Die Wahlbenachrichtigungskarte sollte wieder mitgenommen werden – für den Fall, dass am 10. Oktober eine Bürgermeister-Stichwahl nötig wird“, so Wahlleiter Frank Kulik. Zudem findet in Spremberg auch ein Bürgerentscheid statt, bei dem es um den Standort der neuen Schwimmhalle geht.
Sonntag, 10.35 Uhr: Im Wahlkampf haben die Sicherheitsbehörden in den vergangenen Wochen laut „Welt am Sonntag“ mehr als 4200 Straftaten registriert. Es handle sich vor allem um Sachbeschädigungen an Wahlplakaten, aber auch um Beleidigungen und tätliche Übergriffe, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Daten der 16 Landeskriminalämter. Im Vergleich zum Wahlkampf vor vier Jahren nahm die Zahl der Straftaten demnach deutlich zu. Die meisten Taten meldeten demnach die Länder Niedersachsen (900), Bayern (520) und Baden-Württemberg (448).
Sonntag, 10.15 Uhr: Eishockey-Star Leon Draisaitl ist Fan von Angela Merkel und hätte sich eine weitere Amtszeit der Bundeskanzlerin gewünscht. „Ich weiß natürlich, dass sie nicht mehr zur Wahl antritt, aber ich würde sie am liebsten zum Comeback überreden“, sagte Deutschlands „Sportler des Jahres 2020“ der „Bild am Sonntag“. Der 25-jährige Torjäger der Edmonton Oilers hält die CDU-Politikerin für die perfekte Kanzlerin. „Angela Merkel hat Deutschland in Krisensituationen gut geführt. Uns geht es im Vergleich zu vielen anderen Ländern sehr gut“, so Draisaitl.
Sonntag, 10 Uhr: Zur Bundestagswahl meint die britische Sonntagszeitung „The Observer“: „Es ist nicht zu erwarten, dass eine Partei eine Mehrheit im Bundestag erlangt. Koalitionsgespräche zur Bildung einer neuen Regierung könnten Monate dauern. In der Zwischenzeit bleibt Merkel praktisch im Amt. Die Ungewissheit darüber, wer sie ersetzen wird, ist eine große Veränderung im Vergleich zu der oft vorhersehbaren Politik der vergangenen 16 Jahre. Aber man sollte darüber nicht allzu begeistert sein. Weder Olaf Scholz, der die SPD, die größte Mitte-Links-Partei, anführt, noch Armin Laschet, Merkels konservativer Wunschkandidat für die Nachfolge der CDU, bieten radikal unterschiedliche Programme an.“
Sonntag, 9.45 Uhr: Seit 8 Uhr haben auch in Sachsen die Wahllokale geöffnet – bis 18 Uhr. Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Menschen aufgefordert, ihr Wahlrecht zu nutzen. „Wir haben bei dieser Wahl auch die Möglichkeit, dem Zeitgeist etwas entgegenzusetzen, der Freude am Zerstören hat“, so Kretschmer. In 16 Wahlkreisen sind rund 3,3 Millionen Menschen zur Abstimmung über den neuen Deutschen Bundestag aufgerufen; viele haben das im Freistaat bereits vorab per Briefwahl getan. Etwa 126.000 Wahlberechtigte dürfen das erste Mal teilnehmen. Wegen der Corona-Pandemie müssen im Wahllokal Masken getragen werden, die 3G-Regel wird allerdings ausgesetzt. Damit erhalten auch Menschen einen Zutritt, die nicht genesen, geimpft oder getestet sind. Auf die Kontaktnachverfolgung wird verzichtet. In diesem Jahr sind in Sachsen 22 Parteien zur Wahl zugelassen. Die Wahl der Landeslisten erfolgt über die Zweitstimme, die Erststimme entscheidet über die Direktmandate in den Wahlkreisen. Über die Landeslisten bewerben sich 235 Frauen und Männer und 190 um ein Direktmandat. 117 Personen treten auf Landeslisten und als Direktkandidat an.
Sonntag, 9.35 Uhr: Zum Ende der Ära Merkel heißt es in der Schweizer „Sonntagszeitung“: „Die Merkel-Raute, dieses Symbol neudeutscher Bescheidenheit, ist auch ein Symbol für einen Triumph des Reputationsmanagements. Vielleicht gelang ihr deshalb dieses Kunststück, weil Bescheidenheit sonst nicht die erste Eigenschaft ist, die uns Nicht-Deutschen einfällt, wenn wir an die Deutschen denken. Und sie selbst verliebten sich in diesen Rauten-Nationalismus – der zu belegen schien, neuerdings ganz klein, ganz selbstlos, ganz anders als in der ferneren Vergangenheit zu sein. Übrigens: In unserem Nachbarland Schweiz läuft heute eine Volkssabstimmung über die „Ehe für alle“: Bis 12 Uhr sind die Wahllokale geöffnet. Alle Umfragen deuteten darauf hin, dass die Eheschließung zwischen schwulen und lesbischen Paaren bald Realität werden dürfte. Damit wäre die Schweiz eines der Schlusslichter in Europa.
Sonntag, 9.20 Uhr: Der nächste Bundestag, der an diesem Sonntag gewählt wird, könnte nach Berechnungen des Wahlforschers Robert Vehrkamp mehr als 900 Abgeordnete groß werden. Auf der Basis des letzten ZDF-„Politbarometers“ vor der Wahl vom Donnerstag berechnete der Wissenschaftler von der Bertelsmann Stiftung eine Bandbreite von 672 bis 912 Mandaten. In einem mittleren Szenario kommt er auf 810 Abgeordnete. Derzeit zählt der Bundestag 709 Abgeordnete und ist damit schon so groß wie nie zuvor. Mehr als zwei Drittel der Deutschen halten dies bereits für zu groß.
Sonntag, 8.53 Uhr: Im Jahr der Bundestagswahl hat Russland einem Medienbericht zufolge einen Posten an der Botschaft in Berlin mit einem Experten für die Durchsetzung russischer Auslandsinteressen und Desinformation besetzt. Das berichtete die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf eine eigene Recherche. Die russische Botschaft habe mitgeteilt, dass der Geheimdienstmitarbeiter regelgerecht akkreditiert worden sei. Auf Nachfragen, zum Beispiel zum Einsatzbereich, habe die Botschaft von "Pseudo-Informationen" sowie einem "wilden Gemisch aus Spekulationen und Fantasien" gesprochen.
Sonntag, 8.35 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief vor Öffnung der Wahllokale um 8.00 Uhr zur Stimmabgabe auf. „Jede Stimme zählt - Ihre Stimme zählt. Daher bitte ich Sie: Gehen Sie heute zur Wahl!“, schrieb Steinmeier in einem Gastbeitrag für die „Bild am Sonntag“. Demokratie lebe vom Einmischen und Mitmachen. „Wer mitmacht, wird gehört. Wer nicht wählt, lässt andere für sich entscheiden“, so Steinmeier.
Sonntag, 8.00 Uhr: Die Bundestagswahl hat begonnen. Rund 60.000 Wahllokale haben am Sonntag um 8.00 Uhr geöffnet. Knapp 60,4 Millionen Bürger sind aufgerufen, bis 18.00 Uhr Erst- und Zweitstimme abzugeben und so über die Zusammensetzung des neuen Bundestags zu entscheiden. Etwa 2,8 Millionen Bürger nehmen erstmals an einer Bundestagswahl teil. Insgesamt stellen sich 47 Parteien zur Wahl. Nach letzten Umfragen könnte es ein ganz knappes Rennen werden.
Samstag, 19.58 Uhr: Parallel zur Bundestagswahl wird in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag (08.00 Uhr) ein neuer Landtag gewählt. Rund 1,32 Millionen Wahlberechtigte sind dazu aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Derzeit regiert in dem Bundesland die SPD in einer Koalition mit der CDU.
Samstag, 19.15 Uhr: In Berlin ist am Sonntag Superwahltag. Die Bewohner der Hauptstadt wählen nicht nur einen neuen Bundestag, sondern auch ein neues Abgeordnetenhaus und zwölf neue Bezirksparlamente. Außerdem können sie bei einem Volksentscheid darüber abstimmen, ob große Wohnungskonzerne enteignet werden sollen. Nach Angaben der Landeswahlleitung gab es in Berlin noch nie derart viele Abstimmungen an einem Tag.
Wer regiert künftig die Bundeshauptstadt Berlin? Die Spitzenkandidaten Sebastian Czaja (l-r, FDP), Klaus Lederer (Die Linke), Franziska Giffey (SPD), Kai Wegner (CDU), Bettina Jarasch (Bündnis 90/Die Grünen) und Kristin Brinker (AfD) stehen im E-Werk bei der Talkrunde des RBB "Ihre Wahl 2021 - zum Abgeordnetenhaus".
Wer regiert künftig die Bundeshauptstadt Berlin? Die Spitzenkandidaten Sebastian Czaja (l-r, FDP), Klaus Lederer (Die Linke), Franziska Giffey (SPD), Kai Wegner (CDU), Bettina Jarasch (Bündnis 90/Die Grünen) und Kristin Brinker (AfD) stehen im E-Werk bei der Talkrunde des RBB "Ihre Wahl 2021 - zum Abgeordnetenhaus".
© Foto: Annette Riedl/dpa
Samstag, 18.47 Uhr: FDP-Chef Christian Lindner hat eine harte Haltung in möglichen Verhandlungen über eine Regierungsbildung nach der Bundestagswahl angekündigt. So wie die FDP 2017 Gespräche über eine Jamaika-Koalition mit der Union und den Grünen abgebrochen habe, weil Deutschland „auf einen grün-schwarzen Linksdrift mit marginaler FDP-Beteiligung“ geschickt worden wäre, so würde man auch diesmal standhaft sein. „Wir sind auch 2021 nicht bereit, unser Land auf einen Linksdrift zu schicken“, sagte er am Samstag in Düsseldorf.
Samstag: 17.52 Uhr: Mehr als zwei Millionen Brandenburger sind am Sonntag zur Bundestagswahl aufgerufen. Dafür stehen von 8 Uhr bis 18 Uhr gut 3000 Wahllokale offen. Landeswahlleiter Bruno Küpper rechnet allerdings mit einem hohen Anteil der Briefwähler. Wahlberechtigt sind alle Brandenburger Bürger ab 18 Jahren. In den zehn Wahlkreisen bewerben sich insgesamt 232 Menschen als Direktkandidaten oder auf den Landeslisten der 19 zugelassenen Parteien.
Samstag, 17.24 Uhr: Einen Tag vor der Bundestagswahl ist ein Wahlkampfstand der Grünen in Plauen (Vogtlandkreis) attackiert worden. Ein 50-jähriger Mann bewarf den Stand auf dem Theaterplatz mit Eiern und verletzte dabei eine Politikerin leicht, wie die Polizei mitteilte. Die 19-Jährige trug demnach einen Bluterguss davon, benötigte aber keinen Arzt. Eine Sprecherin des Grünen-Landesverbands bestätigte, dass es sich um die Kreisvorsitzende Lea Sophie Gauglitz handelt.
Samstag, 16.42 Uhr: Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock will sich bislang nicht den Kopf über eine mögliche Koalition nach der Bundestagswahl zerbrechen. „Ich mache bis zur letzten Minute Wahlkampf“, sagte sie am Samstag in Potsdam bei einem Treffen mit Bürgern. Sie beteilige sich nicht an den Gedankenspielen anderer.
Samstag, 15.17 Uhr: Auch in Lauchhammer wird am Sonntag ein neuer Bürgermeister gewählt. Was die Kandidaten in ihrer Stadt bewegen wollen, steht auf unserer Themenseite zur Bürgermeisterwahl in Lauchhammer.
Samstag, 14.52 Uhr: SPD-Chefin Saskia Esken will sich - zusammen mit der Wohnungslosen Erika Heine - das Leben auf der Straße anschauen. Ein SPD-Sprecher sagte dem Nachrichtenportal Watson am Samstag, "der Termin wird stattfinden, ein Datum wurde allerdings noch nicht vereinbart". Heine aus Hannover hatte Esken und andere Spitzenpolitiker von CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke und AfD am Mittwoch in der "ProSieben-Bundestagswahl-Show" eingeladen, sie für einen Tag lang zu begleiten – ohne Geld und Handy. Nur Esken nahm die Einladung an.
Samstag, 14.23 Uhr: In der Lausitz wird am Sonntag nicht nur ein neuer Bundestag (mit)-gewählt, sondern auch zwei Bürgermeisterposten gilt es neu zu besetzen: in Lauchhammer und Spremberg. Bevor die Spremberger die Entwicklung der Wahlergebnisse auf der Internetseite der Stadt verfolgen können, müssen sie einiges richtig machen. Die Rundschau sprach mit Wahlleiter Frank Kulik über Wahlumfragen und Lupen.
Samstag, 13.42 Uhr: Fotos von Angela Merkel (CDU) im Wahllokal wird es am 26. September nicht geben. Die Bundeskanzlerin habe sich entschieden, bei dieser Bundestagswahl von der Möglichkeit der Briefwahl Gebrauch zu machen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.
Samstag, 13.11 Uhr: Parallel zur Bundestagswahl wird am 26. September in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Was in den Wahlprogrammen der Parteien über Brandenburg steht, hat es in sich.
Samstag, 12.49 Uhr: Die noch verbliebene zweiköpfige Klima-Hungerstreik-Gruppe im Berliner Regierungsviertel befindet sich seit Samstag auch im Durststreik. Sie würden solange keine Flüssigkeit zu sich nehmen, bis SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zusichert, dass er als nächster Bundeskanzler umgehend den Klimanotstand ausruft, sagten der 21-jährige Henning Jeschke und die 24-jährige Lea Bonasera am Samstag vor Journalisten in Berlin. Die Forderungen richteten sich an Scholz, weil er „mit großer Wahrscheinlichkeit“ der nächste Bundeskanzler sein werde, hieß es von der Gruppe am Freitag.
Lea und Henning, beiden verbliebenen Teilnehmer des "Hungerstreiks der letzten Generation" in Berlin, geben auf einer Pressekonferenz bekannt, dass sie ab sofort in einen trockenen Hungerstreik treten.
Lea und Henning, beiden verbliebenen Teilnehmer des „Hungerstreiks der letzten Generation“ in Berlin, geben auf einer Pressekonferenz bekannt, dass sie ab sofort in einen trockenen Hungerstreik treten.
© Foto: Jörg Carstensen/dpa
Samstag, 12.21 Uhr: Nicht nur in Deutschland wird an diesem Wochenende gewählt. Einen Tag vor der Bundestagswahl haben die Menschen auf Island damit begonnen, ein neues Parlament zu wählen. Die Wahllokale auf der Insel im Nordatlantik sind bis 22.00 Uhr Ortszeit geöffnet - in Deutschland ist dann bereits Mitternacht. Erste Teilergebnisse sollten schon kurz darauf verkündet werden, ein Endergebnis dürfte am Sonntagmorgen feststehen.
Samstag, 11.45 Uhr: Warum sollen wir in der Lausitzer wählen gehen? Dieser Frage hat sich Rundschau-Chefredakteur Oliver Haustein-Teßmer in seinem Kommentar zur Bundestageswahl gewidmet.
Samstag, 11.21 Uhr: Das Potenzial der unentschlossenen Wähler ist bei der anstehenden Bundestagswahl nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Karl-Rudolf Korte größer als sonst. "Es gibt nicht nur eine hohe Zahl an Wählern, die unentschlossen sind, sondern auch eine hohe Zahl an unentschlossenen Briefwählern", sagte er der "Welt am Sonntag".
Samstag, 11.00 Uhr: Im Zusammenhang mit dem Wahlkampf haben die Sicherheitsbehörden einem Medienbericht zufolge bislang mehr als 4200 Straftaten registriert. Die „Welt am Sonntag“ beruft sich dabei auf eine Umfrage unter den Bundesländern, wobei einzig Hessen keine konkreten Zahlen genannt habe. Demnach handele es sich vor allem um Sachbeschädigungen, insbesondere an Wahlplakaten. Aber auch Gewaltdelikte, Propagandadelikte und Beleidigungen seien verzeichnet worden.
Samstag, 10.45 Uhr: Der nächste Bundestag, der an diesem Sonntag gewählt wird, könnte nach Berechnungen des Wahlforschers Robert Vehrkamp mehr als 900 Abgeordnete groß werden. Auf der Basis des letzten ZDF-„Politbarometers“ vor der Wahl vom Donnerstag berechnete der Wissenschaftler von der Bertelsmann Stiftung eine Bandbreite von 672 bis 912 Mandaten. In einem mittleren Szenario kommt er auf 810 Abgeordnete. Derzeit zählt der Bundestag 709 Abgeordnete und ist damit schon so groß wie nie zuvor.
Samstag, 10.15 Uhr: Einen Tag vor der Bundestagswahl treten Unionskanzlerkandidat Armin Laschet und Kanzlerin Angela Merkel zu ihrer letzten Kundgebung in Laschets Heimatstadt Aachen auf. Außerdem beendet die FDP mit Bundesparteichef Christian Lindner ihren bundesweiten Wahlkampf mit Kundgebungen in Köln und Düsseldorf. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ist vor allem in seinem Wahlkreis in Potsdam unterwegs.
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Samstag, 9.52 Uhr: Das ist ja schon mal nicht geklaptt: Bei einem Test zur Vorbereitung des Wahlsonntags hat Das Erste am Freitag versehentlich ein Hochrechnungs-Laufband in sein Programm eingeblendet. Das Laufband mit fiktiven Hochrechnungszahlen sei am Freitag für wenige Sekunden während der Quizsendung „Gefragt - Gejagt“ zu sehen gewesen, teilte ein Sprecher mit.
Noch unentschlossen vor der Bundestagswahl am Sonntag? Hier gibt es nochmal die Komplettübersicht aller Kandidaten in den fünf Lausitzer Wahlkreisen. Zu der Übersicht gibt es exklusiv für Abonnenten die Möglichkeit, die Kandidaten in ihrem Wahlkreis noch einmal mithilfe eines speziellen Fragebogens kennenzulernen: