• In Deutschland fand am 26.09.2021 die Bundestagswahl statt
  • In mehreren Bundesländern im Osten lag in den Umfragen vor der Wahl die AfD vorne, die SPD konnte aber auch punkten
  • Bei der letzten Bundestagswahl 2017 wurde die AfD in Sachsen stärkste Kraft.
  • In Mecklenburg-Vorpommern wurde neben der Bundestagswahl auch ein neuer Landtag gewählt. Hier geht’s zum Ticker zur Landtagswahlen.
  • Hier sind die Hochrechnungen, Prognosen und Ergebnisse für Sachsen im Überblick.
Nach vier Jahren konnten sich die Wahlberechtigten in Sachsen bei der Bundestagswahl 2021 erneut für ihre Vertreter im Deutschen Bundestag entscheiden. Die SPD hat im Bund die CDU als stärkste Partei abgelöst. Wie es nach der Wahl nun mit Sondierungen weitergeht und welche Koalitionen rechnerisch möglich sind, erfahren Sie in diesem Artikel unseres Partnerportals swp.de.

CDU Sachsen sieht kein Regierungsauftrag für Union

Zwei Tage nach der Bundestagswahl geht die Diskussion in der sächsischen CDU über die Ursachen für ihr schlechtes Abschneiden unvermindert weiter. Der neue Chef der sächsischen Landesgruppe im Bundestag, Carsten Körber, machte den Kanzlerkandidaten Armin Laschet für die Wahlniederlage verantwortlich: „Die Personalie Laschet lag wie Blei auf unserem Wahlkampf“, sagte Körber am Dienstag „MDR Aktuell“.
Zuvor hatte der CDU-Landesvorsitzende und Ministerpräsident Michael Kretschmer in der „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ/Dienstag) Körbers Vorgänger Marco Wanderwitz indirekt eine Mitschuld am schlechten Ergebnis der CDU in Sachsen gegeben. Kretschmer sagte, dass so ein Wahlkampf viele Komponenten habe. „Aber es haben sich Menschen von Herrn Wanderwitz stigmatisiert und angegriffen gefühlt. Das war mit Sicherheit nicht so gemeint, aber das gehört zu dieser Geschichte des Wahlkampfs mit dazu.“
Wanderwitz - auch Ostbeauftrager der Bundesregierung - hatte im Sommer die Meinung vertreten, Ostdeutsche hätten eine stärkere Neigung zur Wahl rechtsradikaler Parteien als Westdeutsche. „Wir haben es mit Menschen zu tun, die teilweise in einer Form diktatursozialisiert sind, dass sie auch nach dreißig Jahren nicht in der Demokratie angekommen sind“, sagte er und löste damit Widerspruch und Kritik aus.
Körber verteidigte Wanderwitz nun: „Es ist keinesfalls so, wenn man sich das desaströse Ergebnis der CDU in Sachsen anschaut, dass man sich das allein mit diesen Äußerungen erklären kann.“ In der Sache sei es richtig, was Wanderwitz gesagt habe. „Vom Ton her kann man geteilter Meinung sein.“
Laut dem Leipziger Parteienforscher Hendrik Träger hat der Wahlausgang natürlich etwas mit dem Kanzlerkandidaten der Union, Armin Laschet, zu tun. „Das war eine Anti-Laschet-Wahl und eine Scholz-Wahl“, analysierte er. Wenn aber eine Partei seit mehr als 30 Jahren den Regierungschef stelle und auch bei Bundestagswahlen immer fast alle Wahlkreise gewonnen habe, könne sie nicht so tun, als würde das schlechte Abschneiden nur mit ihrem Kanzlerkandidaten zusammenhängen. Die lange erfolgsverwöhnte Union war mit 17,2 Prozent der Zweitstimmen weit abgeschlagen hinter der AfD (24,6 Prozent) und der SPD (19,3 Prozent) gelandet.
„Eigentlich müsste es personelle Konsequenzen geben. Das muss nicht den sächsischen Ministerpräsidenten betreffen. Aber die Partei sollte überlegen, ob sie den Vorstand auflöst und die Mitglieder oder einen Parteitag entscheiden lässt“, sagte Träger.
Unterdessen zog die SPD in Sachsen eine positive Bilanz nach der Bundestagswahl. Detlef Müller, Sprecher der Landesgruppe Sachsen der SPD-Bundestagsfraktion, sagte laut Mitteilung, dass die SPD am meisten aus den gesellschaftlichen Debatten über Ostdeutschland gelernt habe. „Die Entscheidung der Wählerinnen und Wähler hat zu einer deutlich anderen Sitzverteilung geführt: Besonders im Osten Deutschlands konnte die SPD deutlich an Stimmen zulegen. Die Anzahl der Mitglieder unserer Landesgruppe hat sich erfreulicherweise von vier auf acht verdoppelt!“

Wahlergebnisse Sachsen: AfD klarer Sieger, SPD und CDU dahinter

Am Tag nach der Bundestagswahl haben die großen Parteien in Sachsen Bilanz gezogen und zumindest die Wahlverlierer CDU und Linke nicht mit Selbstkritik gespart. CDU-Generalsekretär Alexander Dierks bezeichnete den Wahlausgang für die Union als Debakel. Man müsse das Ergebnis mit großer Demut annehmen. Die CDU habe es nicht vermocht, vor allem im Osten mit ihrer Kampagne durchzudringen. Aus dem Ergebnis lasse sich „in keiner Weise unmittelbar ein Auftrag zur Bildung einer Regierung ableiten“.
Dierks zufolge wurde die Wahl von einem bundespolitischen Trend und bundespolitischen Themen entschieden. „Ich sehe überhaupt nicht, dass es Konsequenzen auf Landesebene geben muss.“ Es sei jetzt nicht der Zeitpunkt, einseitig personelle Schuldzuweisungen zu machen: „Klar ist aber auch: Die Union hat bei dieser Bundestagswahl eine krachende Niederlage erlitten hat.“ Dem sächsischen Spitzenkandidaten Marco Wanderwitz - Ostbeauftragter der Bundesregierung - gab Dierks keine Schuld an der Wahlschlappe.

Erstarken der AfD in Görlitz „negatives Image“

Sachsens Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt hält das starke Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl im Landkreis Görlitz nicht förderlich für das Image. „Rückenwind ist es mit Sicherheit nicht“, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Dresden. Um den Strukturwandel nach dem Kohleausstieg zu bewältigen, sei die Region auch auf Zuzügler oder Rückkehrer angewiesen. Diesen Prozess in Gang zu setzen, dafür nütze ein „negatives Image“ der Region nicht.
Zugleich zeigte sich Schmidt aber optimistisch, dass die ersten Strukturwandelprojekte und Kohle-Hilfen vor Ort bald Früchte tragen. „Die ersten Dinge werden sichtbar“, sagte der Minister und verwies etwa auf Forschungs- und Infrastrukturprojekte. Viele Projekte seien derzeit in der Pipeline, das ziehe zahlreiche Arbeitsplätze nach sich. Er forderte, den Blick in der Debatte auch auf Positives in der Görlitzer Region zu lenken. Wer die Gegend einmal besucht habe, sei begeistert von der Seenlandschaft, dem Zittauer Gebirge und Städten wie Görlitz.
Im Wahlkreis Görlitz hatte die AfD bei der Bundestagswahl die bundesweit höchste Prozentzahl an Zweitstimmen bekommen. Nach Angaben der Bundeswahlleitung holte die Partei 32,5 Prozent der Stimmen. In vielen Gemeinden im Wahlkreis Görlitz kam die AfD bei den Zweitstimmen sogar auf über 40 Prozent.
„Wir lassen uns von so einem Ergebnis und einer Momentaufnahme nicht beirren“, betonte Schmidt. Vielmehr seien sie eine Bestätigung dafür, zusammen mit den Menschen vor Ort etwas auf die „Beine zu stellen“. „Die Chance ist da, davon bin ich überzeugt.“

AfD in Sachsen bei der Wahl stärkste Partei

In Sachsen hatte die CDU die Wahl klar gegen die AfD verloren. Sie musste sich sogar der SPD geschlagen geben. Die AfD landete bei 24,6 Prozent der Zweitstimmen. Dahinter rangieren SPD (19,3 Prozent), CDU (17,2), FDP (11,0), Linke (9,3) und Grüne (8,6). Die AfD gewann zudem zehn von 16 Wahlkreisen, die CDU nur vier. Je einer ging an die SPD und die Linken. Für die Linken war entscheidend, dass Sören Pellmann im Leipziger Süden sein Mandat verteidigte. Sonst wäre die Partei insgesamt an der Fünf-Prozent-Hürde im Bund gescheitert.
Die sächsische AfD verbuchte die Bundestagswahl im Freistaat trotz eigener Stimmverluste als vollen Erfolg. „Wir sind in Sachsen deutlich stärkste Kraft geworden“, sagte Parteichef Jörg Urban. Die CDU sei vom Wähler demontiert worden, die AfD keine Protestpartei mehr. Urban befürchtete, dass die instabilen Verhältnisse in Berlin dazu führen, große Probleme wie die Energiepolitik und Migrationspolitik nicht zu lösen. Die AfD wolle die regierenden Parteien „vor sich hertreiben“.
Kommentar zur Bundestagswahl 2021 Das CDU-Desaster und die Folgen für die Lausitz

Cottbus

Politologe: AfD hat sich als ostdeutsche Volkspartei etabliert

Die AfD hat sich nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Hans Vorländer in Deutschland erfolgreich als „Partei ostdeutscher Interessenrepräsentation“ etabliert. Während die CDU in einem Bundesland wie Sachsen „schon lange in der Fläche an Rückhalt verloren“ habe, habe sich die AfD organisatorisch und strukturell dort verfestigt, sagte der Direktor des Zentrums für Verfassungs- und Demokratieforschung an der TU Dresden am Dienstag dem WDR 5-„Morgenecho“.
Bei der Bundestagswahl vom vergangenen Sonntag hatte die Alternative für Deutschland (AfD) allein in Sachsen zehn Wahlkreise bei der Direktwahl der Kandidatinnen und Kandidaten gewonnen. Bei den Zweitstimmen lag der Anteil in dem Bundesland bei rund 25 Prozent, in Thüringen bei 24 Prozent. In beiden Bundesländern holte die Partei damit die meisten Stimmen.

Bundestagswahl in Sachsen: vorläufiges Endergebnis und Direktkandidaten

Die ersten Hochrechnungen kommen langsam aus dem Land Sachsen. So haben die Wählerinnen und Wähler abgestimmt:
  • CDU: 17,2
  • SPD: 19,3
  • Grüne: 8,6
  • AfD: 24,6
  • Linke: 9,3
  • FDP: 11,0
  • Sonstige: 9,9

Cottbus

Folgende Direktkandidaten haben die sächsichen Wählerinnen und Wähler aus den Wahlkreisen 151 bis 166 in den Bundestag entsendet:
  • Wahlkreis 151: René Bochmann (AfD), 27,8 Prozent
  • Wahlkreis 152: Jens Lehmann (CDU), 20,5 Prozent
  • Wahlkreis 153: Sören Pellmann (Die Linke), 22,8 Prozent
  • Wahlkreis 154: Edgar Naujok (AfD), 24,6 Prozent
  • Wahlkreis 155: Barbara Lenk (AfD), 31 Prozent
  • Wahlkreis 156: Karsten Hilse (AfD), 33,4 Prozent
  • Wahlkreis 157: Tino Chrupalla (AfD), 35,8 Prozent
  • Wahlkreis 158: Steffen Janich (AfD), 33,0 Prozent
  • Wahlkreis 159: Markus Reichel (CDU), 21,1 Prozent
  • Wahlkreis 160: Lars Rohwer (CDU), 18,6 Prozent
  • Wahlkreis 161: Carolin Bachmann (AfD), 33,4 Prozent
  • Wahlkreis 162: Detlef Müller (SPD), 25,1 Prozent
  • Wahlkreis 163: Mike Moncsek (AfD), 28,9 Prozent
  • Wahlkreis 164:
  • Wahlkreis 165: Matthias Moosdorf (AfD), 25,6 Prozent
  • Wahlkreis 166: Yvonne Magwas (CDU), 27,7 Prozent
Im Wahlkreis Görlitz hat die AfD die bundesweit höchste Prozentzahl an Zweitstimmen bekommen. Nach Angaben der Bundeswahlleitung holte die Partei 32,5 Prozent der Stimmen. In vielen Gemeinden im Wahlkreis Görlitz kommt die AfD bei den Zweitstimmen sogar auf über 40 Prozent, in Neißeaue sind es sogar 47,4 Prozent.
Bei der Bundestagswahl 2017 hatte die AfD in Dorfchemnitz (Landkreis Mittelsachsen) ihr stärkstes Ergebnis in einer Kommune verbucht, bei dieser Wahl kam die AfD in der Gemeinde auf 47,9 AfD Zweitstimmenanteil - 0,2 Prozentpunkte mehr als 2017.

Vorläufiges Endergebnis im Bund

Update, 27.09.21, 7 Uhr

  • SPD: 25,7
  • CDU/CSU: 24,1
  • Grüne: 14,8
  • FDP: 11,5
  • Linke: 4,9
  • AfD: 10,3
  • Sonstige: 8,1

Wahl 2021: Wahlkreise in Sachsen

In Sachsen gibt es 16 Wahlkreise, die die Nummern 151 bis 166 tragen. Die Kreise sind folgendermaßen aufgeteilt:
  • 151: Nordsachsen
  • 152: Leipzig I
  • 153: Leipzig II
  • 154: Leipzig-Land
  • 155: Meißen
  • 156: Bautzen I
  • 157: Görlitz
  • 158: Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
  • 159: Dresden I
  • 160: Dresden II – Bautzen II
  • 161: Mittelsachsen
  • 162: Chemnitz
  • 163: Chemnitzer Umland – Erzgebirgskreis II
  • 164: Erzgebirgskreis I
  • 165: Zwickau
  • 166: Vogtlandkreis

CDU in Sachsen: Kretschmer kritisiert Bundespartei

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat hausgemachte Fehler für das schlechte Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl vom Sonntag verantwortlich gemacht. „Es sind Fehlentscheidungen in der Vergangenheit gewesen, inhaltlicher Art, in der Regierung und auch in der personellen Aufstellung“, sagte Kretschmer am Montag in Berlin vor Beratungen der Spitzengremien seiner Partei über den Ausgang der Bundestagswahl. Auch im Wahlkampf habe es sicherlich Fehler gegeben, „die dazu geführt haben, dass dieses Wahlergebnis, das schlechteste in der Union, jetzt so eingetreten ist“.
Die Union erlebte bei der Wahl ein historisches Debakel, sie stürzte von 32,9 auf 24,1 Prozent ab.
„Wenn wir weitermachen wie bisher, dann mache ich mir große Sorgen, was in vier Jahren übrig bleibt“, sagte Kretschmer, in dessen Bundesland die AfD stärkste Kraft geworden war. „Deswegen braucht es jetzt erst mal ein Innehalten. Die CDU hat diese Wahl verloren.“ Natürlich trage die Union Verantwortung. Sollte es zu Gesprächen über eine Regierungsbildung kommen, sei für ihn entscheidend: „Die Union ist die Partei der ostdeutschen Bundesländer. Sie muss für die Menschen dort da sein.“ Sie müsse zudem innere Sicherheit, Freiheit und wirtschaftliche Entwicklung gewährleisten.

CDU in Sachsen: Was ist der Grund für die schlechten Werte bei der Bundestagswahl?

Der Dresdner Politikwissenschaftler Hans Vorländer sieht nach der Wahlschlappe der sächsischen CDU bei der Bundestagswahl dringenden Handlungsbedarf für die Union. „Es muss eine generelle Erneuerung der CDU in der Fläche geben. Dort hat sie die Verankerung längst verloren. Sie muss sich dort vor allem auch personell erneuern“, sagte Vorländer am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden. Das sei eine wichtige Erkenntnis der Wahl.
Vorländer zufolge kann man die CDU jetzt aber nicht „rechtswenden“. Das führe nicht zum Erfolg, was sich am Beispiel von Thüringen erkennen lasse. Dort sei jemand wie Hans-Georg Maaßen auch nicht gewählt worden. „Man kann der AfD nicht nachlaufen, sondern muss eine Alternative entwickeln, besonders auf dem Lande. Die CDU muss sich verankern, verwurzeln, sich kümmern, Themen setzen und zeigen, dass sie besser ist als die AfD.“
Bei den Linken gehe es darum, eine Machtoption zu entwickeln und den Wählern ein attraktives Angebot machen, sagte Vorländer. In Thüringen funktioniere das auch. „Die Linke muss zeigen, dass sie ein besseres Politikangebot hat. Anders geht es nicht. Sie kann sich nicht darauf ausruhen, Vertreterin ostdeutscher Interessen zu sein.“ Früher sei sie so etwas wie eine Interessenpartei der Ostdeutschen gewesen – mit dem Anspruch einer Volkspartei. Diesen Status habe sie aber längst verloren. „Die Linke hat zu lange im Schatten der CDU gestanden und dann einen Großteil ihrer Klientel an die AfD verloren.“
„Die Linken brauchen jetzt vor allem ein gutes Personalangebot“, sagte der Professor. Ostdeutsche Wähler seien sehr stark auf Persönlichkeiten fokussiert. „Daran mangelt es der Linken auch in Sachsen.“ Gebraucht würden Personen, denen die Wählerinnen und Wähler vertrauen und die auch in den entsprechenden Milieus und Regionen verankert seien. Das sehe man an Sören Pellmann in Leipzig, der am Sonntag eines von drei Direktmandaten der Linken bundesweit gewonnen habe.

Bundestagswahl in Sachsen: Was sagten die Umfragen vor der Wahl?

In Sachsen haben die Meinungsforscher einen klaren Sieg der AfD vorausgesagt. Einer Umfrage des Forschungsinstituts Insa im Auftrag der Leipziger Volkszeitung zufolge würden 26 Prozent der Stimmen bei der Bundestagswahl an die AfD gehen. Demnach würden die SPD und CDU gleichauf mit 18 Prozent der Stimmen den zweiten Platz belegen.
Die Insa-Umfrage sagte den Linken und der FDP jeweils einen Stimmenanteil von 11 Prozent voraus, den Grünen acht Prozent.

Sachsen wählt: Wie hoch ist die Wahlbeteiligung?

Vor vier Jahren war die letzte Bundestagswahl. Damals haben 75,4 Prozent der wahlberechtigten Sachsen Stimmen abgegeben. Damals stieg die Wahlbeteiligung um fast sechs Prozent gegenüber 2013.
Die Wahlbeteiligung beträgt 2021 laut vorläufigem Ergebnis 76,5 Prozent. Damit war die Wahlbeteiligung ähnlich hoch wie 2017.

Bundestagswahl 2021: Wie hat Sachsen vor vier Jahren gewählt?

2017 zogen 38 Abgeordnete aus Sachsen in den Deutschen Bundestag. Den höchsten Anteil der Stimmen erhielt die AfD (27 Prozent), gefolgt von der CDU (26,9 Prozent). Drittstärkste Kraft war die Linke mit 16,1 Prozent der Stimmen. Lediglich 10,5 Prozent der Zweitstimmen erhielt die SPD. Die FDP erzielte in Sachsen 8,2 Prozent der Stimmen, Schlusslicht waren die Grünen mit 4,6 Prozent.

Ostdeutschland im Überblick: Wie wählt der Osten?

In den vergangenen Jahren hat der Osten der Republik häufig ganz anders abgestimmt, als Westdeutschland. Wie ist es dieses Jahr? Einen Überblick über den Wahlausgang in den ostdeutschen Ländern gibt es hier.

Bundestagswahl Ostdeutschland: Wahl in den neuen Bundesländern

Eine Übersicht über die Wahlergebnisse in den einzelnen ostdeutschen Bundesländern gibt es hier: