Nach Zwischenfällen in der Erstaufnahme

Politik ist alarmiert nach Gewalt unter Asylbewerbern

Doberlug-Kirchhain. Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) besucht am Mittwoch die Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in Doberlug-Kirchhain. Von Heike Lehmannmehr

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Geldgeschäfte bei Demenz: Rechtzeitig Vollmacht erstellen

Vollmacht

Berlin - Thomas Lorenz hat mit dem Thema Demenz in der engsten Familie zu tun gehabt. „Ich kenne das aus eigener Erfahrung mit meinem Vater, wenn er anfing, sein Portemonnaie und Geld zu suchen“, erzählt der Rechtsexperte beim Bundesverband deutscher Banken in Berlin.</p><p>„Wenn Kunden, die dement sind, fünfmal am Tag in der Filiale erscheinen und Geld wollen oder irgendwas nachfragen, ist das belastend, und alle müssen versuchen, adäquat mit dieser nicht einfachen Situation umzugehen“, sagt Lorenz. Tanja Meier leitet die Demenz Informations- und Koordinationsstelle in Bremen, die solche Schulungen anbietet.</p><p>Dabei geht es zuerst einmal darum, Verständnis für das Krankheitsbild Demenz zu wecken. „Dann geht es darum, Strategien zu finden, wie ich damit umgehe, wenn Frau Meier zum fünften Mal vor mir steht. Das ist nicht immer nur eine Patentlösung.“ So sind abstrakte Inhalte für Demenzkranke eine große Hürde. „Dann muss ich vielleicht etwas aufschreiben oder den Bildschirm mit dem Kontoguthaben zeigen.“</p><p>Augenkontakt ist laut Tanja Meier wichtig, die Situation sollte ruhig gehalten werden, die Person vielleicht in einen extra Raum mitgenommen werden. Angehörigen rät sie, mit den Bankmitarbeitern zu sprechen. „Zum Beispiel hat eine Tochter gesagt: „Wenn Sie meiner Mutter sagen, dass oben in der rosa Dose auf dem Küchenregal noch Geld ist, ist sie eigentlich immer ganz zufrieden.“ Das hat der Bankmitarbeiter so gemacht“, sagt die DIKS-Leiterin.</p><p>Doch wo ist die Grenze, ab der sich ein Demenzkranker nicht mehr selbst um seine Geldgeschäfte kümmern kann? Laut Gesetz beginne die Vertretung eines anderen immer dann, wenn jemand geistig nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten zu besorgen, erklärt Prof. Ronald Richter, Rechtsanwalt in Hamburg und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht im Deutschen Anwaltverein. Allerdings: „Die Demenz ist ein gleitender Prozess, wo es auch immer tagesformabhängige Schwankungen gibt. Das macht es extrem schwierig, eine Einschätzung zu finden“, sagt Richter. „Da gibt es keinen rechtlichen Punkt, wo man sagen kann: Jetzt ist Von Christina Bachmann, dpamehr