Dynamo Dresden
: Matthias Döschner sagt für Aufsichtsrat ab – die Gründe

Dynamo Dresden muss nach dem Rücktritt von Jens Hieckmann eine Stelle im Aufsichtsrat neu besetzen. Mit dem Ex-Abwehrspieler Matthias Döschner lehnt der erste Kandidat ab.
Von
Peter Mertes
Dresden
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Matthias Döschner, ehemaliger Spieler der SG Dynamo Dresden, steht vor Beginn der öffentlichen Gedenkfeier zu Ehren von Hans-Jürgen «Dixie» Dörner vor dem Rudolf-Harbig-Stadion. Döschner wurde nicht in den Aufsichtsrat von Dynamo Dresden gewählt. (zu dpa: «Dynamo Dresdens Aufsichtsrat weiter ohne ehemaligen Spieler») +++ dpa-Bildfunk +++

Absage: Matthias Döschner, ehemaliger Abwehrspieler von Dynamo Dresden, steht nicht für einen Posten als Aufsichtsrat im Verein bereit.

Robert Michael/dpa
  • Dynamo Dresden muss nach dem Rücktritt von Jens Hieckmann einen neuen Aufsichtsrat finden.
  • Ex-Abwehrspieler Matthias Döschner lehnte den Posten aufgrund von Zeitmangel ab.
  • Döschner ist mit seiner Firma und anderen Projekten beschäftigt.
  • Er bleibt Dynamo treu, kritisiert aber die mangelnde Leidenschaft im Team und das Verhalten einiger Fans.
  • Dynamo durchlebt sportlich turbulente Zeiten, konnte kürzlich gegen Hannover 96 II und im DFB-Pokal punkten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dynamo Dresden erlebt sportlich turbulente Wochen: Nach einer kleinen Krise mit fünf sieglosen Spielen und dem Aus im sächsischen Landespokal rehabilitierte sich das Team mit einem Last-Minute-Sieg gegen Hannover 96 II (2:1) in der 3. Liga und einem starken Auftritt gegen Zweitligist SV Darmstadt im DFB-Pokal (2:3 n.V.). Auch neben dem Platz passiert bei Dynamo einiges, so muss nach dem Rücktritt von Jens Hieckmann als Aufsichtsrat dessen Posten neu besetzt werden.

Dafür gibt es ein festgelegtes Verfahren: Es gibt eine Rangliste mit Nachrückern, abhängig von den bei der letzten Aufsichtsratswahl erhaltenen Stimmen. Ganz oben auf dieser Liste steht Ex-Dynamo-Abwehrspieler Matthias Döschner. Dies berichtet bild.de. Die Zeitung schreibt, dass der 66-Jährige dem Verein aber bereits abgesagt hat. Er habe am Sonntag ein langes Gespräch mit Vizepräsident Ronny Rehn geführt, wird Döschner zitiert. Darin habe er erklärt, warum er in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung stehe.

Matthias Döschner hat zu wenig Zeit für den Aufsichtsrat

Der Hauptgrund sei zu wenig Zeit, berichtet die Zeitschrift. Döschner ist mit einer eigenen Firma in der Schadstoff-Entsorgung tätig, in Fußballschulen sowie Feriencamps unterwegs und managt zusätzlich die Auftritte des DDR-Traditionsteams. „Ich weiß, dass der Aufsichtsrats-Posten sehr zeit- und arbeitsaufwändig ist. Deshalb muss ich Prioritäten setzen. Entweder ganz oder gar nicht“, erklärte Döschner.

Zudem sollen ihn die Streitigkeiten im Verein abgeschreckt haben. Dennoch bleibe Dynamo sein Lieblingsverein, „daran wird sich nie was ändern.“ Entsprechend freut sich Döschner auch über den zuletzt guten Auftritt im DFB-Pokal und findet, dass die Mannschaft danach beim 1:1 gegen Ingolstadt in der 3. Liga Moral gezeigt habe.

Eines fehlt der Dresdner Vereinslegende aber: „So wie es bei uns früher in der Kabine geknallt hat, wenn's mal nicht lief. Das gibt's hier nicht.“ Auf dem Platz sei ihm die Mannschaft zu ruhig. Und auch das Verhalten mancher Fans stört ihn teilweise. Die Ultras seien das A und O und müssten eingebunden werden, „aber das muss auch ein Geben und Nehmen sein.“ Wenn der Verein jetzt wieder hohe Pyro-Strafen zahlen müsse, sei das nicht Sinn der Sache.

Dynamo Dresden – der Spielplan in der 3. Liga 2024/25

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