Dynamo Dresden 3. Liga: Kritik nach Traumtor und Niederlage bei Borussia Dortmund

Enttäuschte Gesichter bei Dynamo Dresden: Die Mannschaft um Kapitän Niklas Hauptmann (Mitte) verlor am Freitagabend bei Borussia Dortmund II.
Imago/Osnapix/HirnschalDieses Tor war wunderschön anzusehen! Trotzdem bitter für Dynamo Dresden: Der tolle Distanzschuss von Antonio Foto in der 77. Minute besiegelte die 1:2 (0:0)-Niederlage der SGD bei Borussia Dortmund II in der 3. Liga.
Die zweite Saisonniederlage war für Dynamo Dresden auch deshalb bitter, weil die Gäste am Freitagabend im Stadion Rote Erde in Dortmund erneut zu wenig aus ihren großen Spielanteilen machte. Über dieses Manko hatten sich Trainer und Spieler schon beim 0:0 im Heimspiel gegen Alemannia Aachen geärgert.
Dynamo Dresden verliert knapp bei Borussia Dortmund II
„Wir haben genügend Chancen, das Ding hier frühzeitig zu Ende zu bringen. In der ersten Halbzeit müssen wir klar führen“, sagte Dynamo-Trainer Thomas Stamm bei Magenta Sport. „Das zweite Tor von Dortmund passiert von 100-mal ein einziges Mal – das kannst du nicht verteidigen. In der Summe haben wir ein ordentliches Spiel gemacht. Vorne müssen wir effizienter sein.“
Auch die Spieler äußerten sich selbstkritisch. Philipp Heise sagte über die schwache Chancenverwertung: „Wir haben das Spiel leider vorne verloren. Wir hatten mehr als genug Chancen.“
Vor 3500 Zuschauern brachte Jordi Paulina (46. Minute) die Hausherren unmittelbar nach dem Seitenwechsel in Führung. Nach dem Ausgleich durch Christoph Daferner (66.) gelang Antonio Foti (77.) mit einem Schlenzer in den Torwinkel der Siegtreffer für die Reserve von Borussia Dortmund.
Dynamo Dresden: Niederlage beim BVB II „brutal enttäuschend“
Das Fazit von Torschütze Daferner: „Das ist brutal enttäuschend, wir waren nach dem 1:1 richtig dran, haben uns eigentlich gut durch die Linien gespielt.“ Aber dann packte eben Antonio Foti sein Traumtor aus. Er verzauberte damit die Dortmunder Fans – und sorgte gleichzeitig für Schockstarre bei den 1500 mitgereisten Anhängern aus Elbflorenz.
Mit 17 Punkten bleibt Dynamo Dresden nach dem Auftakt des neunten Spieltages zwar Spitzenreiter, droht diese Position am Wochenende aber an einen der Verfolger zu verlieren. Philipp Heise betonte mit Blick auf den wachsenden Druck bei der SGD, die als Aufstiegs-Aspirant in der 3. Liga gilt: „Das ist Dynamo Dresden. Man muss Bock darauf haben, man muss sich darauf einstellen. Ich finde es schön, hier zu spielen. Ich mag es unter Druck. Ich mag die Einstellung der Fans, wie die uns auf dem Platz pushen.“


