Dynamo Dresden 3. Liga
: SGD quält sich gegen Aachen zur Tabellenführung – „viel Wut“

Keine Tore und sogar Pfiffe – Dynamo Dresden liefert gegen Alemannia Aachen keine Glanzleistung. Zwischendurch gibt es Schreckmomente für die SGD.
Von
Jan Lehmann,
Frank Noack
Dresden
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SG Dynamo Dresden - Alemannia Aachen: 29.09.2024, Sachsen, Dresden: Fußball: 3. Liga, SG Dynamo Dresden - Alemannia Aachen, 8. Spieltag, Rudolf-Harbig-Stadion. Dynamos Tony Menzel (l) gegen Aachens Sasa Strujic. Foto: Robert Michael/dpa/ZB - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes ZB-Funkregio Ost +++ ZB-FUNKREGIO OST +++

Enges Spiel zwischen Dynamo Dresden und Alemannia Aachen am Sonntag in der 3. Liga. Dynamos Tony Menzel (links) klärt hier gegen Aachens Sasa Strujic.

Robert Michael/dpa
  • Dynamo Dresden spielte 0:0 gegen Alemannia Aachen und ist nun Tabellenführer der 3. Liga.
  • Das Spiel war von schwacher Leistung und wenigen Torchancen geprägt.
  • Einige Schreckmomente in der Dresdner Abwehr, aber Aachen konnte diese nicht nutzen.
  • Nach dem Spiel gab es Pfiffe von den Dynamo-Fans; viel Wut in der Kabine.
  • 30.633 Zuschauer im Stadion; keine Ausschreitungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kein guter Auftritt von Dynamo Dresden vor 30.633 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion. Aber: Nach dem 0:0 gegen Alemannia Aachen am Sonntag ist die SGD nach dem 8. Spieltag Tabellenführer in der 3. Fußball-Liga.

Dabei quälten sich die Gastgeber über 90 Minuten gegen den Aufsteiger aus dem Westen und mussten sogar einige Schrecksekunden in der Abwehr überstehen. Nach dem Abpfiff gab es vereinzelte Pfiffe der Fans der Sachsen aufgrund der schwachen Leistung ihrer Mannschaft. Ein enttäuschender Auftritt von Dynamo am Sonntagnachmittag. „Wir waren sehr, sehr unsauber in unserem Spiel, sehr fahrig und hatten viele Ballverluste. Wir hatten insgesamt wenig Torchancen. In Summe war es kein gutes Heimspiel von uns“, bilanzierte Dynamo-Trainer Thomas Stamm.

Aachens Trainer Heiner Backhaus konstatierte indes: „Vor dem Spiel hätten wir es unterschrieben, aber vom Spielverlauf her musst du es gewinnen. Wir hatten die besseren Torchancen und haben bis zur 86. Minute nichts zugelassen.“ Der Alemannia-Coach bedauerte: „Als Aufsteiger stehst du gefühlt mit leeren Händen da, weil du in dieser Woche kein Tor geschossen hast. Wir müssen uns mehr belohnen. Aber: Mich macht stolz, wie fleißig und diszipliniert die Jungs sind.“

Dynamo Dresden gegen Alemannia Aachen – die Aufstellung

Stamm tauschte bei Dynamo gegenüber dem 3:0-Sieg beim SC Verl auf drei Positionen das Personal: Tony Menzel für Oliver Batista Meier, Stefan Kutschke für Christoph Daferner und Jakob Lemmer für Jan Hendrik Marx. Speziell der Wechsel im Sturm kam überraschend, Daferner hatte zuletzt doppelt getroffen. Sportchef Thomas Brendel erklärte bei Magenta-Sport: „Wir haben eine gewisse Variation. Das Gute ist, momentan können wir aus dem Vollen schöpfen und den Spielern auch ein bisschen Pause geben.“

Bei Alemannia Aachen verhalf Trainer Heiner Backhaus dem Innenverteidiger Salomon Nkoa zum Profi-Debüt. Der 25-Jährige war über Rot-Weiß Erfurt und Hansa Rostock in Aachen gelandet.

Dynamo Dresden gegen Alemannia Aachen – so lief das Spiel

Das Spiel begann mit einer Schrecksekunde aus Dresdner Sicht. Nach einem Rückpass agierte Torhüter Tim Schreiber in der 9. Minute fahrlässig und spielte Aachens Stürmer Charlison Benschop den Ball an die Brust. Glück für die Gastgeber, dass die Situation bereinigt werden konnte. Dynamo spielte weiter riskant: In der 15. Minute konnte erneut Benschop im Strafraum einen Ball klauen, Lars Bünning hatte dort nicht aufgepasst. Aber: Aachen bestrafte diese Fehler nicht.

In der 19. Minute versagte Schiedsrichter Assad Nouhoum den Dresdner Torjubel: Robin Meißner donnerte zwar den Ball unter die Latte – doch zuvor hatte er sich mit dem Arm unerlaubterweise Freiraum gegen Aachens Sasa Strujic verschafft. Da half es auch nicht, dass kurzzeitig im Rudolf-Harbig-Stadion die vermeintliche 1:0-Führung von Dynamo angezeigt wurde.

Dynamo tat sich schwer, hatte zum Ende der englischen Woche nur wenig Tempo in den Aktionen. Aachen hatte sogar die besseren Möglichkeiten: Soufiane El-Faouzi hatte in der 33. Minute die Großchance zur Führung. Nach der Drehung im Strafraum setzte er den Schuss knapp am Pfosten vorbei. Auf der Gegenseite hatte Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke Glück, dass er für seinen Tritt gegen Aachens Lamar Yarbrough (44.) nur Gelb sah.

Nach dem Wechsel bliebt es ähnlich zäh: El-Faouzi (61.) hatte die nächste gute Chance für die Gäste. Trotz der Einwechslung von Daferner und Batista Meier konnte Dynamo nur wenig Druck erzeugen. Erst in der 86. Minute hatten die Dynamo-Fans den Torschrei dann auf den Lippen, als Tony Menzel im Strafraum zum Schuss kam – Alemannia-Keeper Elias Bördner rettete für Aachen vor der Torlinie. Und auch gegen Dmytro Bohdanov (90.+4) klärt der Torhüter.

„Das war ein Spiel unter unseren Möglichkeiten, das muss man so klar sagen. Wir sind ansatzweise in unsere Spielidee gekommen, die wir eigentlich hatten. Wir waren mit Ball nicht mutig genug“, räumte Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke ein. Über die Stimmung nach dem Schlusspfiff sagte Kutschke: „Es ist viel Wut in der Kabine, denn wir hatten uns mehr vorgenommen.“

Dynamo Dresden gegen Alemannia Aachen – die Fans

Das Rudolf-Harbig-Stadion war am Sonntag mit 30.633 Zuschauern sehr gut gefüllt – der Gästeblock der Aachener trotz der weiten Anreise mit mehr als 2000 Anhängern richtig voll. Weil beide Vereine Schwarz und Gelb als Vereinsfarben haben, bot die Kulisse ein einheitliches Bild.

Die Polizei hatte die Partie zuvor als Hochsicherheitsspiel eingestuft, zuletzt hatte es beim Spiel zwischen Aachen und Mannheim Ausschreitungen gegeben. Am Sonntag blieb es bis zum Spielende ruhig auf beiden Seiten. Allerdings: Die Dynamo-Fans pfiffen gegen Ende des Spiels sogar gegen ihre Mannschaft – weil es viele ungewohnte Fehler in der eigenen Abwehr gab.

Dynamo Dresden gegen Alemannia Aachen – die Statistik

Dresden: Schreiber - Lemmer, Kammerknecht, Bünning, Heise - Casar - Hauptmann (57. Sterner), Sapina (70. Boeder), Menzel (90. Bogdanov) - Meißner (57. Batista Meier), Kutschke (57. Daferner). - Trainer: Stamm

Aachen: Bördner - Hanraths, Nkoa, Yarbrough - Heister, Bahn, El-Faouzi (90. Töpken), Strujic (73. Putaro) - Gaudino (77. Schwermann), Scepanik - Benschop. - Trainer: Backhaus

Schiedsrichter: Assad Nouhoum (Oberweikertshofen)

Gelbe Karten: Kutschke, Bünning (2), Daferner (2) - Strujic, Benschop

Zuschauer: 30.366

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