Dynamo Dresden
: Drama in Bielefeld – Aufstieg in der Nachspielzeit vertagt

Dynamo Dresden stand kurz vor der Aufstiegsfeier in Bielefeld. Ein bitteres Eigentor verhindert in der Nachspielzeit die vorzeitige Rückkehr in die 2. Liga.
Von
Jan Lehmann,
Peter Mertes
Bielefeld
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Arminia Bielefeld - Dynamo Dresden: 03.05.2025, Nordrhein-Westfalen, Bielefeld: Fußball: 3. Liga, Arminia Bielefeld - Dynamo Dresden, 36. Spieltag, Schüco Arena. Bielefelds Sam Schreck (l) und Dresdens Niklas Hauptmann (r) im Kampf um den Ball. Foto: Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Hochklassige Begegnung mit großem Einsatz und dramatischen Ende: Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden lieferten sich am Samstag in der Schüco-Arena das Topspiel der 3. Liga. Hier kämpfen Sam Schreck (links) und Dresdens Niklas Hauptmann um den Ball.

Friso Gentsch/dpa
  • Dynamo Dresden verpasst den Aufstieg in Bielefeld durch ein Eigentor in der Nachspielzeit.
  • Vor 25.907 Zuschauern endete das Spiel 1:1, Jakob Lemmer erzielte das Tor für Dresden.
  • Bielefeld erhöhte den Druck, das Eigentor fiel durch David Kubatta (90.+5).
  • Saarbrücken und Energie Cottbus kämpfen ebenfalls um den Aufstieg.
  • Beide Teams müssen mindestens eine Woche auf den Aufstieg warten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Was für ein Drama in schwarz-gelb: Dynamo Dresden muss die große Aufstiegsfeier vertagen. In der Nachspielzeit kassierte die SGD im Topspiel der 3. Liga noch den Ausgleichstreffer von Arminia Bielefeld. Mit dem 1:1  (0:0)-Unentschieden müssen beide Mannschaften nun noch mindestens eine Woche auf den Sprung in die 2. Bundesliga warten.

Vor 25.907 Zuschauern in der ausverkauften Schüco-Arena auf der Bielefelder Alm sorgte Jakob Lemmer (62.) mit seinem Treffer für euphorischen Jubel der 2600 Fans im Gästeblock der Bielefelder Schüco-Arena. Beim Public-Viewing in der ausverkauften Jungen Garde in Dresden feierten 4000 begeisterte Dynamo-Fans trotz strömenden Regens das Tor ihrer Mannschaft. Allerdings: In der Nachspielzeit sprang der Ball unglücklich von der Hüfte des eingewechselten David Kubatta ins eigene Tor (90.+5).

Energie Cottbus will am Sonntag Rückstand verkürzen

Der 1. FC Saarbrücken hatte zuvor in einem dramatischen Spiel mit 4:3 gegen den SC Verl gewonnen und war damit auf Relegationsrang drei gesprungen. Am Sonntag könnte Energie Cottbus mit einem Heimsieg gegen den SV Waldhof Mannheim ebenfalls bis auf vier Punkte an Bielefeld und fünf Punkte an die SG Dynamo heranrücken.

In einer begeisternden Atmosphäre lieferten sich beide Mannschaften ein Topspiel, das diesen Namen auch verdient hatte. Zum 120. Vereinsgeburtstag gab es eine große Choreo der Arminen. Im Gästeblock machten die mitgereisten SGD-Fans ihrer Mannschaft Mut. Dynamo war schnell gut im Spiel und hatte ähnlich wie beim Auswärtsspiel in Saarbrücken viel Tempo in den Offensivaktionen. Allerdings gelang dieses Mal der frühe Treffer nicht. Sascha Risch hatte mit einem Distanzschuss, der über die Querlatte ging, dafür die beste Möglichkeit.

Danach kam Bielefeld besser ins Spiel und kombinierte sich mit dem spürbaren Selbstbewusstsein des zurückliegenden Sturmlaufs in Richtung Dynamo-Tor. Seit Februar hatte es in zwölf Liga-Spielen nur eine Niederlage, aber zehn Siege gegeben. Zudem waren die Arminen sensationell ins DFB-Pokalfinale eingezogen.

Bemerkenswerte Offensivaktionen von Bielefeld

Warum, das zeigten sie mit ihren bemerkenswerten Offensivaktionen. Bitter in dieser Phase für Dynamo: Dresden kassierte von Schiedsrichter Patrick Ittrich gleich drei Gelbe Karten nach taktischen Fouls. Lars Bünning, Vinko Sapina und Dominik Kother wurden verwarnt. Für Lars Bünning war es die zehnte Gelbe Karte der Saison, er ist damit für das Auswärtsspiel beim SV Waldhof Mannheim (Samstag, 10. Mai, 14 Uhr) gesperrt.

Sam Schreck (30.) und Mael Corboz (33.) vergaben die besten Möglichkeiten der Bielefelder in dieser hochklassigen ersten Halbzeit. Nach dem Wechsel dauerte es nicht lange, bis beide Mannschaften weiter unter Beweis stellten, dass dort die beiden besten Teams der Liga aufeinandertrafen. Dynamo hatte erneut die erste Chance. Dominik Kother kam aber nicht mehr an die Eingabe von Jakob Lemmer (49.). Für Bielefeld zog Louis Oppie danach ab, verfehlte aber das Dynamo-Tor (53.).

Nach einer knappen Stunde erhöhte Bielefeld den Druck, versuchte es über mehrere Eckbälle und Fernschüsse. Die Dresdner warfen sich dabei in jeden Ball und bejubelten die gelungenen Abwehraktionen wie einen eigenen Treffer.

Arminia Bielefeld - Dynamo Dresden: 03.05.2025, Nordrhein-Westfalen, Bielefeld: Fußball: 3. Liga, Arminia Bielefeld - Dynamo Dresden, 36. Spieltag, Schüco Arena. Dresdens Trainer Thomas Stamm (r) diskutiert mit Schiedsrichter Patrick Ittrich. Foto: Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Dresdens Trainer Thomas Stamm (rechts) diskutierte heftig mit Schiedsrichter Patrick Ittrich.

Friso Gentsch/dpa

Jakob Lemmer trifft zur Führung für Dynamo Dresden

Den wahren Führungstreffer durch Jakob Lemmer feierten die Gäste aber dann noch euphorischer. Dominik Kother hatte per Hackentrick den Weg für Niklas Hauptmann geebnet. Dessen Eingabe flutschte zu Lemmer, der den Ball per Kopf über die Linie des Bielefelder Tores drückte (62.).

Danach wurde es eine Dresdner Abwehrschlacht, bei der Vinko Sapina nach einem Zusammenprall mit Mitspieler Bünning sogar sein blutverschmiertes Trikot wechseln musste. Bielefeld erhöhte den Druck, es war phasenweise ein Spiel auf ein Tor.

Arminia Bielefeld - Dynamo Dresden: 03.05.2025, Nordrhein-Westfalen, Bielefeld: Fußball: 3. Liga, Arminia Bielefeld - Dynamo Dresden, 36. Spieltag, Schüco Arena. Bielefelds Torwart Jonas Kersken (3.v.r) kassiert den Treffer zum 0:1 durch Dresdens Torschützen Jakob Lemmer (r). Foto: Friso Gentsch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Treffer per Kopf: Jakob Lemmer sorgte für riesigen Dresdner Jubel.

Friso Gentsch/dpa

Während Bielefeld mit jeder gelungenen Abwehraktion der Dresdner mehr verzweifelten, bereiteten die Dresdner alles für die große Aufstiegsparty vor. Die wurde aber durch ein unglückliches Eigentor gestoppt. Die Eingabe von Bielefeld landet bei Kubatta und dann unglücklich im eigenen Tor (90.+5).

Dynamo Dresden – der Spielplan in der 3. Liga 2024/25