Mannheim – Dynamo Dresden
: SGD feiert Aufstieg mit schönster Niederlage der Saison

Dynamo Dresden spielt wieder in der 2. Bundesliga. Der SGD schafft trotz einer Niederlage bei Waldhof Mannheim im zweiten Anlauf den Aufstieg, weil Saarbrücken in Aachen patzt.
Von
Frank Noack
Mannheim
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SV Waldhof Mannheim - Dynamo Dresden: 10.05.2025, Baden-Württemberg, Mannheim: Fußball: 3. Liga, SV Waldhof Mannheim - Dynamo Dresden, 37. Spieltag, Carl-Benz-Stadion. Dresdens Mannschaft feiert den Aufstieg in die Zweite Fußball-Bundesliga. Foto: Uwe Anspach/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Aufsteiger: Trotz der 0:1-Niederlage gegen Waldhof Mannheim jubelt Dynamo Dresden in der 3. Liga. Die Sachsen stehen als Aufsteiger in die 2. Bundesliga fest.

Uwe Anspach/dpa
  • Dynamo Dresden steigt trotz 0:1 bei Waldhof Mannheim in die 2. Bundesliga auf.
  • Der Aufstieg gelang durch Saarbrückens 2:4-Niederlage gegen Alemannia Aachen.
  • Dresden führt die Tabelle der 3. Liga mit 67 Punkten vor Bielefeld (66) und Cottbus (62) an.
  • Mehr als 22.796 Zuschauer sahen das Spiel im Car-Benz-Stadion.
  • Fans feierten den Aufstieg sowohl in Mannheim als auch in Dresden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dynamo Dresden ist zurück in der 2. Bundesliga! Der Drittliga-Tabellenführer machte trotz der 0:1 (0:0)-Niederlage bei Waldhof Mannheim im zweiten Anlauf den Aufstieg zurück. Zuletzt hatte die SGD in der Saison 2021/22 in der 2. Bundesliga gespielt.

Dynamo profitierte am Samstagnachmittag vom Patzer des 1. FC Saarbrücken, der bei Alemannia Aachen eine 2:4-Niederlage kassierte. Dresden führt die Tabelle mit 67 Punkten vor Arminia Bielefeld (66) und Energie Cottbus (62) an. Die Lausitzer siegten 3:1 bei Hansa Rostock und zogen an Saarbrücken (62) vorbei.

Kennedy Okpala traf in der 62. Minute für Waldhof Mannheim. Während die Gastgeber mit diesem Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machten, feierte Dynamo Dresden mit der schönsten Niederlage der Saison den Aufstieg.

Beide Fanlager hatten schon während der für einen Fußball-Festtag in Mannheim gesorgt. Mehr als 22.796 Zuschauer bildeten die größte Kulisse im Car-Benz-Stadion seit über fünf Jahren. 3400 Dynamo-Anhänger begleiteten das Team nach Mannheim. Der Gästeblock war komplett gelb gefärbt – und natürlich ausverkauft. Vor dem Anpfiff gab es eine Choreografie. „Für dich alles geben“, stand auf einem Spruchband über den gesamten Blick. Dazu zogen die Fans drei Buchstaben in die Höhe: „SGD“.

Fans feiern in Mannheim und Dresden

Dynamo-Trainer Thomas Stamm nahm die erwarteten zwei Änderungen in der Startelf vor. Jonas Sterner kehrte nach überstandener Gelbsperre auf die Rechtsverteidigerposition zurück. Für den diesmal gelb-gesperrten Lars Bünning durfte David Kubatta in der Innenverteidigung von Beginn an ran. Kubatta bekam also trotz seines unglücklichen Eigentores beim 1:1-Remis in Bielefeld das Vertrauen. Der Youngster habe in den vergangenen Monaten konstant gut trainiert, begründete Stamm den ersten Startelf-Einsatz von Kubatta seit Februar.

Die Gastgeber starteten mit viel Wucht und hatten auch die erste Torchance. In der 15. Minute wollte Kennedy Okpala nach feinem Pass von Arianit Ferati den Ball an Tim Schreiber vorbei spitzeln, aber der SGD-Torhüter konnte retten. Und die Dynamo? Dominik Kother scheiterte in der 35. Minute mit seinem Nachschuss. Die Gastgeber waren in Halbzeit eins zwar das aktivere Team, aber Torchancen blieben Mangelware auf beiden Seiten.

Dresden startete zwar engagiert in die zweite Halbzeit, wurde aber in der 62. Minute vom schnellen Kennedy Okpala überrannt. Okpala gewann das Sprintduell und ließ auch Torhüter Tim Schreiber keine Chance. Über den Stadionlautsprecher wurde zwischendurch auch immer wieder die Ergebnisse aus den anderen Stadion durchgesagt. Spätestens Mitte der zweiten Halbzeit war klar, dass Saarbrücken der SGD nicht mehr gefährlich werden kann und der Aufstieg in jedem Fall unter Dach und Fach ist.

Schon mehrere Minuten vor dem Abpfiff versammelten sich die Fans beider Teams hinter den Toren und machten sich bereit für den Platzsturm.  Polizei und Sicherheitsdienst mussten aufmarschieren, die Partie war für mehrere Minuten unterbrochen. Auf Dresdner Seite versuchten Sport-Geschäftsführer Thomas Brendel und Co-Trainer Heiko Scholz die Anhänger zu beruhigen. „Nie mehr 3. Liga“ sangen die Dynamo-Fans, bevor mit dem Schlusspfiff endgültig die Aufstiegsparty startete.

Unterdessen drückten auch in Dresden die Fans die Daumen. Die 4300 Tickets für das Public Viewing in der Freilichtbühne Jungen Garde waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft.

SV Waldhof Mannheim - Dynamo Dresden: 10.05.2025, Sachsen, Dresden: Fußball: 3. Liga, SV Waldhof Mannheim - Dynamo Dresden, 37. Spieltag, Fans stehen beim Public Viewing in der Freilichtbühne Junge Garde. Foto: Robert Michael/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Auch in der Freilichtbühne Junge Garde in Dresden drückten die Fans der SG Dynamo für das Spiel bei Waldhof Mannheim die Daumen.

Robert Michael/dpa

Tabelle der 3. Liga mit Dynamo Dresden

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