Wochenlang war Sachsen der Inzidenz-Spitzenreiter in ganz Deutschland. Jetzt hat sich der Spieß umgedreht: Seit einigen Tagen hat der Freistaat die niedrigsten Corona-Zahlen. Vorsichtig hat die Landesregierung die sehr strengen Maßnahmen gelockert, sodass auch Fitnessstudios wieder öffnen dürfen.
Sportlerinnen und Sportler in Sachsen mussten wegen der strengen Corona-Regeln im Freistaat lange darauf verzichten, im Fitnessstudio zu trainieren. Doch jetzt gibt es die Aussicht auf baldige Lockerungen der Maßnahmen. Ein wichtiger Baustein dabei ist der verstärkte Einsatz der 2G-Plus-Regel. 
Seit 14. Januar sind Kulturveranstaltungen und Sport in Innenräumen unter der Maßgabe von 2G-Plus wieder möglich - also Zugang für doppelte Geimpfte mit tagesaktuellem Test. Wer eine Booster-Impfung hat, braucht keinen Test. Bedeutet konkret, dass auch Fitnessstudios im Freistaat wieder öffnen dürfen. Am 12. Januar hat das Kabinett die Maßnahmen beschlossen. Sie gelten, solange die Überlastungsstufe in Sachsen unterschritten wird.

Dresden

Fitnessstudios waren im sächsischen Corona-Lockdown zu

Das sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen hatte die Schließung von Fitnessstudios in der Corona-Pandemie erst Anfang Dezember bestätigt. Der Senat habe inhaltlich an seine Entscheidung zur Schließung von Reisebüros angeknüpft, hieß es in der damaligen Begründung. Demnach habe die Anwendung der 2G-Regel oder des 2G-plus-Modells nicht als milderes Mittel vorgesehen werden müssen. Diese beiden Maßnahmen könnten die mit der Corona-Notfall-Verordnung bezweckte Kontaktreduzierung, insbesondere während der An- und Abreise, nicht ebenso effektiv realisieren, hatte es damals geheißen. Die Beschlüsse im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes waren unanfechtbar.
Ein Fitnessstudio in NRW weist seine Kundschaft darauf hin, das die 2G+ Regel (Geimpft, Genesen + Test) gilt. Diese soll künftig auch für Fitnessstudios in Sachsen gelten.
Ein Fitnessstudio in NRW weist seine Kundschaft darauf hin, das die 2G+ Regel (Geimpft, Genesen + Test) gilt. Diese soll künftig auch für Fitnessstudios in Sachsen gelten.
© Foto: Roberto Pfeil/DPA

Corona-Regeln beim Sport draußen: Was soll gelten?

Für den Sport im Außenbereich soll die 2G-Regel greifen. Das soll dann auch für die Skigebiete gelten. Den Start in die Wintersaison haben die sächsischen Skiorte verpassen müssen – und hoffen nun auf eine verspätete Öffnung.

2G+ Regel: Was bedeutet das für Testpflicht und Booster?

2G Plus bedeutet, dass der Zugang nur für Geimpfte und Genesene möglich ist – die aber zusätzlich noch einen negativen Test brauchen. Es ist also 2G plus Test gemeint. Der Test kann ein Antigentest sein. Die 2G+ Regel entfällt für Personen, die bereits eine Booster-Impfung bekommen haben. Der Booster zählt ab dem Tag, an dem die Spritze gegeben wurde. Es muss also nicht etwa 14 Tage gewartet werden.

Körpernahe Dienstleistungen: Ungeimpfte können wieder zum Friseur

Ebenfalls gelockert werden soll der Bereich körpernahe Dienstleistungen. Was will Sachsen bei Friseuren, Nagelstudios und Co. einführen? Hier geht’s zum Artikel.

Neue Corona-Regeln in Sachsen: Das sagt die Schutzverordnung

Die neue sächsische Schutzverordnung soll nach dem Bund-Länder-Gipfel am 7. Januar finalisiert werden. Generell stehen in Sachsen die Zeichen auf Lockerungen. Was noch beschlossen werden soll, lest ihr hier nach.