• Im Bundestag wurde die Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen.
  • Die neuen Corona-Regeln gelten seit dem 24.04.2021 bundeseinheitlich.
  • In Sachsen sind bei einer Inzidenz unter 100 in den Landkreisen erste Lockerungen und Öffnungen vorgesehen.
  • Für vollständig Geimpfte gibt es Lockerungen der verschärften Maßnahmen.
  • Die aktuelle Verordnung ist bis vorerst 30.05.2021 gültig. Welche Regeln gelten bis dahin in Sachsen?
Im Kampf gegen die steigenden Corona-Infektionszahlen und Inzidenzen gelten bundesweit verbindliche Regeln für schärfere Gegenmaßnahmen. Dafür wurde Ende April die Bundes-Notbremse mit konkreten Vorgaben bei hohen Infektionszahlen beschlossen. Es gibt Änderungen in zahlreichen Bereichen:
  • Kontaktbeschränkungen und Treffen
  • Beerdigungen
  • Einzelhandel
  • Fitnessstudios
  • Schulen und Kitas

Corona Regeln Sachsen: Modellprojekte in fünf Regionen können starten

In Sachsen sind im Ringen um weitere Modellprojekte Vorhaben in fünf Städten für Lockerungen unter Pandemiebedingungen gebilligt worden. Das seien Projekte in Dresden, Leipzig, Freiberg, Oberwiesenthal und Augustusburg, teilte eine Sprecherin des Tourismusministeriums auf Anfrage der deutschen Presse-Agentur mit. Insgesamt seien 15 Anträge eingegangen, drei davon seien noch offen. Die Zustimmung der Fachkommission der Landesregierung ist laut Corona-Schutzverordnung Bedingung dafür, dass der jeweilige Landkreis oder die kreisfreie Stadt das Projekt genehmigen kann. Die Stadt Augustusburg - die 7-Tage-Inzidenz betrug dort am Sonntag 22,2 - hat bereits Erfahrungen mit einem solchen Projekt. Dort hatten kurz vor Ostern Hotels und Gaststätten für Besucher geöffnet. Voraussetzung für den Zutritt ins Lokal war ein tagesaktueller Coronatest. Die Stadt Dresden, wo einer anhaltenden Inzidenz unter 100 schon Außengastronomie erlaubt ist, will mit dem Projekt „BE.SAFE“ in begrenztem Rahmen Gastronomie auch im Innenbereich ermöglichen.

Corona in Sachsen: Priorisierung für Impfungen in Arztpraxis wird aufgehoben

In Sachsen können sich von diesem Montag (24.05.2021) an Impfwillige um einen Termin einer Arztpraxis bemühen - unabhängig von Alter, Beruf oder Vorerkrankungen. Eine Beschränkung auf spezielle Impfstoffe fällt weg. Möglich wird das durch die vom Gesundheitsministerium verfügte Aufhebung der Impfpriorisierung in den Arztpraxen. „Die Aufhebung ist an sich sinnvoll, wenn denn auch die benötigten Impfstoffmengen kommen“, sagte der Vorsitzende des Sächsischen Hausärzteverbandes, Steffen Heidenreich. Er rechnet mit einer großen Nachfrage in den Arztpraxen.
Heidenreich fürchtet, dass viele Patienten angesichts des knappen Impfstoffes ihren Ärger bei den Hausärzten abladen, „etwa, wenn es nicht schnell genug einen Termin für eine Erstimpfung gibt“. Gleichzeitig verwies Heidenreich auf die hohe Arbeitsbelastung der Praxen. Zunehmend wollten die Patienten derzeit Termine für eine Zweitimpfung vorziehen, um in den Urlaub fahren zu können. „Da führen wir viele Diskussionen, weil wir die Vorgaben der Impfkommission einhalten müssen.“

Corona Regeln Sachsen: Lockerungen in immer mehr Landkreisen und Städten im Freistaat

Trotz wechselhaftem Wetters haben am Pfingstwochenende viele Sachsen die jüngsten Corona-Lockerungen für einen Restaurantbesuch genutzt. Der war etwa in Dresden und Leipzig allerdings nur im Freien möglich. In der Dresdner Altstadt waren die Plätze der Außengastronomie begehrt und Gäste ließen sich dort unter anderem Eis und Kuchen schmecken. In der Dresdner Neustadt nutzten Hunderte Menschen nach einem Bericht von „TAG24“die Lockerungen für ausgelassene Feiern. Straßenbahnen hätten es an der Ecke Rothenburger-/Louisenstraße schwer gehabt, durch die Menschenmenge zu kommen. Zu Verstößen gegen Corona-Regeln konnte die Polizeidirektion Dresden am Sonntag (23.05.2021) keine Auskunft geben. Es seien aber Beamte vor Ort gewesen, hieß es auf Anfrage. Auch in Leipzig waren die Biergärten und Freisitze etlicher Cafés und Restaurants bis in die Abendstunden bevölkert.
Die vielerorts gesunkenen Inzidenzwerte ermöglichen derweil Lockerungen in weiteren Städten und Landkreisen. So dürfen ab Montag auch in Chemnitz Gaststätten im Freien wieder Gäste bewirten. Damit fällt ab Montag (24.05.2021) auch die nächtliche Ausgangssperre weg und es dürfen Ferienwohnungen und Campingplätze öffnen. Auch der Besuch von Museen, Galerien, Kinos und Theatern ist mit Terminbuchung und negativem Corona-Test möglich, ebenso Sport im Freien von bis zu 20 Minderjährigen in Gruppen.
Auch der Landkreis Bautzen kündigte solche Lockerungsschritte für Montag (24.05.2021) an, im Landkreis Leipzig trat die sogenannte Bundes-Notbremse nach Angaben des Landratsamtes schon am Pfingstsonntag außer Kraft, so dass Außengastronomie und Kultureinrichtungen unter Auflagen öffnen durften. Vor allem für das Erzgebirge liegen solche Erleichterungen wegen der hohen Inzidenz noch in weiter Ferne.

Corona in Sachsen: Notbetreuung der Kinder für alle berufstätigen Eltern ab 24.05.2021

Vom kommenden Montag (24.05.201) an haben alle berufstätigen Eltern in Sachsen Anspruch auf eine Notbetreuung ihrer Kinder in Kitas oder Schulen. Eine spezielle Berufsgruppenzugehörigkeit sei nicht mehr erforderlich, teilte das Kultusministerium am Donnerstag mit. Ausreichend ist demnach eine selbst verfasste schriftliche Erklärung für die Schule oder Kita, dass eine Betreuung des Kindes berufsbedingt nicht möglich ist. Notbetreuung in Grundschulen und Kindertageseinrichtungen gibt es in denjenigen Landkreisen, wo der Inzidenzwert an fünf aufeinander folgenden Werktagen noch nicht unter 165 lag. Aktuell betrifft dies nach Ministeriumsangaben den Erzgebirgskreis und Mittelsachsen.

Corona-Regeln Sachsen: Corona-Testpflicht wird gelockert im Freistaat

Sachsen will die Testpflicht für Corona-Infektionen in bestimmten Bereichen erleichtern. Das kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag (18.05.2021) im Landtag an.
  • So soll die Testpflicht für Eltern wegfallen, wenn sie ihre Kinder im Außenbereich von Schulen abgeben oder abholen. Bisher gilt das nur für Kitas.
  • Wer sich in einem Unternehmen mit Kundenkontakt von geschultem Personal testen lässt oder das selbst im Beisein von Kollegen macht, könne diesen Test 24 Stunden auch für andere Angebote zum Beispiel im Einzelhandel benutzen.
  • Für den Besuch beim Friseur gilt als Nachweis auch ein Test vor Ort unter Aufsicht desjenigen, der der jeweiligen Schutzmaßnahme unterworfen ist.
  • Weiterhin werden die verpflichtenden Tests für Besucherinnen und Besucher in Einrichtungen der Gesundheits- und Sozialwesens (u.a. Alten- und Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser) abgeschafft. Für Beschäftigte in Alten- und Pflegeinrichtungen sowie für Gäste von Tagespflegeeinrichtungen bleibt die dreimalige Testung in der Woche bestehen. Für Geimpfte und Genesene entfällt die Testung.

Corona-Regeln in Sachsen: Lockerungen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100

Sachsens Regierung stellt im Fall weiter sinkender Corona-Infektionszahlen mehr Freiheiten in Aussicht. Diese werden in der neuen Corona-Schutzverordnung geregelt, die Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag (04.05.2021) in Dresden nach einer Kabinettssitzung vorgestellt hat. Die Landesverordnung gilt vom 10. bis zum 30. Mai und sieht zahlreiche Lockerungen vor, wenn die 7-Tage-Inzidenz in einer Region an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt - etwa bei Kontaktbeschränkungen, für Außengastronomie, Kultur und Tourismus. Zudem sollen vollständig gegen Corona geimpfte Menschen sowie Genesene in vielen Punkten mit negativ Getesteten gleichgestellt werden.

Corona-Regeln in Sachsen: Diese Maßnahmen werden unter der 100er-Inzidenz gelockert

Unter der Voraussetzung, dass die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen in Landkreisen und Kreisfreien Städten unter 100 liegt, gilt ab dem übernächsten Tag:
  • Private Zusammenkünfte von Angehörigen zweier Hausstände sind mit maximal fünf Personen in geschlossenen Räumen bzw. zehn Personen insgesamt zulässig, wobei Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres nicht mitgezählt werden.
  • Eheschließungen sind auf maximal 20 Teilnehmende beschränkt. Bei mehr als zehn Personen müssen alle Beteiligten einen tagesaktuellen Test vorweisen und der Mindestabstand von 1,5m ist einzuhalten.
  • Im ÖPNV ist entweder eine medizinische, FFP-2- oder vergleichbaren Maske zu tragen.
  • Geschäftsinhaber oder Veranstalter sollen überall dort, wo eine Kontakterfassung und -nachverfolgung nach Verordnung erforderlich ist, digitale Systeme, aber insbesondere die Corona-Warn-App, nutzen.
  • Die bisherigen Testpflichten bleiben bestehen.
  • Neben der Abholung und Lieferung von Speisen, kann der Außenbereich von Gastronomiebetrieben mit Terminbuchung, Kontakterfassung und ggf. tagesaktuellen Test, wenn mehr als zwei als zwei Hausstände an einem Tisch sitzen, genutzt werden.
  • Campingplätze und Ferienwohnungen unterliegen nicht dem Beherbergungsverbot, eine Kontakterfassung und -nachverfolgung ist erforderlich.
  • Ergänzend zu den bisher bei dieser Öffnungsstufe zulässigen Kulturstätten können Open Air-Veranstaltungen mit Terminbuchung, Kontakterfassung und -nachverfolgung sowie Testpflicht stattfinden.
  • Für Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten sind zusätzlich zu den sonstigen Hygieneregelungen eine Kontaktdatenerfassung oder -nachverfolgung einzuführen und Besucher benötigen einen tagesaktuellen Nachweis über einen negativen Test
  • Fitnessstudios dürfen für medizinisch notwendigen Behandlungen und kontaktfreien Sport öffnen. Bei nicht medizinisch notwendigem Sport in Fitnessstudios benötigen die Sportler einen tagesaktuellen negativen Test und eine Kontakterfassung ist vorzusehen.
  • Gruppentraining von bis 20 Minderjährigen ist im Außenbereich und Außensportanlagen möglich sowie kontaktfreier Sport im Innenbereich. Bei Vorliegen eines tagesaktuellen negativen Testergebnisses und Kontaktverfolgung ist zudem Kontaktsport im Außenbereich zulässig
  • Schwimmunterricht in der Primarstufe ist möglich.

Corona-Regeln in Sachsen: Diese Maßnahmen werden unter der 50er-Inzidenz gelockert

Liegt die 7-Tage-Inzidenz an fünf Werktagen infolge unter dem Schwellwert von 50 entfallen ab dem übernächsten Tag die Auflagen für
  • Außenbereich der Gastronomie
  • Zoologische und botanische Gärten
  • kontaktfreien Sport auf Innen- und Außensportanlagen; im Außenbereich und –sportanlagen zudem bei kontaktfreien Sport in kleinen Gruppen von maximal 20 Personen.
  • Bei vorheriger Buchung, einem Testnachweis und der Kontakterfassung und –nachverfolgung sind touristische Übernachtungen auch in Hotels und Pensionen wieder möglich.

Corona-Regeln in Sachsen: Das gilt aktuell für Geimpfte und Genese im Freistaat

  • Wer eine zweite Impfung erhalten hat, die mindestens 14 Tage zurückliegt, gilt als vollständig geimpft. Für diese Menschen sowie für Genesene (Nachweis durch einen mindestens 28 Tage alten PCR-Test) soll künftig die Testpflicht entfallen, die in vielen Situationen und Bereichen gilt. Sie werden mit negativ Getesteten gleichgestellt.
  • Alle Impfzentren in Sachsen bleiben anders als zunächst geplant bis Ende Juli geöffnet, die drei großen Impfzentren in Dresden, Leipzig und Chemnitz bis Ende August. Damit soll es mit dem Impfen weiter vorangehen. Eigentlich wollte der Freistaat die Zentren außerhalb der Großstädte Ende Juni schließen. Die Idee stieß allerdings auf Kritik. Allein in der vergangenen Woche wurden in den Impfzentren in Sachsen rund 100.000 Menschen geimpft.

Bundes-Notbremse: Diese Corona-Regeln hat Sachsen in die aktuelle Verordnung übernommen

Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 100 gilt in Sachsen:

Private Kontake und Beerdigungen:

Es darf sich höchstens ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit. Für Zusammenkünfte von Ehe- und Lebenspartnern oder zur Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts gilt die Kontaktbeschränkung nicht. Bei Beerdigungen und Trauerfeiern nach Todesfällen dürfen bis zu 20 Personen zusammenkommen. Bei Teilnahme von mehr als zehn Personen an Beerdigungen benötigen alle Anwesenden einen Negativtest.

Nächtliche Ausgangssperre

Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 100, gibt es eine Lockerung bei der von 22 und 5 Uhr geltenden nächtlichen Ausgangsbeschränkung: zwischen 22 und 24 Uhr ist es erlaubt, sich alleine draußen zu bewegen (z.B. Joggen oder Spazierengehen).
Ausnahmen sind weiterhin die „Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben oder Eigentum“ wie etwa gesundheitliche Notfälle bei Mensch und Tier oder dringende medizinische Behandlungen. Joggen und Spaziergänge sollen bis Mitternacht erlaubt bleiben, allerdings nur alleine.
Ausgenommen sind in der Regel auch die Ausübung eines Berufs oder Mandats und die journalistische Berichterstattung. Das Gleiche gilt für die Wahrnehmung von Sorge- oder Umgangsrecht, die unaufschiebbare Betreuung Unterstützungsbedürftiger oder Minderjähriger oder die Begleitung Sterbender, Versorgung von Tieren oder „ähnlich gewichtige und unabweisbare Gründe“.

Sport: Kinder bis 14 Jahre dürfen in 5er-Gruppen trainieren

Tagsüber darf Sport alleine, zu zweit oder mit dem eigenen Hausstand im Freien betrieben werden. Wichtig: In Sachsen bleiben Indoor-Sportstätten, Anlagen und Einrichtungen des Sportbetriebs mit Ausnahme für bestimmte Personengruppen und der Außensportanlagen weiter geschlossen. Ausgenommen sind Kinder bis 14, wenn sie draußen kontaktlos in Gruppen von maximal fünf Kindern trainieren.

Friseurbesuch nur mit tagesaktuellem Test

Körpernahe Dienstleistungen sind untersagt – mit Ausnahme von medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Dienstleistungen. Diese müssen eine Kontaktdatenerfassung und -nachverfolgung gewährleisten. Weiter öffnen dürfen außerdem Friseurbetriebe und Fußpflege. Friseur- und Fußpflegebesuche sind allerdings nur möglich, wenn die Kundinnen und Kunden einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen können und eine Atemschutzmaske (FFP2 oder vergleichbar) tragen. Es besteht außerdem eine Testpflicht zweimal wöchentlich für Beschäftigte und Ladeninhaber. Andere körpernahe Dienstleistungen sind nicht möglich.
Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen zwischen 100 und 150 gilt in Sachsen:

Einkaufen in Baumärkten mit Test

Einkaufen ist bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 150 unter Auflagen nur mit negativem Test und Terminbuchung („Click & Meet“) in allen Geschäften erlaubt. Dies gilt aufgrund der Bundesregelung künftig auch für Baumärkte, die in Sachsen bisher geöffnet waren.
Ausgenommen von Schließungen oder starken Beschränkungen bleiben weiterhin der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräte-Akustiker, Tankstellen, Zeitungsverkäufer, Buchhandlungen, Blumenläden, Tierbedarfs- und Futtermittelmärkte und Gartenmärkte. Diese dürfen aber nur das übliche Sortiment verkaufen. Für die zulässige Kundenanzahl gelten Grenzen in Abhängigkeit von der Verkaufsfläche. In geschlossenen Räumen müssen Kunden eine Maske auf FFP2-Niveau oder eine medizinische Maske tragen.
Über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 150 ist nur noch die Online-Bestellung und Abholung (“Click & Collect“) möglich. Anders als bisher dürfen in Sachsen Gartenabteilungen in Baumärkten nun auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 150 öffnen. Man habe sich zu diesem Schritt entschlossen, weil es in den vergangenen Tagen viele Diskussionen gegeben habe, so Köpping. Sachsen hatte die Bundes-Notbremse in diesem Bereich strenger ausgelegt als andere Bundesländer.

Freizeiteinrichtungen

Einrichtungen wie Schwimmbäder, Saunen, Diskotheken, Bordelle, Wellnesszentren, Ausflugsschiffe oder Indoorspielplätze müssen schließen.

Theater, Kinos und Zoos

Theater, Opern, Konzerthäuser, Bühnen, Musikclubs, Kinos (außer Autokinos), Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten müssen schließen, auch entsprechende Veranstaltungen sind untersagt. Die Außenbereiche von Zoos und botanische Gärten sollen für Besucher mit aktuellem Negativ-Test offen bleiben.

Restaurants und Kantinen

Der Betrieb von Gastronomiebetrieben und Kantinen wird untersagt. Es gibt aber Ausnahmen etwa für Speisesäle in Reha-Zentren oder Pflegeheimen, die Versorgung Obdachloser oder von Fernfahrern. Die Abholung von Speisen und Getränken zum Mitnehmen bleibt erlaubt, ebenso die Auslieferung.

Nah- und Fernverkehr

In Bus, Bahn und Taxi sind Masken mit FFP2-Niveau Pflicht. Möglichst soll nur die Hälfte der regulär zulässigen Passagiere mitfahren.

Tourismus

Die Vermietung touristischer Übernachtungsmöglichkeiten ist untersagt. Bei zulässigen Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben ist eine Kontaktdatenerfassung und -nachverfolgung vorzunehmen.

Für Schulen und Kitas gilt eine eigene Bundes-Notbremse von 165

  • Im schulischen Bereich gilt ab Klassennstufe 5 einen Maskenpflicht: Es muss mindestens eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Maske) oder FFP2-Maske oder vergleichbare Atemschutzmaske getragen werden. Mund-Nasenbedeckungen (Alltagsmasken etc.) sind nicht ausreichend.
  • Schülerinnen und Schüler aller Schulen sowie Lehrkräfte und das übrige Schulpersonal werden nun zweinmal pro Woche per Selbsttest in der Schule auf das Coronavirus getestet oder sie müssen ein anderweitiges qualifiziertes negatives Testergebnis vorweisen können.
Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen bis 165 gilt in Sachsen:

Wechselunterricht bei einer Inzidenz zwischen 100 und 165

Der Präsenzunterricht in Schulen ist bei einer Sieben-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 165 weiterhin untersagt. Es findet nur Wechselunterricht mit einer Testpflicht statt.
Bis zu einem Inzidenzwert von 165 kann Einzelunterricht in Tanz- und Musikschulen erfolgen, wenn eine Kontakterfassung oder -nachverfolgung stattfindet, sich Beschäftigte testen lassen und die Schüler einen tagesaktuellen negativen Test nachweisen können.
Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 165 gilt in Sachsen:

Schulen und Kitas müssen schließen

  • Alle Schulen (kein Präsenzunterricht mehr) und Kitas müssen schließen, mit Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen sowie Notbetreuung. Hierzu zählen auch die 4. Klassen an den Grundschulen. Diese Kinder und Jugendlichen können ihre Schulen auch oberhalb der 165er Inzidenz besuchen.
  • Bei einer Inzidenz unterhalb der 165er Inzidenz können Kinderkrippen und Kindergärten, einschließlich heilpädagogische Kindertageseinrichtungen im eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Gruppen und Bezugspersonen geöffnet bleiben. Gleiches gilt auch für die Horte. In den Kindertagespflegestellen findet Regelbetrieb statt.

Homeoffice-Pflicht für Arbeitnehmer

Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anzubieten, diese Tätigkeiten Zuhause auszuführen, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Neu: Beschäftigte sind jetzt rechtlich verpflichtet, in ihrer Wohnung zu arbeiten, wenn ihr Arbeitgeber ihnen das anbietet und dies räumlich und technisch möglich ist.

Versammlungsverbot in Landkreisen mit Inzidenz über 200

Die Bundes-Notbremse schränkt Versammlungen auch bei hohen Inzidenzen nicht ein. In Sachsen gilt aber weiterhin: Versammlungen unter freiem Himmel sind ausschließlich ortsfest und mit höchstens 1000 Teilnehmenden zulässig (Abstandsgebot, Steuerung und Beschränkung des Zutritts und Aufenthalts, Maskenpflicht). Sobald in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Sieben-Tage-Inzidenz für drei Tage ununterbrochen über 200 liegt, sind Versammlungen nur noch mit höchstens 200 Teilnehmenden zulässig. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 300 sind Demonstrationen in Sachsen nur noch mit höchstens 10 Teilnehmenden erlaubt.

Landkreise können auch schärfere Maßnahmen verordnen

Die Bundes-Notbremse greift erst ab einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz über 100. Maßnahmen unter diesem Schwellenwert regeln nur die Länder per Verordnungen sowie die Landkreise und kreisfreien Städte per Allgemeinverfügungen. Sie können auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes immer strengere Regeln beschließen, aber nicht die Bundes-Notbremse lockern.
Nach der Eindämmungsverordnung sollen die Landkreise und kreisfreien Städte schärfere Schutzmaßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz treffen, wenn dies wegen örtlicher Besonderheiten oder aufgrund eines regionalen oder lokalen Infektionsgeschehens notwendig ist. Dies gilt insbesondere bei einer kritischen Auslastung der intensivmedizinischen Krankenhauskapazitäten.

Gottesdienste:

Weiterreichende Gebote und Verbote des Infektionsschutzes bleiben von der Notbremse unberührt. Gottesdienste sind von ihr ebenfalls nicht erfasst.

Dauer der Bundes-Notbremse:

Alle Regelungen sind erst einmal befristet bis zum 30. Juni. Bisher hieß es, die Bundes-Notbremse solle nur gelten, solange in Deutschland eine epidemische Lage von nationaler Tragweite als festgestellt gilt. Der Bundestag muss dies alle drei Monate bekräftigen.

Corona in Sachsen: Inzidenz bleibt auf hohem Niveau

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche ist am Donnerstag in Sachsen wieder leicht nach oben gegangen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag (06.05.2021) mit 184,3 am Donnerstag lag sie bei 179,9, am Mittwoch. Am Dienstag waren es noch 204,2 und am Montag 215,5 gewesen. Noch immer trägt Thüringen unter den Bundesländern mit 206,7 die rote Laterne.
Die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie labortechnisch nachgewiesenen Coronainfektionen in Sachsen erreichte nach Angaben des RKI 271.624. An oder mit Covid-19 starben 9259 Menschen im Land. Corona-Hotspots in Sachsen sind der Erzgebirgskreis mit einer Inzidenz von 305,7, der Landkreis Mittelsachsen mit 273,3 und der Landkreis Zwickau mit 262,5. Den niedrigsten Wert in Sachsen verzeichnet jetzt die Stadt Leipzig mit einem Wert von 97,3 und damit als einzige Stadt und Landkreis unterhalb der 100er-Marke.

Aktuelle Fallzahlen zu Infektionen, Impfung und Co. (Stand: 07.05.2021) in Sachsen auf einen Blick:

  • 7-Tage-Inzidenz: 184,3
  • Neuinfektionen: 1188
  • Infektionen seit Beginn der Pandemie: 271.624
  • neue Todesfälle: 34
  • Todesfälle insgesamt: 9259
  • Impfquote (Erstimpfung): 28,2 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 11,7 Prozent