Wahl Sachsen 2024
: Wichtiges zur Landtagswahl, Wahlergebnissen und Wahl-O-Mat

Was man wissen muss zur Landtagswahl: Alle Infos zur Wahl 2024 in Sachsen – Ablauf, Wahlergebnisse, Wahl-O-Mat, aktuelle Umfragewerte, Spitzenkandidaten.
Von
Lisa Klopp-Jaber,
dpa
Dresden
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Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, gibt im Plenum eine Regierungserklärung ab. Dem Sächsischen Landtag steht bei seinen letzten Sitzungen vor der Sommerpause ein Mammutprogramm bevor. +++ dpa-Bildfunk +++

Landtagswahl 2024 in Sachsen: Eckdaten zum Wahlsonntag, Ablauf der Wahl, aktuelle Umfrage und die Spitzenkandidaten der teilnehmenden Parteien im Überblick. (Symbolbild)

Sebastian Kahnert/dpa

Dieser Beitrag wurde am 17.6.2024 veröffentlicht und am 1.8.2024 aktualisiert.

Der Freistaat Sachsen wählt im September 2024 seinen 8. Landtag. Alles, was man zur sächsischen Landtagswahl wissen muss – über Wahlalter, Spitzenkandidaten, aktuelle Wahlumfrage bis zum Ablauf und den Ergebnissen der Wahl 2024 in Sachsen – in einer Übersicht.

Liveticker zur Landtagswahl in Thüringen und Sachsen

Wir begleiten die Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen am 1. September live.

Übersicht

  • Alles Wichtige zur Wahl in einer Übersicht
  • Ablauf des Wahltages in Sachsen
  • Parteien und Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl in Sachsen
  • Wahl-O-Mat
  • Ergebnisse der Wahl 2024 in Sachsen
  • Aktuelle Wahl-Umfrage zu Sachsen
  • Ergebnisse der letzten Landtagswahl in Sachsen

Landtagswahl 2024 in Sachsen: Alles Wichtige

Alles, was man zur Wahl 2024 in Sachsen im September wissen muss, in einer Übersicht.

  • Termin: Sonntag, 1. September 2024
  • Wer darf wählen: Alle deutschen Staatsbürger, die in Sachsen ihren Hauptwohnsitz haben und über 18 Jahre alt sind.
  • Wo wird gewählt: Auf dem Wahlschein, den jeder Wahlberechtigte erhält, steht das Wahllokal, in dem die Stimme am Wahlsonntag abgegeben werden kann. Außerdem kann per Briefwahl (siehe Wahlschein) gewählt werden.
  • Wahlscheine: Ab dem 5. Juli werden in Sachsen die Wahlscheine ausgestellt. Bis zum 30. August 2024 können noch Wahlscheine beantragt werden.
  • Wahlkreise: Insgesamt hat Sachsen 60 Wahlkreise.

Folgende Spitzenkandidaten treten bei der Wahl in Sachsen am 1. September für den neuen Landtag an.

  • Aktion Partei für Tierschutz: tba
  • Alternative für Deutschland: Jörg Urban
  • Basisdemokratische Partei Deutschland: David Murcek
  • Bündnis C – Christen für Deutschland: tba
  • Bündnis Deutschland: Steffen Große
  • Bündnis Sahra Wagenknecht: Sabine Zimmermann
  • Bündnis 90/ Die Grünen: Katja Meier, Wolfram Günther, Franziska Schubert
  • Bürgerrechtsbewegung Solidarität: tba
  • CDU: Michael Kretschmer
  • Die Linke: Susanne Schaper, Stefan Hartmann
  • Die Partei: tba
  • FDP: Robert Malorny
  • Freie Sachsen: tba
  • Freie Wähler: Matthias Berger
  • Kommunistische Partei Deutschlands: tba
  • Liberale Demokraten: David Hildebrandt
  • Ökologisch-Demokratische Partei: Jonas Bialon
  • Partei der Humanisten: tba
  • Partei Mensch, Umwelt, Tierschutz: tba
  • Piratenpartei Deutschland: Stephanie Henkel
  • SPD: Petra Köpping
  • V-Partei³ – Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer: tba
  • Werteunion: Heiko Petzold

Wahl-O-Mat für die Wahl in Sachsen 2024

Der Wahl-O-Mat ist eine Webseite mit Fragen und Antworten rund um die Parteiprogramme der zu wählenden Parteien. Ziel ist es, herauszufinden, welche Partei am nächsten an der eigenen politischen Position ist und man möglicherweise zur Landtagswahl 2024 in Sachsen wählen möchte.

Zu 38 Thesen über landespolitische Themen geben Nutzer dafür ihre eigenen Positionen an, diese vergleicht das Tool mit den Antworten der Parteien. Beteiligt haben sich alle 19 zur Landtagswahl zugelassenen Parteien. Die Thesen wurden von einem Redaktionsteam aus Jungwählerinnen und Jungwählern, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Journalismus und Bildung aus Sachsen sowie den Verantwortlichen von Landes- und Bundeszentrale für politische Bildung zusammengestellt.

Den Wahl-O-Mat gibt es seit 2002, seitdem wurde er zu Wahlen zum Europäischen Parlament, bei Landtags- und Bundestagswahlen eingesetzt und über 130 Millionen Mal genutzt. Vor der Landtagswahlen 2019 in Sachsen wurde der Wahl-O-Mat rund 590.000 Mal genutzt - laut Angaben Löfflers 200.000 Mal mehr als fünf Jahre zuvor.

Ergebnisse der Wahl 2024 in Sachsen

Um 18 Uhr am 1. September 2024 wird das vorläufige Wahlergebnis im Wahlgebiet durch den Wahlleiter ermittelt und bekannt gemacht.

Aktuelle Umfrage zur Landtagswahl 2024

Insa-Umfrage zur Landtagswahl in Sachsen — AfD und CDU fast gleichauf

Update (19. Juni) Rund zweieinhalb Monate vor der Landtagswahl in Sachsen zeichnet sich nach einer aktuellen Insa–Umfrage ein Kopf–an–Kopf–Rennen zwischen AfD und CDU ab. Die AfD ist demnach stärkste Kraft knapp vor der CDU, wie die am Mittwoch veröffentlichte Befragung zeigt. Sie büßt aber im Vergleich zu anderen seit Jahresanfang erstellten Umfragen zwei bis drei Prozentpunkte ein. Die sächsische AfD wird vom Verfassungsschutz des Landes als rechtsextremistisch eingestuft, wehrt sich derzeit aber juristisch dagegen.

Die AfD kommt in der Umfrage auf 32 Prozent, die CDU auf 30 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erreicht 15 Prozent. Die anderen Parteien müssen um den Einzug in den Landtag bangen. Grüne und SPD liegen bei je 5 Prozent der Stimmen. Die Linke bekommt nur vier Prozent und müsste auf zwei Direktmandate hoffen, um überhaupt in das Parlament einzuziehen. Die FDP bliebe mit 2 Prozent weiter draußen. Das Meinungsforschungsinstitut Insa befragte im Auftrag der „Leipziger Volkszeitung“, der „Sächsischen Zeitung“ und der „Freien Presse“ zwischen dem 10. und 17. Juni online 1500 Menschen.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wertete das Ergebnis als Beleg dafür, dass die Bürger Veränderung wollen. „Wir konzentrieren uns weiter auf unsere inhaltliche politische Arbeit, die ganz offensichtlich von den Menschen in Sachsen anerkannt wird“, sagte die sächsische Parteichefin Sabine Zimmermann der Deutschen Presse–Agentur. Das Wahlprogramm des BSW enthalte seriöse Lösungskonzepte, mit denen man die wichtigsten Probleme angehen könne. Die CDU wolle sich jetzt als „Bollwerk gegen Rechts“ installieren, stehe letztlich aber nur für ein „Weiter so“. „Wir sind diejenigen, die die alten Kategorien von „Links“ und „Rechts“ schon längst hinter uns gelassen haben.“

Die Grünen im Sächsischen Landtag zeigten sich ernüchtert. „Das Umfrageergebnis ist nicht gut — für uns Bündnisgrüne nicht und auch nicht für den Freistaat, der eine stabile Mehrheit aus der demokratischen Mitte braucht. Es geht bei dieser Wahl um sehr viel: um das Miteinander in Sachsen, betonte Fraktionschefin Franziska Schubert. Diese Wahl sei keine Entscheidung zur Ampel–Politik, sondern darüber, wie man im Freistaat künftig leben wolle.

Schubert wandte sich direkt an die Wählerinnen und Wähler: „Ich möchte gern verstehen, was Menschen in Sachsen für Vorbehalte uns gegenüber haben. Ich stehe bereit, über Fehler oder das zu reden, was die Leute davon abhält, uns ihr Vertrauen für sächsische Themen zu geben. Das ist mein ehrliches Interesse. Ich lade die Menschen daher ein, mit uns ins Gespräch zu kommen, uns kennenzulernen und Fragen an uns loszuwerden — jenseits der Klischees und des gerade allgemein beliebten Grünen–Bashings.»

In Sachsen wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt. Laut Umfrage hätte das aktuelle Regierungsbündnis aus CDU, Grünen und SPD keine Mehrheit mehr. Mitte März hatte eine Insa–Umfrage noch einen größeren Abstand zwischen AfD und CDU ergeben: In der Befragung kam die AfD auf 34, die CDU auf 30 Prozent — genauso wie im Januar in einer Forsa–Umfrage. Bei Infratest dimap erreichte die AfD im Januar sogar 35 Prozent, die CDU kam auch hier auf 30 Prozent. Bei der Europawahl am 9. Juni ließ die AfD die Union sogar 10 Prozentpunkte hinter sich.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Ergebnisse der sächsischen Landtagswahl in 2019

Bei der letzten Landtagswahl in Sachsen im Jahr 2019 wurde die CDU mit 32,1 Punkten stärkste Kraft, gefolgt von der AfD mit 27,5 Punkten. Die Linke erreichte 10,4 und die Grüne 8,6 Punkte. SPD (7,7), FDP (4,5), Freie Wähler (3,4), die Partei (1,6), die Partei Mensch, Umwelt, Tierschutz (1,5) und sonstige Parteien (2,7) bilden die Schlusslichter.

Großer Gewinner war 2019 die AfD mit einem Stimmenzuwachs von 17,8 Punkten. Den größten Verlust fuhr die Linke ein, mit verlorenen 8,5 Punkten.

Insgesamt hat der sächsische Landtag 119 Sitze, die aktuell (Stand: Juni 2024) wie folgt verteilt sind:

So sieht die aktuelle Landesregierung in Sachsen aus (Kabinett Kretschmer II)

  • Ministerpräsident: Michael Kretschmer (CDU)
  • Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft: Wolfram Günther (Grüne)
  • Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr: Martin Dulig (SPD)
  • Staatsminister des Innern: Armin Schuster (CDU)
  • Staatsminister der Finanzen: Hartmut Vorjohann (CDU)
  • Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung: Katja Meier (Grüne)
  • Staatsminister für Kultus: Christian Piwarz (CDU)
  • Staatsminister für Wissenschaft: Sebastian Gemkow (CDU)
  • Staatsministerin für Kultur und Tourismus: Barbara Klepsch (CDU)
  • Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt: Petra Köpping (SPD)
  • Staatsminister für Regionalentwicklung: Thomas Schmidt (CDU)
  • Chef der Staatskanzlei und Staatsminister für Bundesangelegenheiten und Medien: Oliver Schenk (CDU)
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