Wahl 2024 in Doberlug-Kirchhain: Das sind die neuen Stadtverordneten

Im Refektorium in Doberlug-Kirchhain wird sich am 26. Juni 2024 um 18 Uhr die neue Stadtverordnetenversammlung konstituieren.
Archivfoto: Heike LehmannDie etablierten Parteien wurden bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung (SVV) Doberlug-Kirchhain von der Wählergemeinschaft Bündnis Umland - Landwirtschaft, Umwelt und Natur (WBU-LUN) auf die Plätze verwiesen. WBU-LUN holten insgesamt 32,5 Prozent – fast 15 Prozent mehr als bei der letzten Kommunalwahl. Doch das ist nicht die einzige Verschiebung.
Die CDU verliert 3,1, Prozent, kann sich aber mit 26 Prozent auf dem zweiten Platz behaupten. Dann folgt schon die AfD mit 21,9 Prozent. Sie gewinnt 7,39 Prozent Wählerstimmen hinzu und landet vor der SPD, die nur 11,9 Prozent Wählerstimmen für sich gewinnen konnte. 2019 lag die SPD noch vor der AfD. Schlusslichter sind Die Linke (3,5 Prozent), die FDP (2,7 Prozent) und Grüne/B90 (1,6 Prozent).
Sitzverteilung SVV Doberlug-Kirchhain
Die 18 Sitze in der SVV Doberlug-Kirchhain verteilen sich wie folgt: WBU-LUN 6 (+3), CDU 5 (+/- 0), AfD 4 (+1), SPD 2 (-1), Die Linke 1 (-1). Die FDP und Grüne/Bündnis 90 haben kein Mandat mehr.
Die meisten Stimmen für sich verbuchen konnte Politik-Neuling Oliver Gackowsky (AfD/1294 Stimmen). Sebastian Rudolph (CDU/1100) und Heiko Klötzer (AfD/918) folgen.
Der Bürgermeister hat Kraft seines Amtes Sitz und Stimme in der Stadtverordnetenversammlung.
Das sind die neuen Stadtverordneten in Doberlug-Kirchhain:
WBU-LUN: Reiche, Enrico (603), Neczkiewicz, Frank (567), Weiland, Matthias (557), Mahlo, Yvonne (525), Pietzner, Anita (343), Springer, Birgit (331). Nicht wiedergewählt: Dieter Heyde.
CDU: Rudolph, Sebastian (1.100), Roland, Uwe (465), Eichstädt, Alexander (345), Langer, Enrico (277), Dr. Homagk, Mathias (248). Nicht wiedergewählt: Thomas Boxhorn, Bernd Wendland.
AfD: Gackowsky, Oliver (1294), Klötzer, Heiko (918), Gackowsky, Annett (541), Kötschau, Hans-Dieter (306).
SPD: Kilian, Lutz (477), Drescher, Torsten (284). Nicht wiedergewählt: Manfred Oettrich.
Die Linke: Wondzinski, Elke (280).
So werden die Ergebnisse bewertet
Frank Neczkiewicz (WBU-LUN) spricht von einem „doch außerordentlichen Wahlergebnis in Doberlug-Kirchhain“. In den sozialen Medien feiert sich die Wählervereinigung als „eindeutiger Wahlsieger mit einem Vorsprung von 6,5 Prozent oder 909 Stimmen.“ Kommunalpolitische Arbeit heißt für sie: „Bürgerbeteiligung, Transparenz und Informationen an die Bürger, mit dem Ziel, lebenswerte Stadt- und Ortsteile zu erhalten und zu entwickeln.“ Die WBU-LUN lädt zu einer erweiterten Fraktionssitzung am Donnerstag (20. Juni) um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftsraum Hennersdorf.
Enrico Langer, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Doberlug-Kirchhain, zieht wie Mathias Homagk neu ins Parlament ein. „Am Mittwoch haben wir unsere erste Fraktionssitzung. Es geht für uns bei Null los, das heißt: Wir wollen nach vorn schauen und Sachpolitik für Doberlug-Kirchhain machen.“
Lutz Kilian (SPD) findet es schade, „dass wir einen Sitz verloren haben und unser langjähriger Abgeordneter Manfred Oettrich nicht mehr in der SVV dabei ist. Wie schon vor den Wahlen gesagt, wollen wir für alle demokratischen Parteien ein Partner sein.“ Noch aber sei man in der Sondierung.
Die konstituierende Sitzung der SVV Doberlug-Kirchhain findet am 26. Juni um 18 Uhr im Refektorium statt.



