Das noch nicht vollständig geflutete Restloch im vormaligen Tagebau Meuro bei Großräschen ist noch nicht für eine Nutzung zum Baden und Bootsfahren freigegeben. Auf Bitte des zuständigen Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) weist der Bergbausanierer LMBV angesichts der Hitze-Temperaturen erneut nachdrücklich darauf hin, dass es derzeit noch nicht erlaubt und noch zu gefährlich ist, sich auf oder ins Gewässer des Großräschener Sees zu begeben.
Dies werde durch den derzeit noch zu niedrigen Seewasserstand von 99,20 Metern NHN und der damit fehlenden und notwendigen Zwei-Meter-Überdeckung über dem Seeuntergrund begründet, so LMBV-Sprecher Uwe Steinhuber. Erst bei einer erreichten dauerhaften Wasserlamelle von 100 bis 101 Metern NHN werde eine gefahrlose Seenutzung in allen Seebereichen möglich.

Zwei Boote im Großräschener See und Badelustige am Strand

Zum Hintergrund der eindringlichen Warnung erklärt Steinhuber: Am zurückliegenden Mittwoch, 15. Juni, waren während einer Kontrollbefahrung zwei auf dem Großräschener See befindliche Schlauchboote mit Insassen und fünf größere Menschengruppen am bereits fertigen Strand von Großräschen festgestellt worden. Die Badelustigen hatten auch die durch die LMBV gestellte Schilderlinie des Sperrbereiches nicht abgehalten, sie sei vollständig und erkennbar gewesen, so der Sprecher.
Die Polizeistation Senftenberg sowie das Ordnungsamt Großräschen wurden umgehend informiert. Zwei Beamte der Polizei und zwei Mitarbeiter vom Ordnungsamt verwiesen die angetroffenen Personen von der Wasserfläche und vom Strandbereich.

LMBV empfiehlt Baden im Gräbendorfer, Geierswalder und Partwitzer See

Die LMBV bittet daher noch einmal nachdrücklich um das Respektieren der Sperrschilder und das Nichtbetreten der LMBV-Sperrbereiche in der Lausitz. Für den derzeitig verständlichen Badewunsch seien bereits mehrere benachbarte Bergbaufolgeseen sicher nutzbar, so an ausgewiesenen Uferabschnitten am Gräbendorfer See, am Geierswalder See sowie am Partwitzer See und nicht zuletzt am Senftenberger See.
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