Schon den Schwarze-Elster-Radweg getestet? Cordula Schladitz von der Verwaltung des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft legt sich fest: „Es fährt sich gut entlang der Schwarzen Elster. Der Radweg ist asphaltiert, es gibt keine Steigungen, und Autos verkehren hier auch nicht.“
Dafür hat man einen guten Ausblick auf die angrenzenden Felder und Wiesen, die unter anderem von den Weißstörchen als Jagdrevier genutzt werden. Warum also nicht einmal einen Ausflug mit dem Rad von Bad Liebenwerda bis zum Elsterstübchen in Neumühl machen?

Als die Elster begradigt wurde

Zur Geschichte hat Cordula Schladitz das zusammengetragen: Bis Mitte des 19. Jahrhunderts bestand die Schwarze Elster aus einem dichten Netz von Flussarmen und Inseln. Das Ufer säumten Röhricht und Grauweiden. Mächtige Auwälder wuchsen in der Elsterniederung. Immer wieder kam es zu Überschwemmungen und die Großgrundbesitzer drängten darauf, den Fluss zu regulieren. 1852 wurde das Gesetz zur Melioration beschlossen. Noch im gleichen Jahr begann man 90 Kilometer der Schwarzen Elster von Tätschwitz bis Premsendorf zu begradigen und einzudeichen. Von den einstigen Flussarmen und der vielfältigen Vegetation ist heute kaum noch etwas zu erkennen.

Saathain

Aber an manchen Stellen findet man sie noch, alte Eichen, die das Elsterufer säumen und entlang des Radweges Schatten spenden. Diese alten Eichen sind unter anderem das Refugium des Hirschkäfers.

Auf den Wiesenknopf steht ein Schmetterling

Auf den Wiesen des Elstervorlandes gibt es eine unscheinbare, jedoch ganz interessante Pflanze, den Großen Wiesenknopf. Nur dort wo er wächst, hat ein kleiner Schmetterling auch die Chance auf Fortpflanzung. Der Ameisenbläuling legt seine Eier ausschließlich auf den noch ungeöffneten Blütenköpfen des Großen Wiesenknopfes ab. Die geschlüpften Larven werden von Ameisen in ihr Nest getragen und bis zur Verpuppung gefüttert.
Cordula Schladitz empfiehlt eine Tour von Bad Liebenwerda aus über Wahrenbrück bis nach Neumühl. Am Kiosk im Kleinen Spreewald in Wahrenbrück oder im Elsterstübchen können Radler sich bei Kaffee und Kuchen ausruhen, bevor sie wieder zurück in die Kurstadt fahren. Wer die Distanz etwas länger möchte kann über Uebigau und Bomsdorf noch zum Falkenberger Kiebitz fahren.
In Bad Liebenwerda (Bieligkhof), Wahrenbrück (im Park) und in Neumühl können übrigens auch Boote zum Paddeln ausgeliehen werden. Zahlreiche Touristen fahren zum Beispiel mit dem Rad nach Neumühl, lassen sich nach Bad Liebenwerda zurückfahren und setzen dort mit Booten ein, um Neumühl auf dem Wasser zu erreichen. Bringeservice wird auch an beiden anderen Stationen angeboten.
Kontakt: Cordula Schladitz, Tel.: 035341 61515

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Doberlug-Kirchhain

Ausflugstipp im Naturpark Der Kleine Spreewald bei Wahrenbrück

Wahrenbrück