Grube Gotthold – zahlreiche Fotografen haben die vielfältigen Facetten dieser ehemaligen Bergbaugrube schon auf ihren Bildern verewigt. Da der kleine See geschützt vom umgebenen Wald liegt, wird das Wasser nur selten vom Wind aufgewühlt. So spiegelt sich die Umgebung im Wasser mit zahlreichen Farbnuancen und das nicht nur in der Morgen- oder in der Abenddämmerung.

Erst Kohle, dann Quarzsand

Cordula Schladitz von der Naturparkverwaltung weiß mehr über die Entstehung dieses Fleckchens Erde, das zum Naturparadies geworden ist: „Der heute so idyllische Ort ist durch den Abbau von Braunkohle entstanden. Während dieser Zeit entdeckte man, dass der hier lagernde Sand eine ganz besondere Qualität hatte. Somit verdrängte die Förderung des Quarzsandes mehr und mehr die Kohlegewinnung. Während dieser Zeit fand man auch interessante Sandstandformationen, die noch immer am Uferbereich zu sehen sind. 1945 wurde der Abbau dann eingestellt und die Grube füllte sich mit Wasser.“
Ausflugstipp im Naturpark Der Kleine Spreewald bei Wahrenbrück

Wahrenbrück

Heute, so weiß Cordula Schladitz, kann man dort vor allem Zwergtaucher beobachten. Diese sind sehr scheu und tauchen bei Gefahr schnell ab. Seine Nahrung, zum Beispiel Fisch, erbeutet er hauptsächlich durch Tauchen. Insekten werden dagegen einfach von der Wasseroberfläche abgelesen.
Von Hohenleipisch aus führt ein ausgeschilderter Rundweg zur Grube Gotthold. Die Tour ist etwa fünf Kilometer lang. Besucher genießen während der Wanderung auch den Blick vom Reesberg aus über die Obstwiesen von Hohenleipisch in das Urstromtal der Schwarzen Elster. Das Amt Plessa führt Gäste immer wieder dorthin.