Kleiner Spreewald – das ist dort, wo Weidenzweige sanft das Wasser streifen. Es ist dort, wo sich die Kleine Elster in mehrere Arme teilt, um dann in die Schwarze Elster zu münden. Und er ist dort, wohin Einheimische und Gäste in Corona-Zeiten Entspannung an frischer Luft finden. Gemeinsam mit dem Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft gibt die Rundschau seit einigen Wochen Ausflugstipps in der Heimat.

Idyllisch wie der große Bruder

Der „Kleine Spreewald“ bei Wahrenbrück bietet ähnlich wie sein großer Bruder Entspannung und Ruhe. Direkt vor den Toren der Stadt Bad Liebenwerda gelegen, können Gäste die Seele baumeln lassen. Cordula Schladitz vom Naturpark empfiehlt einen kleinen Spaziergang von etwa zwei Kilometern. Der Rundgang gestattet einen Blick aus allen vier Himmelsrichtungen auf dieses landschaftliche Kleinod.
Das Mündungsgebiet der Kleinen Elster ist von zahlreichen Fließen und Gräben durchzogen. Das Flussbett ist dort etwa fünf bis sechs Meter breit und 1,20 bis 1,50 Meter tief. Seit 1977 können sich Gäste, wie im großen Spreewald, mit Kähnen durch diese Flussarme staken lassen.
Derzeit funktioniert der Kahntourismus zwar ein klein wenig eingeschränkt, bei Vorbestellung ist aber fast alles möglich. Informationen gibt es bei Fährmann Karsten Jurischka unter Tel. 0160 97347820 bzw. E-Mail info@kleiner-spreewald-wahrenbrueck.de. Und auch Imbissbetreiberin Birgit Jeck (Kontakt unten) bietet Kahnfahrten an.
Der Rundweg um diese idyllische Landschaft ist nicht weniger schön. Ausgehend von der historischen Elstermühle, geht es ein Stück entlang der Schwarzen Elster. Eine kleine Holzbrücke führt in eine Wiesenlandschaft. Am Wegrand blühen derzeit Pflanzen mit interessanten Blütenformen wie zum Beispiel der Natternkopf. Im Schatten von Laubbäumen erreichen Erholungssuchende wieder den Ausgangspunkt, die alte Mühle. Diese hat eine bewegte, etwa 800-jährige, Geschichte hinter sich. Zuerst als Mahlmühle errichtet, wurde sie dann zum Eisenhammer umgebaut. Später wurde sie zur Amtsmühle ernannt und dann zur Papiermühle und zuletzt wieder zur Mahlmühle umgewandelt. Erst 1998 erfolgte die endgültige Stilllegung.
Der kleine Park, unmittelbar neben der Mühle, ist als Rastplatz zu empfehlen und für Kinder ist sicherlich das Tiergehege von besonderem Interesse. Eine rührige Imbisspächterin sorgt mit ihrem Angebot dafür, dass Gäste gern länger verweilen. Informationen über Birgit Jeck, Tel. 0159 06317098.
Für Rückfragen steht Cordula Schladitz unter Tel. 035341 615-15 oder per E-Mail Cordula.Schladitz@lfu.brandenburg.de zur Verfügung.