Diese Mitteilung des FC Energie Cottbus macht am Mittwoch deutlich, dass der Verein nach den Ausschreitungen im Regionalliga-Spiel beim FC Carl Zeiss Jena im Umgang mit verschiedenen Fangruppierungen einen strengeren Kurs fahren will. Das soll schon am Samstag beim Heimspiel in der Fußball-Regionalliga Nordost gegen den 1. FC Lok Leipzig (14 Uhr/LR-Liveticker) spürbar sein.
FCE-Präsident Sebastian Lemke hatte das vorab schon im Rundschau-Interview angekündigt und betont: „Als wir angefangen haben, wurden wir um den Dialog mit den Fans gebeten. Wir waren immer im Dialog, aber wenn das das Dankeschön ist, dann danke für nichts. Ich bin fassungslos.“

FCE-Präsident Sebastian Lemke im Video-Interview

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Der FCE teilte mit, dass der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) den Verein für den Einsatz von Pyrotechnik im Heimspiel gegen den Chemnitzer FC mit einer Strafzahlung von 4500 Euro belegt habe. In der Mitteilung heißt es: „Besonders der Umstand, dass es in der laufenden Spielzeit nicht das erste sportgerichtliche Verfahren war, führte zu einer Erhöhung der Strafe und lässt schlimmste finanzielle Belastungen für das Sportgerichtsverfahren hinsichtlich des Auswärtsspiels in Jena vermuten.“

Geldstrafen gefährden Wintertransfers

In Jena hatten Vermummte aus dem Gästeblock mit in Richtung Heimtribüne abgefeuerten Leuchtraketen die Gesundheit anderer Zuschauer gefährdet. Die Partie stand kurz vor dem Abbruch. Der Verein erwartet also die nächste hohe Geldstrafe – im Geschäftsjahr 2021 hatte der Verein einen fünfstelligen Betrag an Strafen für das Fehlverhalten der Zuschauer zahlen müssen.
Vom FCE heißt es nun dazu: „Derartige Summen sind für den Verein weder tolerierbar noch finanzierbar und gefährden in letzter Konsequenz beispielsweise die Realisierung eines möglichen Wintertransfers.“
Zudem hätten Sponsoren und Partner dem Verein angedeutet, bei neuerlichen Vorkommnissen über die Beendigung ihres Engagements nachzudenken, hieß es. Entsprechend rigoros ist der FCE deshalb in den ersten Schritten nach dem Jena-Spiel. Für die sechs Männer, die vor Spielbeginn in Jena von der Polizei in Gewahrsam genommen worden, wurde ein unbefristetes Hausverbot für alle Spielstätten des Vereins ausgesprochen.

Brandgefahr im Spiel gegen den Chemnitzer FC

Zudem wurde eine beantragte Choreografie auf der Nordwand für das Heimspiel gegen den 1. FC Lok Leipzig nicht genehmigt. Das ist eine Reaktion auf die Vorfälle bei der großen Choreografie im Spiel gegen den Chemnitzer FC.
Zum 20-jährigen Bestehen der Fangruppe Collettivo Bianco Rosso waren überall verteilt auf der Nordwand pyrotechnische Erzeugnisse gezündet worden. In Verbindung mit einem großen Kunststoffbanner bedeutete das im Block eine erhöhte Brandgefahr.
Die FCE-Spitze um Präsident Sebastian Lemke (r.) und Vize-Präsident Hagen Ridzkowski kündigt an, "entgegen bisheriger Vorhaben und kommunikativer Ansätze" künftig die Einlasskontrolle zu verschärfen und weitere präventive Maßnahmen zu ergreifen.
Die FCE-Spitze um Präsident Sebastian Lemke (r.) und Vize-Präsident Hagen Ridzkowski kündigt an, „entgegen bisheriger Vorhaben und kommunikativer Ansätze“ künftig die Einlasskontrolle zu verschärfen und weitere präventive Maßnahmen zu ergreifen.
© Foto: Sebastian Räppold/Matthias Koch

Antrag auf Verlegung gegen den BFC Dynamo

Vom Verein heißt es nun zum Choreo-Verbot: „Insbesondere der Umstand, dass die zum Heimspiel gegen den Chemnitzer FC in enger Zusammenarbeit mit der Cottbuser Feuerwehr und durch großes Zutun der Verantwortlichen des Vereins überhaupt erst realisierbare Choreografie letztlich für das Zünden pyrotechnischer Erzeugnisse benutzt wurde, waren hierbei ausschlaggebend.“
Der FCE kündigte in der Vereinsmitteilung zudem für das Spiel am Samstag verschärfte Einlasskontrollen an. Zudem werde der Verein die Verlegung des Auswärtsspiels beim BFC Dynamo beantragen. Die Partie ist bisher für Freitagabend, 11. November, geplant. Beim FCE sieht man „unter den gegebenen Umständen die Austragung des als Risikospiel kategorisierten Aufeinandertreffens“ als kaum vertretbar an.

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