Union Berlin: Bundesliga startet – Trimmel fordert Selbstkritik in der Kabine

Christopher Trimmel geht in seine siebte Saison als Kapitän von Union Berlin.
Andreas Gora/dpaNur noch wenige Tage, dann startet der 1. FC Union Berlin mit dem Spiel beim FSV Mainz 05 (Sonnabend, 15.30 Uhr) in die neue Saison in der Fußball-Bundesliga. Das Ziel ist klar: der Klassenerhalt. Die vergangene Spielzeit, in der die Eisernen ebenjenen erst am letzten Spieltag mit einem 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg sichern konnten, steckt Fans und Spielern noch immer in den Knochen.
Damit der Klassenerhalt in der Saison 2024/25 deutlich früher gelingt, wünscht sich Union-Kapitän Christopher Trimmer vor allem eines: mehr Selbstkritik und Emotionen in der Kabine.
Zu viel Ruhe vor dem Beinahe-Abstieg in der Saison 2023/24
„Ich glaube, das war wahrscheinlich auch letzte Saison ein Schwachpunkt von uns. Da waren wir vielleicht ein bisschen zu ruhig und da müssen wir intern auch mehr einfordern“, sagte der Österreicher und nimmt damit sich und die anderen Führungsspieler in die Pflicht.
Erst vor Kurzem ernannte Union-Trainer Bo Svensson den 37-Jährigen erneut zum Kapitän. „Wenn man Trimmi hier im Verein sieht: Es gibt keine andere Möglichkeit. Das ist einfach die Aura, die er hat, die Ausstrahlung, die er mitbringt“, sagte Svensson über Christopher Trimmel. Rani Khedira bleibt Vize-Kapitän. Beide seien auf dem Platz wichtig, aber auch sehr gut darin, „Sachen mal anzusprechen und voranzugehen“, sagt Svensson. Im Mannschaftsrat sitzen zudem Frederik Rönnow, Danilho Doekhi, Jérôme Roussillon und Paul Jaeckel.
Christopher Trimmel fordert mehr Selbstkritik ein
Der 45-jährige Svensson stellte aber auch klar, dass das gesamte Team solche Aufgaben erfüllen müsse. „Alle haben hier eine Verantwortung für das Ganze.“ Genau das sieht auch Christopher Trimmel so. Vielleicht sei man in der schwierigen Saison 2023/24, als man erst sensationell in der Champions League und dann gegen den Abstieg spielte, nicht selbstkritisch genug gewesen, mutmaßte er rückblickend. „Da sollten wir uns auch mal untereinander mehr kritisieren“, befand Trimmel.
In der Saisonvorbereitung habe er bereits Veränderungen erkennen können. „Man lässt die Dinge nicht so laufen und hofft, es wird schon irgendwie werden, sondern die Sachen werden halt schneller und klarer angesprochen.“
Union-Stürmer Bedia vor Wechsel nach England
Ein Wandel in der Diskussionskultur allein hilft den Eisernen aber nicht, um wieder zurück zu alter Stärke zu finden. Der mühevolle Pokalsieg beim Greifswalder FC war ein Dämpfer. Die Basics hätten gefehlt, erklärte Trimmel. „Es geht vielleicht gegen den Viertligisten noch gut, gerade so gut. Aber gegen einen Bundesligisten wird das nicht gut gehen. Und das muss uns bewusst sein“, forderte der Publikumsliebling.
Wenn es am Samstag gegen den Ex-Verein von Trainer Bo Svensson geht, dürfte Trimmel mit großer Sicherheit in der Startaufstellung stehen. Hinter dem Einsatz von Abwehrkollege Diogo Leite steht noch ein Fragezeichen. Der Portugiese, der das Pokalspiel verpasst hatte, trainierte am Dienstag vor allem individuell. Stürmer Chris Bedia war für private Belange freigestellt. Der Ivorer soll vor einer Leihe zum englischen Zweitligisten Hull City stehen. (mit dpa)
1. FC Union Berlin – Spielplan für die Bundesliga-Saison 2024/25
- 1. Spieltag, Sa., 24. August, 15.30 Uhr: Mainz 05 – Union Berlin 1:1 (0:0)
- 2. Spieltag, Fr., 30. August, 20.30 Uhr: Union Berlin – FC St. Pauli 1:0 (1:0)
- 3. Spieltag, Sa., 14. September, 15.30 Uhr: RB Leipzig – Union Berlin 0:0
- 4. Spieltag, Sa., 21. September, 15.30 Uhr: Union Berlin – TSG Hoffenheim 2:1 (2:0)
- 5. Spieltag, Sa., 28. September, 15.30 Uhr: Mönchengladbach – Union Berlin 0:1 (0:0)
- 6. Spieltag, Sa., 5. Oktober, 15.30 Uhr: Union Berlin – Borussia Dortmund 2:1 (2:0)
- 7. Spieltag, Sa., 19. Oktober, 15.30 Uhr: Holstein Kiel – Union Berlin 0:2 (0:1)
- 8. Spieltag, So., 27. Oktober, 17.30 Uhr: Union Berlin – Eintracht Frankfurt 1:1 (0:1)
- 9. Spieltag, Sa., 2. November, 15.30 Uhr: Bayern München – Union Berlin 3:0 (2:0)
- 10. Spieltag, Fr., 8. November, 20.30 Uhr: Union Berlin – SC Freiburg 0:0
- 11. Spieltag, Sa., 23. November, 15.30 Uhr: VfL Wolfsburg – Union Berlin 1:0 (0:0)
- 12. Spieltag, Sa., 30. November, 15.30 Uhr: Union Berlin – Bayer Leverkusen 1:2 (1:1)
- 13. Spieltag, Fr., 6. Dezember, 20.30 Uhr: VfB Stuttgart – Union Berlin 3:2 (0:1)
- 14. Spieltag, Sa., 14. Dezember, 15.30 Uhr: Union Berlin – VfL Bochum 1848 1:1 (1:1)
- 15. Spieltag, Sa., 21. Dezember, 15.30 Uhr: SV Werder Bremen – Union Berlin 4:1 (3:1)
- 16. Spieltag, Sa., 11. Januar, 15.30 Uhr: 1. FC Heidenheim – Union Berlin 2:0 (1:0)
- 17. Spieltag, Mi., 15. Januar, 20.30 Uhr: Union Berlin – FC Augsburg 0:2 (0:2)
- 18. Spieltag, So., 19. Januar, 15.30 Uhr: Union Berlin – 1. FSV Mainz 05 2:1 (2:1)
- 19. Spieltag, So., 26. Januar, 17.30 Uhr: FC St. Pauli – Union Berlin 3:0 (1:0)
- 20. Spieltag, Sa., 1. Februar, 18 Uhr: Union Berlin – RB Leipzig 0:0
- 21. Spieltag, Sa., 8. Februar, 15.30 Uhr: TSG Hoffenheim – Union Berlin 4:0 (1:0)
- 22. Spieltag, Sa., 15. Februar, 15.30 Uhr: Union Berlin – Mönchengladbach 1:2 (0:2)
- 23. Spieltag, Sa., 22. Februar, 18.30 Uhr: Borussia Dortmund – Union Berlin 6:0 (2:0)
- 24. Spieltag, So., 2. März, 15.30 Uhr: Union Berlin – Holstein Kiel 0:1 (0:1)
- 25. Spieltag, So., 9. März, 15.30 Uhr: Eintracht Frankfurt – Union Berlin 1:2 (0:1)
- 26. Spieltag, Sa., 15. März, 15.30 Uhr: Union Berlin – FC Bayern München 1:1 (0:0)
- 27. Spieltag, So., 30. März, 15.30 Uhr: SC Freiburg – Union Berlin 1:2 (1:1)
- 28. Spieltag, So., 6. April, 17.30 Uhr: Union Berlin – VfL Wolfsburg 1:0 (0:0)
- 29. Spieltag, Sa., 12. April, 15.30 Uhr: Bayer Leverkusen – Union Berlin 0:0
- 30. Spieltag, Sa., 19. April, 18.30 Uhr: Union Berlin – VfB Stuttgart 4:4 (4:4)
- 31. Spieltag, So., 27. April, 15.30 Uhr: VfL Bochum – Union Berlin 1:1 (0:1)
- 32. Spieltag, Sa., 3. Mai, 15.30 Uhr: Union Berlin – Werder Bremen 2:2 (1:2)
- 33. Spieltag, Sa., 10. Mai, 15.30 Uhr: Union Berlin – 1. FC Heidenheim
- 34. Spieltag, Sa., 17. Mai, 15.30 Uhr: FC Augsburg – Union Berlin



