Union Berlin – Bochum: Eklat durch Feuerzeug – FCU verpasst Sieg gegen Schlusslicht

Torhüter Patrick Drewes vom VfL Bochum wurde im Spiel gegen Union von einem Feuerzeug am Kopf getroffen.
Sebastian Räppold/Matthias Koch- Union Berlin und Bochum trennten sich 1:1; das Spiel stand kurz vor dem Abbruch.
- Bochums Torhüter Patrick Drewes wurde von einem Feuerzeug am Kopf getroffen.
- Union Berlin seit acht Pflichtspielen ohne Sieg; Bochum seit 15 Spielen sieglos.
- Bochum führte trotz roter Karte, Union glich durch Benedict Hollerbach aus.
- Das Spiel endete turbulent, Bochum verteidigte das Remis trotz Unterzahl.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das letzte Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Union Berlin in diesem Jahr endet mit einem enttäuschenden 1:1 (1:1)-Remis gegen den VfL Bochum und einem Eklat. Die Partie stand kurz vor dem Abbruch, weil Gäste-Torhüter Patrick Drewes in der Nachspielzeit von einem Feuerzeug am Kopf getroffen wurde und nicht weiterspielen konnte.
„Das ist heute in vielerlei Hinsicht sportlich ein enttäuschender Tag. Der Schiedsrichter hat das Spiel unterbrochen, weil ein Einzelner für eine unschöne Szene gesorgt hat. Dafür können wir uns nur entschuldigen“, sagte Unions Sportdirektor Horst Heldt. „Die Bochumer werden Einspruch einlegen, das ist zumindest meine Kenntnis.“
Bochum geriet durch die Rote Karte gegen Koji Miyoshi bereits nach 13 Minuten in Unterzahl. Trotzdem kamen die Gäste zur Führung durch Ibrahima Sissoko (23.). Benedict Hollerbach sorgte für den 1:1-Ausgleich (33.). Ein weiterer Treffer gelang den Gastgebern vor 22.012 Zuschauer im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei nicht, weil es trotz der Überzahl erneut an Durchschlagskraft fehlte.
Union Berlin wieder mit Kevin Vogt
Bo Svensson setzte in der Startelf des FCU im Wesentlichen auf jene Mannschaft, die am vergangenen Wochenende bei der 2:3-Niederlage in Stuttgart auf dem Rasen stand. Einzige Ausnahme: Abwehrchef Kevin Vogt kehrte nach seiner Zahn-Operation auf seine angestammte Position in der Mitte der Dreierkette zurück.
Was kann man als Zuschauer an einem bitterkalten Dezember-Samstag erwarten, wenn die beiden Teams aufeinandertreffen, die in der laufenden Saison die wenigsten Torchancen erspielt haben und deshalb auch zu den torungefährlichsten Clubs gehören?
Eine frühe Torchance nicht unbedingt – und dennoch gab es sie schon nach 20 Sekunden: Wooyeong Jeong bediente Tim Skarke, dessen Direktabnahme ging nur knapp über das Bochumer Tor. Der VfL wurde durch den gebürtigen Lausitzer Moritz Broschinski in der 11. Minute das erste Mal gefährlich. Der bei Energie Cottbus ausgebildete Broschinski prüfte Union-Keeper Frederik Rönnow mit einem Flachschuss ins kurze Eck. In der 13. Minute sah dann Koji Miyoshi für einen bösen Tritt die Rote Karte. Er traf Andras Schäfer mit offener Sohle am Schienbein.
Benedict Hollerbach trifft für Union Berlin
Von Langeweile war jedenfalls nichts zu sehen in dieser Partie. Bochum krönte seine wilde Startphase mit dem 1:0 durch Ibrahima Sissoko (23.). Er setzte sich gegen Rani Khedira durch und war per Kopfball erfolgreich. Danach startete der FCU eine Angriffswelle nach der nächsten. Die Gastgeber kamen in der 33. Minute zum 1:1-Ausgleich durch Benedict Hollerbach, der mit seinem Flachschuss eine Lücke in der vielbeinigen Bochumer Abwehr fand. In der Folgezeit gab es noch mehrere hochkarätige Union-Chancen bis zur Halbzeitpause.

Benedict Hollerbach (Mitte) erzielte den Treffer zum 1:1-Ausgleich für Union Berlin gegen den VfL Bochum.
Andreas Gora/dpaUnd es ging auch in der zweiten Halbzeit turbulent weiter. Unmittelbar nach Wiederbeginn kam Robert Skov im Bochumer Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Martin Petersen entschied zunächst auf Strafstoß, nahm den Elfmeter per Videobeweis aber wieder zurück.
Union-Trainer Bo Svensson brachte nach und nach alle verfügbaren Offensivkräfte ins Spiel. Der erlösende zweite Treffer wollte aber nicht fallen. Trotz großer Überlegenheit ergaben sich nur noch wenige klare Torchancen. „In der zweiten Halbzeit war es zu wenig, das war enttäuschend“, konstatierte Svensson nach dem mittlerweile achten Pflichtspiel ohne Sieg.
In der Nachspielzeit gab es dann den Eklat, als Bochums Torhüter Patrick Drewes von einem Feuerzeug aus dem Union-Fanblock auf der Waldseite am Kopf getroffen wurde. Schiedsrichter Martin Petersen schickte daraufhin beide Teams in die Kabine. Erst nach langer Unterbrechung ging es weiter – allerdings nur formal. Bei Bochum musste mit Philipp Hofmann ein Feldspieler ins Tor, weil der VfL nicht mehr wechseln konnte. Beide Teams verständigten sich auf einen Nichtangriffspakt und ließen die Zeit ohne weitere Aktionen herunterlaufen.
„Wir haben uns geeinigt, dass wir den Ball hin- und her zuspielen“, erklärte Philipp Hofmann. Zum Feuerzeug-Wurf sagte der Interims-Torhüter: „So eine Aktion geht nicht. Als wir hingelaufen sind, kamen noch mehr Feuerzeuge. Es geht um die Sache, nicht darum, wie hart er getroffen wird oder ob er blutet. Das gehört sich einfach nicht. Schade für den Club, das ist ein sympathischer Verein.“ Der Täter konnte nach dem Spiel identifiziert und der Polizei übergeben werden.



