Fußball Bundesliga: Neue Stars, neue Trainer und hohe Kosten – das müssen Fans wissen

Fußball Bundesliga: Union Berlins Bo Svensson ist einer von sechs neuen Cheftrainern in der Bundesliga-Saison 2024/25. Welche neuen Stars und Trainer noch auf dem Platz stehen und welche Kostena uf die Fans zukommen.
Andreas Gora/dpaMeister Bayer Leverkusen eröffnet an diesem Freitag (20.30 Uhr/DAZN und Sat.1) mit dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach die Bundesliga-Saison. Der 1. FC Union Berlin tritt am Sonnabend, 15.30 Uhr, beim FSV Mainz 05 an. Der FC Bayern steigt erst am Sonntag in Wolfsburg ein. Auf die Fans wartet eine spannende Spielzeit mit Neuerungen und besonderen Terminen.
Wo ist die Bundesliga live im TV zu sehen? Um alle Spiele live am Bildschirm verfolgen zu können, brauchen die Fans mehrere Streaming-Abos. Der Pay-TV-Sender Sky zeigt die Spiele am Samstag (15.30 Uhr und 18.30 Uhr), die Partien am Nachmittag auch in der Konferenz. Die Spiele am Freitag (20.30 Uhr) und Sonntag (15.30 Uhr, 17.30 Uhr, maximal zehnmal pro Saison auch um 19.30 Uhr) werden vom Streamingdienst DAZN übertragen. Der Free-TV-Sender Sat.1 zeigt das Eröffnungsspiel, jeweils eine Partie am 16. und 17. Spieltag sowie die Relegationspartien.
Bundesliga live im TV – wie viel kostet das den Fans?
Wer alle Spiele der Bundesliga live im TV sehen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Für Neukunden kostet das Bundesliga-Paket bei Sky (inklusive 2. Bundesliga) im Jahres-Abo 30 Euro im Monat. Nach zwölf Monaten erhöht sich der Preis auf 35,50 Euro.
Wer dazu die Freitags- und Sonntagsspiele der Fußball-Bundesliga bei DAZN verfolgen will, muss weitere 34,99 Euro im Monat für den „Unlimited“-Zugang investieren. Immerhin: In diesem Paket enthalten, sind auch 186 Spiele der Champions League der Männer sowie die Champions League der Frauen. Die anderen 17 Spiele in der Männer-Königsklasse laufen wiederum bei Amazon Prime. Da kostet das Abo 8,99 Euro im Monat.
Heißt: Um die komplette Bundesliga sehen zu können, müssen Fans etwa 65 Euro im Monat ausgeben. Knapp 74 Euro sind es für diejenigen, die zusätzlich alle Spiele der Champions League sehen wollen.
Welche Regeländerungen gibt es in der Fußball Bundesliga?
Am auffälligsten wird die sogenannte Kapitänsregel sein, die bei der EM im Sommer erfolgreich eingeführt worden war: Bei Diskussionsbedarf mit dem Schiedsrichter darf nur noch der Spielführer beim Unparteiischen vorsprechen. Zeiten, in denen ein Pulk von Spielern auf den Referee einredet, sollen damit der Vergangenheit angehören. Dass diese Neuerung auch als „Meckerregel“ bezeichnet wird, hören die Schiedsrichter nicht so gerne. Einen Chip im Ball mit einer Art EKG für Ballberührungen wie bei den EM-Spielen gibt es in der Bundesliga noch nicht.
Vor Weihnachten werden 15 Spieltage absolviert, der letzte endet zwei Tage vor Heiligabend. Bis zum Ende des Jahres stehen drei Länderspielpausen im Terminkalender: vom 2. bis 10. September, vom 7. bis 15. Oktober und vom 11. bis 19. November. Nach einer kurzen Winterpause geht es am 10. Januar weiter, dann folgt am 14. und 15. Januar die einzige englische Woche dieser Spielzeit.
Fußball: Mehr internationale Partien auf dem Programm
Fußball gespielt wird unter der Woche aber dennoch reichlich: Durch die Reform der Europapokal-Wettbewerbe stehen deutlich mehr internationale Partien auf dem Programm. Am 29. Januar, einem Mittwoch, werden in der Champions League um 21.00 Uhr 18 Partien parallel gespielt. Die fünf deutschen Starter sind Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart, der FC Bayern, RB Leipzig und Borussia Dortmund.
Bei zwei der fünf Topteams der vergangenen Saison steht ein neuer Trainer an der Seitenlinie. Bei den Bayern soll der Belgier Vincent Kompany die vergangene Spielzeit mit Thomas Tuchel und ohne Titel vergessen machen. Bei Borussia Dortmund wurde Ex-Profi Nuri Sahin zum Cheftrainer befördert. Auch beim 1. FC Union Berlin steht mit Bo Svensson ein neuer Trainer an der Seitenlinie, der die Eisernen möglichst früh zum Klassenerhalt führen soll. Insgesamt starten von den 18 Bundesligisten sechs Mannschaften mit neuen Cheftrainern in die Saison.
Zudem hat sich einiges auf dem Transfermarkt getan. Die entthronten Bayern investierten über 100 Millionen Euro unter anderen in Michael Olise und João Palhinha. Der BVB holte Serhou Guirassy und Waldemar Anton vom VfB Stuttgart, sodass auch die Schwaben investieren mussten. RB Leipzig muss den Abschied von Dani Olmo zum FC Barcelona kompensieren.
Wer hat das Zeug zum Starspieler der Bundesliga-Saison?
In der vergangenen Saison wurde viel über die jungen deutschen Nationalspieler Jamal Musiala (21/FC Bayern) und Florian Wirtz (21/Bayer Leverkusen) gesprochen. Beide adelte Bundestrainer Julian Nagelsmann bereits als „Zauberer“, beide blieben bei ihren Clubs und gehen ohne größere Verletzungssorgen in die Saison.
Kann der 22-jährige Franzose Michael Olise nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen auch bei den Bayern glänzen? Der Spanier Aleix García (27) kam nach einer starken Saison mit dem FC Girona in Spanien nach Leverkusen. Deniz Undav (28/VfB Stuttgart), Harry Kane (31/FC Bayern) und Serhou Guirassy (28/Borussia Dortmund) wissen genau, wo das Tor steht. Die Fans von RB Leipzig freuten sich, dass Xavi Simons (21) erneut ausgeliehen werden konnte.

Bayern-Sportvorstand Max Eberl (rechts) stellt Neuzugang Michael Olise vor.
Christian Kunz/dpaRekordnationalspieler Lothar Matthäus sagte zuletzt, an Titelverteidiger Leverkusen gehe kein Weg vorbei – und der 63-Jährige steht mit dieser Meinung bei Weitem nicht alleine da. Nach Jahren, in denen die Antwort immer nur lautete: „Der FC Bayern wird's“, scheint der Titelkampf in dieser Saison offener. Hinter Leverkusen und den Münchnern lauern auch Dortmund und Leipzig auf ihre Chance. Dem VfB Stuttgart ist trotz des Abschieds von Leistungsträgern wieder eine Überraschung zuzutrauen. (dpa)


