Maul- und Klauenseuche in Brandenburg
: Lage im Barnim bleibt angespannt – Liveticker

In Märkisch-Oderland ist die Maul- und Klauenseuche nachgewiesen worden. In Schöneiche wurden Dutzende Tiere getötet. Alle Infos und Entwicklungen im Liveblog zum Nachlesen.
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Maul- und Klauenseuche: ARCHIV - 06.11.2016, Rheinland-Pfalz, Wittlich: Bei einer Übung zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche "untersucht" ein Amtsarzt von der Kreisverwaltung Trier-Saarburg auf einem Bauernnhof in Wittlich (Rheinland-Pfalz) eine Kuh nach Anzeichen der Maul-und Klauenseuche. Wegen des Ausbruchs der MKS in Brandenburg rief das Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt die Tierhalter im Land auf, bei Seuchenverdacht Proben zu nehmen.  (zu dpa: «Tierhalter sollen bei Seuchenverdacht Proben nehmen») Foto: Harald Tittel +++ dpa-Bildfunk +++

Bei einer Übung zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche (MKS) "untersucht" ein Amtsarzt auf einem Bauernhof eine Kuh nach Anzeichen der MKS. Die aktuelle Lage im Barnim bleibt angespannt.

Harald Tittel/dpa
  • Maul- und Klauenseuche bei Wasserbüffeln in Märkisch-Oderland bestätigt.
  • Alle elf Wasserbüffel im betroffenen Bestand müssen getötet werden.
  • Ein Absperrkreis von einem Kilometer wird um den Betrieb eingerichtet.
  • Auswirkungen auf tierhaltende Betriebe in der Region erwartet.
  • Erster Ausbruch seit den 1990er Jahren; Ursache wird noch ermittelt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Brandenburg ist die unter Tieren hoch ansteckende Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Betroffen ist ein Bestand von Wasserbüffeln in Märkisch-Oderland. Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung bei Rindern und Schweinen und ist eine anzeigepflichtige Tierseuche.

Auch andere Paarhufer wie Rehe, Ziegen und Schafe, aber auch Elefanten, Ratten und Igel können sich infizieren. Es ist der erste Ausbruch in Brandenburg seit 1988. Pferde sind nicht und Menschen nur selten für MKS anfällig. Dieser Liveticker ist inzwischen beendet. Mit unserer laufenden Berichterstattung informieren wir Sie aber weiter über die aktuelle Situation der Maul- und Klauenseuche.

Liveblog zur Maul- und Klauenseuche in Brandenburg

+++ 16:50 Uhr +++ Die landesweite Eilverordnung zur MKS ist zwar aufgehoben. In Teilen von Barnim und Märkisch-Oderland gilt sie aber weiter. Jetzt droht Barnim mit harten Strafen. Alle Infos zur aktuellen Lage finden Sie hier.

+++ 11:51 Uhr +++ Der Förderverein der Hauptstadtzoos fordert schnelle Soforthilfen für den Tierpark und den Zoo Berlin. Beide sind nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg derzeit noch geschlossen. Der bereits entstandene Einnahmeverlust sei enorm, teilte der Verein mit.

Bund und Land seien hier gleichermaßen in der Verantwortung, sagte der Fördervereinsvorsitzende Thomas Ziolko. Es sei ein Ausgleich in Form einer Soforthilfe nötig, um die Einnahmeverluste auszugleichen.

+++ Sonntag, 10:24 Uhr +++ Im Berliner Tierpark gibt es bislang keine Fälle der Maul- und Klauenseuche. Proben von 55 Tieren kamen am Wochenende allesamt mit negativem Testergebnis zurück, wie der Berliner Zoo mitteilte. Diese Nachricht „sorgte bei mir zunächst erst einmal für große Erleichterung“, sagte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem. Getestet wurden unter anderem auch große Huftiere wie Wisente oder Giraffen.

Der Berliner Zoo und der Tierpark bleiben - mit Ausnahme des Aquariums - zunächst geschlossen. Allerdings arbeiten die Verantwortlichen an Konzepten, wie der Zoo Besucher im Park empfangen kann. Wann genau die Türen wieder öffnen, sei aber bislang nicht klar.

+++17:00 Uhr +++  Rund um Angermünde gibt es einige Betriebe, die durch die Maul- und Klauenseuche ebenfalls getroffen werden könnten. Wie sehr werden Besucher eingeschränkt?

+++ 12:51 Uhr +++ Eine Impfung gegen die Maul- und Klauenseuche könnte innerhalb weniger Tage millionenfach produziert werden. Doch es hätte einen großen Nachteil, wenn man ihn einsetzen müsste.

+++ Sonnabend, 06:18 Uhr ++++ Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) haben Zoos und Tierparks in Brandenburg Sicherheitsvorkehrungen getroffen oder bleiben ganz geschlossen. Der nicht weit von Hönow entfernte Wildpark Schorfheide im Barnim wurde vorsorglich ganz geschlossen. Auch das Wildgehege Glauer Tal (Teltow-Fläming) steht Besuchern vorerst nicht offen – bis zum 24. Januar. Ebenfalls wurder der AWO Erlebnishof in Beeskow für Besucher geschlossen.

Andere Einrichtungen haben einzelne Bereiche gesperrt. Im Zoo Eberswalde (Barnim) sind das begehbare Damwild- sowie das Streicheltiergehege geschlossen. Auch im Tierpark Angermünde sind Bereiche betroffen, die Besucher normalerweise betreten dürfen. „Das Füttern ist bei uns im gesamten Tierpark verboten“, ergänzte Tierparkleiter Dennis Sonnenberg. Auch in Cottbus wurde das Streichelgehege geschlossen.

+++ 15:30 Uhr +++ In den vom Landkreis MOL festgelegten Sperr- und Beobachtungsbereichen rund um den Landwirtschaftsbetrieb in Hönow, bei dem die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden war, müssen Jäger ab sofort alle erlegten Tiere beproben lassen. Das hat der Landkreis festgelegt,  informierte Vize-Landrat Friedemann Hanke in Seelow. Der im Landkreis MOL eingesetzte Krisenstab bleibt aktiv, so Hanke.

+++ 15:15 Uhr +++ Der Infektionszeitraum der mit der Maul- und Klauenseuche infizierten Wasserbüffelherde konnte jetzt eingegrenzt werden. Darüber informierte Vize-Landrat Friedemann Hanke in Seelow. Demnach habe der Tierhalter noch am 3. und 4. Dezember drei  Tiere schlachten lassen. Bei den Untersuchungen dieser Tiere war die Seuche noch nicht nachgewiesen worden. Demnach müsse der Infektionszeitraum erst danach begonnen haben, so Hanke. Die  Inkubationszeit beträgt bei diesen Tieren  bis zu sieben Tage, hatte Kreistierarzt Dr. Ralph Bötticher kürzlich erläutert.

Katastrophenabwehrzentrum des Kreises MOL in Seelow:

Katastrophenabwehrzentrum des Kreises MOL in Seelow: EU-Experten aus verschiedenen Ländern haben seit Freitagmorgen von Landestierarzt Dr. Stephen Niekisch und dem für Märkisch-Oderland zuständigen Kreistierarzt Dr. Ralph Bötticher und Landrat Gernot Schmidt über die Eindämmung der Maul- und Klauenseuche beraten. Zuvor haben sie den Tierhalterbetrieb in Hönow besucht, bei dem die Seuchge festgestellt worden war.

Ulf Grieger

+++ 15:00 Uhr +++ EU-Experten aus verschiedenen Ländern haben sich seit Freitagmorgen von Landestierarzt Dr. Stephen Niekisch und dem für Märkisch-Oderland zuständigen Kreistierarzt Dr. Ralph Bötticher die seit dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche ergriffenen Maßnahmen erläutern lassen.

Im Kern ging es bei den Beratungen, die bis in den Nachmittag hinein gedauert haben, darum, Erfahrungen weiterzugeben, die in anderen Ländern im Umgang mit solchen Fällen gesammelt wurden. „Die Experten haben die von uns ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche für richtig und umfassend einschätzt“, erklärte Vize-Landrat Friedemann Hanke am Rande der Beratungen.

Berichtet aus dem Beratungen mit EU-Experten in Seelow: Friedemann Hanke, Vize-Landrat von Märkisch-Oderland

Berichtet aus dem Beratungen mit EU-Experten in Seelow: Friedemann Hanke, Vize-Landrat von Märkisch-Oderland

Ulf Grieger

+++ 13:51 Uhr +++ Die Proben zur Maul- und Klauenseuche (MKS) aus Werneuchen fielen negativ aus. Trotzdem bleiben die Vorsichtsmaßnahmen im Barnim auf höchstem Niveau. Auch der Wildpark Schorfheide geht auf Nummer sicher.

+++ 13:20 Uhr +++ Nach Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brandenburg wurde eine Eilverordnung zur Eindämmung der Seuche erlassen. Diese läuft am Ende des heutigen Tages aus und wird nicht verlängert.

+++ 10:25 Uhr +++ Ignorieren lässt sich ein Seuchenausbruch nicht. Deshalb räumt Landwirtschaftsminister Cem Özdemir das Thema zum Auftakt der Grünen Woche gleich ab. Er wolle einen besonderen Gruß ausrichten „an all diejenigen, die sich gerade Sorgen machen wegen der Maul- und Klauenseuche“. Danach aber wird geschlemmt, getrunken und gute Stimmung verbreitet - und politisch wird es auch. Mit einem rund vierstündigen Rundgang eröffnet Özdemir die Grüne Woche in Berlin.

+++ 8 Uhr +++ Das Labor-Ergebnis ist da: Der Verdachtsfall auf Maul- und Klauenseuche im Landkreis Barnim hat sich nach Angaben von Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) nicht bestätigt.

+++ 06.42 Uhr +++ Banges Warten auf einen Laborbefund: Über den weiteren Verdachtsfall der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brandenburg gibt es voraussichtlich heute Gewissheit. Sollte sich der Verdacht bestätigten, dürfte das die zuletzt vorsichtig geäußerte Zuversicht zerstören, das für Tiere hochansteckende Virus schnell eindämmen zu können.

+++ Freitag, 05.00 Uhr +++ Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg besorgt auch Fleischerzeuger aus Neuruppin und Umgebung. Diese Vorsichtsmaßnahmen hat das Gut Hesterberg getroffen.

+++ 17:38 Uhr +++ Wurden die 55 Tiere eines Betriebs in Schöneiche umsonst getötet? Die Ergebnisse der Proben stehen nun fest. Wie geht es weiter?

+++ 16:02 Uhr +++ Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brandenburg sowie ein zweiter Verdachtsfall führen jetzt zur Schließung des Wildparks Schorfheide. Das sagt die Leiterin zur Situation.

Branntkalk zur Desinfektion des Bodens wird auf das Gelände in Hönow gebracht. Auf etwa 60 Hektar Land müssen 60 Tonnen Kalk verteilt werden.

Branntkalk zur Desinfektion des Bodens wird auf das Gelände in Hönow gebracht. Auf etwa sechs Hektar Land müssen 60 Tonnen Kalk verteilt werden.

Dirk Schaal

+++ 15:45 Uhr +++ Auf dem landwirtschaftlichen Hof in Hönow ist erneut Aktivität zu verzeichnen. Vor fast genau einer Woche wurde dort bei 14 Wasserbüffeln der Erreger der Maul- und Klauenseuche festgestellt. In den vergangenen Tagen wurde das Weideland der Tiere eingezäunt, und nun steht die Desinfektion des etwa sechs Hektar großen Geländes an. Am Donnerstagnachmittag traf ein Lkw mit etwas mehr als 20 Tonnen Brandkalk in Hönow ein, weitere Lieferungen sind geplant. Insgesamt müssen 60 Tonnen ungesättigter Kalk auf die sechs Hektar große Fläche aufgebracht werden, um die Seuchenerreger abzutöten. Der Kalk muss 60 Tage lang einwirken. Anschließend wird das Veterinäramt über das weitere Vorgehen auf dem Hönower Hof entscheiden.

+++ 15:10 Uhr +++ Seit dem heutigen Donnerstag steht für den Landkreis Oder-Spree offiziell fest: „Die Ergebnisse der klinischen, virologischen und serologischen Untersuchungen des Kontaktbestandes in Schöneiche sind negativ.“ Am Montag mussten dort 55 Ziegen und Schafe sowie drei Rinder vorsorglich getötet werden, da der Schöneicher Betrieb mit Heu aus dem betroffenen Hof in Hönow beliefert worden waren. Dort war erstmals wieder seit 1988 in Deutschland die hochansteckende Tier-Krankheit bestätigt worden. In Hönow waren vor einer Woche drei Wasserbüffel an der Maul- und Klauenseuche verendet. Dies teilte der Landkreis Oder-Spree auf seiner Internetseite mit.

Gleichzeitig gibt der Kreis am Donnerstag zu bedenken, trotz der negativen Proben im Landkreis Oder-Spree sei die Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche nicht gebannt: „Im Landkreis Barnim gibt es einen neuen Verdachtsfall der Maul- und Klauenseuche. Dort wird aktuell ein Verdacht auf Grundlage einer klinischen Untersuchung geprüft.“

+++ 14:45 Uhr +++ Bisher wuchs die Zuversicht, dass ein großflächiges Ausbreiten der Maul- und Klauenseuche (MKS) im Land verhindert werden kann. Doch jetzt gibt es neue Hiobsbotschaften. Im Landkreis Barnim gibt es einen neuen Verdachtsfall. Der Wildpark Schorfheide hat sofort reagiert und schließt mit sofortiger Wirkung vorrübergehend seine Pforten. Einen Tag vorher war Leiterin Imke Heyter noch hoffnungsvoll, dass man weiter geöffnet habe kann. „Wir haben jetzt auf eigenen Wunsch geschlossen, um unsere Tiere zu schützen“, so die Leiterin.

Im Wildpark Schorfheide tummeln sich auf 110 Hektar knapp 250 Tiere. Die meisten davon sind von der MKS bedroht. „Es tut weh, aber wenn unsere Tiere betroffen sind, dann müssen wir handeln“, erklärt Imke Heyter den Schritt. „Einmal geht es ums Tierwohl und darum die Tiere zu schützen. Auf der anderen Seite besteht der Wildpark nun mal vor allem aus diesen Tieren. Ohne Tiere kein Wildpark.“ Die wirtschaftlichen Konsequenzen sind noch nicht abzusehen.

+++ 11:49 Uhr +++ Eil: Die Behörden prüfen einen weiteren Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Brandenburg, Ergebnisse werden in Kürze erwartet. Ein Landwirt bei Werneuchen könnte betroffen sein.

+++ 11:21 Uhr +++ Im Zuge des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in Hönow in Brandenburg wird auch eine Impfung diskutiert. Doch diese hätte wirtschaftliche Risiken und Nebenwirkungen.

+++ Donnerstag, 06:32 +++ Der Wildpark Schorfheide ist die Heimat vieler Tiere, die anfällig für die Maul- und Klauenseuche sind. Für Besucher ist der Park geöffnet, es müssen Sicherheitsmaßnahmen beachtet werden.

+++ 14:35 Uhr +++ Das Verbot für Tiertransporte in Brandenburg ist aufgrund der ungewissen Lage nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche erneut um 48 Stunden verlängert worden. Es gilt nun bis einschließlich Freitag (17.01.) für Klauentiere, für die die Tierseuche hoch ansteckend ist. Das teilte das Agrarministerium in Potsdam am Nachmittag mit.

+++ 12:40 Uhr +++ Das Land Brandenburg kann nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in einer Büffelherde bislang keine Entwarnung geben. Es gebe derzeit keine weiteren positiven Befunde des Virus, aber die Analyse der Proben sei noch nicht abgeschlossen, sagte Landesagrarministerin Hanka Mittelstädt (SPD) im Agrarausschuss des Landestages in Potsdam. „Ich bin verhalten optimistisch.“ Unklar ist bislang, ob sich das Virus über den Fall der infizierten Büffelherde hinaus verbreitet hat.

Geprüft wird, ob das Tiertransportverbot in Brandenburg erneut verlängert wird, wie die Ministerin sagte. Dies ist für Tierhalter problematisch: Der Platz in den Ställen kann knapp werden, wenn etwa Ferkel nicht in die Mastbetriebe transportiert werden können.

+++ 12:17 Uhr +++ Das Wildgehege Wriezen hat auf Empfehlung des Landkreises Märkisch-Oderland vorübergehend für Besucher geschlossen, um die Wildtiere vor einer Ansteckung mit der Maul- und Klauenseuche zu schützen. Alle Zugänge wurden verschlossen, teilte Leiter Eckard Peetz am Mittwochmittag mit.

Eckard Peetz (l.), Leiter des Wildgeheges Wriezen und sein Mitarbeiter Heinz Kramer inspizieren die Desinfektionsmittelbestände vor Ort.

Eckard Peetz (l.), Leiter des Wildgeheges Wriezen und sein Mitarbeiter Heinz Kramer inspizieren die Desinfektionsmittelbestände vor Ort. Das Gehege schließt vorübergehend.

Felix Krone

+++ 11:20 Uhr +++ Bundesagrarminister Cem Özdemir setzt auf eine weitere strikte Eindämmung der Maul- und Klauenseuche in Deutschland und will die Folgen für die Landwirtschaft möglichst gering halten.

Nach Ausbruch der Maul- und Klauenseuche - Sondersitzung: 15.01.2025, Berlin: Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft,kommt zum Agrarausschuss des Bundestags. Der Ausschuss berät in einer Sondersitzung über die Maul- und Klauenseuche. Foto: Carsten Koall/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, kommt zum Agrarausschuss des Bundestags. Der Ausschuss berät in einer Sondersitzung über die Maul- und Klauenseuche.

Carsten Koall/dpa

„Wichtig ist, dass wir jetzt alles mit voller Kraft darauf setzen, dass es zu keinen weiteren Ausbrüchen kommt“, sagte der Grünen-Politiker vor einer Sondersitzung des Agrarausschusses des Bundestags in Berlin. Zugleich gelte es schnell herauszubekommen, was die Eintragsquelle für das Virus gewesen sei. Vorsichtsmaßnahmen seien weiterhin nötig.

+++ 14:40 Uhr +++ Bisher wuchs die Zuversicht, dass ein großflächiges Ausbreiten der Maul- und Klauenseuche verhindert werden kann. Doch jetzt gibt es neue Hiobsbotschaften. Im Landkreis Barnim gibt es einen neuen Verdachtsfall. Der Wildpark Schorfheide hat sofort reagiert und schließt mit sofortiger Wirkung vorrübergehend seine Pforten. Einen Tag vorher war Leiterin Imke Heyter noch hoffnungsvoll, dass man weiter geöffnet habe kann. „Wir haben jetzt auf eigenen Wunsch geschlossen, um unsere Tiere zu schützen“, so die Leiterin.

Im Wildpark Schorfheide tummeln sich auf 110 Hektar knapp 250 Tiere. Die meisten davon sind von der MKS bedroht. „Es tut weh, aber wenn unsere Tiere betroffen sind, dann müssen wir handeln“, erklärt Imke Heyter den Schritt. „Einmal geht es ums Tierwohl und darum die Tiere zu schützen. Auf der anderen Seite besteht der Wildpark nun mal vor allem aus diesen Tieren. Ohne Tiere kein Wildpark. Nachdem es diesen zweiten Verdachtsfall gibt, sehe ich keine andere Möglichkeit.“ Die wirtschaftlichen Konsequenzen sind noch nicht abzusehen.

+++ 07:51 Uhr +++ Bei Jürgen und Giesi Teudt aus Schöneiche wurden zur Prävention gegen die Maul- und Klauenseuche 55 Tiere gekeult. Die Betroffenen berichten von der schlimmen Erfahrung. So blicken sie in die Zukunft.

+++ Mittwoch, 06:16 Uhr +++ Hunderte Tiere des Schäfers Knut Kucznik aus Altlandsberg wurden in der Sperrzone auf Maul- und Klausenseuche getestet. Jetzt kam das Ergebnis des Veterinäramtes. Muss er seine mehr als 1500 Tiere keulen?

+++ 21:03 Uhr +++ Zum Schutz ihres Tierbestandes reagiert die Gemeinde Steinhöfel auf Anweisung des Landkreises Oder-Spree am Dienstag (14. Januar) auf die besorgniserregenden Meldungen über die hochansteckende Viruserkrankung vorerst mit einer Schließung des Freigeheges für die Öffentlichkeit. Somit bleibt der Tierpark Heinersdorf vorerst geschlossen.

+++ 15:54 Uhr +++ Die in Berlin eingeleiteten Maßnahmen zum Schutz vor der Maul- und Klauenseuche haben nach Einschätzung von Verbraucherschutzsenatorin Felor Badenberg gegriffen. „Glücklicherweise konnte bisher kein positiver Fall in Berlin festgestellt werden“, sagte die CDU-Politikerin nach der wöchentlichen Senatssitzung. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass unser Krisenmanagement funktioniert.“

+++ 15:00 Uhr +++ Nach dem bestätigten Erstausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) im Landkreis Märkisch-Oderland gibt es im unmittelbaren Umkreis von einem Kilometer keine weiteren Ausbrüche. Sämtliche Proben seien negativ, wie das Brandenburger Landwirtschaftsministerium mitteilte.

+++ 14:02 Uhr +++ Großbritannien hat wegen des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg ein Importverbot für Huftiere aus Deutschland verhängt. Es würden alle Maßnahmen ergriffen, „um das Risiko des Auftretens und der Verbreitung dieser verheerenden Krankheit zu begrenzen“, sagte Veterinäramtschefin Christine Middlemiss. Der Importstopp gilt auch für frisches Fleisch von Huftieren. „Wir bleiben in ständigem Kontakt mit den deutschen Kollegen“, sagte Middlemiss. Vor Großbritannien hatten bereits Südkorea und Mexiko Einfuhrstopps verhängt.

+++13:39 Uhr +++ Auch im Wildgehege Wriezen herrscht laut Leiter Eckard Peetz Sorge wegen der Maul- und Klauenseuche. Das Gehege, in dem unter anderem Schafe, Ziegen, Wildschweine und Rehe leben, lasse keine fremden Fahrzeuge mehr auf den Hof erklärt er. Zudem seien Seuchenmatten ausgelegt worden. Derzeit sei die Lage noch unübersichtlich, sagt Peetz, „wir müssen erst mal abwarten“. Sollte sich das Infektionsgeschehen weiter verschärfen, müsse das Wildgehege vorübergehend schließen.

+++ 13:22 Uhr +++ Auch wenn bisher kein Überspringen der Maul- und Klauenseuche auf Wildtiere in Brandenburg festgestellt wurde, mahnt der Landkreis Barnim zur Vorsicht. Insbesondere Jäger in der Schutzzone sind aufgefordert, Auffälligkeiten zu melden.

+++ 11:29 Uhr +++  Im Berliner Bezirk Lichtenberg sollen 685 Tiere auf die Maul- und Klauenseuche untersucht werden. Bis Montag seien in 6 von 17 Betrieben im Bezirk mit empfänglichen Tierarten Proben entnommen worden, teilte das Bezirksamt Lichtenberg auf Anfrage mit. Die Probenentnahme soll in den restlichen Einrichtungen folgen, die Ergebnisse stehen noch aus.

Betroffen seien in Lichtenberg private und gewerbliche Haltungen, ein Abenteuerspielplatz mit Haltungen, der Tierpark Berlin sowie ein Zirkus. In allen Einrichtungen seien Maßnahmen veranlasst worden. Zudem sei der Besucherverkehr in allen Einrichtungen ausgesetzt worden. Der Bezirk Lichtenberg befindet sich teilweise in der Überwachungszone, in der strenge gesetzliche Regeln zum Tierverkehr gelten.

+++ 09:49 Uhr +++ Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken, lehnt Notimpfungen von Tieren zur Eindämmung der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg zum jetzigen Zeitpunkt ab. „Wir haben noch nicht die Größenordnung des Geschehens, die eine Notimpfung erfordert“, sagte er im Deutschlandfunk. „Wenn wir mit der Impfung anfangen, dann verlieren wir einen klaren Blick darauf, wo der Erreger unterwegs ist.“

Bauernverband: ARCHIV - 15.01.2024, Berlin: Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, kommt Anfang 2024 zu einem Treffen mit Fraktionsspitzen im Bundestag. (zu dpa: «Bauernverband: Notimpfung von Tieren nur letztes Mittel») Foto: Kay Nietfeld/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Um die Maul- und Klauenseuche einzudämmen, wird auch über eine Notimpfung diskutiert. Der Generalsekretär des Bauernverbandes Bernhard Krüsken hält dieses Instrument zum jetzigen Zeitpunkt aber für verfehlt. (Archivfoto)

Kay Nietfeld/dpa

Bei der Notimpfung würden in einem bestimmten Umkreis um die Ausbruchsstelle herum die Tiere geimpft, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Allerdings müssten alle geimpften Tiere im Anschluss ebenfalls getötet werden. „Sie sind diagnostisch nicht zu unterscheiden von infizierten Tieren“, sagte Krüsken.

Die Notimpfung sei kein Instrument, um die Krankheit auszukurieren, sondern lediglich zur Seuchenbekämpfung. „Daher ist das ein Instrument, das nur dann zum Einsatz kommen kann, wenn das Geschehen etwas größer ist, wenn man also keine andere Wahl mehr hat, den Ausbruch einzudämmen“, betonte er.

+++ 09:28 Uhr +++ Seit dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche bei einer Wasserbüffel-Herde in Hönow wurden auch Hunderte Tiere im Umkreis untersucht und getötet. Wie viele Proben hat das Friedrich-Loeffler-Institut bereits untersucht? Welche Ergebnisse liegen bislang vor? Gibt es einen Verdacht, wie das Virus nach Hönow gekommen ist? Diplom-Biologin Elke Reinking, die Leiterin der Pressestelle des FLI, hat diese und weitere Fragen beantwortet.

+++ Dienstag, 06:08 Uhr +++ Die Maul- und Klauenseuche in Brandenburg sorgt bei Tierhaltern und Verbrauchern für Unsicherheit. Auf einem Hof in Zehdenick wird ein Ausbruch als potenzieller wirtschaftlicher Ruin gefürchtet.

+++16:50 Uhr+++ Laut einer Sprecherin des Landkreises Oder-Spree ist die Keulung der 52 Ziegen und Schafe sowie der drei Rinder auf einem Hof in Schöneiche bei Berlin abgeschlossen. Die Keulung der Tiere war notwenig, da der Bestand in Schöneiche Kontakt durch eine Heulieferung des betroffenen Hofes in Hönow hatte. Von den Tieren wurden vor der Keulung einzeln Proben genommen. Ein Fall von MKS konnte dabei vor Ort nicht festgestellt werden. Der MOZ wurde von der Sprecherin des Landkreises mitgeteilt, dass die Proben am Abend zwecks weiterer Untersuchungen zum Landeslabor geschickt werden. Die Zufahrt zu der Weide wurde von Polizeikräften gesichert.

+++16:22 Uhr+++ Nachdem am vergangenen Freitag (10. Januar) in Hönow (Landkreis Märkisch-Oderland) ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) festgestellt wurde, hatte Hanka Mittelstädt, Ministerin für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, am Freitag eine Eilverordnung erlassen, um die Tierseuche einzudämmen. Die Eilverordnung wird nun um weitere 48 Stunden verlängert. Sie gilt damit bis zum 15. Januar 2025. Das gab das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MLUK) am Montagnachmittag (13. Januar) bekannt.

Somit ist der Transport von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Kameliden weiterhin untersagt. Gleiches gelte für in den Tierhaltungsbetrieben von diesen Tieren gewonnenen Körpern oder Tierkörperteilen und Gülle, teilt das MLUK mit. Schlachtbetriebe und der Einzelhandel sind davon nicht betroffen. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

+++14:00 Uhr+++ Antonius van Leeuwen, Inhaber des Milchhofs Altranft mit 1100 Mutterkühen, hat wegen der Maul- und Klauenseuche (MKS) seinem Betrieb strengste Isolation verordnet, obwohl es noch keine Auflagen des Veterinäramtes des Landkreises MOL gibt. „Wir sind in größter Sorge", sagt der Landwirt, der einschließlcih der Nachzucht 2000 Tiere auf dem Hof hat.  Die Straße vor der Einfahrt zu seinem Betrieb am Rand des Gewerbeparks ist mit Betonblöcken und rot-weißen Absperrband gesichert. Eine Mitarbeiterin desinfiziert mit Sprühpistole Reifen und untere Fahrzeugteile ankommender Fahrzeuge.

Maul- und Klauenseuche in Brandenburg. Fast 60 Tiere werden auf einem Hof in Schöneiche gekeult. Die Polizei sichert die Zufahrt zu der Weide.

Maul- und Klauenseuche in Brandenburg. Fast 60 Tiere werden auf einem Hof in Schöneiche gekeult. Die Polizei sichert die Zufahrt zu der Weide.

Arnim Roever

+++12:45 Uhr+++ Wegen der Maul- und Klauenseuche (MKS) werden auch Kinderbauernhöfe in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg von Berlin vorsichtshalber geschlossen. Der Kinderbauernhof Knirpsenfarm in Lichtenberg habe für 30 Tage geschlossen, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Am Gehege des Tierhofs Alt-Marzahn wurden Schilder angebracht, auf denen wegen der Gefahr für die Tiere darum gebeten wurde, sie weder anzufassen noch zu füttern.

Auch der Tierhof Helle Tierarche in Marzahn-Hellersdorf schloss wegen der Tierseuche. Der Betrieb befindet sich innerhalb der Schutzzone um die betroffene Weide mit den Wasserbüffeln in Hönow. „Wir hoffen, dass wir verschont bleiben“, sagte Projektleiter Monty Geiseler. Bislang gehe es allen Tieren gut. Am Freitag (10. Januar) war ein Schaf der Tierarche gestorben, wurde anschließend aber negativ auf MKS getestet.

+++9:40 Uhr+++ Auf dem Hof in Schöneiche bei Berlin, wo heute 55 Ziegen und Schafe sowie drei Rinder vorsorglich gekeult (getötet) werden sollen, gibt es nach Angaben des Landkreises Oder-Spree bislang kein erkranktes Tier. „Heute werden Proben gezogen“, sagte eine Sprecherin gegenüber MOZ.de. Einen eigenen Sperrkreis gibt es rund um den Hof bislang nicht. Dieser werde erst gezogen, wenn ein Ausbruch festgestellt ist, heißt es auf Nachfrage.

Die Keulung der Tiere sei notwenig, da der Bestand in Schöneiche Kontakt durch eine Heulieferung des betroffenen Hofes in Hönow hatte. Vertreter der Veterinäramtes sind bereits vor Ort. Die Feuerwehr sichert die Einfahrt.

Maul und Klauenseuche: In einem Hof in Schöneiche (Oder-Spree) müssen 58 Tiere vorsorglich gekeult werden.

Maul- und Klauenseuche in Brandenburg ausgebrochen: Auf einem Hof in Schöneiche (Oder-Spree) müssen 58 Tiere vorsorglich gekeult werden.

Arnim Roever

+++ 09:17 Uhr +++ Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) bei Büffeln in Brandenburg müssen wegen Schutzmaßnahmen weitere Tiere getötet werden. Heute sollen auf einem Betrieb in Schöneiche (Landkreis Oder-Spree) 55 Ziegen und Schafe sowie drei Rinder vorsorglich gekeult werden, wie eine Sprecherin des Landkreises sagte.

Hintergrund sei, dass der Hof Heu vom betroffenen Büffel-Betrieb in Hönow bezogen hatte. Dort - ganz in der Nähe von Berlin - war das MKS-Virus in Proben von Wasserbüffeln nachgewiesen worden. Bei dem Hof handele es sich um einen Kontaktbestand, sagte Brandenburgs Agrarministerin Hanka Mittelstädt (SPD) im RBB-Inforadio.

„Dementsprechend musste dort auch die Tötungsanordnung kommen, weil eben die Ausbreitung deutlich eingedämmt werden muss. Wir wissen nicht, ob das Heu tatsächlich auch das MKS-Virus in sich hatte.“ Es seien normale seuchenschutzrechtliche Maßnahmen.

+++ Montag, 6:50 Uhr +++ Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) bei Büffeln in Brandenburg beraten die Behörden am Montag (13. Januar) weiter über das Vorgehen gegen die Viruserkrankung. Bislang wurden am Wochenende keine Hinweise auf eine Ausbreitung auf andere Tierbestände festgestellt. Analysen von Proben gingen aber weiter.

Über den möglichen Einsatz einer Impfung gab es noch keine Entscheidung. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) teilte mit, dass ein Impfstoff gegen den spezifischen Serotyp O des Virus vorhanden ist. Für Impfungen muss die extra für MKS-Ausbrüche eingerichtete Impfbank aktiviert werden. Aus Sicht des FLI sollte dies sehr frühzeitig erfolgen, beim derzeitigen Geschehen bereits bei einer zweiten betroffenen Tierhaltung, sagte eine Sprecherin des Forschungsinstituts der Deutschen Presse-Agentur.

+++ 21:24 Uhr +++ Den zweiten Abend in Folge sind Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und des Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) in Hönow im Einsatz. Am Samstagabend (11. Januar) errichteten die Einsatzkräfte einen Sperrkreis mit Absperrgittern. Nach Informationen von MOZ.de soll dieser nun erweitert werden. Weitere Einzelheiten waren am Sonntagabend noch nicht bekannt.

Einsatzkräfte der Feuerwehr und Feuerwehrtechnischen Zentrums (FTZ) erweitern den Sperrkreis mit den Absperrgittern in Hönow.

Einsatzkräfte der Feuerwehr und Feuerwehrtechnischen Zentrums (FTZ) erweitern den Sperrkreis mit den Absperrgittern in Hönow.

Dennis Lloyd Brätsch

+++ 16:30 Uhr +++ Die Niederlande haben vor dem Hintergrund der Maul- und Klauenseuche-Fälle in Brandenburg ein landesweites Transportverbot für Kälber verhängt. Für die Ställe gelte ein Besuchsverbot, teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Es gibt demnach im Land zwar keine Hinweise auf Infektionen.

Seit dem 1. Dezember seien aber 3.600 Kälber aus Brandenburg über Sammelstellen in Deutschland in die Niederlande gelangt, die sich nun in 125 über die Niederlande verteilten Mastbetrieben befänden. Man wolle auf Nummer sicher gehen, hieß es. Das Transportverbot solle das Risiko einer Ausbreitung der Seuche minimieren. Transporte zur Schlachtung seien erlaubt.

+++ 13:00 Uhr +++ Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in einer Büffelherde in Brandenburg hat das südkoreanische Landwirtschaftsministerium sämtliche Schweinefleischimporte aus Deutschland verboten. Wie das Ministerium in einer Stellungnahme am Samstagabend mitteilte, sei die Regelung ab sofort gültig.

Zudem werde man MKS-Virustests an sämtlichen deutschen Schweinefleischprodukten durchführen, die seit dem 27. Dezember nach Südkorea geliefert wurden. Derzeit stehe für rund 360 Tonnen deutsches Schweinefleisch eine Quarantäneuntersuchung bevor.

+++ 10:27 Uhr +++ Im Tierpark Fürstenwalde sorgt man sich nach Ausbruch der Maul- und Klauenseuche um die Gesundheit der Tiere. Worauf sich Besucher einstellen müssen.

Maul- und Klauenseuche: Landkreis Barnim betroffen

++ 09:30 Uhr +++ Aktuell sind Eberswalde sowie der Zoo nicht direkt von den Sicherheitsmaßnahmen betroffen – erste präventive Vorsichtsmaßnahmen wurden trotzdem bereits ergriffen. Das begehbare Damwildgehege sowie das Gehege der Streicheltiere bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Alle übrigen Rundwege und Attraktionen des Zoos stehen den Besuchern weiterhin zur Verfügung. „Es findet ein enger und kontinuierlicher Austausch mit den zuständigen Behörden des Landkreises Barnim statt, um gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu koordinieren“, heißt es von der Stadt.

+++ Sonntag, 07:25 Uhr +++ Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche bei einem Wasserbüffel-Halter in Hönow und die Tötung der Tiere rückte nun die Feuerwehr an. Hier alles zum Einsatz zum Nachlesen.

++ 21:45 Uhr +++ Nahe dem Hof in Hönow (Märkisch-Oderland), wo am Vortag der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche festgestellt wurde und elf Wasserbüffel umgehend getötet worden waren, haben am Sonnabend (11. Januar) im Laufe des Abends weitere Schutzmaßnahmen stattgefunden. Nach einer Feininfektion wurde die Stelle der Keulung (Weide-Koppel) mit einem Zaun umstellt. Kräfte der lokalen Feuerwehren aus der Gemeinde Hoppegarten, vom Feuerwehrtechnischen Zentrum MOL und der Amtstierarzt des Landkreises waren dazu mehrere Stunden im Einsatz.

Mitglieder der lokalen Feuerwehren aus der Gemeinde Hoppegarten ziehen sich Schutz-Overalls, Handschuhe und Schuhüberzieher an, bevor sie beim Zaunaufstellen zum Einsatz kommen.

Mitglieder der lokalen Feuerwehren aus der Gemeinde Hoppegarten ziehen sich Schutz-Overalls, Handschuhe und Schuhüberzieher an, bevor sie beim Zaunaufstellen zum Einsatz kommen.

Thomas Berger

+++ 20:57 Uhr +++ Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brandenburg gibt es Klarheit über die Variante des Erregers. Bei einem infizierten Wasserbüffel stellten die Experten den MKS-Virus vom Serotyp O fest. Nah verwandte Viren kommen im Nahen Osten und in Asien vor, wie das Forschungsinstitut erläuterte. „Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Tierseuche“, sagte Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) laut einer Mitteilung am Abend. Das Forschungsinstitut betonte zugleich, dass der genaue Ursprung und der Eintragsweg in den Tierbestand auch jetzt weiter unbekannt seien.

Ein passender Impfstoff kann innerhalb weniger Tage hergestellt werden, teilte das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) am Abend mit. „Für diese Viren geeignete Impfstoffe sind in der MKS-Antigenbank Deutschland vorhanden“, hieß es weiter. Sie sei eigens für Fälle wie den aktuellen Ausbruch eingerichtet. Die Antigenbank könne nach Aktivierung durch die Bundesländer benötigte Impfstoffe innerhalb weniger Tage herstellen.

+++ 17:10 Uhr +++ Erste Untersuchungsergebnisse zu den Proben von der getöteten Wasserbüffel-Herde aus Hönow liegen vor. Das Friedrich-Loeffler-Institut hat geprüft, mit welchem regionalen  Virenstamm der Maul- und Klauenseuche die Tiere infiziert wurden, heißt es aus dem Krisenstab. Die ersten Ergebnisse legen nahe, dass es sich um einen in Asien verbreiteten Virenstamm handele.

Friedrich-Loeffler-Institut: ARCHIV - 10.05.2023, Mecklenburg-Vorpommern, Greifswald-Riems: Das denkmalgeschützte Hauptgebäude und Verwaltungsgebäude des Friedrich-Loeffler-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit), aufgenommen auf der Insel Riems. (zu dpa: «Vogelgrippe in Geflügelhaltung im Kreis Schleswig-Flensburg») Foto: Stefan Sauer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Friedrich-Loeffler-Institut:: Das denkmalgeschützte Hauptgebäude und Verwaltungsgebäude des Friedrich-Loeffler-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit), aufgenommen auf der Insel Riems.

Stefan Sauer/dpa

+++ 16:49 Uhr +++ Nach dem bestätigten Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Hönow ist auch der Landkreis Barnim in Alarmbereitschaft. Nach aktueller Einschätzung ist die Gefahr einer potenziellen Ausbreitung der MKS im gesamten Kreisgebiet des Landkreises Barnim sehr hoch. Für einen Landwirtschaftsbetrieb in Mehrow hatte die Seuche sogar wirtschaftliche Folgen.

+++ 16:10 Uhr +++ Die Freiwillige Feuerwehr Hönow und das Feuerwehrtechnische Zentrum MOL aus Strausberg werden gegen 18 Uhr rund um die Weide der mit der Maul- und Klauenseuche infizierten und inzwischen getöteten Wasserbüffel-Herde einen Bauzaun aufstellen.  Darüber informiert Johanna Seelig, Pressesprecherin der Kreisverwaltung MOL. Mit dem Zaun soll erreicht werden, dass keine Wildtiere infiziert werden und dann die Seuche weiter verbreitet wird.

+++ 15:45 Uhr +++ In Berlin gibt es bisher keinen Fall von Maul- und Klauenseuche. Ein totes Schaf, das am Freitag (10.1.) im Berliner Stadtbezirk Marzahn-Hellersdorf gefunden wurde, ist vom Landeslabor negativ auf Viren der MKS getestet worden, teile die Senatverwaltung für Verbraucherschutz mit. Die Bestätigung durch das nationale Referenzlabor beim Friedrich Loeffler Institut stehe noch aus, heißt es. Alle Berliner Bezirke hätten bereits Allgemeinverfügungen erlassen, die den Transport von Klauentieren (Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Kameliden) aus oder in einen Betrieb zeitweise untersagen. Dieser sogenannte „Stand Still“ soll die Ausbreitung der Infektion verhindern. Der Berliner Krisenstab der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz halte weiterhin engen Kontakt zu den Bezirken, zum Landeslabor, zur Brandenburger Task Force und zum Bund, heißt es in der Mitteilung.

Maul- und Klauenseuche in Brandenburg: 11.01.2025, Brandenburg, Mehrow: „Vorsicht Seuchengefahr!“ Steht auf einem Schild an einem Betrieb in Mehrow. Zum Schutz vor einer möglichen Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche sollen am Vormittag vorsorglich rund 200 Schweine im brandenburgischen Landkreis Barnim getötet werden. (zu dpa: «Ministerin hält Einsatz von MKS-Impfstoff für möglich») Foto: Annette Riedl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

„Vorsicht Seuchengefahr!“ Steht auf einem Schild an einem Betrieb in Mehrow. Zum Schutz vor einer möglichen Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche wurden am Vormittag vorsorglich rund 200 Schweine im brandenburgischen Landkreis Barnim getötet.

Annette Riedl/dpa

+++ 14:51 Uhr +++ Der Landesjagdverband Brandenburg (LJVB) reagiert auf den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche und ruft alle Jägerinnen und Jäger zur besonderen Wachsamkeit auf und bittet um Unterstützung. Sollten Wildtiere mit den beschriebenen Krankheitsbildern erlegt oder aufgefunden werden, ist eine unverzügliche Meldung an den zuständigen Amtstierarzt erforderlich.

„Wir bitten alle Jägerinnen und Jäger, verantwortungsbewusst zu handeln und eine schnelle Meldung sicherzustellen, um eine weitere Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche zu verhindern“, so der Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg, Dr. Dirk- Henner Wellershoff.

+++ 14:11 Uhr +++ Mindestens drei Wochen waren die bereits getöteten Wasserbüffel in Hönow mit der Maul- und Klauenseuche infiziert. Das bestätigte Dr. Ralph Bötticher, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamts MOL, in Seelow auf Nachfrage. Nun werden Proben untersucht, um den Virenursprung zu identifizieren.

+++ 13:42 Uhr +++  Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche hält Brandenburgs Agrarministerin Hanka Mittelstädt (SPD) die Nutzung von Impfstoffen für denkbar. Es müsse aber zunächst abgewartet werden, um welchen Erregertyp es sich handele, sagte sie. Erst daraufhin könne mit einem entsprechenden Impfstoff reagiert werden. Noch am Wochenende oder am Montag seien erste Ergebnisse des zuständigen Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) zum Virus zu erwarten, sagte Mittelstädt.

+++ 12:55 Uhr +++ Zum Schutz vor einer möglichen Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche ist am Vormittag mit der Tötung von rund 170 Schweinen in einem Landwirtschaftsbetrieb in Mehrow (Barnim) begonnen worden. Dies bestätigte der Sprecher der Kreisverwaltung Barnim, Robert Bachmann. Die Anlage befinde sich in unmittelbarer Nähe zum Ausbruchsort, hieß es zur Begründung. Die Viruserkrankung war im benachbarten Hönow bei einer Wasserbüffel-Herde ausgebrochen. Es handele sich in Mehrow um eine präventive Maßnahme. Einen Nachweis der Krankheit habe es dort nicht gegeben. Weitere Tötungen von Tieren seien im Landkreis Barnim derzeit nicht vorgesehen. „Wir konzentrieren uns auf den Betrieb", so Bachmann. Mehrow gehört zur Gemeinde Ahrensfelde. Sie ist von einer eingerichteten Sperr- und Überwachungszone betroffen. Diese erstreckt sich auch auf den an Hönow grenzenden Landkreis Barnim und reicht bis nach Berlin.

Es geht jetzt zentral um die Eindämmung der Tierseuche, so die Ministerin weiter. Innerhalb einer drei Kilometer großen Schutzzone - sie wurde bislang auch Sperrzone genannt - würden die Tiere beprobt, „um zu gucken, ob auch wirklich keine Ausbreitung in andere Bestände übergegangen ist“.

+++ 12:35 Uhr +++ Wegen der Maul- und Klauen-Seuche wird die Jagd nicht unterbunden. Das erklärt Gregor Beyer, Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, in Seelow. Mit den Jagdverbänden wird aber abgesprochen, dass die Jäger bei der jetzt laufenden Saison von Drückjagden die Tiere genau beobachten, ob das Wild Anzeichen von Erkrankungen habe. „Wir brauchen jetzt dringend Monitoring-Daten“, so Beyer.

Krisenstab berät in Seelow: Ministerin Hanka Mittelstädt (von rechts) und Staatssekretär Gregor Beyer sowie der Beigordnete des Landrates,  Rainer Schinkel, vor der Konferenz.

Krisenstab berät in Seelow: Ministerin Hanka Mittelstädt (von rechts) und Staatssekretär Gregor Beyer sowie der Beigeordnete des Landrates, Rainer Schinkel, vor der Konferenz.

Ulf Grieger

+++ 12:05 Uhr +++ Auf dem Betrieb eines Hofes in Schöneiche (Oder-Spree) müssen am Montag alle Tiere getötet werden, bestätigte Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt in Seelow. Dort leben 55 Ziegen und Schafe sowie drei Rinder. Dort werde aber, anders als in Hönow, kein Sperrkreis eingerichtet. Keines der dort lebenden Tiere habe Anzeichen einer MKS-Infektion gezeigt, so Mittelstädt. Über die Verteilung von Heu von dem betroffenen Hof aus Hönow ergebe sich lediglich ein Kontaktbestand, der nun vorsichtshalber beseitigt werden muss.

Rinder auf einem hof in Schöneiche. Weil es über einen Kontakt mit dem Hof in Hönow gegeben hat, der von der MKS betroffen ist, werden die Tiere dort getötiet

Rinder auf einem Hof in Schöneiche. Weil es über einen Kontakt mit dem Hof in Hönow gegeben hat, der von der MKS betroffen ist, werden die Tiere dort getötet.

Kerstin Ewald

+++ 12:00 Uhr +++ Der von der Maul und Klauen-Seuche betroffene Bestand an Wasserbüffeln bei Hönow  (MOL) war bereits seit mindestens drei Wochen infiziert. Darüber informierte Dr. Ralph Bötticher, Leiter des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamts MOL, nach der Sitzung in des Krisenstabes in Seelow. Für eine längere Infektionszeit spreche, dass einige Entzündungen im Maulbereich der Büffel auch schon abgeheilt waren. Im Klauenbereich gab es keine Auffälligkeiten. Die Inkubationszeit betrage bei MKS zwei bis sieben Tage. Man könne nach bisherigem Kenntnisstand ausschließen, dass die Büffele Kontakt zu anderen Herdentieren hatten. Bei Wildtieren sei das nicht auszuschließen. Das Friedrich-Loeffler-Institut untersuche jetzt die entnommenen Proben, um zu lokalisieren, woher die Viren stammen könnten.

Pressekonferenz nach der Sitzung des Krisenstabes in Seelow: Bislang gibt es noch keine Erkenntnisse zur Ursache der Infektion einer Wasserbüffelherde in Hönow mit der Maul- und Klauenseuche.

Pressekonferenz nach der Sitzung des Krisenstabes in Seelow: Bislang gibt es noch keine Erkenntnisse zur Ursache der Infektion einer Wasserbüffelherde in Hönow mit der Maul- und Klauenseuche.

Ulf Grieger

+++ 10:07 Uhr +++ Im an Hönow und Schöneiche angrenzenden Berlin treffen die Behörden ebenfalls Vorkehrungen. So hat der Bezirk Treptow-Köpenick nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in einer Wasserbüffelherde in MOL nun eine sogenannte tierseuchenbehördliche Allgemeinverfügung zum Schutz vor der Verschleppung der Krankheit erlassen. Das geht aus einer Mitteilung von Amtstierarzt Hopperdietzel vom Samstag (11. Januar) hervor. Die Allgemeinverfügung trete wegen der Dringlichkeit der Seuchenbekämpfung bereits am Folgetag der Bekanntmachung über die Webseite des Bezirkes in Kraft, heißt es, also am 12. Januar. Laut Verordnung ist das Verbringen von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Kameliden (Klauentiere) und deren Körper oder Körperteile verboten. Gleiches gelte für Gülle aus einem Betrieb, der im Bezirk Treptow-Köpenick gelegen ist und in dem die genannten Tier-Arten gehalten werden.

+++ 09:20 Uhr +++ Im Landratsamt Seelow berät zur Stunde der Krisenstab. MOL-Landrat Gernot Schmidt eröffnet die zunächst interne Beratung, an der auch Landwirtschaftsministern Hanka Mittelstädt teilnimmt.  Erörtert werden die weiteren Maßnahmen und Erkenntnisse zu den Ursachen der Infektion mit der Tierseuche. Für 10 Uhr ist die Tötung von 200 Schweinen eines Betriebes in Mehrow (Barnim) angekündigt worden. Der Betrieb befindet sich in der Nähe der Infektionsstelle in Höhnow (MOL). Auch auf dem Betrieb des Hofes in Schöneiche (Oder-Spree) müssen offenbar Tiere getötet werden. Dort leben nach Auskunft des Betreibers Ziegen, Schafe und Rinder.

MOL-Landrat Gernot Schmidt eröffnet die Beratung des Krisenstabes in Seelow: Erörtert werden die weiteren Maßnahmen und Erkenntnisse zur den Ursachen der Infektion mit der Tierseuche.

MOL-Landrat Gernot Schmidt eröffnet die Beratung des Krisenstabes in Seelow: Erörtert werden die weiteren Maßnahmen und Erkenntnisse zur den Ursachen der Infektion mit der Tierseuche.

Ulf Grieger

+++ 09:04 Uhr +++ Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in einer Büffel-Herde in Brandenburg bleiben in Berlin Zoo und Tierpark vorübergehend geschlossen. Das teilten die Betreiber mit. Die Schließung sei eine wichtige Präventivmaßnahme zum Schutz der Tiere und zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung - und sei mit den Behörden abgestimmt worden, hieß es in der Mitteilung des Zoos. Und: „Der Schutz der Tiere in Zoo und Tierpark Berlin hat oberste Priorität.“

+++ Sonnabend, 8:35 Uhr +++ Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Märkisch-Oderland sei auch im Nachbarlandkreis Oder-Spree erhöhte Wachsamkeit geboten. Das teilte die dortige Kreisverwaltung mit. Petra Senger, Leiterin des Amtes für Landwirtschaft, Veterinär- und Lebensmittelüberwachung in LOS, sagte in einer Mitteilung: „Wir appellieren an alle Tierhalter und Landwirte in der Region, wachsam zu sein und bei Verdacht auf Symptome der Maul- und Klauenseuche umgehend das Veterinäramt zu informieren.“ In Schöneiche gibt es bereits einen Verdachtsfall.

+++ 21:31 Uhr +++ Eine Taskforce aus Tierärzten und Spezialisten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) will klären, auf welchem Weg es zur Ansteckung mit der Maul- und Klauenseuche kam. Auch weitere Betriebe – darunter einige in Berlin – werden überwacht. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) informierte seine Amtskollegen aus den Bundesländern über die Entwicklung und berief einen Zentralen Krisenstab ein. Landwirte sind in großer Sorge vor einer raschen Ausbreitung der Tierseuche und wirtschaftlichen Folgen.

Auch Renate Künast, Sprecherin für Landwirtschaft und Ernährung, äußerte sich zum aktuellen Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg. „Grüne und SPD haben eine Sondersitzung des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft für kommenden Mittwoch beantragt. (...) Wir begrüßen die bereits eingeleiteten Maßnahmen und die Einrichtung eines Krisenstabs im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir wird ebenfalls an der Sitzung teilnehmen. Es ist wichtig, hier zeitnah alles Notwendige zu tun, nicht nur aus Tierschutzgründen, sondern auch aufgrund zu befürchtender hoher wirtschaftlicher Schäden.“

+++ 19:35 Uhr +++ Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg muss auch die Grüne Woche in Berlin umplanen. „In Abstimmung mit dem Veterinäramt werden wir keine Paarhufer vor Ort haben“, erklärte Lars Jaeger, Direktor der Grünen Woche. „Es gibt also nicht wie geplant Rinder, Schafe, Ziegen und Alpakas zu sehen, dafür aber viele andere Nutz- und Heimtiere.“ Die Grüne Woche findet vom 17. bis 26. Januar 2025 auf dem Berliner Messegelände statt.

+++ 18:14 Uhr +++ Wer Lebensmittel von an Maul- und Klauenseuche (MKS) erkrankten Tieren verzehrt, muss keine Erkrankung befürchten. Darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung hin. Infektionen des Menschen mit dem MKS-Virus seien grundsätzlich selten - und Folge eines unmittelbaren intensiven Kontakts mit erkrankten Tieren. Es sei nicht bekannt, dass eine Infektion und eine Erkrankung nach dem Verzehr von Lebensmitteln möglich sei.

+++ 17:45 Uhr +++ Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in der Büffel-Herde in Hönow (MOL) sollen auch Schweine in Mehrow (Kreis Barnim) getötet werden. Wie der Vize-Landrat des Kreises Märkisch-Oderland, Friedemann Hanke, sagte, werden in einem Umkreis von einem Kilometer um die Weide mit der betroffenen Wasserbüffel-Herde alle Paarhufer getötet. Dies betreffe vier Schafe und im benachbarten Mehrow eine Schweinezucht mit rund 200 Tieren.

+++ 17:15 Uhr +++ Nach Auskunft des Vorsitzenden des Bauernverbands Südbrandenburg mit Sitz in Luckau, Thomas Goebel, sind die Schutzmaßnahmen, die die Landwirte im Süden Brandenburgs wegen der MKS getroffen haben, ausreichend. Die Landwirte seien gut aufgestellt und nun zudem besonders wachsam, so Goebel.

+++ 17:05 Uhr +++  Ministerin Hanka Mittelstädt hat eine Eilverordnung erlassen, um die Ausbreitung der hochkontagiösen Tierseuche zu verhindern. Der Transport von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Kameliden sowie von deren Produkten ist für 72 Stunden verboten. Schlachtbetriebe und der Einzelhandel sind laut der Mitteilung des Ministeriums für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg nicht betroffen.

Verstöße gegen die Verordnung können als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden. Das Veterinäramt wird bei der Ermittlung der bisherigen Ausbreitung der Seuche vom Tierseuchenbekämpfungsdienst und dem Friedrich-Loeffler-Institut unterstützt.

Wasserbüffel: In einem Bestand von Wasserbüffeln in Märkisch-Oderland ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.

Wasserbüffel: In einem Bestand von Wasserbüffeln in Märkisch-Oderland ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen.

Oliver Voigt

+++ 17:00 Uhr +++ Der Tierpark Friedrichsfelde wird als Reaktion auf den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche ab sofort geschlossen, wie der MOZ auf Nachfrage vom Zoo Berlin mitgeteilt wurde:  „Der Bezirk Lichtenberg mit dem Tierpark Berlin liegt innerhalb des amtlich verfügten Sperrbezirks, der aufgrund des ersten vom FLI bestätigten MKS-Falles in Deutschland seit 1988 eingerichtet werden musste. Die zuständigen Behörden müssen Vorsichtsmaßnahmen einleiten, um die Weiterverbreitung des Virus zügig zu unterbinden und die Seuchenlage schnellstens zu beenden.“

+++ 16:50 Uhr +++ Landwirte der Region sind geschockt über den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg. Die Tiere des Altlandsberger Landwirts Knut Kucznik stehen nur ein paar Kilometer vom Weideland in Hönow entfernt. Wie es jetzt in ihm aussieht.

+++ 16:38 Uhr +++ Zur Eindämmung der Maul- und Klauenseuche wird im Land Brandenburg eine Sperrzone eingerichtet. Diese betrifft auch Teile des Landkreises Barnim. Was nun zu beachten ist.

+++ 16:00 Uhr +++ Im landwirtschaftlich geprägten Landkreis Oberspreewald-Lausitz sind bisher keine Fälle der Maul- und Klauenseuche (MKS) bekannt. Das teilt Kreissprecherin Sarah Werner auf Nachfrage mit. Die Erkrankung spiele bisher keine Rolle, außer dass bei Abklärungsuntersuchungen regulär präventiv darauf untersucht wurde. Die EU sei seit 1988 amtlich anerkannt frei von der MKS. „Dass es nunmehr wieder einen Fall geben soll, ist aus veterinärmedizinischer Sicht besorgniserregend“, so Werner.

+++ 15:52 Uhr +++ Der neue Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Brandenburg wirft Fragen nach der Angemessenheit der geltenden EU-Regeln auf. Sind Impfverbote beim heutigen Bedrohungspotenzial noch sinnvoll? Ein Kommentar.

+++ 15:40 Uhr +++ Der Landkreis Oder-Spree ist bezüglich der Maul- und Klauenseuche ebenfalls alarmiert. Frank Matheus, Vorsitzende der Agrargenossenschaft Neuzelle, stand bereits in Kontakt mit dem Veterinäramt.

+++ 14:43 Uhr +++ Auch in Hönow ist die Maul- und Klauenseuche nachgewiesen worden. Beate Hallau aus Bernau, Diplom-Agraringenieurin und Beraterin des betroffenen Betriebs, kennt die Herausforderungen aus erster Hand. Die Landwirtschaftsexpertin erklärt die Situation und gibt Ratschläge.

+++ 14:30 Uhr +++ Auf dem Weidebetrieb sind Mitarbeiter zur Seuchenbekämpfung mit mehreren Fahrzeugen eingetroffen, die die Tötung und Entsorgung der Tiere vornehmen sollen. Vermutlich wird auch der Weidebetrieb im Anschluss dekontaminiert werden müssen. Nach einer vorläufigen Untersuchung der Veterinäre vor Ort heißt es, dass auch die elf verbliebenen Wasserbüffel Symptome der Maul- und Klauenseuche aufweisen.

+++ 14:15 Uhr +++ Der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche zieht weitere Kreise. Nach Informationen der MOZ hat der betroffene Weidebetrieb bei Hönow auch einen Hof im benachbarten Landkreis Oder-Spree in Schöneiche bei Berlin mit Heu beliefert. Der Hof wurde bisher noch nicht vom Veterinäramt Beeskow gesichert. Der Betreiber des Hofes wartet gegenwärtig auf die Veranlassung weiterer Maßnahmen. Auf dem Hof bei Schöneiche leben Ziegen, Schafe und Rinder.

Dieser Hof in Schöneiche wurde auch mit Heu von dem betroffenen Betrieb in Hönow beliefert.

In Schöneiche bei Berlin (Oder-Spree) gilt ein Hof als Verdachtsfall. Dort werden Ziegen, Schafe und Rinder gehalten. Er soll von dem Hof aus Hönow mit Heu beliefert worden sein.

Kerstin Ewald

+++ 13:00 Uhr +++ Die Untersuchungen auf dem Weidebetrieb bei Hönow, bei dem Fälle der hoch ansteckenden Maul- und Klauenseuche aufgetreten sind, werden durch die Polizei abgesichert. MOL-Landrat Gernot Schmidt teilt mit, dass am Sonnabend, 11. Januar, um 9 Uhr der Krisenstab zur Maul- und Klauenseuche zusammentreten wird. Erwartet werden dort auch Ministerin Hanka Mittelstädt und Staatssekretär Gregor Beyer.

Absicherung durch die Polizei: Die Untersuchungen auf dem Weidebetrieb bei Hönow, bei dem Fälle der hoch ansteckenden Maul- und Klauenseuche aufgetreten sind, wird durch die Polizei abgesichert.

Absicherung durch die Polizei: Die Untersuchungen auf dem Weidebetrieb bei Hönow, bei dem Fälle der hoch ansteckenden Maul- und Klauenseuche aufgetreten sind, wird durch die Polizei abgesichert.

Dirk Schaal

+++ 12:20 Uhr +++ Was bedeutet der Ausbruch der hoch ansteckenden Tierseuche für die Tierhalter? Dazu erklärt Henrik Wendorff, Präsident des Landbauernverbandes, dass den Tierhaltern, deren Tiere getötet werden müssen, aus der Tierseuchenkasse entschädigt werden. Für die Kosten für die möglicherweise angeordneten Seuchenwannen an den Zufahrtsstraßen ins Sperrgebiet müssen Land und Kreis aufkommen. Ansonsten sei jeder Tierhalter selbst zu Schutzmaßnahmen verpflichtet.

+++ 11:30 Uhr +++ Laut Ministerin Hanka Mittelstädt habe das Land mit dem Landkreis MOL eine Taskforce, die vom Landestierarzt geleitet wird, eingerichtet. Im Landkreis Oder-Spree bestehe bislang kein Verdachtsfall, präzisierte Mittelstädt. Jedoch sei dort Futtermittel im Einsatz, das mit dem Virus in Verbindung stehen könnte. Auch mit Berlin sei die Taskforce hinsichtlich der Ursache im Austausch.

Leere Weide bei Hönow:  Dort war in einer Herde von Wasserbüffeln am Donnerstag die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden. Am 10. Januar kam dazu die Bestätigung

Leere Weide bei Hönow: Dort war in einer Herde von Wasserbüffeln am Donnerstag die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden. Am 10. Januar kam dazu die Bestätigung

Dirk Schaal

+++ 11:00 Uhr +++ Der Sperrkreis um den Landwirtschaftsbetrieb in Hönow wird auf drei Kilometer erweitert. Darüber informiert MOL-Landrat Gernot Schmidt. Die Frage, ob alle Tiere in dem Sperrkreis tatsächlich auch zu töten sind, es betrifft vor allem Schafe und Schweine, wird aktuell beraten. Untersucht wird auch, inwieweit ein weiterer Tierhalterstandort bei Schöneiche betroffen ist.

Im Sperrgebiet Maul- und Klauenseuche: Fachleute vom Landkreis MOL und vom Friedrich Löffler-Institut vor Ort in Hönow. Dort wurden elf Wasserbüffel getötet.

Im Sperrgebiet Maul- und Klauenseuche: Fachleute vom Landkreis MOL und vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) vor Ort in Hönow. Dort wurden elf Wasserbüffel getötet.

Dirk Schaal

+++ 10:36 Uhr +++ In Brandenburg sind drei Fälle der Maul- und Klauenseuche aufgetreten. Das bestätigte Landeswirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt am Freitag (10. Januar) vor Journalisten in Potsdam. „Bei den drei verendeten Tieren handelt es sich um Wasserbüffel aus dem Landkreis Märkisch-Oderland“, so Mittelstädt. Das Ministerium erhielt am Freitagmorgen (10. Januar) vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) die Bestätigung, dass es sich um die Maul- und Klauenseuche handele. Das Institut sei gemeinsam mit dem Tierseuchenbekämpfungsdienst an der Ursachensuche beteiligt. Am Vortag sei der erste Verdachtsfall in Hönow aufgetreten. Nun werde der restliche Tierbestand getötet und beseitigt.

+++ 09:46 +++ Nach bisherigem Kenntnisstand ist der Fall in Hönow am Donnerstag, 9. Januar, bekannt geworden. Untersuchungen haben am Freitagmorgen den Fall bestätigt. Zu den ersten Maßnahmen wird das Ausweisen eines etwa einen Kilometer großen Absperrkreises rund um den Tierhalterbetrieb geben. Der Sperrkreis überschreitet auch die Kreisgrenze, betroffen ist auch der Landkreis Barnim. Alle elf Wasserbüffel des Bestandes werden getötet.

+++ 09:00 Uhr +++ Ob der Fall auf einen engeren Raum begrenzt bleibe, sei zunächst abzuwarten, erklärte dazu Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbandes. Zunächst müsse festgestellt werden, was und wo die Quelle für diese Virusinfektion zu suchen sei. Denn der Halter der Herde hat auch Tiere im Landkreis Oder-Spree zu stehen.

Der Ausbruch der hochansteckenden Seuche werde Auswirkungen auf die tierhaltenden Betriebe in der Region haben. Es sei der erste Ausbruch der Maul- und Klauenseuche seit dem Ende der 1980er Jahre (seit 1988). „Wir können froh sein, dass der Tierpark noch nicht betroffen ist“, so Wendorff.

Der Amtstierarzt von MOL wird gleich vor Ort in Hönow sein; Landrat Gernot Schmidt will sich um 11 Uhr ein Bild von der Lage machen. Vize-Landrat Friedemann Hanke erklärte um 9.40 Uhr, dass die Abstimmung mit den Landkreisen Barnim und Oder-Spree erfolge.

Man habe Experten vom Landesamt und vom Loeffler-Institut vor Ort, um die Maßnahmen abzustimmen. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr werde erwogen, Seuchenwannen an den Zufahrtsstraßen zur Desinfektion zu stellen, da die Seuche auch über Autoreifen übertragen werden kann.