Maul- und Klauenseuche in Brandenburg: MKS-Verdachtsfall im Barnim nicht bestätigt

Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brandenburg: Am Donnerstag (16. Januar) wurde ein weiterer Verdachtsfall bekannt. Nun gibt es erst einmal Entwarnung.
Patrick Pleul/dpa- Verdacht auf Maul- und Klauenseuche in Barnim nicht bestätigt.
- Bundesagrarminister Özdemir: Kein zweiter positiver Fall.
- Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt: Ziege frei von MKS.
- Erster Ausbruch seit 35 Jahren letzte Woche in Hönow.
- MKS für Menschen ungefährlich; Virus monatelang infektiös.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Verdachtsfall auf Maul- und Klauenseuche im Landkreis Barnim hat sich nach Angaben von Bundesagrarminister Cem Özdemir (Grüne) nicht bestätigt. „Der Stand ist heute, dass es keinen zweiten weiteren positiven Fall gibt“, sagte Özdemir am Morgen im Deutschlandfunk.
Auch das Brandenburger Landwirtschaftsministerium teilte kurze Zeit später mit, der Verdacht in einem Ziegenbestand habe sie nicht bestätigt. „Somit gibt es keinen weiteren Ausbruch der MKS und auch keine weitere Ausbreitung dieser Tierseuche.“ Für Menschen ist die MKS ungefährlich.
Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts hätten noch in der Nacht die Untersuchung vorgenommen. Die Ziege sei frei von Maul- und Klauenseuche. Damit bleibe es bei dem einen bekannten Ausbruch. „Deutschland ist weiterhin nicht maul- und klauenseuchenfrei, aber immerhin die Tierseuche hat sich Stand heute nicht ausgebreitet“, fügte Özdemir hinzu.
Barnims Landrat Daniel Kurth (SPD) ist erleichtert
Der Verdachtsfall war am Mittwoch im Landkreis Barnim aufgetreten. Von den betroffenen Tieren wurden nach Angaben eines Sprechers unverzüglich Proben genommen.
Am Freitag äußerte sich auch Barnims Landrat Daniel Kurth (SPD) erleichtert über das negative Testergebnis. Außerdem gab er bekannt, dass es sich bei dem Verdachtsfall um eine Ziege aus einer Tierhaltung im Werneuchener Ortsteil Willmersdorf gehandelt habe. „Trotz dieser erfreulichen Nachricht bleibt die Lage angespannt“, so Kurth. „Zahlreiche Proben, die in den vergangenen Tagen genommen wurden und noch zu nehmen sind, müssen noch ausgewertet werden. Die Situation ist immer noch hochsensibel.“
Aufgrund der weiterhin bestehenden Gefährdung durch die Seuche im benachbarten Landkreis Märkisch-Oderland gelte nach wie vor höchste Vorsicht, so der Landrat weiter. „Der Landkreis Barnim behält die strengen Überwachungs- und Schutzmaßnahmen bei, um einen möglichen Ausbruch frühzeitig zu erkennen und eine Ausbreitung zu verhindern.“
Ursache des MKS-Ausbruchs ist weiterhin unklar
Dass die Gefahr noch nicht gebannt ist, bestätigte auch Cem Özdemir. Nach wie vor gebe es zudem offene Fragen. So sei die Ursache des Ausbruchs immer noch nicht klar, sagte der Minister. „Auch diese Information brauchen wir dringend.“ Die Sorge sei weiterhin groß, so der Grünen-Politiker. Solange Deutschland international noch nicht wieder den Status habe, MKS-frei zu sein, dürfe es bei den Maßnahmen kein Nachlassen geben. Es müsse alles dafür getan werden, damit die Länder, die deutsche Produkte kauften, wieder Vertrauen hätten.
„Was die Landwirte angeht, muss klar sein: Kein Hof sollte aufgeben müssen wegen der Maul- und Klauenseuche.“ Den Angaben des Ministers zufolge entschädigen die Tierseuchenkassen der Bundesländer unmittelbar für getötete Tiere und den Abtransport. „Wenn es zu weiteren Ausbrüchen kommt und wir dann eine Krise von nationalem Ausmaß bekommen, dann sind wir alle gefordert.“
In der vergangenen Woche war die Maul- und Klauenseuche (MKS) erstmals seit mehr als 35 Jahren in Deutschland ausgebrochen. Die für Tiere hoch ansteckende Viruserkrankung wurde bei einer Wasserbüffel-Herde in Hönow im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland entdeckt. Seitdem hatte es keinen weiteren bestätigten Fall gegeben. Die Tierkrankheit ist für Menschen ungefährlich.


