Die Pandiemiezeit ist auch Streamingzeit. Und weil es derzeit mit den aktuellen Regeln sogar schwierig ist, die eigene Heimatregion zu erkunden, gibt es hier acht Alternativen. Denn die Lausitz und ihre Nachbarn waren in den vergangenen Jahren mehrfach Neben- oder gar Hauptdarsteller in großen Filmproduktionen.
Inglorious Basterds (Quentin Tarantino, 2009) – Filme von Tarantino sind in der Regel schon am ersten Tag in den Kinos Kult. Das war auch vor reichlich zehn Jahren nicht anders, als der Filmemacher Stars wie Brad Pitt, Christoph Waltz, Diane Kruger, Michael Fassbender und Mike Myers vor die Kameras holte. Gedreht hat Tarantino in Deutschland, einige Szenen seines Films sind in Görlitz entstanden, am Görlitzer Untermarkt und am Schlesischen Museum.
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In 80 Tagen um die Welt (Frank Coraci, 2004) – Jules Verne trifft Jackie Chan – der Action-Abenteuer-Kung-Fu-Film ist ohne Zweifel nicht unbedingt höchste Filmkunst, hat aber für die Stadt Görlitz einen umso größeren Wert. Schließlich war der Streifen einer der frühen, die die historische Kulisse der Görlitzer Innenstadt genutzt hat, um das historische Ambiente möglichst authentisch wirken zu lassen. Schon 2004 war es der Untermarkt, der im Film sienen großen Auftritt bekam, außerdem stellte die Landskron Brauerei den New Yorker Hafen dar. Prost.
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Grand Budapest Hotel (Wes Anderson, 2014) – Noch einmal Star-Alarm in der Kleinstadt. Ralph Fiennes war zu Gast, Jeff Goldblum, Willem Dafoe, Bill Murray ... Die Liste ist lang. Zum Drehort für den Film von Regisseur Wes Anderson wurde das historische Kaufhaus in der Görlitzer Innenstadt. Das allerdings im Film wiederzuerkennen, ist gar nicht so einfach – schließlich spielt die Geschichte nicht in Görlitz oder an einem anderen realen Ort, für den Görlitz Pate stand, sondern in der fiktiven Republik Zubrowka, benannt nach dem bekannten Büffelgras-Wodka aus Polen.
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Homeland (Serie, Idee: Howard Gordon, Alex Gansa, 2011 bis 2020) – Nicht ganz so -wood wie Görlitz, aber ein beliebter Drehort ist auch Luckau in den vergangenen Jahren geworden – kein Wunder. Immerhin bietet die Kleinstadt im Dahme-Spreewald-Kreis eine schwer vergleichbare historische Kulisse in der gesamten kleinen Innenstadt. Die Macher der Serie „Homeland“ haben Luckau für sich entdeckt und eine Episode in der Innenstadt gedreht. Das hat der Stadt am Spreewaldrand einigen Glamour beschert. Immerhin war Darstellerin Claire Danes zu Gast, die in „Romeo + Juliet“ an der Seite von Leonardo DiCaprio zu einer der berühmtesten Julias aller Zeiten wurde.
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Der Vorleser (Stephen Daldry, 2008) – Gleich zwei Lausitzer Städte sind bei den Dreharbeiten zu der Romanverfilmung „Der Vorleser“ in den Vordergrund gerückt: Görlitz und Luckau. Während Görlitz ein wenig Glamour abbekommen hat, blieb der den Luckauern verwehrt, als „Titanic“-Star Kate Winslet in der Stadt war. Die Dreharbeiten im ehemaligen Gefängnis blieben gut abgeschirmt – Blicke unerwünscht. So ist das eben, wenn große Filme in kleinen Städten spielen.
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Cloud Atlas (Die Wachowskis, Tom Tykwer, 2012) – Gut, das mag jetzt ein bisschen weit hergeholt sein, aber ein bisschen etwas hat „Cloud Atlas“ auch mit der Lausitz zu tun. Immerhin ist Hollywood-Megastar Tom Hanks offenbar in der Nähe unterwegs gewesen. Schließlich hat sich Hanks während der Dreharbeiten in Babelsberg Eisenhüttenstadt angesehen. Das wiederum hat zu einem großartigen Interview im amerikanischen Fernsehen geführt: Tom Hanks erklärt der Talkshow-Legende David Letterman die deutsche Autobahn und die Vorzüge der Eisenstadt an der Oder:
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Auch die Trabi-Bilder von Hanks haben vielerorts für Heiterkeit gesorgt:
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Das schweigende Klassenzimmer (Lars Kraume, 2018) – Wieder nicht ganz die Lausitz, aber immerhin deren Nachbar: Eisenhüttenstadt ist in „Das schweigende Klassenzimmer“ zur Kulisse für eine Geschichte über die freie Meinung und deren Gefahren in der ehemaligen DDR geworden.
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Gundermann (Andreas Dresen, 2018) – Dass Gundermann in der Lausitz gedreht wurde, mag jetzt weniger überraschen. Schließlich spielt die wahre Geschichte über einen der berühmtesten Bürger Hoyerswerdas in der Lausitz. Allerdings konnten die Macher nicht alle Szenen in der Lausitz drehen – für einige Arbeiten ist das Filmteam nach Gelsenkirchen in NRW umgezogen. Tagebau-Bilder kamen aber auch auch aus Nochten und Mühlrose.
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