Anfang März wird es in Brandenburg weitere kleine Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben. Das hat die Landesregierung am Dienstag beschlossen. Ministerpräsident Dietmar Woidker (SPD) kündigt an, dass neben den Friseuren am 1. März auch Gartenmärkten, Baumschulen, Gärtnereien und Blumenläden wieder öffnen dürfen. Woidke: „Das ist ein wichtiges Signal, dass es auch in Bereichen, wo wir es vertreten können, erste Schritte zu Lockerungen geben wird. Natürlich ist es nur ein kleiner Schritt und die Erwartungen in der Industrie und vom Einzelhandel waren sicher größer. Wir sind aber noch immer auf dünnem Eis und müssen vorsichtige kleine Schritte machen und zur Not auch einen zurück gehen, wenn die Infektionszahlen wieder steigen sollten.“

Lockerungen bei Geschäften und Sport im Freien vor Ostern möglich

Darüber hinaus können sich weitere Bereiche Hoffnungen auf baldige Öffnungen machen: Der Besuch von Geschäften, Museen, Ausstellungen und auch Sport im Freien sollen laut Ministerpräsident Woidke möglichst noch vor Ostern wieder möglich sein. „Aus Brandenburger Sicht sollte in diesem Sinne dem Einzelhandel, den Museen, den Ausstellungen, dem Sport im Außenbereich, den Veranstaltungen unter freiem Himmel eine Perspektive möglichst noch vor Ostern gegeben werden“, sagte Woidke. Das sei aber abhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen und dem weiteren Impfen. Woidke: „Das heißt nicht, dass es eine automatische Zusage für Lockerungen in diesen Bereichen gibt. Aber wir wollen eine Perspektive bieten. Wichtig ist, dass wir weiter mit Geduld und Vorsicht voran kommen.“
Diese Pläne sollen auch Teil eines Papiers sein, mit denen Woidke in der kommenden Woche in die Gespräche mit den anderen Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gehen will. „Die Menschen erwarten in der Bund-Länder-Runde am 3. März klare Öffnungsperspektiven, die für die folgenden Wochen und Monaten gelten sollen“, erklärt Woidke.

Situation in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen im Blick behalten

An welche genauen Faktoren diese möglichen Öffnungen geknüpft werden, ist noch offen. Für Woidke können es aber die Inzidenzzahlen alleine nicht mehr sein: „Die Inzidenz ist ein wichtiger Faktor, aber beileibe nicht der einzige. Wir müssen auch die Situation in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen im Blick behalten.“ Wichtig bleiben für den Ministerpräsidenten, dass „weiter Abstand gehalten, überall wo nötig die Maske getragen und die Zugänge gesteuert werden“.
Außerdem soll das Tempo beim Impfen in Brandenburg erhöht werden. Woidke: „Nur eine schnelle Impfung verspricht eine möglichst schnelle Rückkehr zur Normalität.“ Dafür sollen in den kommenden Monaten neben den Impfzentren auch die Hausarztpraxen und Krankenhäuser mit einbezogen werden.

Brandenburger Plan für Öffnungen sieht mehrere Stufen vor

Die erste Stufe ist mit dem Öffnen der Grundschulen für den Unterricht im Wechsel mit zu Hause seit Montag teilweise umgesetzt, dazu kommt das Öffnen der Friseurläden ab Montag. Die zweite Stufe sieht eine Öffnung des Einzelhandels, der Museen und Gedenkstätten mit einer Begrenzung der Besucher vor. In der dritten Stufe soll es Regelbetrieb in Kitas, eine Ausweitung der Anwesenheitspflicht an Schulen und die Öffnung von Theatern, Konzerten und Kinos geben. Die vierte Stufe nennt den Regelbetrieb von Kitas und Schulen, die komplette Öffnung von Hotels, Schwimmbädern und Spielhallen und den Wegfall von Kontaktbeschränkungen.
Die RUNDSCHAU informiert Sie online via Ticker über die aktuelle Corona-Lage im Brandenburg, Sachsen und der Lausitz.
Bleiben Sie informiert mit dem kostenlosen Newsletter der LR-Redaktion.
Hintergründe zum Coronavirus in der Lausitz finden Sie in diesem Dossier.