Die Corona-Infektionszahlen in der Lausitz nehmen weiter zu. Ganz Deutschland befindet sich in einem zweiten harten Lockdown, der vorerst bis 14. Februar verlängert wurde. Das Infektionsgeschehen steigt in den kalten Jahreszeiten wieder an. Zudem erwarten Experten die gewohnte Zunahme von Fällen mit Virus- und Erkältungsgrippe.
Was Corona für unser Leben in der Lausitz bedeutet, wie lange der Lockdown noch andauern wird und wie es mit den Impfungen voran geht, verrät dieser Ticker.

So ist die aktuelle Corona-Lage in der Lausitz

Insgesamt 457 neue Coronafälle werden am Mittwoch, 27. Januar 2021, aus der Lausitz gemeldet. Betroffen sind die kreisfreie Stadt Cottbus (+42) sowie die Landkreise Dahme-Spreewald (+25), Elbe-Elster (+36), Oberspreewald-Lausitz (+76), Spree-Neiße (+78), Bautzen (+126) und Görlitz (+101).
Insgesamt sind in der Lausitz seit Beginn der Corona-Pandemie 53.869 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Rund 45.859 davon gelten den Angaben der Gesundheitsämter zufolge bereits wieder als geheilt. 1969 Menschen sind an und mit dem Virus verstorben.

So ist die aktuelle Corona-Lage in Brandenburg und Sachsen

In ganz Brandenburg gibt es laut Meldung zum 27. Januar 675 neue Corona-Infektionen. Seit Anfang März 2020 haben sich 67.036 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Die Zahl der toten Corona-Patienten liegt bei 2248 (+65 zum Vortag). Rund 52.333 Patienten gelten den Angaben des Gesundheitsministeriums zufolge derzeit als genesen. Die Zahl der aktuell Erkrankten wird auf rund 12.455 geschätzt.
Am 27. Januar sind in Sachsen 1208 neue Fälle (im Vergleich zum Vortag) hinzugekommen. Insgesamt sind seit Beginn der Coronapandemie 177.144 Personen positiv auf das Virus getestet worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona liegt bei 5993 (+79).
Etwa 156.100 auf Covid-19 positiv getestete Personen sind wieder genesen. Die Zahl der Genesenen ist nach Angaben der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen ein Schätzwert.

Sachsen bei Erst-Impfungen noch unter dem Druchschnitt

Die Zahl der in Deutschland verabreichten Corona-Impfungen ist mit Stand von Mittwoch, 27. Januar, um weitere rund 93.141 (50.614 Erstimpfungen und 42.527 Zweitimpfungen) auf nun insgesamt 1.990.889 gestiegen. Das gab das Robert-Koch-Institut (RKI) bekannt. Die Zahlen bilden den aktuellen Stand ab, soweit die Impfungen aus den Ländern an das RKI gemeldet wurden.
Spitzenreiter sind mit einer Impfquote, also dem Anteil aller Menschen mit einer Erst-Impfung in der Gesamtbevölkerung, von 3,3 Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz vor Schleswig-Holstein mit 3,0 Prozent. Schlusslicht mit 1,6 ist Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachen mit 1,7.
Thüringen hat mit 2,1 leicht aufgeholt. Sachsen hat inzwischen 1,9 Prozent seiner Bevölkerung geimpft. Brandenburg liegt jetzt bei einer Quote von 2,6. Laut RKI-Statistik hat Brandenburg inzwischen 2755 Zweitimpfungen verabreicht. Sachsen liegt bei 9006.
Eine Mehrheit der Deutschen lehnt eine Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie ab. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 56 Prozent gegen eine zwingende Immunisierung gegen das gefährliche Virus aus. 33 Prozent befürworteten einen solchen Schritt dagegen. Elf Prozent machten keine Angaben.
Hinweis der Redaktion: Sofern die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte in der Lausitz eigene Zahlen zum Corona-Infektionsgeschehen veröffentlichen, verwenden die Redakteure der Lausitzer Rundschau diese Werte für die in RUNDSCHAU-Beiträgen und im Ticker eingebundenen Grafiken. Diese Zahlen sind in der Regel genauer als die Werte, die von den Gesundheitsministerien der Bundesländer an das Robert-Koch-Institut gemeldet werden. Das liegt daran, dass es oft zu einem Meldeverzug zwischen Bekanntwerden von Corona-Fällen vor Ort und der Übermittlung der Zahlen kommt. Für die 15-Kilometer-Regel gelten jedoch die Zahlen, die den Gesundheitsministerien der Bundesländer vorliegen.
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Hintergründe zum Coronavirus in der Lausitz finden Sie in diesem Dossier.