Slawenburg Raddusch: Schauriges Halloween-Programm für die ganze Familie

Die Slawenburg in Raddusch lädt zum schaurig-schönen Halloweenfest. Auf dem Programm stehen zahlreiche Angebote für Groß und Klein sowie der Auftakt einer slawischen Konzertreihe. (Archivfoto)
Peter Becker- Die Slawenburg Raddusch feiert Halloween vom 31. Okt. bis 3. Nov. 2024 mit vielen Aktivitäten.
- Highlight: Kammerkonzert-Reihe mit Pianist Yaroslav Kryzhanivskyi am 2. Nov.
- Eintritt: Kinder und Vetschauer Bürger kostenlos, Besucher von außerhalb zahlen 12 Euro.
- Programm: Kürbisschnitzen, Ponyreiten, Laternenumzug, Lagerfeuer.
- Halloween hat keltische Wurzeln, aber die Slawenburg integriert es in ihren Festkalender.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zugegeben, die Slawenburg bei Vetschau (Oberspreewald-Lausitz) ist noch nicht alt genug, um echte Geister und Gespenster in ihren historisch anmutenden Mauern zu beherbergen. Aber das ist für das Team rund um (Neu-)Betreiber David Chmelik noch lange kein Grund, auf das populäre Gruselfest Halloween zu verzichten.
An gleich vier Tagen wird am kommenden Wochenende, vom 31. Oktober bis 3. November 2024, standesgemäß gruselig in der Wallanlage gefeiert. Geboten werden, neben zahlreichen schaurig-schönen Aktionen für große und kleine Besucher, auch der Auftakt der von Chmelik lange geplanten Kammerkonzert-Reihe im neuen Konzertsaal der Burg.
Vorweg sei schon einmal verraten: Der Eintritt zum mehrtägigen Event ist an diesem Wochenende für alle Kinder und Vetschauer Bürger kostenlos. Besucher von außerhalb zahlen 12 Euro pro Person.
Bleibt die Frage offen: Was hat das keltische Halloween eigentlich mit den Slawen zu tun? Doch dazu später mehr.
Kürbisse, Laternen und Schnitzeljagd mit Geist – das Programm
Nach den Slawenwiesen im September und dem großen Mittelaltermarkt im Oktober steht in der Slawenburg mit der Halloween-Sause bereits die dritte Großveranstaltung in ebenso vielen Monaten an. Und ebenso wie zuvor wartet erneut ein buntes – und in diesem Fall schauriges – Programm auf alle Gäste.
Den Auftakt macht eine Tradition, die wie keine andere im Halloween-Brauchtum verankert ist: das Kürbisschnitzen. Wer sich darin einmal ausprobieren (oder sein Können zur Schau stellen) möchte, der hat an allen vier Tagen ab 12 Uhr die Möglichkeit. Groß und Klein können hier nach Lust und Laune gruselige Fratzen oder auch lustige Gesichter in die Kürbisse schnitzen und sich auf diese Weise ihre eigene Halloween-Dekoration gestalten.
Am Donnerstag, dem 31. Oktober, ab 14 Uhr sowie an allen anderen Tagen ab 12 Uhr stehen zudem Ponyreiten und Kremserfahrten auf dem Programm. Letztere finden alle zwei Stunden statt und führen Gäste und Halloweenfans in die Umgebung der Burg, die aktuell in herbstlichen Farben leuchtet. Alternativ lohnt natürlich auch immer ein Besuch in der interaktiven Ausstellung. Auch diese ist an allen vier Tagen ab jeweils 10 Uhr geöffnet und gibt Einblicke in das Leben und die Siedlungsgeschichte der Slawen in der Lausitz.
Für die kleinen Entdecker wird es abends dann besonders spannend: Um 18 Uhr beginnt eine Schnitzeljagd, bei der das Gespenst Jarosleif die Besucher durch die Ausstellung führt und allerlei Rätsel, versteckte Schätze und ganz viel Wissenswertes bereithält. Abgerundet wird der erste Halloween-Abend ab 19 Uhr mit einem gemütlichen Lagerfeuer, an dem die Besucher bei Stockbrot und Märchen die Eindrücke des Tages auf sich wirken lassen können.
Basteln, Bogenschießen und Geschichten am Lagerfeuer
Am Freitag, dem 1. November, wird das Programm mit neuen Highlights fortgesetzt. Neben dem Museumsbetrieb und dem Kürbisschnitzen können Kinder und ihre Eltern ab 15 Uhr Laternen basteln. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: Buntes Papier, Glitzer und jede Menge Material warten darauf, in gruselige Lampions verwandelt zu werden.
Pünktlich um 18 Uhr startet dann der Laternenumzug, der die Burg und das Gelände in ein warmes Lichtermeer tauchen wird. Auch am Freitag wird der Abend mit einem knisternden Lagerfeuer, spannenden Geschichten und leckerem Stockbrot beschlossen.
Am Samstag, dem 2. November, können Besucher ab 14 Uhr zusätzlich ihre Fähigkeiten im Bogenschießen im Innenhof der Slawenburg testen. Die benötigte Ausrüstung wird zur Verfügung gestellt, und sowohl Anfänger als auch geübte Schützen können ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen.
Das erste slawische Kammerkonzert in der Slawenburg Raddusch
Abseits des schaurigen Halloween-Programms dürften auch Musikliebhaber auf ihre Kosten kommen, denn am Samstag gibt sich Pianist Yaroslav Kryzhanivskyi im neu eingerichteten Konzertsaal der Burg (ehemals Raum für Sonderausstellungen) die Ehre. Der aus der Ukraine stammende und inzwischen in Brüssel lebende Absolvent renommierter Musikschulen wird ab 18 Uhr am Konzertflügel Stücke von Haydn, Rachmaninow, Liszt und Chopin darbieten.
Damit eröffnet der Künstler eine Reihe slawischer Kammerkonzerte, die im Winter 2024/25 regelmäßig in der Burg stattfinden sollen, wie Betreiber David Chmelik verrät. Das nächste Konzert soll bereits zwei Wochen später, am 26. November, folgen, dann mit einer tschechischen Pianistin und einer Mezzosopranistin. Der Eintritt beträgt 15 Euro.
Ein keltisches Fest in slawischer Kulisse
Aber zurück zu Halloween: Das Geisterfest mit Wurzeln im irischen und schottischen (also keltischen) Brauchtum ist vor allem in den USA populär. Mittlerweile wird es aber auch hierzulande und in vielen anderen Ländern gern gefeiert. Einen slawischen Hintergrund hat Halloween damit also nicht. Macht aber nichts, findet Betreiber David Chmelik.
Das Gruselfest „gehört inzwischen in vielen Teilen der Welt in den Festkalender. „Mit unseren Angeboten und Veranstaltungen wollen wir dem Jahresverlauf und den Bräuchen folgen, ob sie slawisch sind oder nicht. Denn wir sind hier nach wie vor in einer Region, die nicht nur slawisch geprägt ist.“ Wann immer es sich anbiete, so Chmelik, wolle er das Slawentum in den Mittelpunkt rücken. „Aber wir wollen auch nicht alles um jeden Preis slawisieren.“













