Eigentlich war alles bestens geplant und dann wird es doch wieder knapp auf den letzten Metern bis zu den Weihnachtsfeiertagen. Das kennt fast jeder. Die Rundschau hat deshalb ein paar Geschenkideen zusammengetragen – für jeden Geldbeutel und Geschmack. Die Devise lautet dabei, ein Stück Cottbus oder Region unter den Weihnachtsbaum zu packen.
Das Gute an regionalen Produkten ist, dass sie nicht nur den Liebsten eine Freude bereiten, sondern auch den heimischen Geschäftsleuten und Anbietern helfen.
In den Gläsern stecken Früchte aus dem Spreewald. Die Produkte gibt es in Burg Spreewald direkt beim Erzeuger zu kaufen.
In den Gläsern stecken Früchte aus dem Spreewald. Die Produkte gibt es in Burg Spreewald direkt beim Erzeuger zu kaufen.
© Foto: Andrea Veltjens

Superfood aus dem Spreewald

Naschkatzen sind bei Marmeladenmanufaktur Rosenrot & Feengrün in Burg genau richtig. Chefin Andrea Veltjens erzählt: „Die Sorten ‚Pflaume-Ingwer‘ und ‚Kirsch-Whisky‘ sind zu Weihnachten besonders beliebt.“ Die verarbeiteten Früchte sind demnach alle direkt vor der Haustür im Spreewald gewachsen und stammen wie bei der Wildheidelbeer- oder Schlee-Marmelade mitunter aus Wildsammlungen. „Das ist Superfood aus der Region.“ Die Marmeladen sind zu Preisen zwischen 5,20 und 6,50 Euro pro Glas im Hofladen in der Ringchaussee 108 in Burg erhältlich – auch noch am Heiligabend, bis 12 Uhr, wie Andrea Veltjens verspricht. Kunden werden um eine telefonische Voranmeldung unter 035601 547 gebeten.
In dem kleinen Heftchen "Cottbus für Angeber" sind viele unbekannte Fakten über die Lausitzmetropole vereint.
In dem kleinen Heftchen „Cottbus für Angeber“ sind viele unbekannte Fakten über die Lausitzmetropole vereint.
© Foto: Silke Halpick

Mal richtig über Cottbus Klugscheißen

Wer mit ungewöhnlichen Fakten über die Lausitz-Metropole glänzen will, für den ist die kleine Broschüre „Cottbus für Angeber“ genau das Richtige. Oder wussten Sie etwa, dass Cottbus das einzige stationäre Pferdetheater hat, die älteste Robinie Deutschlands in Cottbus wächst, Cottbuser Mayonnaise sogar in Supermärkten in Hongkong, Brasilien und Afrika zu finden ist oder dass Cottbus als die Stadt mit den schönsten Mädchen in Ostdeutschland gilt? Noch mehr oder weniger notwendiges, aber unterhaltsames Allgemeinwissen über die Lausitzmetropole gibt es für 5 Euro pro Band beim Cottbus-Service in der Stadthalle.
Der Bildband versammelt Aktfotografien der vergangenen Jahrzehnte von Gerd Rattai. Der Cottbuser Fotograf gehört zu den bekanntesten Aktfotografen der DDR.
Der Bildband versammelt Aktfotografien der vergangenen Jahrzehnte von Gerd Rattai. Der Cottbuser Fotograf gehört zu den bekanntesten Aktfotografen der DDR.
© Foto: Peggy Kompalla

Oh, là, là unterm Weihnachtsbaum

Der Bildband von Gerd Rattai wird mit Sicherheit für eine Überraschung unterm Weihnachtsbaum sorgen. Versammelt das Buch doch Aktfotografien der vergangenen Jahrzehnte. Schließlich gehört der Cottbuser Fotograf in die Riege der anerkannten Aktfotografen der DDR. Seine Bilder fanden sich regelmäßig in der begehrten Zeitschrift Das Magazin wieder. Selbst im Cottbuser Rathaus waren seine Akte in einer Retrospektive zu sehen, wo sie die Wände einer ganzen Etage füllten. Jetzt gibt es die Fotografien im handlichen Format für zu Hause. Der vorliegende Band ist bei Bild und Heimat Berlin erschienen und umfasst 192 Seiten. Erhältlich ist er für 19,99 Euro bei Hugendubel in Cottbus.
Eine selbst zusammengebastelte VR-Brille vermittelt ganz neue Eindrücke von Cottbus.
Eine selbst zusammengebastelte VR-Brille vermittelt ganz neue Eindrücke von Cottbus.
© Foto: Silke Halpick

Ein virtueller Cottbus-Rundgang

Egal, wie das Wetter zu Weihnachten wird: Beim virtuellen Rundgang durch Cottbus scheint immer die Sonne. Beim Cottbus-Service in der Stadthalle gibt es die Papp-VR-Brille für 4,50 Euro zu kaufen. Sie ist schnell zusammengebaut, das Handy wird einfach hineingelegt – und schon kann es losgehen. Knapp neun Minuten lang ist der Film über Cottbus. Auch andere 3D-Filme können damit angeschaut werden. Mit der Qualität von teuren VR-Brillen kann die Pappversion allerdings nicht mithalten.
Ist es ein Kochbuch? Ist es ein Geschichtsbuch? Ist ein Buch über Fürst Pückler? Alles!
Ist es ein Kochbuch? Ist es ein Geschichtsbuch? Ist ein Buch über Fürst Pückler? Alles!
© Foto: Peggy Kompalla

Fürstlich kochen und speisen in Branitz oder zu Hause

Mit dem Buch „Zu Gast bei Fürst Pückler – Die Tafelfreuden des grünen Fürsten“ ist dem Autorenteam ein Coup gelungen. Schließlich vereint das Werk auf sinnliche Weise Kochkunst und Geschichte. Die Kunsthistorikerin und Pückler-Kennerin Marina Heilmeyer führt den Leser in die Sitten des Fürstenhauses in Branitz ein. Dazu liefert Koch Tim Sillack die Neuinterpretation von 65 historischen Rezepten – zwischendurch immer wieder garniert mit Geschichtshappen. Das Buch ist also gleichermaßen für Kunst- und Geschichtsinteressierte und Kochbegeisterte zu empfehlen. Das opulente Werk umfasst 226 Seiten und ist für 38 Euro im Buchhandel oder direkt im Schloss Branitz zu haben. Wer das Geschenk noch veredeln will, dem sei ein Gutschein für das Cavalierhaus empfohlen. Dort steht Tim Sillack mit seinem Team in der Küche und erfindet die Branitzer Gaumenfreuden immer wieder neu.
Handgefertigte Seifen gibt es von zwei Produzenten in Cottbus. Punkten können die Produkte mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen.
Handgefertigte Seifen gibt es von zwei Produzenten in Cottbus. Punkten können die Produkte mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen.
© Foto: Daria Swat

Cottbuser Seifenmanufakturen setzen auf Natur

Eine schöne Geschenkidee sind auch handgefertigte Naturseifen. Zwei Produzenten gibt es in Cottbus: Die Produkte von „Lausitzer Naturseifen“ werden mit reinen ätherischen Ölen gefertigt, wie Inhaberin Daria Swat betont. Ein neuer Trend seien die festen Dusch- und Haarwaschseifen, die ohne Silikon und Plastikverpackung auskommen. Zu kaufen gibt es sie im Bioladen Schömmel und in der Salzwelt in der Burgstraße. Konkurrent „Spreevogel“ ist in den Edeka-Supermärkten am TKC und in Peitz vertreten. Für Benjamin Illing ist die Leinöl-Seife das vegane Pendant zur Schafsmilchseife und aufgrund der rückfettenden Wirkung sehr zu empfehlen. Immer beliebt seien aber auch Klassiker wie Rose, Lavendel, Limone. Die Seifen kosten zwischen sechs und sieben Euro pro 100 Gramm und können auch im Online-Shop bestellt werden.
Christian Namyslo in seiner Cottbuser Kaffeerösterei mit seinen Kindern Mina und Theo sowie den Mitarbeiterinnen Annett Barthold und Susanne Klisch.
Christian Namyslo in seiner Cottbuser Kaffeerösterei mit seinen Kindern Mina und Theo sowie den Mitarbeiterinnen Annett Barthold und Susanne Klisch.
© Foto: Peggy Kompalla

Die Extra-Röstung in Cottbus

An den Feiertagen gibt es ausreichend Gelegenheit zum Schlemmen – und zwischendrin zum Kaffeetrinken. Was bietet sich also besser an, als ein gutes Päckchen Kaffee? Noch dazu, wenn die Bohnen in Cottbus bei der Röstung ihren Extra-Kick erhalten haben. Seit fünfeinhalb Jahren betreibt Christian Namyslo die Cottbuser Kaffeerösterei an der Sandower Straße hat Kaffee aus 20 Ländern in ihrem Sortiment. Der Cottbuser bezieht die grünen Bohnen über Hamburg und Bremen oder auch direkt von einer Finca in Kolumbien. Der Chef setzt bei der Röstung auf ausreichend Zeit. „Mindestens 15 Minuten müssen es sein“, sagt Christian Namyslo. Zum Vergleich: In der Industrie bekommen die Kaffeebohnen drei bis fünf Minuten Hitze. „Aber erst durch das Langzeitrösten wird der Kaffee sehr bekömmlich. Er verliert dadurch seine Säure und die Bitterkeit wird eliminiert. Dadurch kommen die Aromen voll zur Wirkung.“ Die Rösterei bietet neben den reinen Sorten auch Hausmischungen an. Dazu gehört die Altstadt-Mischung, der Fürst-Pückler-Kaffee oder der Spreewald-Kaffee. 250 Gramm Kaffee kosten zwischen 8 und 13 Euro. Das Geschäft hat derzeit unter der Woche bis 18 Uhr geöffnet und Heiligabend von 9 bis 13 Uhr.
Mit einer Karte in sieben Cottbuser Museen.
Mit einer Karte in sieben Cottbuser Museen.
© Foto: Foto: Michael Helbig / Montage: Janetzko/lr

Eine Karte für sieben Museen in Cottbus

Das ist ein echtes Schnäppchen, mit dem ein großes Stück Cottbus verschenkt wird. Die Museumskarte ermöglicht ein Jahr lang den Eintritt in sieben Museen der Stadt. Dazu gehören das Schloss Branitz, das Kunstmuseum im Dieselkraftwerk, das Stadtmuseum, das Menschenrechtszentrum im alten Zuchthaus an der Bautzener Straße, das Brandenburgische Apothekenmuseum auf dem Altmarkt, das Flugplatzmuseum und für den guten Ausblick der Spremberger Turm. Diese Mischung an Wissen und Kultur gibt es für 15 Euro. Die Karte ist beim Cottbus-Service und in allen teilnehmenden Museen erhältlich.
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