Energie Cottbus
: Warum Alexander Sebald gegen den BAK spielen sollte – dann aber nicht im Tor stand

Claus-Dieter Wollitz von Energie Cottbus verriet nach dem Sieg gegen den Berliner AK ein interessantes Detail: Eigentlich sollte Alexander Sebald statt Elias Bethke im Tor stehen. Es gibt weitere Härtefälle.
Von
Jan Lehmann,
Eric Voigt
Cottbus
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  • Alexander Sebald – hier im Testspiel beim FC Erzgebirge Aue – ist Ersatzkeeper bei Energie Cottbus. Wegen seiner guten Leistungen im Training wollte ihn FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz nun spielen lassen. Doch er entschied sich anders.

    Alexander Sebald – hier im Testspiel beim FC Erzgebirge Aue – ist Ersatzkeeper bei Energie Cottbus. Wegen seiner guten Leistungen im Training wollte ihn FCE-Trainer Claus-Dieter Wollitz nun spielen lassen. Doch er entschied sich anders.

    Gabor Krieg/PicturePoint
  • Torhüter Elias Bethke hat seine Chance genutzt und ist Stammkeeper beim FC Energie Cottbus.

    Torhüter Elias Bethke hat seine Chance genutzt und ist Stammkeeper beim FC Energie Cottbus.

    Steffen Beyer
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Torhüter Elias Bethke von Energie Cottbus hatte am Samstag beim 2:1-Sieg des FCE gegen den Berliner AK wenig Möglichkeiten, sich in der Fußball-Regionalliga Nordost auszuzeichnen. Der 19-Jährige war bei den wenigen Möglichkeiten der Gäste rechtzeitig zur Stelle. Beim Gegentor zum zwischenzeitlichen 1:1 durch den Kopfball von Shinji Yamada war er chancenlos – kurz darauf wackelte er bei einem Ball mal kurz und musste nachfassen.

Alles in allem eine solide Leistung des jungen Torhüters. Im neuen Bewertungstool RankIt von LR-Sport bekam er dafür von der Redaktion die Spielnote 3. Die LR-Leser sahen den Auftritt insgesamt sogar etwas besser – dort steht aktuell eine Durchschnittsnote mit einer 2 vor dem Komma. Die Leser können noch bis Freitag die Leistungen der FCE-Profis bewerten.

Trainer Wollitz wollte Alexander Sebald spielen lassen

Nach dem Sieg gegen den Berliner AK verriet nun Trainer Claus-Dieter Wollitz allerdings, dass er eigentlich einen Wechsel im Tor geplant hatte. Er erklärte: „Ich wollte Alexander Sebald auch ein Spiel geben. Weil er fantastisch trainiert und ein fantastischer Torwart ist.“

Sebald war im Sommer zum FCE gekommen und hatte in den beiden ersten Saisonspielen im DFB-Pokal gegen Werder Bremen und in der Regionalliga Nordost bei der VSG Altglienicke im Tor gestanden. Eine schwere Knieverletzung und die daraus folgende Operation stoppten dann den 26-Jährigen.

Elias Bethke bekam seine Chance – und nutzte sie. Alexander Sebald indes macht im Training auf sich aufmerksam. Coach Wollitz hat jetzt schon einige Mal davon berichtet, wie stark die Leistungen des Ersatzkeepers sind. Er betonte nun: „Sebald ist ein Pusher der Mannschaft.“

Weitere Härtefälle bei Energie Cottbus

Dass er sich letztlich doch gegen den Einsatz des Reservisten entschied, hatte laut Wollitz taktische Gründe. Er verdeutlichte: „Man hat in vielen Szenen gesehen, dass der Berliner AK sehr gut die Tiefe mit flachen Bällen bedient. Bei diesen Steckpässen braucht man einen Torhüter, der Spielpraxis hat.“

So blieb Bethke im Tor und Sebald auf der Bank. Trainer Wollitz gab zu, wie schwer ihm dieser Entschluss gefallen sei: „Es sind immer diese Entscheidungen, die wir im Trainerteam zu treffen haben. Das ist sicher für den Spieler nicht so einfach, aber es geht hier um den gemeinschaftlichen Erfolg des Clubs.“

Die Frage Elias Bethke oder Alexander Sebald sei dabei nicht die einzige schwierige Angelegenheit gewesen, berichtete der Energie-Trainer. Demnach habe er eigentlich Eric Hottmann und Jan Shcherbakovski schon früh in der zurückliegenden Woche einen Startelf-Einsatz gegen den Berliner AK versprochen. Aufgrund der Trainingseindrücke setzte er letztlich im Heimspiel dann aber vorerst doch auf Timmy Thiele und Maximilian Oesterhelweg. Mit Erfolg: Thiele erzielte das Führungstor, der eingewechselte Hottmann dann den Siegtreffer für Energie Cottbus.

Neue Startelf für das Spiel beim Chemnitzer FC

Kurz vor Spielende gab es dann die nächste Gewissensfrage: Youngster Paul Wagner, dem Wollitz gute Trainingsleistungen bescheinigt – oder Rückkehrer Niclas Erlbeck? Obwohl der Routinier erst seit zwei Wochen nach seiner langen Verletzungspause wieder zurück in Cottbus ist, entschied sich der Trainer für den 30-jährigen Erlbeck. Wollitz erklärte: „Ich wollte bei diesem Spielstand nicht dieses Risiko mit einem jungen Spieler eingehen.“

In den entscheidenden Wochen des Titelkampfs der Fußball-Regionalliga Nordost muss Wollitz weitere Härtefall-Entscheidungen treffen. Mit Jonas Hildebrandt und Axel Borgmann werden am Freitag für das Spiel beim Chemnitzer FC (18 Uhr/LR-Liveticker) zwei Leistungsträger zurück in der Startelf erwartet.

Die Aufstellung dürfte also erneut verändert werden. Zudem ist mit Tim Heike der dritte Angreifer fit. Der Trainer erklärte: „Das gibt mir schon immer wieder Kopfschmerzen. Aber insgesamt ist es mir lieber so. Ich gehe mit den Spielern offen in diesen Situationen um.“

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Die Tabelle der Regionalliga Nordost

Energie Cottbus in der Regionalliga Nordost

Energie Cottbus im Landespokal

19. November 2022: Energie Cottbus – SV Babelsberg 2:1

24. September 2022: RSV Eintracht Stahnsdorf – Energie Cottbus 2:4 (1:1)

02. September 2022: BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow – Energie Cottbus 0:3 (0:2)

Energie Cottbus im DFB-Pokal

01. August 2022: Energie Cottbus – Werder Bremen 1:2 (0:1)

Die Testspiele von Energie Cottbus

1. Juli 2022: ESV Lok Falkenberg – Energie Cottbus 0:15

2. Juli 2022: Neuzeller SV – Energie Cottbus 0:20 (0:13)

3. Juli 2022: SG Briesen/Dissen – Energie Cottbus 0:12 (0:4)

8. Juli 2022: Energie Cottbus – Hertha BSC 1:5 (0:1)

9. Juli 2022: Energie Cottbus Lechia Zielona Gora (in Finsterwalde) 8:2 (2:1)

16. Juli 2022: SpVgg Bayreuth – Energie Cottbus 1:1 (1:1)

20. Juli 2022: Budissa Bautzen – Energie Cottbus 1:6 (1:1)

24. Juli 2022: Energie Cottbus – Borussia Hildesheim 2:0 (1:0)

7. Januar 2023: SG Eintracht Peitz – Energie Cottbus 0:15 (0:7)

10. Januar 2023: FC Erzgebirge Aue – Energie Cottbus 3:1 (1:1)

14. Januar 2023: Energie Cottbus – VFC Plauen 1:0

14. Januar 2023: 1. FC Frankfurt – Energie Cottbus 0:0

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