Wahl 2024 in Hoyerswerda
: Einwohner haben gewählt – die AfD ist der Wahlsieger

Punkt 18 Uhr sind am Sonntag (9. Juni 2024) auch in der Region Ostsachsen die Europa- und Kommunalwahlen zu Ende gegangen. In diesem Newsblog gibt es die wichtigsten Informationen.
Von
Ronald Ufer,
Catrin Würz
Hoyerswerda
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Im Wahllokal 26 im Vis-á-vis-Saal in Hoyerswerda hat das Auszählen der Stimmen zur Europawahl begonnen. Fast 500 Wähler von insgesamt 876 Wahlberechtigten haben in diesem Wahllokal ihre Stimme abgegeben.

Im Wahllokal 26 im Vis-á-vis-Saal in Hoyerswerda hat das Auszählen der Stimmen zur Europawahl begonnen. Fast 500 Wähler von insgesamt 876 Wahlberechtigten haben in diesem Wahllokal ihre Stimme abgegeben.

Catrin Würz

Am Sonntag geben auch die Bürger im Landkreis Bautzen bei der Europa- und Kommunalwahl ihre Stimme ab.

Die Wahllokale öffnen von 8 bis 18 Uhr. Stimmen der Briefwahl müssen um 18 Uhr vorliegen. Das Mindestalter zur Wahl liegt bei 16 Jahren.

Newsblog: Hier lesen Sie alles zu den Wahlen in der Region

+++11.10 Uhr: Liebe Leser, dieser Live-Ticker wird beendet. Verfolgen Sie gerne die weitere Berichterstattung zu Stimmen, Analsyen und weiteren Ergebnissen zur Wahl auf lr.de.

+++10.30 Uhr, Bautzen: Die AfD ist klarer Sieger bei der Europawahl im Landkreis Bautzen. Sie erreichte 39,2 Prozent der Stimmen. Es folgen die CDU mit 23,7 Prozent und das Bündnis Sahra Wagenknecht mit 12,3 Prozent. Die SPD erreichte 5,1 Prozent, die Linke 3,2 Prozent und die freien Wähler 2,8 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,8 Prozent.

+++9.44 Uhr, Bernsdorf: Erst 3.45 Uhr in der Nacht wurde im Rathaus von Bernsdorf das Licht ausgemacht. Zu diesem Zeitpunkt waren zwar die Wahlen zum Stadtrat und Kreistag ausgezählt, noch nicht aber die Wahl der Ortschaftsräte. Das wird aktuell heute Vormittag im Rathaus fortgesetzt, bestätigt Gemeindewahlleiterin Gabriele Witschaß.

+++9.10 Uhr, Hoyerswerda: Laut dem vorläufigen Ergebnis werden folgende Personen im neuen Hoyerswerdaer Stadtrat einen Sitz haben. Es sind viele „alte Hasen“ mit teils jahrelanger Erfahrung darunter, aber auch einige Neulinge:

Für die AfD ziehen Doreen Schwietzer, Sebastian Dömmel, Ronny Szepanski, Falk Sitte, Uwe Köhler, René Warlich, Sabine Baer, Falk Hempel und Detlef Degner ins Stadtparlament ein. Die CDU wird künftig durch Dr. Gitta Kaltschmidt, Claudia Florian, Frank Hirche, André Pieprz, Nick Jantschke, Conni Böhme und Dr. Christoph Wowtscherk vertreten sein.

Für die SPD haben Uwe Blazejczyk, Katharina Korch, Thomas Delling und Jan Kregelin die meisten Stimmen und damit einen Sitz geholt. Für das Bürgerbündnis Aktives Hoyerswerda werden künftig Christian Bormann, Alexander Pelzer, Frank Seifert und Christian Völker-Kieschnick im Stadtrat vertreten sein. Weitere Sitze werden Ralf Haenel und Elke Jung (beide Die Linke), Dirk Nasdala und Marcel Linack (beide StadtZukunft) sowie Dorit Baumeister (Grüne) und Marco Gbureck (KBH) einnehmen.

+++Montag, 10. Juni, 8.33 Uhr Hoyerswerda: Um 1.50 Uhr in der Nacht waren die Ergebnisse zur Stadtratswahl Hoyerswerda fertig ausgezählt. Das sind die Ergebnisse:

AfD: 30,5 Prozent (neun Sitze)

CDU: 22,2 Prozent (sieben Sitze)

SPD: 11,9 Prozent (vier Sitze)

Aktives Hoyerswerda: 11,3 Prozent (vier Sitze)

Die Linke: 7,9 Prozent (zwei Sitze)

FW StadtZukunft: 7,6 Prozent (zwei Sitze)

Bündnis90/Grüne: 4,4 Prozent (ein Sitz)

KBH: 4,2 Prozent (ein Sitz)

+++22.30 Uhr Lauta: Bei der Stadtratswahl in Lauta liegt das Endergebnis vor: Demnach erhielten die Freien Wähler 34,1 Prozent der Stimmen. Es folgen die AfD mit 30,1 Prozent, WIR mit 16,5 Prozent und die CDU mit 10,3 Prozent. Für die Vereinigung BW stimmten 3,9 Prozent der Wähler, für die Linke 2,7 Prozent und 2,5 Prozent.

+++22.27 Uhr, Hoyerswerda: In den Wahllokalen in Hoyerswerda wird momentan weiter fieberhaft die Wahl zum Stadtrat ausgezählt. Aktuell liegen die Ergebnisse von 14 Wahllokalen der insgesamt 29 schon vor – also etwa die Hälfte der abgegebenen Stimmen. Demnach sieht es nach einem klaren Siegeszug der AfD aus. Nach dem derzeitigen Ergebnis würden im 30-köpfigen Stadtrat elf Plätze von der AfD besetzt, sieben Sitze durch die CDU, jeweils drei Sitze von SPD und dem Bürgerbündnis Aktives Hoyerswerda. Auf jeweils zwei Sitze würden nach aktuellem Stand Die Linke und Freie Wähler StadtZukunft sowie auf je einen Sitz die Grünen und das Konservative Bürgerbündnis Hoyerswerda (KBH) kommen.

+++22.20 Uhr Wittichenau: Mit 69,6 Prozent verzeichnete Wittichenau eine der höchsten Wahlbeteiligungen in der Region. Sie stieg gegenüber 2019 um fünf Prozent. Die AfD wurde bei der Europawahl stärkste Kraft mit 39,5 Prozent. Es folgen die CDU mit 23,7 Prozent und das Bündnis Sahra Wagenknecht mit 12,2 Prozent. Die SPD erreichte fünf Prozent, die Linke 3,2 Prozent, die Freien Wähler 2,8 Prozent. Für die Grünen stimmten 2,6 Prozent der Wähler, für die FDP zwei Prozent.

+++22.00 Uhr Lauta: Die Wahlbeteiligung in Lauta beträgt 61 Prozent. Die AfD erreichte bei der Europawahl 44 Prozent. Es folgt die CDU mit 17,6 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht liegt auf Platz drei mit 13,3 Prozent. Die SPD erreichte 5,5 Prozent, die Freien Wähler 4,4 Prozent, die Linke 3,6 Prozent und die Grünen 1,6 Prozent. Die AfD legt um mehr als zehn Prozentpunkte zu, die Linke verliert fast in gleicher Höhe. Auch CDU und SPD geben Stimmen ab.

+++21.45 Uhr, Bernsdorf: In Bernsdorf lag die Wahlbeteiligung bei 65,4 Prozent. Die AfD legte bei der Europawahl um fast sechs Prozent auf 39,1 Prozent zu. Die CDU erreichte 22,8 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht erhielt einen Stimmenanteil von 13,3 Prozent. Für die Linke stimmten 4,4 Prozent der Wähler, sie ist in der Stadt der mit Abstand größte Wahlverlierer. Die Grünen erreichten einen Stimmenanteil von 1,9 Prozent. Die SPD verlor und erhielt 4,9 Prozent. Die Freien Wähler bekamen 5,9 Prozent der Wählerstimmen.

+++20.45 Uhr, Hoyerswerda: Die Wahlbeteiligung liegt in Hoyerswerda bei 60,59 Prozent, vor fünf Jahren waren es 54,8 Prozent. Die AfD erreicht als klarer Sieger 34,55 Prozent, gut fünf Prozent mehr als vor fünf Jahren. Die CDU holt 21,33 Prozent, leicht mehr als 2019. Das Bündnis Sahra Wagenknecht gewinnt aus dem Stand 15,01 Prozent der Stimmen. Die SPD erreicht 8,6 Prozent, gut zwei Prozent weniger. Die Linke stürzt auf 5,42 Prozent ab, vor fünf Jahren waren es noch 16,8 Prozent. Drei Prozent der Wähler stimmen für die freien Wähler. Die Grünen halbieren ihren Anteil auf 2,16 Prozent.

AfD setzt sich auch in Hoyerswerda an die Spitze

+++19.19 Uhr, Hoyerswerda: In Hoyerswerda haben jetzt neun von insgesamt 29 Wahllokale erste Ergebnisse zur Europawahl gemeldet. Die AfD liegt demnach deutlich vorn mit 39,3 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Auf Rang 2 folgt mit 19,4 Prozent der Stimmen die CDU. Große Erfolge feiert in Hoyerswerda auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW): nahezu 13 Prozent dieser ersten ausgezählten Stimmen entfallen auf diese Neu-Partei - das bedeutet: bislang drittstärkste Kraft.

+++18 Uhr: Alle Wahllokale in Hoyerswerda und Umgebung sind jetzt geschlossen. Nun beginnt die Auszählung der Stimmen in einer festgelegten Reihenfolge. Zuerst werden die Stimmen zur Europawahl ausgezählt, danach jene für die Stadt- und Gemeinderatswahlen, anschließend die Kreistagswahl. Erst danach werden die Wahlen zu den Ortschaftsräten ausgezählt. Experten rechnen, dass es in vielen Wahllokalen bis Mitternacht und länger dauern kann.

Das ist das Team, das das Wahlbüro der Stadt Hoyerswerda leitet: Vanessa Merker, Uwe Brähmig, Beate Gröger und Anja Preuss.

Das ist das Team, das das Wahlbüro der Stadt Hoyerswerda leitet: Vanessa Merker, Uwe Brähmig, Beate Gröger und Anja Preuss.

Catrin Würz

+++ 17.30 Uhr, Hoyerswerda: Bis 16 Uhr haben in Hoyerswerda 47,7 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Die mehr als 3800 Briefwahlstimmen sind in dieser Bilanz nicht enthalten. Rechnet man sie dazu, ist von einer Wahlbeteiligung von mehr als 60 Prozent auszugehen. Damit zeichnet sich eine stärkere Stimmabgabe als bei der Kommunalwahl 2019 ab, als die Beteiligung in Hoyerswerda bei 54,8 Prozent lag.

+++16.25 Uhr, Lohsa: Mehr als 600 Briefwahlstimmen waren bis zum Nachmittag in Lohsa angekommen. Wahlleiterin Mandy Liepert rechnet noch mit einigen weiteren bis 18 Uhr. „Mehr als 600 Briefwahlstimmen sind für eine Kommune von der Größe Lohsas zwar relativ viel, wir hatten bei einer früheren Wahl aber schon einmal fast 1000“, berichtet sie.

Erstwähler aus Hoyerswerda nutzt den ruhigeren Nachmittag

+++16.20 Uhr, Hoyerswerda: Bill Fritzsche aus Hoyerswerda darf mit seinen 17 Jahren zum ersten Mal an eine Wahlurne treten. Im Wahlbezirk 43 wählt er in den Räumen der Begegnungsstätte „Grüner Hain“ im Wohnkomplex V. Am Nachmittag ist dort nur noch wenig Andrang. Der Berufsschüler hat sich auf den Moment gut vorbereitet und mit seiner Mutter darüber gesprochen. „Es ist wichtig, dass viele ihre Stimme abgeben, damit ein wirkliches Meinungsbild entsteht“, sagt er.

+++16.07 Uhr, Elsterheide: In der Gemeinde Elsterheide gibt es trotz der vergleichsweise geringen Einwohnerzahlen in jedem Ortsteil ein Wahllokal. Dort bildeten sich im Tagesverlauf zeitweise immer wieder kleine Schlangen vor der Stimmabgabe. Es zeichnet sich eine gute Wahlbeteiligung ab.

+++15.50 Uhr, Hoyerswerda: Zum ersten Mal muss an einem Wahlsonntag auch das Alte Rathaus am Altstadt-Marktplatz für die Abläufe der Wahl genutzt werden. „Das ist nötig, weil wir in diesem Jahr erstmals sechs statt nur vier Briefwahllokale einrichten mussten“, sagt die Hoyerswerdaer Wahlleiterin Beate Gröger. Vier Briefwahllokale sind im sogenannten Neuen Rathaus an der Frentzel-Straße untergebracht, die beiden neuen nun im Rathaus der Altstadt.

Knapp 3800 Einwohner der Stadt haben bis zum Nachmittag bereits ihre Wahlbriefe für die Briefwahl im Rathaus abgegeben. Die Auszählung dieser Stimmen ist besonders aufwändig. Denn bevor ab 18 Uhr fast zehntausend Briefumschläge aufgeschlitzt und die Stimmen gezählt werden, muss die Gültigkeit der Wahlunterlagen geprüft werden. Dafür wird der beiliegende Wahlschein auf seine Richtigkeit kontrolliert. Mit diesen vorbereitenden Arbeiten haben die Briefwahlvorstände bereits ab dem frühen Nachmittag begonnen.

Hier bereiten Mitglieder des Briefwahlvorstandes 906 im Lichthof des alten Rathauses Wahlbriefe von Briefwählern für die Auszählung vor. Schon am Nachmittag wird geprüft, ob die Wahlscheine gültig sind. Die Umschläge mit den Stimmzetteln werden aber erst ab 18 Uhr geöffnet.

Hier bereiten Mitglieder des Briefwahlvorstandes 906 im Lichthof des alten Rathauses Wahlbriefe von Briefwählern für die Auszählung vor. Schon am Nachmittag wird geprüft, ob die Wahlscheine gültig sind. Die Umschläge mit den Stimmzetteln werden aber erst ab 18 Uhr geöffnet.

Catrin Würz

Wahlbeteiligung sehr gut in Hoyerswerda

+++15.48 Uhr, Hoyerswerda: In ganz Hoyerswerda hatten bis 14 Uhr schon insgesamt 37,3 Prozent der Wähler ihre Stimmen abgegeben. Damit ist die Wahlbeteiligung in der Stadt zu diesem Zeitpunkt überdurchschnittlich hoch – im Vergleich zu den sachsenweiten Werten.

+++15.35 Uhr, Dresden: Die Wahlbeteiligung im Freistaat Sachsen lag um 14 Uhr nach Angaben des Landeswahlleiters bei 31,4 Prozent. Vor fünf Jahren betrug sie zum gleichen Zeitpunkt 31,9 Prozent. Die Beteiligung an der Briefwahl liegt voraussichtlich aber im Landesdurchschnitt 6,5 Prozentpunkte höher als 2019.

+++15.15 Uhr, Wittichenau: Ein ruhiger Wahlsonntag und eine gute Wahlbeteiligung zeichnen sich in Wittichenau ab. „Probleme gab es bisher keine“, sagt Wahlleiterin Simone Künze. „In einem Wahllokal mit knapp 1000 Wahlberechtigten haben bis 12 Uhr bereits 350 Bürger abgestimmt, deshalb hoffen wir insgesamt auf eine gute Beteiligung.“ Auch einige Fragen von Bürgern gab es. So, warum ein Wähler nur einen Europa-Wahlschein erhielt. Es zeigte sich jedoch, er lebt erst ganz kurz in Wittichenau und war damit noch nicht für die Kommunalwahl wahlberechtigt.

Polizei Görlitz meldet bislang ruhigen Verlauf am Wahlsonntag

+++14.45 Uhr, Görlitz: Einen ruhigen Wahlsonntag vermeldet die Polizeidirektion Görlitz bisher. Bisher ereignete sich noch nichts bei den Stimmabgaben, das ein Einschreiten der Polizei erforderlich gemacht habe, teilt der Lagedienst mit. Auch in der Nacht vor der Wahl blieb es ruhig, nur ganz wenige Wahlplakate wurden noch beschädigt. Insgesamt verlief der Wahlkampf im Landkreis Bautzen friedlich.

+++14.20 Uhr, Lauta: Einer unerwarteten Frage muss sich die Wahlleitung in Lauta stellen. Eine Bürgerin fragt am Sonntag an, warum nur beim Wahlzettel für die Europawahl rechts oben eine Ecke abgeschnitten ist, bei denen für Kreistag, Stadtrat und Ortschaftsrat nicht. Hintergrund ist, nur mit abgeschnittener Ecke können sehgeschädigte Bürger den Wahlzettel in ein Braille-Lesegerät einschieben und dann eigenständig die Partei oder den Kandidaten ihrer Wahl finden. Mit Ecke funktioniert dies nicht, dann wird ein Begleiter benötigt, der Hilfestellung gibt.

Bianka Kulk kann der älteren Bürgerin am Sonntag nicht helfen. Im Gesetz für die Europawahl ist die abgeschnittene Ecke vorgesehen, in den anderen Wahlvorschriften nicht. Die Stadtverwaltung will das Problem im Nachgang aber dem Bundeswahlleiter vortragen.

+++13.55 Uhr, Bernsdorf: Das wohl kleinste Wahllokal der Region befindet sich im Bernsdorfer Ortsteil Zeißholz. Im Ort gibt es insgesamt nur 119 Wahlberechtigte. Der Stadtrat Bernsdorf hat im Vorfeld trotzdem die Entscheidung getroffen, das Wahllokal im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Zeißholz unbedingt zu erhalten, damit die Einwohner nicht den doch sehr langen Weg nach Bernsdorf auf sich nehmen müssen. Damit die Wahl vor Ort abgesichert werden kann, haben sich die Einwohnerinnen Sarah Feilke, Peggy Menzel und Nicole Jakob freiwillig als ehrenamtliche Wahlhelferinnen für die „Frühschicht“ gemeldet.

Das ist das kleinste Wahllokal im Norden des Landkreises Bautzen: Im Bernsdorfer Ortsteil Zeißholz gibt es nur 119 Wahlberechtigte. Bis zum Mittag hatten schon deutlich mehr als ein Drittel ihre Stimme abgegeben.

Das ist das kleinste Wahllokal im Norden des Landkreises Bautzen: Im Bernsdorfer Ortsteil Zeißholz gibt es nur 119 Wahlberechtigte. Bis zum Mittag hatten schon deutlich mehr als ein Drittel ihre Stimme abgegeben.

Catrin Würz

+++ 13.18 Uhr: Im Freistaat Sachsen liegt die Wahlbeteiligung um 12 Uhr bei 20,9 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt weniger als vor fünf Jahren. Da die Briefwahl mit 19,7 Prozent im Freistaat deutlich stärker genutzt wurde, könnte die Wahlbeteiligung insgesamt aber höher liegen. Im Landkreis Bautzen wurde die Briefwahl aber weniger intensiv genutzt als im Landesdurchschnitt, sagte Kreiswahlleiterin Andrea Peter. Bisher habe es keine Probleme gegeben.

+++ 12.46 Uhr, Hoyerswerda: Bis 12 Uhr lag die Wahlbeteiligung in Hoyerswerda bei 26,6 Prozent. Dabei sind die Briefwahlstimmen noch nicht berücksichtigt. Bisher sei der Wahlverlauf in den 23 Abstimmungslokalen nach Angaben von Wahlleiterin Beate Gröger ruhig. Die Wahllokale seien pünktlich geöffnet worden, es gebe keine Besonderheiten.

+++ 12.25 Uhr: Noch etwas verhalten war bis zum Mittag die Wahlbeteiligung im Wahllokal 13 von Hoyerswerda. Sie lag etwa im Rahmen der vergangenen Kommunalwahl vor fünf Jahren. Die 16- und 17-Jährigen, die erstmals ihre Stimme für die Europawahl abgeben dürfen, hatten dort bis zum späten Vormittag noch kaum von ihrem erstmaligen Wahlrecht Gebrauch gemacht. Erst einer hatte bis zu diesem Zeitpunkt dort seine Stimme abgegeben.

Wähler in Spreetal stehen auch schon vor acht Uhr am Wahllokal

+++ 12 Uhr, Gemeinde Spreetal: Sogar schon deutlich vor acht Uhr hatten sich nach Angaben des Wahlvorstandes mehrere Wähler vor dem Wahllokal in Burgneudorf eingefunden, das in der Gemeindeverwaltung eingerichtet ist. Am Vormittag geben stetig Bürger ihre Stimme im Rathaus ab. Viele Ältere nutzen zudem die Gelegenheit für einen Schwatz mit Bekannten.

+++ 11.35 Uhr, Hoyerswerda: Eine Warteschlange hat sich am Sonntagvormittag vor dem Wahllokal 12 im Lessing-Gymnasium in der Altstadt von Hoyerswerda gebildet. Etwas verhaltener ist der Andrang kurioserweise im benachbarten Wahllokal 13, das sich im gleichen Schulgebäude befindet. Vor allem Wähler der mittleren und älteren Generation und einige Familien warten auf die Stimmabgabe. Die Stimmung ist sehr ruhig.

Vor dem Wahllokal 12 im Lessing-Gymnasium Hoyerswerda hat sich eine Schlange gebildet.

Vor dem Wahllokal 12 im Lessing-Gymnasium Hoyerswerda hat sich eine Schlange gebildet.

Ronald Ufer

In Bernsdorf lässt Infratest dimap Wählerumfragen durchführen

+++ 10.55 Uhr, Rathaus Bernsdorf: Im Rathaus Bernsdorf sitzt Yvonne Fischer an einem separaten Tisch und bittet jeden, der das Wahllokal verlässt, auf einem zweiseitigen Fragebogen für die Europawahl noch einmal abzustimmen. Das erfolgt im Auftrag der ARD für die Wahlforschungsgesellschaft Infratest dimap. Bis kurz vor zehn Uhr hatten schon 62 Bernsdorfer Wähler an diesen Interviews teilgenommen, mit deren Hilfe die ARD bereits ab Mittag erste Prognosen abliefern kann. Yvonne Fischer freut sich, dass viele Bernsdorfer mitmachen. Alle eineinhalb Stunden meldet Sie die anonymen Ergebnisse nach Berlin.

Yvonne Fischer führt im Rathaus Bernsdorf Wähler-Befragungen für Infratest dimap durch. Wähler geben dann auf Umfragebogen ihre Stimme noch einmal ab. Auf der Grundlage dieser Angaben werden die Hochrechnungen für die ARD erstellt.

Yvonne Fischer führt im Rathaus Bernsdorf Wähler-Befragungen für Infratest dimap durch. Wähler geben dann auf Umfragebogen ihre Stimme noch einmal ab. Auf der Grundlage dieser Angaben werden die Hochrechnungen für die ARD erstellt.

Catrin Würz

+++ Sonntag, 8.00 Uhr, Auftakt in den Wahlsonntag: In der Stadt Hoyerswerda sind heute knapp 27.000 Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimmen zur Wahl für das Europaparlament sowie für den Kreistag Bautzen, den Stadtrat Hoyerswerda und für die Ortschaftsräte in Bröthen/Michalken, Dörgenhausen, Knappenrode, Schwarzkollm und Zeißig abzugeben. Es verspricht, ein spannender Sonntag zu werden.

Einige Beiträge zur Kommunalwahl finden Sie hier:

Ausgangslage vor den Wahlen im Landkreis Bautzen

Die Bürger entscheiden, wer sie im Europaparlament vertritt. Dafür haben sie eine Stimme. Für den Kreistag in Bautzen, die Stadt- und Gemeinderäte sowie Ortschaftsräte hat jeder Wähler je drei Stimmen. Die Wahlberechtigten stehen in Wählerlisten und haben eine Wahlberechtigung mit Angabe des Wahllokals erhalten. Diese ist zur Stimmangabe mitzubringen, ebenso Personalausweis oder Reisepass.

Bei der Kreistagswahl gehören Lohsa; Spreetal; Elsterheide zum Wahlkreis 5. Hoyerswerda bildet den Wahlkreis 6. Bernsdorf und Lauta zählen zum Wahlkreis 9. Im Landkreis Bautzen sind 92 Kreisräte in zehn Wahlkreisen zu wählen.

Die größte Anzahl von Kandidaten, die sich um ein Kreistagsmandat bewerben, meldet die CDU mit 93 Personen. Diese werden in zehn Wahlkreisen antreten.

Der Bautzener Kreisverband der AfD hat 59 Namen für alle zehn Wahlkreise bestimmt. Erstmals will demnach auch der Lohsaer Bundestagsabgeordnete Karsten Hilse im Kreistag Platz nehmen. Sein Name wird im Wahlkreis 5 auf dem Wahlschein stehen.

Die SPD im Landkreis Bautzen hat insgesamt 57 Frauen und Männer für die Wahl zum Kreistag nominiert. Erstmals steht dabei auch Hoyerswerdas Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh auf dieser Liste ganz oben.

Der Kreisverband von Die Linke stellte 17 Kandidaten auf, vor fünf Jahren waren es noch 31. Bündnis90/Die Grünen tritt mit 36 Kandidaten an.

Für die FDP bewerben sich 17 Kandidaten um den Einzug in den Kreistag. Die Freie Wählervereinigung StadtZukunft Hoyerswerda tritt mit sieben Kandidaten an.

So viele Kandidaten wollen in den Stadtrat von Hoyerswerda

Für den neuen Stadtrat in Hoyerswerda kandidieren 105 Frauen und Männer. Neben bekannten Namen finden sich auch Neulinge. Acht Parteien und Wählervereinigungen treten an, die alle schon im Stadtrat vertreten sind. Die meisten Kandidaten mit 21 hat die CDU nominiert. Sie will wieder stärkste Kraft werden. Bei der Kommunalwahl 2019 wurde in Hoyerswerda die AfD stärkste Kraft, knapp vor der CDU.

Die AfD hat 15 Kandidaten für die Stadtratswahl aufgestellt und will ihr Ergebnis von 2019, als sie mit 26,4 Prozent stärkste Kraft in der Stadt wurde, halten und möglichst noch ausbauen.

An der Hürde der Unterstützungsunterschriften gescheitert sind in Hoyerswerda die FDP, die Satirepartei „Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative“ und das rechte Bündnis Oberlausitz/Freie Sachsen. Alle drei Wahlvorschläge haben nicht die erforderlichen 100 Unterstützer erbringen können, um es auf den Stimmzettel zu schaffen.

So sieht es vor der Wahl in den Orten um Hoyerswerda aus

In Bernsdorf werden 18 Sitze für den Stadtrat vergeben. Die CDU stellt neun Bewerber, die AfD einen, Freie Wähler/BKC (FW/BKC) neun, DIE LINKE acht und die FDP einen Kandidaten.

In Lauta hat der Verband Freie Wähler zwölf Kandidaten aufgestellt, die AfD zwei und die CDU fünf. Die Bürgerbewegung tritt mit zwei Bewerbern an, die Linke mit einem, B90/Die Grünen mit drei und "Wir für Lauta" mit fünf Kandidaten.

In Wittichenau stellt die CDU 17 Kandidaten, die Allgemeine Bürgervertretung 16, die AfD zwei und die SPD vier Bewerber.

Der Gemeinderat Lohsa wird 22 Mitglieder haben. Der Verband Freie Wähler Lohsa hat zwölf Kandidaten aufgestellt, die CDU zehn, die AfD drei. Die Wählervereinigung für die Einheitsgemeinde tritt mit vier Bewerbern an und Die LINKE mit zwei Kandidaten.

In Spreetal hat die Spreetaler Wählervereinigung 16 Kandidaten aufgestellt und die Linke drei.

In Elsterheide kandidieren für die Wählervereinigung Elsterheide zwölf Bürger und für die CDU zehn. Die Vereinigung Freunde der Freiwilligen Feuerwehr Bluno, Freunde der Antennengemeinschaft Bluno, Freunde des LSV Bluno stellt zwei Bewerber und die Wählergruppe dörfliche Lebensqualität drei.