• In Sachsen wurde in dieser Woche eine neue Corona-Schutzverordnung beschlossen
  • Gelten sollen die neuen Regeln vom 21.10.2021 bis 17.11.2021
  • Das sind die Kernpunkte der neuen Verordnung
Sachsen will in der Corona-Pandemie mit Ausnahmen für Weihnachtsmärkte und Bergparaden in die Wintersaison gehen. Die bereits in der vergangenen Woche vorgestellten Eckpunkte wurden heute nach der Sitzung des Kabinetts mit der neuen Corona-Schutzverordnung beschlossen und vorgestellt. Demnach kann bei „landestypischen Veranstaltungen“ wie Bergparaden und Weihnachtsmärkten bis zum Erreichen der sogenannten Vorwarnstufe auf Regeln wie etwa 3G (Geimpfte, Genesene, Getestete), Kontakterfassung und Besucher-Höchstgrenzen verzichtet werden. Notwendig ist allerdings ein genehmigtes Hygienekonzept.
Die Vorwarnstufe greift dann, wenn 650 Betten auf den Normalstationen oder 180 Betten auf den Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind. Derzeit steigt in Sachsen die Zahl der Neuinfektionen und Patienten. Mittlerweile verbucht der Freistaat bundesweit mit 200,8 hinter Thüringen (241,8) die zweithöchste Inzidenz (Zahlen vom 27.10.2021). Mit Stand Mittwoch waren aktuell 159 Covid-19-Patienten in sächsischen Krankenhäusern in Behandlung, auf den Intensivstationen waren es davon 70.

Neue Corona-Schutzverordnung: Sachsen ermöglicht Großveranstaltungen ohne Zuschauerbeschränkung

In Sachsens sind wieder Großveranstaltungen ohne Besucherbegrenzung möglich, wenn die 2G-Regel eingehalten wird. In diesem Fall ist auch keine Kontaktverfolgung mehr nötig. Mit 2G (geimpft oder genesen) wäre es beispielsweise für Fußballclubs wie Dynamo Dresden und RB Leipzig möglich, ihre Stadien wieder komplett zu füllen.
Die neue Landesverordnung soll vom 21. Oktober bis zum 17. November gelten.

Corona in Sachsen: Keine Maskenpflicht mehr im Unterricht

Auch für Kitas und Schulen gibt es eine neue Verordnung. Anders ist, dass ab 8. November in allen Schulklassen keine Maskenpflicht mehr für Schüler und schulische Personal im Unterricht besteht. „Kaum eine Bevölkerungsgruppe muss am Tag so lange Maske tragen wie die Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen. Wir dürfen von Kindern und Jugendlichen nicht mehr abverlangen als von Erwachsenen“, erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). An der Testpflicht halte man jedoch fest. Damit habe man einen guten Überblick über das Infektionsgeschehen und könne gegebenenfalls einschreiten. Im Schulhaus selbst muss ab einem Inzidenzwert von 35 aber weiter eine Maske getragen werden.