Die Corona-Zahlen sind zu hoch, weite Teile des öffentlichen Lebens werden in Sachsen eingeschränkt. Die sächsische Landesregierung reagiert auf die angespannte Corona-Situation im Freistaat. Eine Maßnahme: Am Freitagabend (19.11.2021) wurden alle Weihnachtsmärkte in Sachsen komplett abgesagt. Eine aktuelle Version zu den künftig geltenden Regeln in Sachsen finden Sie hier:

Weihnachtsmärkte abgesagt, Lockdown für Ungeimpfte: Neue Regeln ab 22.11.21

Weihnachtsmärkte werden abgesagt, Kultur- und Freizeiteinrichtungen geschlossen und Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte in Corona-Hotspots eingeführt: Angesichts rasant steigender Infektionszahlen fährt Sachsen große Teile des öffentlichen Lebens herunter. "Die Situation ist hochdramatisch", sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag in Dresden. 2G- oder 2G-Plus-Regeln allein reichten nicht mehr aus, nötig sei jetzt ein "Wellenbrecher".
Was Sachsen erlebe, werde in vielen Teilen Deutschlands in den kommenden Wochen und Monaten eintreten. Grundsätzlich müssten die Geimpften weniger Einschränkungen hinnehmen, aber auch diese Menschen müssten mit Beschränkungen leben. "Wir brauchen zur Bekämpfung der Pandemie mehr Wir und weniger Ich", betonte Kretschmer. "Hier geht es ganz klar um Solidarität."
Die Maßnahmen seien "kein Lockdown", betonte Kretschmer. Es sei aber "zwingend", dass die Maßnahmen nun durchgesetzt würden. Die niedrige Impfquote sei der eigentliche Grund für diese Situation. "Wir sind hier alle in einem Boot, und wir sind alle in einer kollektiven Mithaftung."

Weihnachtsmärkte in Sachsen: Kretschmer forderte Absage bereits am Donnerstag

Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte angesichts einer drastischen Zunahme von Corona-Neuinfektionen die Absage von Weihnachtsmärkten bereits am Donnerstag gefordert. „Man kann sich doch nicht vorstellen, dass man auf dem Weihnachtsmarkt steht, Glühwein trinkt und in den Krankenhäusern ist alles am Ende und man kämpft um die letzten Ressourcen“, sagte er am Donnerstag in der Sendung „Frühstart“ bei RTL/ntv. Bund und Länder müssten Bürgermeistern, Landräten und Marktbetreibern diese schwere Entscheidung jetzt abnehmen.
Sollte sich die Infektionsdynamik bis zum 25. November so fortsetzen wie in den vergangenen zwei Wochen, wäre das eine furchtbare Entwicklung, sagte Kretschmer. „Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Jetzt geht es darum, es rauszuholen.“ Er kritisierte erneut, dass SPD, Grüne und FDP die epidemische Notlage auslaufen lassen wollen: „Wie kann jetzt eine Ampel-Koalition auf die Idee kommen, der Bevölkerung zu sagen, es ist zu Ende.“