Union Berlin Bundesliga
: FCU mit Remis bei Mainz 05 – emotionale Svensson-Rückkehr

Union Berlin spielt in der Fußball-Bundesliga 1:1 (0:0) remis bei Mainz 05. Trainer Bo Svensson wird vor Anpfiff von den Mainzer Fans gefeiert.
Von
Peter Mertes
Mainz
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GER, 1. FSV Mainz 05 vs. 1. FC Union Berlin Fussball, 2. Bundesliga, 1. Spieltag, Spielzeit 2024/2025, 24.08.2024.: Jonathan Burkardt (1. FSV Mainz 05, #29) im Zweikampf mit Diogo Leite (1. FC Union Berlin, #04),

GER, 1. FSV Mainz 05  vs. 1. FC Union Berlin Fussball, 1. Bundesliga, 1. Spieltag, Spielzeit 2024/2025, 24.08.2024.

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Foto: Eibner-Pressefoto/Florian Wiegand

Spieltag: Viele Zweikämpfe prägten in der Fußball-Bundesliga das Duell zwischen Union Berlin (Diogo Leite, r.) und Mainz 05 (Jonathan Burkardt (l.). Für FCU-Trainer Bo Svensson war es die erwartet emotionale Rückkehr an alte Wirkungsstätte.

eibner/Florian Wiegan

Union Berlin spielt im ersten Bundesliga-Spiel unter Bo Svensson 1:1 (0:0) remis gegen Mainz 05. Zwei späte Einwechslungen bringen die Köpenicker nach Rückstand zurück ins Spiel.

Im Vergleich zum 1:0-Sieg im DFB-Pokal gegen den Greifswalder FC wechselte Bo Svensson in der Startelf dreifach: Jannik Haberer saß wie die Neuzugänge Leopold Querfeld und László Bénes auf der Bank. Dafür kehrte Diogo Leite in die Innenverteidigung zurück, Christopher Trimmel startete als Rechtsverteidiger und Lucas Tousart übernahm den Posten im Kreativzentrum.

Das Duell zwischen Union Berlin und Mainz 05 hatte es bereits in der Vorsaison am ersten Spieltag gegeben – damals in Berlin und mit Bo Svensson auf der Mainzer Trainerbank. Union gewann mit 4:1.

Emotionaler Empfang für Union-Trainer Bo Svensson in Mainz

Für Svensson wurde es nun in seinem Liga-Debüt als Union-Coach der erwartet emotionale Empfang an alter Wirkungsstätte: Die Mainzer Fans feierten den Gästetrainer vor dem Spiel mit Gesängen, beim Verlesen der Gästeaufstellung gab es für ihn genauso großen Applaus wie später für die Mainzer Spieler. Stadionsprecher Andreas Bockius empfing den 45-Jährigen mit herzlichen Worten: „Wir begrüßen ihn hier in seiner Heimat in Mainz, in seiner Brust schlägt das Mainzer Herz.“

Für 90 Minuten schaffte es der Däne aber, das Mainzer Herz und alte Freundschaften ruhen zu lassen. „Ich war froh, als das Spiel angefangen hat, weil das den Fokus auf den Fußball gebracht hat“, erzählte Svensson nach dem Spiel. Sein neues Team begleitete der Trainer gewohnt emotional und war schon nach 50 Sekunden das erste Mal im Gespräch mit dem vierten Offiziellen Patrick Schwengers. Auf die Unparteiischen wartete besonders in der Anfangsphase Schwerstarbeit, weil sich die Teams in intensiven Zweikämpfen nichts schenkten.

Union Berlin und Mainz 05 zeigen wenig Fußball, aber viele Zweikämpfe

Union setzte meist auf den zu erwartenden Umschaltfußball und überließ der Heimelf den Ball. Weil der Ballbesitz aber auch bei den Mainzern keine Stärke ist, entwickelte sich ein Spiel mit vielen langen Bällen und Luftzweikämpfen. Torchancen waren Mangelware, der erste Schuss gehörte Benedict Hollerbach, der das Leder nach einer Ablage von Siebatcheu aber nicht richtig traf (18.).

Auf der Gegenseite hatte Lee nach einem schönen Mainzer Angriff die Chance zur Führung, konnte seinen Kopfball fünf Meter vor dem Tor jedoch nicht drücken (19.). Nach diesem kurzen fußballerischen Zwischenhoch bestimmten wieder lange Schläge und eine Menge Zweikämpfe das Geschehen. Der 0:0-Zwischenstand zur Pause war die Konsequenz, auch wenn Hollerbach noch einmal FSV-Torwart Zentner prüfte (42.) und der Mainzer Burkardt das Tor nach einer Freistoßflanke knapp verfehlte (45.+3).

Union Berlin gerät per Traumtor in Rückstand

Auch unmittelbar nach Wiederanpfiff wurden die Mainzer gefährlich, Onisiwo setzte einen Volley aus spitzem Winkel übers Tor (46.). Die Heimelf übernahm die fußballerische Kontrolle, Union-Keeper Frederik Rönnow musste gegen Mwene (49.) und eine direkte Amiri-Ecke (50.) retten. Mit einem Traumtor per direktem Freistoß aus 21 Metern besorgte Standardspezialist Amiri kurz darauf die nun durchaus verdiente Mainzer Führung (53.).

Union agierte in dieser Phase zu passiv und fand in den Zweikämpfen kein Mittel gegen die körperliche Wucht der Rheinhessen. Erst per Standard fanden die Gäste wieder vor das Tor, kamen aber nicht zum Abschluss (66.). Zwei Wechsel brachten danach neuen Schwung und prompt den Ausgleich. Die gerade erst eingewechselten Skarke und Bénes kombinierten im offensiven Mittelfeld, Bénes versenkte mit seinem schwächeren rechten Fuß aus 18 Metern (74.).

„Wir haben auf der Bank noch gesagt: Wir kommen zusammen rein und schießen ein Tor“, erzählte der Torschütze über die Absprache mit Skarke. Und Svensson berichtete: „Die Jungs waren heiß als sie reinkamen, wir brauchen diese Impulse von der Bank. Das haben wir heute bekommen wie auch letzte Woche schon.“ Nach dem Ausgleich drängte Union sogar auf den Siegtreffer, Siebatcheu (84.) und erneut Bénes (86.) scheiterten aber an Zentner im Mainzer Tor. Auf der anderen Seite gelangen auch FSV-Joker Sieb (90.+3) und Burkardt (90.+5) nicht der späte Siegtreffer.