Lausitzer Füchse DEL2
: Toiletten-Problem stinkt Weißwasser, Dresden und Crimmitschau

Vor den ersten Sachsenderbys in der DEL2-Saison 2024/25 gibt es einen bemerkenswerten Appell der drei Clubs an die Fans. Es geht um ein gemeinsames Klo-Problem.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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Dieses Problem stinkt den drei sächsischen Clubs: Lausitzer Füchse, Eislöwen Dresden und Eispiraten Crimmitschau beklagen zunehmenden Vandalismus bei den Sachsenderbys in der DEL2.

Dieses Problem stinkt den drei sächsischen Clubs: Lausitzer Füchse, Eislöwen Dresden und Eispiraten Crimmitschau beklagen zunehmenden Vandalismus bei den Sachsenderbys in der DEL2.

Lausitzer Füchse/Frank Budszuhn

Auf dem Eis stehen sich Lausitzer Füchse, Eislöwen Dresden und Eispiraten Crimmitschau in den Sachsenderbys der DEL2 als erbitterte Kontrahenten auf dem Eis gegenüber. Nun haben sich die drei sächsischen Clubs gemeinsam mit einem bemerkenswerten Aufruf an die Fans gewandt. Denn es gibt ein unschönes Problem bei den Derbys: ein Klo-Problem, das den Clubs gewaltig stinkt.

Die drei sächsischen Clubs beklagenden zunehmenden Vandalismus und sprechen unisono von „negativen Begleiterscheinungen“  bei den zurückliegenden Derbys. Der Aufruf – gerade jetzt – kommt nicht von ungefähr. Denn es stehen die ersten DEL2-Sachsenderbys in der Saison 2024/25 an. Am Mittwoch (2. Oktober) gewannen die Lausitzer Füchse bei den Eispiraten Crimmitschau im Sahnpark mit 5:1. Am Freitag (4. Oktober) spielt Crimmitschau gegen die Eislöwen Dresden. Und am 13. Oktober trifft Dresden auf die Lausitzer Füchse.

„Wir nehmen leider mit größter Besorgnis nach den Sachsenderbys gegen Crimmitschau und Dresden Vandalismusschäden auf den Fan-WCs der Eisarena Weißwasser wahr“, betont Dirk Rohrbach als Geschäftsführer der Lausitzer Füchse. Vorwiegend handele es sich laut Rohrbach dabei um Aufkleber und Edding-Schmierereien: „Die Schäden lassen sich durchaus mit bis zu 1000 Euro je Spiel beziffern.“

Verunreinigungen auf dem Gäste-WC

Das Problem: Diese Sachbeschädigungen lassen sich nur kostspielig und unter Aufwendungen von scharfen Chemikalien beziehungsweise physischen Hilfsmitteln beseitigen. Jörg Buschmann (Geschäftsführer Eispiraten Crimmitschau) sagt: „Wir wissen um den Umstand. In Crimmitschau haben wir begrenzte Ressourcen bei den WCs und werden regelmäßig nach jedem Derby mit unzähligen Aufklebern konfrontiert.“ Maik Walsdorf (Geschäftsführer Dresdner Eislöwen): „Wir beschäftigen nach jedem Derby bis zu vier Personen á vier Stunden zur Neutralisation von Verunreinigungen – vor allem im Gäste-WC.“

Deshalb appellieren Lausitzer Füchse, Eispiraten Crimmitschau und Dresdner Eislöwen gemeinsam an alle Fans, „diese Art der Sachbeschädigung zu unterlassen und bei Beobachtung dem zuständigen Sicherheitsdienst zu melden“. In einem Punkt sind sich die sächsischen Rivalen absolut einig: Diese jährlich angehäuften finanziellen Aufwendungen seien innerhalb der Clubs sowie den jeweiligen Nachwuchsorganisationen „wesentlich besser aufgehoben“.

Die Botschaft an die Fans lautet also: Bleibt bitte sauber! Auch und gerade auf dem Klo.