DEL2 Lausitzer Füchse
: Weißwasser gibt Führung aus der Hand – bittere Niederlage in Dresden

Die Lausitzer Füchse verlieren das Sachsenderby der DEL2 bei den Eislöwen Dresden. Gute Nachrichten gibt es für Weißwasser nur vor dem Spiel. Dresden sorgt mit Transfers für Aufsehen.
Von
Frank Noack
Dresden
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  • Sam Ruopp (Mitte) und Torhüter Matthew Galajda verteidigen in dieser Szene gemeinsam das Tor der Lausitzer Füchse im Derby gegen die Eislöwen Dresden.

    Sam Ruopp (Mitte) und Torhüter Matthew Galajda verteidigen in dieser Szene gemeinsam das Tor der Lausitzer Füchse im Derby gegen die Eislöwen Dresden.

    Thomas Heide
  • Kristian Blumenschein (rechts, Lausitzer Füchse) geht mit vollem Einsatz in den Zweikampf gegen Niklas Postel von den Eislöwen Dresden.

    Kristian Blumenschein (rechts, Lausitzer Füchse) geht mit vollem Einsatz in den Zweikampf gegen Niklas Postel von den Eislöwen Dresden.

    Thomas Heide
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Die Niederlagenserie der Lausitzer Füchse geht weiter. Trotz zweimaliger Führung und lautstarker Unterstützung der mitgereisten Fans kassierte Weißwasser am Freitagabend eine 2:3-Niederlage im Penaltyschießen im Sachsenderby der DEL2 bei den Eislöwen Dresden. Die Mannschaft von Trainer Petteri Väkiparta ist damit seit fünf Spielen ohne Sieg.

Spannung herrschte vor dem Derby bereits beim Blick auf die beiden Kader. Bei den Eislöwen Dresden hatte sich nach einer bislang enttäuschenden Saison am Donnerstag das Transfer-Karussell kräftig gedreht. Neben Trainer Niklas Sundblad gab der Tabellenvorletzte die Verpflichtung von drei neuen Spielern bekannt. Mit Torhüter Danny aus den Birken (38) kommt ein silberner Olympia-Held von 2018 nach Dresden. Er hatte seine Karriere eigentlich schon beendet und arbeitete zuletzt als Torwart-Trainer beim EC Bad Nauheim. Neu sind ebenfalls die DEL-erfahrenen Sturm-Routiniers Justin Florek (33) und Travis Turnbull (37). Zum Einsatz kam das Trio im Derby aber noch nicht.

Die Lausitzer Füchse sondieren angesichts der jüngsten Verletzungssorgen im Kader ebenfalls den Markt. „Stand heute sehe ich nicht, dass wir personell nachlegen und auf dem Transfermarkt tätig werden müssen. Wir hoffen auf eine möglichst schnelle Rückkehr der verletzten Spieler“, hatte Geschäftsführer Dirk Rohrbach erklärt. Diese Hoffnung erfüllte sich am Freitagabend gleich dreimal: Verteidiger Dominik Bohac sowie die beiden Stürmer Jake Coughler und Samuel Dove-McFalls gaben ihr Comeback.

Louis Anders trifft für Weißwasser

In der mit 4412 Zuschauern ausverkauften Eisarena in Dresden kamen die Gäste gut ins Spiel. Die Rückkehr des zuletzt pausierenden Trios machte sich deutlich bemerkbar. In spielerischer Hinsicht blieb das Niveau im ersten Drittel von beiden Teams überschaubar. In der 16. Minute nutzte Weißwasser eine Überzahl zur Führung. Dresdens Torhüter Janick Schwendener musste einen Schuss prallen lassen – Louis Anders erzielte das 1:0.

Dresden tat sich auch im zweiten Drittel schwer. Dem Tabellenvorletzten war der fehlende Erfolg in der vergangenen Wochen anzumerken. Und wenn es wirklich mal gefährlich wurde, dann war Torhüter Matthew Galajda zur Stelle. Das Abwehrbollwerk stand lange Zeit gut – bis kurz vor der zweiten Sirene. 30 Sekunden waren im zweiten Drittel noch zu spielen, als Bruno Riedl den Ausgleichstreffer erzielte (40.).

Kurios: Die 30 Sekunden waren auch im dritten Drittel eine wichtige Marke. Denn 30 Sekunden nach Wiederbeginn brachte Jake Coughler nach toller Vorarbeit von Roope Mäkitalo die Füchse erneut in Führung – es war der schönste Spielzug in diesem Derby. Coughler vollendete den Spielzug mit einem Schuss in den Torwinkel. Jetzt wurde das Derby zu einem offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Nils Elten erzielte das 2:2 (54.). Im Penaltyschießen sorgte Simon Karlsson für den Siegtreffer der Eislöwen Dresden.

Das Fazit von Füchse-Trainer Petteri Väkiparta: „Das war ein sehr gutes Niveau in der DEL2. Das Spiel war sehr schnell, das Momentum ging hin und her. Im zweiten Drittel standen wir etwas unter Druck. Aber wir sind dann gut ins letzte Drittel reingekommen. Wir sind momentan im Tief. Aber es gibt keinen einfachen Weg – wir müssen kämpfen.“

Eislöwen Dresden – Lausitzer Füchse 3:2 n.P. (0:1, 1:0, 1:1/1:0)

Tore: 0:1 Anders (16.), 1:1 Riedl (40.), 1:2 Coughler (41.), 2:2 Elten (54.), 3:2 Karlsson (65.); Schiedsrichter: Steingroß/Kapzan; Zuschauer: 4412 (ausverkauft); Strafminuten: 6/8.

Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Eispiraten Crimmitschau am Sonntag um 17 Uhr.