Lausitzer Füchse
: Derbysieg in Crimmitschau – die Gründe für den Höhenflug

Die Lausitzer Füchse präsentieren sich in der DEL2 derzeit in starker Verfassung. Weißwasser ist sogar auf Platz drei geklettert. Im Derby in Crimmitschau gab es den fünften Sieg in Serie – das sind die Gründe.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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  • Trainer Petteri Väkiparta hat mit den Lausitzer Füchsen vier DEL2-Spiele in Folge gewonnen.

    Trainer Petteri Väkiparta hat mit den Lausitzer Füchsen vier DEL2-Spiele in Folge gewonnen.

    Thomas Heide
  • Die Lausitzer Füchse jubelten auch am Freitagabend in Crimmitschau. Weißwasser gewann das Sachsenderby in der DEL2 mit 3:2 nach Verlängerung.

    Die Lausitzer Füchse jubelten auch am Freitagabend in Crimmitschau. Weißwasser gewann das Sachsenderby in der DEL2 mit 3:2 nach Verlängerung.

    Thomas Heide
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Die Lausitzer Füchse kämpfen sich von Sieg zu Sieg in der DEL2 – und mittlerweile ist sogar eine kleine Erfolgsserie daraus geworden. Seit fünf Spielen ist Weißwasser ungeschlagen und sogar auf Tabellenplatz drei geklettert. Mit dem 3:2 nach Verlängerung gab es auch im Derby in Crimmitschau am Freitagabend einen Sieg.

Der Wiederbeginn nach der Länderspielpause in der zweithöchsten Eishockey-Liga ist bis jetzt ein voller Erfolg. „Wir haben uns wieder auf die Basics besonnen. Wir investieren viel in unsere tägliche Qualität – auf und neben dem Eis“, erklärt Füchse-Trainer Petteri Väkiparta.

Lausitzer Füchse funktionieren als Team

Der Teamgeist ist aus Sicht von Petteri Väkiparta der wichtigste Grund für den aktuellen Höhenflug der Lausitzer Füchse. Der Finne und sein Co-Trainer André Mücke sowie Jens Baxmann als Sportlicher Berater haben es geschafft, aus der im Sommer auf einigen Positionen umgebauten Mannschaft eine funktionieren Einheit zu formen.

Auch der im Moment verletzte Kapitän Clarke Breitkreuz hat daran großen Anteil. In der Länderspielpause machte ein Teil des Teams gemeinsam Urlaub in Spanien. „Die Jungs mögen es, zusammen zu sein. Wir wachsen als Truppe zusammen. Jeder hilft dem anderen, besser zu werden“, sagt Väkiparta.

Lausitzer Füchse haben sich verbessert

Die Verbesserung zeigt sich nicht nur beim Blick auf die Tabelle, sondern lässt sich auch in den relevanten Statistiken ablesen. Im Überzahlspiel – in der vergangenen Saison eine Schwachstelle – sind die Lausitzer Füchse mittlerweile das viertbeste Team der DEL2. In der Unterzahl-Rangliste liegen sie auf Rang zwei. Jonas Stettmer ist statistisch gesehen der beste Torhüter der Liga.

Mit nur 58 Gegentoren nach 23 Spielen liegen die Lausitzer Füchse hier hinter Tabellenführer Kassel (54) auf Rang zwei. Wie stabil die Defensive mittlerweile geworden ist, zeigte sich auch am Freitagabend in Crimmitschau, als man im Duell der Tabellennachbarn mit einer starken Abwehrleistung und großer Effizienz zwei Punkte aus dem Sahnpark entführen konnte.

Die einzige Negativ-Statistik: Weißwasser hat die meisten Strafminuten aller 14 Zweitliga-Teams gesammelt.

Lausitzer Füchse zeigen Comeback-Qualitäten

Auffällig ist, dass sich die Mannschaft auch von Rückschlägen nicht mehr so leicht von ihrem Konzept abbringen lässt. Beim 4:3-Heimsieg gegen die Krefeld Pinguine lagen die Füchse sogar mit 0:3 hinten, kämpften sich dann aber zurück in die Partie und feierten mit diesem furiosen Comeback am Ende einen nicht mehr für möglichen Sieg.

Auch in Crimmitschau mussten die Gäste in der entscheidenden Phase einige Rückschläge wegstecken. Den zweiten Crimmitschauer Treffer glich Lane Scheidl umgehend aus. Und in der Verlängerung kassierte Weißwasser zwar einen Gegentreffer – er wurde aber nach Videobeweis zurecht nicht anerkannt. Nach diesen bangen Minuten des Wartens erzielte Christoph Kiefersauer neun Sekunden vor dem Ende den 3:2-Siegtreffer (65.).

Lausitzer Füchse haben viele Torschützen

In der vergangenen Saison war Hunter Garlent die Tore schießende Lebensversicherung der Lausitzer Füchse. Der DEL2-Topscorer hat nach seinem Abgang zwar eine große Lücke hinterlassen. Aber sie wurde durch eine größere Ausgeglichenheit im Kollektiv geschlossen.

Es gibt jetzt deutlich mehr verschiedene Torschützen. Goldhelm Roope Mäkitalo und Lane Scheidl führen die teaminterne Scorerliste an. Sie sind zudem die Spieler für die entscheidenden Tore. Dass dennoch keiner von beiden unter den zehn besten Scorern der Liga auftaucht, lässt sich verschmerzen, weil sich inzwischen auch die dritte und vierte Reihe regelmäßig in die Torschützenliste einträgt. Den Sieg in Crimmitschau holte das Team ohne Goldhelm Mäkitalo.

Lausitzer Füchse mit Selbstvertrauen ins Derby-Wochenende

Trainer Petteri Väkiparta vergleicht den aktuellen Aufschwung mit dem sogenannten Schneeball-Effekt. Das bedeutet: Je länger man den Schneeball rollt, umso mehr nimmt er an Größe zu. In diesem Fall ist damit die aktuelle Erfolgsserie gemeint. „Ich hoffe, dass der Schnellball bei uns immer größer wird“, sagt Väkiparta.

An diesem Sonntag (3. Dezember) steht für die Lausitzer Füchse gegen die Eislöwen Dresden ein weiteres Derby auf dem Programm. Spielbeginn in Weißwasser ist um 17 Uhr.