Lausitzer Füchse DEL2: Duell der Brüder – Tim und Simon Sezemsky mit Mama auf dem Eis

Mit Mama Monika auf dem Eis: Die Brüder Tim (links, Lausitzer Füchse) und Simon Sezemsky (Ravensburg Towerstars) standen sich in Weißwasser erstmals als Gegner gegenüber.
Lausitzer Füchse/Juliane GischelFür die Brüder Tim und Simon Sezemsky war das DEL2-Spiel der Lausitzer Füchse gegen die Ravensburg Towerstars ein ganz besonders Duell: Die beiden Verteidiger standen sich zum ersten Mal als Gegner auf dem Eis gegenüber.
„Super, es kommt nicht so oft vor, dass Geschwister gegeneinander spielen“, erklärte Tim Sezemsky bei SportdeutschlandTV. Sein älterer Bruder Simon meinte: „Das war schon ein sehr emotionaler Moment.“ Zumal Mama Monika am Freitagabend (27. September) ebenfalls in Weißwasser vor Ort war. Nach dem Spiel machte sie dann noch ein gemeinsames Foto mit ihren beiden Jungs auf dem Eis im Fuchsbau.
In sportlicher Hinsicht ging Tim leer aus. Er verlor mit den Lausitzer Füchsen gegen Ravensburg am Ende 0:3. Simon nahm also alle drei Punkte in diesem Bruderduell mit nach Ravensburg, weil die Gäste eine starke Auswärtsleistung zeigten. Das Fazit von Tim Sezemsky: „Ravensburg hat sehr gut gespielt. Wir haben eigentlich gut dagegengehalten. Uns hat heute aber das Glück gefehlt, damit die Scheibe reinrutscht.“
Das aus Füssen stammende Brüderpaar musste lange auf diese Premiere auf dem Eis warten. Simon Sezemsky (31) war seit 2015 in der DEL unterwegs und spielte in diesen neun Jahren für Augsburg, Iserlohn sowie Frankfurt. Nun ist Simon Sezemsky nach Ravensburg zurückgekehrt, wo er auch seine Profi-Karriere begonnen hat.
Tim Sezemsky (22) als jüngerer Bruder holte sich 2023 mit Ravensburg den Meistertitel in der DEL2. Seit dieser Saison spielt er bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser und hofft hier auf mehr Spielpraxis als zuletzt in Ravensburg.
Neben dem Alter unterscheiden sich die Sezemsky-Brüder auch in der Spielweise als Verteidiger. Simon (1,84 Meter) gilt als technisch sehr beschlagen. Er hat im Nachwuchs noch Stürmer gespielt und schaltet sich deshalb gern in der Offensive ein. Tim (1,91) ist nicht nur der größere von beiden, sondern auch der robustere. „Ich denke, dass er körperliche Vorteile hat. Er ist größer und robuster und kann so auch Checks fahren“, erklärte Simon Sezemsky im Interview der „Eishockey-News“ mit Blick auf seinen jüngeren Bruder.
Simon Sezemsky ist stolz auf Tim
Am Freitagabend standen sich Tim und Simon Sezemsky gleich in der Starting Six gegenüber. „Das war natürlich ein ungewohntes Bild“, räume Simon mit Blick auf seinen jüngeren Bruder ein. „Wir sind gemeinsam groß geworden. Ich hatte ihn oft in meiner Obhut. Und jetzt steht er auf der anderen Seite – das macht mich unglaublich stolz.“
Aber wie geht man auf dem Eis damit um, wenn dir plötzlich der eigene Bruder im Zweikampf gegenübersteht? Wird da genauso zugelangt wie bei jedem anderen Gegenspieler auch? Tim Sezemsky muss bei dieser Frage ein wenig schmunzeln. „Ob es sogar zu einer Prügelei kommen kann? Ich denke eher nicht.“
Übrigens: Auch in einem Team zusammengespielt haben die Sezemsky-Brüder aufgrund des Altersunterschiedes noch nie. „Wer weiß, vielleicht besteht ja irgendwann doch mal die Möglichkeit“, betont Simon Sezemsky. Erst einmal gibt es aber am 1. November das nächste Bruderduell – dann allerdings in Ravensburg.


