Altersvorsorge
: Bundestag beschließt Frühstartrente

Abgeordnete der Koalition sprechen von einer historischen Entscheidung, die lange wirkt. Kinder bekommen künftig eine staatliche Förderung zur Altersvorsorge.
Von
red/dpa
Berlin
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Bundestagsabgeordnete heben die Hand für eine Abstimmung bei der Sitzung des Bundestags.

Kay Nietfeld/dpa
  • Bundestag beschließt Frühstartrente – Gesetz braucht noch die Zustimmung des Bundesrats.
  • Kinder von 6 bis 18 Jahren erhalten monatlich 10 Euro als Startkapital.
  • Koalitionspolitiker nennen den Beschluss eine historische Entscheidung.
  • Finanzminister Lars Klingbeil: Unterstützung für Familien, stärkere finanzielle Bildung.
  • Opposition kritisiert ein Zweiklassensystem wegen möglicher freiwilliger Aufstockungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Bundestag hat die Einführung einer Frühstartrente beschlossen. Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren bekommen künftig pro Monat 10 Euro vom Staat - als Startkapital für die private Altersvorsorge. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen.

Finanzpolitiker der schwarz-roten Koalition sprachen von einer historischen Entscheidung. Der SPD-Finanzpolitiker Michael Thews sagte, die Frühstartrente werde lange wirken. „Das wird vielen helfen, eine vernünftige Altersvorsorge aufzubauen.“ Fritz Güntzler, finanzpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sagte: „Diese Koalition funktioniert und wir lassen uns nichts anderes einreden. Wir liefern und das zeigen wir auch heute.“ Bei der Frühstartrente gehe es auch darum, jungen Menschen die Chancen des Kapitalmarktes aufzuzeigen.

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sprach von einer guten Nachricht für Familien und Kinder in Deutschland. „Wir unterstützen Eltern dabei, schon früh für ihre Kinder vorzusorgen.“ Zudem werde die finanzielle Bildung gestärkt. „Alle Kinder lernen künftig schon viel früher etwas darüber, wie sie für ihre eigene Zukunft sparen können.“

Kritik am Gesetz kam aus der Opposition. So sprach der Grünen-Abgeordnete Stefan Schmidt von einem Zweiklassensystem. Hintergrund ist die Möglichkeit, dass Eltern oder Großeltern die Frühstartrente durch freiwillige Zahlungen aufstocken können. Erlaubt sind Einzahlungen bis zu 6.840 Euro im Jahr. Schmidt sagte, wer in der „Elternlotterie“ Glück habe, könne aus der Frühstartrente sehr viel mehr machen als eine kleine Starthilfe für die Altersvorsorge. Auch die Linke-Abgeordnete Sarah Vollath kritisierte, das Gesetz sorge nicht für Chancengleichheit.