In Brandenburg sind in den vergangenen Wochen die Corona-Infektionszahlen und Inzidenzen deutlich gesunken. Die Bundes-Notbremse ist im gesamten Bundesland wieder außer Kraft. Was bedeutet das für den Besuch beim Friseur? Gilt weiterhin eine Testpflicht und müssen die Kunden nach wie vor eine Maske tragen?

Corona Regeln Brandenburg: Bei einer Inzidenz unter 100 entfällt beim Friseur die Testpflicht

Friseurbetriebe in Brandenburg durften auch während der Bundes-Notbremse unter strengen Hygieneauflagen weiter öffnen. Bei gesunkenen Corona-Zahlen gibt es allerdings einige Lockerungen und veränderte Regeln:
  • Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 gibt es keine Testpflicht mehr.
  • Zu den Auflagen gehören unter anderem aber weiter die Steuerung und Beschränkung des Zutritts.
  • Alle Personen im Salon müssen mindestens eine medizinische Maske tragen.
  • Das Erfassen von Personendaten der Kundinnen und Kunden in einem Kontaktnachweis zum Zwecke der Kontaktnachverfolgung.
"Körpernahe Dienstleistungen", also Kosmetik- und Nagelstudios, Massagepraxen, Tattoostudios, Sonnenstudios und ähnliche Betriebe können ebenfalls unter Auflagen ihre Dienste anbieten. Sofern keine Maske getragen werden kann, müssen Kundinnen und Kunden einen tagesaktuellen bestätigten negativen Corona-Schnelltest vorweisen oder vor Ort einen Selbsttest machen.

Bundes-Notbremse: Friseure in Brandenburg dürfen bei Inzidenz über 100 weiter öffnen - mit Maske und Testpflicht

Die Bundes-Notbremse sieht vor: Wenn die 7-Tage-Inzidenz (Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner) an drei aufeinander folgenden Tagen die Schwelle von 100 überschreitet, so sollen dort ab dem übernächsten Tag schärfere Maßnahmen gelten. Diese sollen so lange in Kraft bleiben bis die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen die Schwelle von 100 unterschreitet - dann treten die Extra-Auflagen am übernächsten Tag wieder außer Kraft.
Aufatmen können trotz der Änderungen unter anderem die Friseure in Brandenburg. Trotz Notbremse und erneuten Schließungen dürfen die Salons weiter geöffnet bleiben. In den geplanten Gesetzesänderungen sind Dienstleistungen mit körperlicher Nähe zum Kunden zwar untersagt. Ausgenommen sind aber Dienstleistungen, „die medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken dienen sowie Friseurbetriebe“. Dabei müssen in der Regel FFP2-Masken oder Masken mit gleicher Schutzwirkung getragen werden. Wer zum Friseur will, muss ein höchstens 24 Stunden altes negatives Testergebnis vorweisen.

Friseure in Brandenburg: Geimpfte benötigen keinen Corona-Test mehr

Die Bundesregierung gesteht Geimpften und Genesenen Lockerungen zu. Diese betreffen unter anderem die Kontaktregeln. Brandenburg hat in der Richtung schon erste Schritte gemacht - etwa für den Besuch von Geschäften und Friseuren. Vollständig Geimpfte benötigen dafür auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 und Inkrafttreten der Bundes-Notbremse keinen negativen Corona-Test mehr. Dafür wurde bereits die Brandenburger Corona-Verordnung angepasst. Die Maskenpflicht und Besuch nur nach Terminvergabe gilt allerdings weiterhin auch für Geimpfte und Genesense. Dafür muss die zweite Impfung mindestens 14 Tage zurückliegen mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff.