• In Berlin sind die Corona-Zahlen deutlich gesunken.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt seit mehreren Tagen stabil unter 50.
  • Die Bundes-Notbremse ist in ganz Berlin wieder außer Kraft.
  • Ab Freitag (04.06.2021) gibt es Lockerungen der Maßnahmen und Corona-Regeln laut Senatsbeschluss.
Angesichts der sinkenden Corona-Zahlen wird in Berlin in der aktuellen Senatssitzung an diesem Dienstag (01.06.2021) über mögliche weitere Alltags-Erleichterungen beraten. Es gilt als wahrscheinlich, dass weitere Regeln in den Bereichen Übernachtungen, Gastronomie, Tourismus und Einkaufen gelockert werden.

Corona Berlin: Impfpriorisierung aufgehoben - aber der Impfstoff ist noch knapp

Für die Corona-Schutzimpfung gilt seit Montag (07.06.2021) keine Beschränkung auf bestimmte Risikogruppen mehr. Jeder ab zwölf Jahre darf sich impfen lassen, wenn er das möchte. Die Impfreihenfolge ist aufgehoben worden. Also einfach Termin buchen und impfen lassen? In den meisten Fällen wird das noch etwas dauern. Denn sowohl die Kassenärztliche Vereinigung Berlin als auch die Gesundheitsverwaltung weisen darauf hin, dass Impfstoffe weiter knapp sind. Immerhin sind den Angaben zufolge rund 130.000 zusätzliche Erstimpfungstermine freigeschaltet worden. Tatsächlich konnten am Montag über die Telefon-Hotline Termine für Impfungen mit Moderna für Anfang Juli und mit Biontech-Pfizer für die zweite Juliwoche gebucht werden.

Corona Regeln Berlin: Lockerungen bei Hotels, Restaurants, Kontakten und privaten Feiern wie Hochzeiten laut Senatsbeschluss

Nach einem Stufenplan von Mitte Mai könnte etwa in Sport, Kultur und Freizeit mehr erlaubt werden, auch in Handel, Gastronomie und Hotellerie sowie an den Hochschulen. Der Plan sieht Öffnungsschritten am 04.06.2021 und 11.06.2021 vor.
  • Private Treffen sind künftig wieder mit mehr Menschen zugelassen als zuletzt. In geschlossenen Räumen dürfen sich dann bis zu sechs Menschen aus drei Haushalten treffen, draußen bis zu zehn Menschen aus fünf Haushalten.
  • Restaurants in Berlin dürfen von Freitag (04.06.2021) an wieder ihre Innenräume für Gäste öffnen. Dabei gelte eine Testpflicht, sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne).
  • In der Außengastronomie und beim Einkauf ist die Vorlage eines Negativ-Tests dagegen nicht mehr nötig.
  • Auch Veranstaltungen im Freien mit bis zu 500 Teilnehmern sind dann wieder erlaubt.
  • Drinnen sollen es maximal 100 Menschen sein. Bei technischer Belüftung der Räume sollen auch 500 möglich sein.
  • Private Veranstaltungen aus besonderem Anlass wie Trauerfeiern, Hochzeiten und Taufen mit bis zu 50 Personen im Freien und in geschlossenen Räumen, Testpflicht ab 11 Personen.
  • Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser etc. dürfen wieder öffnen. Regeln wie bei Veranstaltungen
  • Singen in geschlossenen Räumen nach Maßgabe Hygienerahmenkonzept zulässig
  • Ab dem 11.06.2021 können die Hotels in Berlin wieder Touristen aufnehmen. Dabei soll es keine Belegungsgrenzen geben, Hygienekonzepte gelten aber weiter. Der Termin wurde mit Brandenburg abgestimmt.

Corona Regeln Berlin: Das gilt laut Verordnung für den Besuch beim Friseur

Für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege (Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe wie Sonnenstudios) sind die Kunden dazu verpflichtet, vorab einen Termin zu vereinbaren. Zudem müssen sie ein negatives Corona-Testergebnis, einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder einen Genesenennachweis vorlegen. Außerdem müssen Kunden in Innenräumen von Geschäften und Dienstleistungsbetrieben grundsätzlich eine FFP2-Maske oder vergleichbare Maske tragen. Sogenannte OP-Masken sind hier nicht ausreichend.

Corona Regeln Berlin: Das gilt für Einkaufen, Fitnessstudio und Sport ab dem 04.06.2021

  • Gesamter Einzelhandel ohne Testpflicht.
  • Flohmärkte und Kunstmärkte sowie Spezialmärkte dürfen öffnen.
  • Sport im Freien in Gruppen ohne Zahlenbeschränkung, Testpflicht für Erwachsene.
  • Sport in geschlossenen Räumen in Gruppen von maximal 10 Personen, Testpflicht für Erwachsene.
  • Fitnessstudios, Sport- und Tanzstudios mit Personenbegrenzung, Terminbuchung und Testpflicht.
  • Wettkämpfe im Freien in allen Sportarten mit Testpflicht und ohne Zuschauer.
  • Wettkämpfe für Profisport mit Zuschauern, Personenobergrenzen und Testpflicht

Corona Regeln Berlin: Schulen kehren noch vor den Sommerferien in den Präsenzunterricht zurück

Nach einer Niederlage des Landes Berlin vor dem Verwaltungsgericht kehren die Schulen ab dem 09.06.2021 zum Regelunterricht zurück. Das gilt dann für die beiden letzten Wochen des Schuljahres vor den Sommerferien. Derzeit gibt es wenige Stunden Unterricht pro Tag in kleinen Gruppen. Müller sagte, geplant sei „pandemiebedingter Regelbetrieb (...) in vollen Lerngruppenstärken“. Der Senat akzeptiere die Gerichtsentscheidungen.
Die folgenden Maßnahmen gelten weiterhin:
  • Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung im Schulgebäude. Auf dem Schulhof wird die Maskenpflicht hingegen aufgehoben.
  • Lüften und Testungen (wie bisher zwei Mal wöchentlich).
  • Die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt.
  • Die ergänzende Förderung und Betreuung (Hortbetreuung) wird ebenfalls wieder ab dem 09.06 2021 angeboten.

Corona Regeln Berlin: Diese Maßnahmen gelten in der Schule nach den Sommerferien 2021

  • Vollständiger Präsenzunterricht in allen Jahrgangsstufen und Schularten.
  • Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler.
  • Außerunterrichtliche und ergänzende Förderung und Betreuung sowie außerunterrichtliche Ganztagsangebote finden in vollem Umfang statt.
  • Die jeweils gültigen Hygienevorschriften sind einzuhalten. Die Musterhygienepläne werden fortgeschrieben.
  • Die Testpflicht für Schülerinnen und Schüler und pädagogisches Personal wird bis auf Weiteres beibehalten.
  • Für die ersten Unterrichtswochen nach den Sommerferien gelten besondere Infektionsschutzmaßnahmen, um eine erneute Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.
  • Das pädagogische Personal testet sich bereits während der Präsenztage.
  • Schülerinnen und Schüler werden in ihrer ersten Schulwoche sogar dreimal getestet, danach zweimal pro Woche.
  • Es besteht eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung in allen Schulräumen.

Die aktuellen Corona-Zahlen für Berlin

Die Corona-Zahlen in Berlin sind im Wochenvergleich weiter rückläufig. Binnen sieben Tagen infizierten sich je 100.000 Einwohner 33,6 Menschen nachweislich mit dem Virus, wie das Robert-Koch-Institut am Dienstag (01.06.2021) mitteilte. Am Dienstag vergangener Woche hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 46,5 gelegen. In zwei Bezirken liegt der Wert noch über 50: In Neukölln waren es 67 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen, in Spandau 50,6. Am günstigsten ist die Lage in Steglitz-Zehlendorf mit 15,2. Die aktuellen Fallzahlen zu Inzidenz, Impfung und Co. laut Robert-Koch-Institut (Stand: 01.06.2021) auf einen Blick:
  • 7-Tage-Inzidenz: 33,6
  • Neuinfektionen: 141
  • Infektionen seit Beginn der Pandemie: 178.360
  • neue Todesfälle: 4
  • Todesfälle insgesamt: 3485
  • Impfquote (Erstimpfung, Stand 31.05.2021): 40,9 Prozent
  • Impfquote (vollständig): 17,6 Prozent

Corona Regeln Berlin: Viele Deutsche wollen auch nach Pandemie Maske tragen

Auch nach der Corona-Pandemie will fast die Hälfte der Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge weiter Maske zum Schutz vor Krankheiten tragen. Laut einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der „Augsburger Allgemeinen“ sprachen sich 44,7 Prozent der Befragten dafür aus. 41,9 Prozent der Befragten wollen dagegen auf das Stück Stoff vor Mund und Nase dauerhaft verzichten. Der Rest ist unentschieden.
Durch die Corona-Maßnahmen wie Maske tragen, Abstand halten und häufiges Hände waschen sank auch die Fallzahl anderer Infektionskrankheiten deutlich. Ein Rückgang war vor allem bei den Infektionskrankheiten zu beobachten, die wie das Coronavirus per Tröpfchen übertragen werden. Im vergangenen Jahr gab es den Angaben zufolge etwa nur noch rund ein Drittel der Norovirus-Fälle von 2019. Die Grippesaison 20/21 fiel nahezu komplett aus.

Corona Regeln Berlin: Behörden in Neukölln schließen fünf Corona-Testzentren

Im Berliner Bezirk Neukölln haben die Behörden nach Kontrollen bislang fünf Corona-Teststellen geschlossen. Gründe waren fachliche Beanstandungen, etwa nicht zugelassene Tests, eine unzureichende Durchführung und Hygienemängel, wie der Bezirk mitteilte. „Ich bin überzeugt, dass der Großteil der Testzentren ordentlich arbeitet“, sagte Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD). „Trotzdem hat die Aktion gestern gezeigt, dass es schwarze Schafe gibt.“ Hikel kündigte an, klare Kante gegen Betrug durch Testzentren zu zeigen.
Das Ordnungsamt, die Polizei, das Hauptzollamt sowie die Senatsverwaltungen für Wirtschaft und Gesundheit hatten bei gewerberechtlichen Kontrollen auch drei kurzfristig errichtete Corona-Teststellen unter die Lupe genommen. Zwei davon wurden geschlossen, wie der Senat schon am Dienstagabend mitgeteilt hatte. Das Gesundheitsamt Neukölln überprüfte parallel sechs weitere Testzentren und schloss drei davon.

Corona Urlaub Berlin: ADAC erwartet viel Verkehr im Großraum Berlin Richtung Ostsee

Der ADAC erwartet in den kommenden Tagen viele Urlauber auf den Straßen und spricht von einer erhöhten Staugefahr - unter anderem auf den Autobahnen im Großraum Berlin. Ab Donnerstag und vor allem am Wochenende dürften viele Menschen unterwegs sein, teilte der Automobilclub mit. Hier kämen zum überregionalen Urlauberverkehr auch viele Tagesausflügler hinzu, die es in die Naherholungsgebiete ziehe. Zudem könne es auf den Straßen zu Ostsee und Nordsee, den Mittelgebirgen und den Alpen zu regem Verkehr kommen. Ab Freitag ist etwa Mecklenburg-Vorpommern wieder für Urlaubsgäste aus ganz Deutschland geöffnet. Außerdem gebe es generell bundesweit mehr Reiseverkehr, weil seit Kurzem Hotels und Ferienwohnungen in vielen Regionen wieder offen stünden, erklärte der ADAC.

Corona Impfung Berlin: Wohl gute Verträglichkeit und Wirksamkeit bei Kombination von Impfstoffen

Erst Astrazeneca und als zweite Dosis Biontech/Pfizer hat für Impflinge laut einer vorläufigen Charité-Auswertung wohl keine Nachteile bei Wirksamkeit und Verträglichkeit. Eine Kombination der Präparate in einem Abstand von zehn bis zwölf Wochen sei laut der Studie gut verträglich und rufe vergleichbare Immunantworten wie eine Impfserie mit zweimal Biontech hervor, schrieb der Charité-Wissenschaftler Leif Erik Sander auf Twitter.
Hintergrund der gemischten Impfserie ist eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) nach dem Bekanntwerden von seltenen, aber schweren Komplikationen nach Erstimpfungen mit Astrazeneca vor allem bei Jüngeren. Aus Risiko-Nutzen-Abwägungen heraus wird Menschen unter 60 Jahren, die schon eine Astrazeneca-Impfung haben, eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff wie Biontech/Pfizer empfohlen. Allerdings sahen Experten noch einen Mangel an verlässlichen Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit. Die Charité Zwischenauswertung ist als sogenanntes Preprint veröffentlicht worden. Das bedeutet, dass eine Überprüfung durch externe Experten und die Publikation in einer Fachzeitschrift noch ausstehen.