Stadtfest in Lauchhammer 2025: 300 Jahre Industriekultur – was zur Party geplant ist

Zum 300. Jubiläum geht es in Lauchhammer hoch hinaus: Ein etwa 35 Meter hohes Riesenrad wie dieses hier soll im Schaustellerpark auf dem Gelände vom Schlosspark eine der Attraktionen zum Stadtfest 2025 sein.
Mirko Sattler- Lauchhammer feiert 300 Jahre Industriekultur vom 29.-31. August 2025 im Schlosspark.
- Geplant sind Bühnenprogramm, Riesenrad, Feuerwerk und Streetfood-Areal.
- Sonderausstellung "Alles Eisen" ab 20. März im Kunstgussmuseum.
- Maschinenwesen und Denkmalsenthüllung der Gründerin Freifrau von Löwendal.
- Fachvorträge und Sonderführungen im Jubiläumsjahr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Fokus der Veranstalter liegt derzeit noch auf dem Sicherheitskonzept. Die ersten Details für die Feierlichkeiten rund um das große Jubiläum „300 Jahre Industriekultur“, die im Rahmen vom Stadtfest (29. bis 31. August 2025) im Schlosspark in Lauchhammer stattfinden werden, sind aber inzwischen durchgesickert.
Wie Stadtsprecher Heiko Jahn mitteilt, soll es nicht erst zum Abschluss vom Stadtfest, sondern gleich zum Auftakt am Freitagabend ein Feuerwerk geben. Auch auf dem Rummel geht es hoch hinaus. So sei im Schaustellerpark unter anderem ein 35 Meter hohes Riesenrad geplant. Auch die Vereine und Bands aus Lauchhammer sollen beim Stadtfest ein Podium bekommen.
Stadtfest 2025 in Lauchhammer lockt mit Maschinenwesen
„Zu den Hauptacts für das Bühnenprogramm können wir derzeit noch nichts sagen“, erklärt Heiko Jahn weiter. Aktuell läuft noch die Buchungsphase. Bis spätestens Ende April sollen die auftretenden Künstler aber unterschrieben haben. Fest steht indes, dass es ein großes Streetfood-Areal geben wird. Auch eine Herde aus Maschinenwesen soll beim Stadtfest zu bestimmten Zeiten durch den Schlosspark laufen.
Diese industriellen Wesen, die halb Mensch, halb Maschine sind, spielen auf das Motto 300 Jahre Industriekultur an. Denn am 25. August 1725 wurde im heutigen Lauchhammer-Ost unter der Ägide der Freifrau von Löwendal der erste Hochofen angeblasen und damit der Grundstein für die Industrialisierung in der Niederlausitz gelegt. Am 25. August 2025 jährt sich dieses bedeutende Ereignis zum 300. Mal.
„Alles Eisen“: Ausstellung im Kunstgussmuseum Lauchhammer
Ob und inwiefern die ebenfalls 1725 gegründete, derzeit aber insolvente Kunstgießerei in Lauchhammer beispielsweise mit solchen Aktionen wie Schaugießen in die Feierlichkeiten einbezogen wird, blieb seitens der Stadt unklar. Wie Insolvenzverwalter Jan Gärtner erklärt, sei ein Tag der offenen Tür durchaus denkbar. Allerdings könne er kein Geld dafür ausgeben.
Fest steht, dass das Kunstgussmuseum in Lauchhammer einige Veranstaltungen für das Jubiläumsjahr vorbereitet hat. Wie Kuratorin Antje Bräuer mitteilt, eröffnet am Donnerstag, 20. März, 17 Uhr, im Kunstgussmuseum Lauchhammer die Sonderausstellung „Alles Eisen“ von Anna Franziska Schwarzbach. Die Schau soll bis 29. Juni 2025 zu sehen sein.
Die Freifrau von Löwendal bekommt ein Denkmal in Lauchhammer
„Wir freuen uns, dass die Ostdeutsche Sparkassenstiftung und die Sparkasse Niederlausitz anlässlich der Ausstellungseröffnung die Förderung des Ankaufs eines Denkmals für die Gründerin des Eisenwerks Margaretha Benedicta Freifrau von Löwendal sowie die Auflage der Jubiläumsplakette zur 300-Jahrfeier bekannt geben wird“, so Antje Bräuer.
Die nächste Sonderausstellung im Kunstgussmuseum widmet sich ab dem 25. August ebenfalls der „Freifrau von Löwendal“. Und auch der Kultur- und Heimatverein Lauchhammer e.V. nähert sich dem Thema 300. Jahre Industriekultur im Rahmen der zweitägigen Ausstellung „Alles hat seine Zeit – Industriegeschichte Lauchhammer“, die vom 26. bis 27. August, 9 bis 12 Uhr, in der Heimatstube im Mehrgenerationenhaus in der Alten Gartenstraße 24, Lauchhammer-Mitte geplant ist.
Jubiläum bietet Raum für Austausch, Ideen und Vorträge
Auch diverse Vorträge stehen im Jubiläumsjahr auf der Agenda. So soll beispielsweise beim Bürgerforum „Wir müssen Reden!“ am 20. März, 17 bis 19 Uhr, in der Nikolaikirche in Lauchhammer-Mitte ein Raum für Austausch, neue Ideen und Perspektiven geschaffen werden, um Demokratie und Zusammenhalt aktiv zu gestalten.
Und beim Fachvortrag „Giesel in Lauchhammer“ von Dr. Vogel am 18. Mai, 14 Uhr, in der Schlosskirche im Schlosspark Lauchhammer-West geht es um die Brüder Johann Ludwig und Johann August Giesel, die sich als Landschafts- und Theatermaler sowie Bau- und Gartenkünstler im Zeitalter der Aufklärung einen Namen machten.
Ein weiterer Fachvortrag über Johannes Müller als Ideengeber und Vorbereiter für den Löwendalschen Hochofen und den Grünewalder Eisenhammer findet am 22. August im Mühlenhofmuseum Grünewalde, Lauchstraße 4a statt.
Sonderführungen an den Biotürmen in Lauchhammer-West
Auch Führungen sind im Jubiläumsjahr vorgesehen. Bei der Sonderführung auf dem „Bergbauwanderweg“ in Kostebrau wandern die Teilnehmer zu drei Aussichtspunkten mit Blicken zur F60, der BASF, den Kamenzer Bergen und auf die dem Tagebau weichenden Ortsteile Wischgrund und Römerkeller. Außerdem gibt es interessante Informationen zur Geschichte von Kostebrau.
Weitere Sonderführungen an den Biotürmen und im Reliktepark, Finsterwalder Straße 57 in Lauchhammer-West, sind vom 20. bis 30. August geplant.


