Der Großräschener See wird einen Stadtstrand mit Ostseecharakter bekommen. Das hat Bürgermeister Thomas Zenker (SPD) beim Neujahrsempfang am Mittwochabend versprochen. Vor knapp 200 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kultur kündigte das Stadtoberhaupt im Kurmärkersaal an, dass der etwa 500 Meter lange und 40 Meter breite Strand in den nächsten Monaten entstehen soll.

20 000 Kubikmeter Sand für den Strand

Für dieses Mammutprojekt wird im Auftrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) seit November vorigen Jahres massenweise Sand angekarrt. Und der stammt von der Kiesgrube aus dem Großräschener Ortsteil Freienhufen. Insgesamt sollen laut LMBV 20 000 Kubikmeter Sand eingebaut werden. Die Schicht des feinkörnigen Sandes soll 60 Zentimeter dick sein. Wann der Strand und der See tatsächlich genutzt werden können, ist noch offen. Eine Nutzungsgenehmigung gibt es noch nicht.

Für den Betrieb des Fahrgastschiffes bemühe sich die Stadt aber wieder um eine Sondergenehmigung für dieses Jahr, betont Thomas Zenker, der beim Neujahrsempfang unter anderem auch für das Jubiläumsstadtfest 650 Jahre Großräschen in diesem Jahr wirbt. Passend zu der Zeit der Ersterwähnung soll sich dabei vom 8. bis zum 10. Mai vieles um das Mittelalter drehen. Geplant sind ein Fest in den Höfen am Markt, ein Mittelaltermarkt in Kleinräschen, ein stehender Festzug, eine Ausstellung zur Stadtgeschichte und eine in den Wappenfarben dekorierte Stadt.