Lausitzer Seenland
: Nonstop ab Senftenberg - Frau will fünf Seen durchschwimmen

17 Kilometer, fünf Seen, ein Tag: Pavla Petrová will vom Senftenberger bis zum Großräschener See schwimmen. Doch nicht nur die Strecke ist ungewöhnlich.
Von
Jan Augustin
Senftenberg/Hoyerswerda
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Die tschechische Freiwasser- und Langstreckenschwimmerin Pavla Petrová will druch das Lausitezr Seenland schwimmen.

Die tschechische Freiwasser- und Langstreckenschwimmerin Pavla Petrová will durch das Lausitzer Seenland schwimmen.

Petrova / Tourismusverband Lausitzer Seenland
  • Freiwasserschwimmerin Pavla Petrová plant „Five Lakes, One Way“ im Lausitzer Seenland.
  • Sie will an einem Tag fünf verbundene Seen auf rund 17 Kilometern durchqueren.
  • Start ist am Stadthafen Senftenberg bei Sonnenaufgang, Ziel der Stadtstrand Großräschen.
  • Wasserwachten Senftenberg und Hoyerswerda sichern die Etappen mit Begleitbooten ab.
  • Petrová betont die symbolische Reise durch eine Landschaft im Wandel – kein Rekordversuch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die tschechische Freiwasser- und Langstreckenschwimmerin Pavla Petrová will am 17. September 2026 fünf miteinander verbundene Seen im Lausitzer Seenland an einem Tag durchqueren. Unter dem Motto „Five Lakes, One Way“ plant die 49-Jährige aus Rumburk eine rund 17 Kilometer lange Strecke vom Senftenberger See bis zum Großräschener See. Das teilt Katja Wersch vom Tourismusverband Lausitzer Seenland mit.

Start soll bei Sonnenaufgang um 6.45 Uhr am Stadthafen Senftenberg sein. Von dort führt die Route über den Senftenberger, Geierswalder, Partwitzer und Sedlitzer See zum Großräschener See. Die Ankunft am Stadtstrand Großräschen wird je nach Verlauf zwischen 16.30 und 17.30 Uhr erwartet. Die reine Schwimmzeit wird auf etwa sechs Stunden geschätzt.

Petrová wird während der Schwimmetappen von motorisierten Begleitbooten der Wasserwacht abgesichert. Die Verbindungskanäle zwischen den Seen werden ausschließlich mit dem Boot passiert, da dort das Schwimmen nicht gestattet ist. Auch die Sicherheitsbereiche vor den Kanaleinläufen sind als reine Bootspassagen vorgesehen.

Wasserwacht sichert Strecke im Lausitzer Seenland

Für die Absicherung sind die Wasserwacht Senftenberg und Hoyerswerda zuständig. Die Senftenberger Wasserwacht begleitet die erste Etappe auf dem Senftenberger See. Ab dem Koschener Kanal übernimmt die Wasserwacht Hoyerswerda bis zum Ziel.

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„Ich schwimme nicht gegen das Wasser. Das Wasser trägt mich“, beschreibt Petrová ihre Haltung zum Freiwasserschwimmen. Schwimmen gelernt habe sie bereits im Alter von sechs Jahren, später sei sie Leistungsschwimmerin gewesen. Nach einer längeren Pause sei sie mit 38 Jahren ins Training zurückgekehrt. Heute schwimme sie regelmäßig 20 bis 25 Kilometer pro Woche.

„Ich schwimme nicht gegen das Wasser. Das Wasser trägt mich.“
Pavla Petrová
Freiwasser- und Langstreckenschwimmerin aus Tschechien

Das Lausitzer Seenland kennt die Tschechin bereits von früheren Besuchen am Bärwalder See. Einen sportlichen Rekord wolle sie mit dem Fünf-Seen-Schwimmen ausdrücklich nicht aufstellen. „Ich möchte die fünf Seen nicht bezwingen, sondern sie miteinander verbinden“, sagt Petrová.

Im Mittelpunkt steht für die Schwimmerin die symbolische Bedeutung der Strecke. Die neu entstandene Wasserlandschaft des Lausitzer Seenlandes sei für sie ein Beispiel dafür, wie aus Veränderung etwas Neues entstehen könne. Das Projekt versteht Petrová als Reise durch eine Landschaft im Wandel und als Ausdruck von Transformation.

Fünf Seen stehen für Wandel der Lausitz

„Beim Schwimmen im offenen Wasser begegnen sich für mich Freiheit und Tiefe. Der Horizont steht für Weite. Gleichzeitig ist unter mir die Tiefe, immer gegenwärtig. Als Schwimmerin bewege ich mich genau dazwischen. Im gleichmäßigen Rhythmus von Bewegung und Atmung entsteht manchmal ein Flow, in dem Gedanken stiller werden und neue Zusammenhänge auftauchen. Schwimmen wird dann für mich zu einer Form der Meditation“, sagt sie.

Unterstützt wird das Vorhaben von den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Bautzen, den Wasserwachten Senftenberg und Hoyerswerda, den Zweckverbänden Lausitzer Seenland Brandenburg und Sachsen sowie dem Tourismusverband Lausitzer Seenland. Auch Familie und Freunde begleiten das Projekt.

Kathrin Winkler, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland, sieht in dem Vorhaben eine besondere Möglichkeit, den neuen Seenverbund erlebbar zu machen. Petrovás Projekt verbinde nicht nur fünf Seen, sondern stehe sinnbildlich für die Entwicklung des Lausitzer Seenlandes zu einer Wasserlandschaft. Authentische Geschichten könnten zudem über die Region hinaus Aufmerksamkeit erzeugen, sagt Winkler.

Für die Durchführung seien umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen abgestimmt worden. Wetterlage, Sichtverhältnisse, Wind, Wellen, Wassertemperatur und Wasserstände sollen vorab und während des Schwimmens bewertet werden. Die Sicherheit der Schwimmerin und aller Beteiligten habe jederzeit Vorrang vor dem vollständigen Absolvieren der fünf Etappen.