Lausitzer Seenland
: Nach 5-Seen-Challenge, was mit den blauen Badekappen passiert

Hunderte blaue Badekappen prägten das Bild, als am 29. Juni 2026 der schiffbare Seenverbund eröffnet wurde. Nun steht fest, was der Tourismusverband damit macht.
Von
Jan Augustin
Senftenberg, Hoyerswerda
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5-Seen-Challenge Lausitzer Seenland : 29.06.2026, Deutschland, Sachsen, Lausitz: Im Lausitzer Seenland wurde der neue Seenverbund offiziell eröffnet. Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See sind damit über schiffbare Kanäle verbunden. Geschaffen wurde so ein Wasserrevier mit rund 5.100 Hektar Fläche im ehemaligen Tagebaugebiet. Mit der 5-Seen-Challenge, bei der an allen fünf Seen viele Menschen mit blauen Badekappen zeitgleich ins Wasser sprangen, wurde die Eröffnung gefeiert. *** June 29, 2026, Germany, Saxony, Lusatia: The new lake network was officially opened in the Lusatian Lake District: Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer Lake, and Großräschener Lake are now connected by navigable canals. This

Bei der 5-Seen-Challenge am 29. Juni 2026 haben Hunderte Menschen mit blauen Badekappen mitgemacht. Senftenberger See, Geierswalder See, Partwitzer See, Sedlitzer See und Großräschener See sind seitdem über schiffbare Kanäle verbunden.

IMAGO/Steffen Unger
  • Blaue Badekappen der 5-Seen-Challenge werden an Förderschulen im Landkreis Bautzen verteilt.
  • Der Tourismusverband gibt 1460 Kappen an elf Schulen, um Sichtbarkeit und Sicherheit zu erhöhen.
  • Sie dienen im Schwimmunterricht und beim Schwimmenlernen – Lehrkräfte erkennen Kinder schneller.
  • Übergabe an die Lindenschule Bautzen erfolgte am 20. August 2026 – Verbund betont Teilhabe.
  • Der neue Seenverbund verbindet fünf Gewässer über Kanäle und gilt als Meilenstein der Sanierung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die blaue Badekappe galt während der 5-Seen-Challenge zur Eröffnung des schiffbaren Seenverbunds im Lausitzer Seenland am 29. Juni 2026 als das zentrale Erkennungsmerkmal aller Teilnehmenden. Das Kleidungsstück hat für eine bessere Sichtbarkeit im Wasser gesorgt, die Sicherheit erhöht und die Optik der Veranstaltung geprägt.

Nach dem Großevent erhalten die Utensilien nun eine nachhaltige Nachnutzung in der Region. Wie Katja Wersch, Pressesprecherin beim Tourismusverband Lausitzer Seenland, mitteilt, stellt der Verband insgesamt 1460 Badekappen den Schülerinnen und Schülern von elf Förderschulen im Landkreis Bautzen in Sachsen zur Verfügung.

Der Mitteilung zufolge begrüßen die betroffenen Bildungseinrichtungen die Aktion ausdrücklich. Schwimmunterricht sei fest im Lehrplan verankert, zudem nähmen viele Förderschulen regelmäßig an Wettkämpfen teil. Die Badekappen sollen künftig im Schulalltag sowie beim Schwimmenlernen zum Einsatz kommen.

Neben dem praktischen Gebrauch im Unterricht biete die Ausrüstung funktionale Vorteile für Aufsichtspersonen. Lehrkräfte könnten Kinder im Wasser schneller erkennen und im Blick behalten. Zudem trügen die Kappen zum Wärmeschutz bei und schafften durch einheitliche Vorgaben zusätzliche Struktur sowie Sicherheit.

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Landrat Udo Witschas (CDU), stellvertretender Vorsitzender des Tourismusverbandes Lausitzer Seenland, dankte dem Verband und dessen Geschäftsführerin Kathrin Winkler nach Verbandsangaben für die Berücksichtigung der Mädchen und Jungen an den Förderschulen. Dies sei ein schönes Zeichen der Wertschätzung gegenüber der pädagogischen Arbeit vor Ort.

Stellvertretend für elf Förderschulen im Landkreis Bautzen nahm die Lindenschule Bautzen am 20. August 2026 die Badekappen entgegen. Auf dem Foto am Therapiebecken der Förderschule sind Schulleiterin Gundula Rabold (hinten rechts) mit zwei Schülern der Lindenschule sowie Landrat Udo Witschas, Kathrin Winkler (v. r.), Geschäftsführerin des Tourismusverbands Lausitzer Seenland, und Projektkoordinatorin Therés Wurzler (M.) zu sehen.

Stellvertretend für elf Förderschulen im Landkreis Bautzen nahm die Lindenschule Bautzen am 20. August 2026 die Badekappen entgegen. Auf dem Foto am Therapiebecken der Förderschule sind Schulleiterin Gundula Rabold (hinten rechts) mit zwei Schülern der Lindenschule sowie Landrat Udo Witschas, Kathrin Winkler (vorn rechts), Geschäftsführerin des Tourismusverbands Lausitzer Seenland, und Projektkoordinatorin Therés Wurzler (Mitte) zu sehen.

Landkreis Bautzen/Wersch

Kathrin Winkler erklärte laut der Pressemitteilung, man wolle mit der Aktion den Gemeinschaftsgedanken der Challenge sowie die Begeisterung für die Region weitertragen. Die Übergabe verbinde die touristische Entwicklung des Seenlandes mit dem Engagement für mehr Teilhabe und Barrierefreiheit.

Nachhaltiges Zeichen für Teilhabe im Landkreis Bautzen

Therés Wurzler, Projektkoordinatorin des Netzwerks Barrierefrei im Lausitzer Seenland, wird in dem Schreiben mit den Worten zitiert: „Besonders schön ist, dass die Badekappen nach der 5-Seen-Challenge weiter genutzt werden können und nun den Kindern und Jugendlichen in den Förderschulen zugutekommen.“ Damit bleibe die Erinnerung an das Großereignis lebendig und es entstehe ein konkreter Beitrag zu mehr Teilhabe.

Wo jahrzehntelang Kohle gefördert wurde, ist der Lausitzer Seenverbund in Brandenburg und Sachsen offiziell eröffnet worden. Ein historischer Meilenstein der Bergbausanierung: Die fünf Gewässer (Senftenberger, Geierswalder, Partwitzer, Sedlitzer und Großräschener See) sind über neue Kanäle erstmals durchgehend befahrbar.

Der Seen-Verbund im Überblick

Die Fläche: Mit 5100 bis 5300 Hektar Wasserfläche ist Europas größter künstlicher Seenverbund fast so groß wie der Starnberger See.

Die Investition: Seit den 1990er-Jahren flossen rund 941 Millionen Euro von Bund und Ländern in die Sanierung der ehemaligen Tagebaulöcher.

Die Zukunft: Das Mammutprojekt geht weiter. Weitere Seen sollen folgen, manche gesperrte Bereiche werden aufgrund von Sanierungsnacharbeiten aber erst ab Mitte der 2040er-Jahre nutzbar sein.