Geierswalder See: Junge (12) entkommt nur knapp dem Tod, Lebensretter geehrt

Unfall am Geierswalder See: Ein 12-jähriger wird gerettet. Nach seinem Opa wird lange gesucht.
Jan Augustin- Zwei Angler retteten auf dem Geierswalder See einen 12-Jährigen aus einem gekenterten Boot.
- Der Junge klammerte sich an das Boot, sein 64-jähriger Großvater ging im kalten Wasser unter.
- Die Suche nach dem Großvater lief mehrere Tage, viele Kräfte aus Sachsen und Brandenburg halfen.
- Vier Tage nach dem Unglück wurde der Vermisste tot geborgen – die Retter halfen teils mit.
- Später ehrte die Bürgermeisterin von Elsterheide die Retter mit Blumen, Urkunde und Gutscheinen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es war ein Nachmittag im November, als Jens Fischer und Frank Demuth auf ihrem Boot im Geierswalder See von Anglern zu Lebensrettern wurden. Den 19. November 2025 werden sie so schnell wohl nicht vergessen.
Etwa 700 Meter von ihrem Boot entfernt bemerkten die beiden Männer einen Jungen, der sich an ein gekentertes Boot geklammert hatte. Laut Polizei eilten die Retter direkt zur Hilfe und zogen den zwölfjährigen Jungen zu sich an Bord. Der Junge sei mit seinem Opa auf einem Angelausflug gewesen.
Während der Junge sich am Boot, das nach Informationen der Polizei „durch eine Verkettung von unglücklichen Umständen kenterte“, festhalten konnte, ging sein 64-jähriger Großvater in dem circa 5 bis 7 Grad kalten Wasser unter.
Dank der schnellen Hilfe von Jens Fischer und Frank Demuth sowie der Wasserschutzpolizei wurde der Junge an Land gebracht und an die bereits bereitstehenden Rettungskräfte übergeben. Die länderübergreifende Suche nach dem 64-Jährigen dauerte mehrere Tage an. Viele Einsatzkräfte aus Sachsen und Brandenburg durchkämmten den rund 650 Hektar großen Geierswalder See.
Beteiligt waren laut Polizeibericht mehrere Feuerwehren aus den umliegenden Orten, Kräfte der Polizeidirektion Görlitz, der Wasserschutzpolizei der sächsischen Bereitschaftspolizei, der Technischen Einsatzeinheiten der Bereitschaftspolizeien Sachsen und Thüringen und der Polizeihubschrauberstaffel der sächsischen Bereitschaftspolizei, sowie Kräfte der Rettungshundestaffel Sachsen-Ost.
Retter des zwölfjährigen Jungen wurden geehrt
Auch einer der beiden Retter aus dem benachbarten Boot habe bei der Suche geholfen. Vier Tage nach dem Unglück konnte der vermisste Opa des geretteten Jungen nur noch tot geborgen werden.
Über ein halbes Jahr ist das Unglück – und der gleichzeitige Rettungserfolg – nun her und rückt für viele der Beteiligten wieder in den Fokus. Denn am Dienstag, den 30. Juni, wurden die Lebensretter Jens Fischer und Frank Demuth für ihren Mut und ihre Courage von der Bürgermeisterin der Gemeinde Elsterheide, Antje Gasterstädt, geehrt.

Blumen, eine Urkunde und Gutscheine gab es für Jens Fischer und Frank Demuth (Mitte). Für ihren Mut und ihre Courage wurden die Retter des zwölfjährigen Jungen von Bürgermeisterin Antje Gasterstädt und Revierleiter Tobias Hilbert geehrt.
Polizedirektion GörlitzEs sei vorbildhaft und wichtig für die Gesellschaft, dass man in Not geratenen Menschen zu Hilfe kommt, so Gasterstädt. Auch Tobias Hilbert, Leiter des Polizeireviers Hoyerswerda, betonte die Dramatik und den Zeitdruck, unter dem die Retter gehandelt hätten. Vor allem, dass die Angler die Situation trotz der Entfernung richtig eingeschätzt und danach gehandelt hätten, sei bemerkenswert.

