Ein schwerer Absaug-Laster mit OSL-Kennzeichen leistet derzeit große Hilfe im Landkreis Ahrweiler und befreit dort überflutete Kanäle von den Wassermassen. Die Technik gehört der Wasserverband Lausitz Betriebsführungs GmbH (WAL) aus Senftenberg. Der Verband hat Anfang dieser Woche nicht nur schwere Technik, sondern auch Mitarbeiter in die Katastrophenregion geschickt und hilft, wo er kann.
„Bilder, die einen so schnell nicht mehr loslassen“, berichtet WAL-Mitarbeiter Marcus Schrade, der während seines Einsatzes unzählige Hilfsanfragen von Anwohnern erhalten hat.

Wasserverband organisiert Spendenaktion für Flut-Opfer

Mindestens noch bis Ende kommender Woche stehen er und seine Kollegen vor Ort zur Verfügung und werden mit ihrem Engagement den Menschen zur Seite stehen, wie eine Verbandssprecherin informiert.
„Eine über unseren Betriebsrat organisierte Spendenaktion löste auch bei unserer Gesamtbelegschaft eine hohe Unterstützungsbereitschaft in finanzieller Form aus. Das gesammelte Geld wird am Dienstag der Kommune direkt übergeben“, teilt WAL-Mitarbeiterin Mandy Huth mit.

Brandenburg stoppt Verlegung von 200 Einsatzkräften

Das Land Brandenburg wollte insgesamt mehr als 300 Einsatzkräfte in den Sammelraum am Nürburgring entsenden. Die Brandschutzeinheit Potsdam-Mittelmark ist mit 28 Fahrzeugen und 125 Einsatzkräften schon vor Ort. Am Sonntagmorgen (25.07.) sollte nun ein weiterer Konvoi mit 50 Einsatzfahrzeugen und rund 200 Helfern Richtung Westen starten. Doch das Bundesland Rheinland-Pfalz hat das Hilfeersuchen am Freitag zurückgezogen. Die geplante Verlegung aus Brandenburg wurde daraufhin gestoppt.

Spendenaktion von Lausitzer Rundschau und Märkischer Oderzeitung

Die Märkische Oderzeitung und die Lausitzer Rundschau haben einen Spendenaufruf für die Opfer der Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz gestartet.
Die Aktion ist eine Kooperation mit dem Landkreis Märkisch-Oderland und den Bürgermeistern von Wriezen, Golzow und Letschin. „Nach der riesigen Unterstützung, die die Menschen im Verbreitungsgebiet der Märkischen Oderzeitung und der Lausitzer Rundschau bei den Hochwassern an Oder und Elbe 1997 und 2002 erfahren haben, gibt es jetzt die Gelegenheit, sich zu revanchieren. Das unterstützen wir von Herzen“, sagte LR-Geschäftsführer Tilo Schelsky.
„Wir wissen, wie schlimm die Situation in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz ist“, sagte der Landrat von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt. „Es ist ein wichtiges Zeichen von Ostdeutschland, das wir nicht vergessen haben, wer uns damals geholfen hat“, sagte Schmidt weiter. Letschins Bürgermeister Michael Böttcher erklärte: „Wir Oderbrüchler sind bereit, etwas zu tun, etwas zurückzugeben.“
Für die Spenden aus Brandenburg wurde ein Konto eingerichtet: Landkreis Märkisch-Oderland, IBAN: DE39 1705 4040 0020 0662 95, Stichwort: Spenden Hochwasserhilfe 2021