Die Spendenbereitschaft für die vom Hochwasser heimgesuchten Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland Pflalz ist im Kreis Görlitz groß. Schließlich hat auch hierzulande die Neiße gezeigt, dass sie auch anders kann als gemächlich dahin fließen. Schon vor mehreren Tagen hat Landrat Bernd Lange (CDU) die Bürger aufgerufen, Sach- und Geldspenden abzugeben. In Weißwasser hat sich die Lausitzrunde gemeinsam mit Spremberg auf eine Spendenaktion verständigt.

Hilfsgüter in Weißwasser gesammelt

Ein gemeinsamer Transport der Hilfsgüter ist allerdings nicht zustande gekommen, weil in Spremberg bereits nach wenigen Tagen ein ganzer Lkw voll geladen war. Nun hat die Stadtverwaltung selbst eine Spendensammlung organisiert, wie Wulf Stibenz im Rathaus bestätigt. „Wir haben das Unternehmen Reinert gewonnen, der unsere Sammlungen in die betroffenen Gebiete bringt“, sagt er. Dazu sind am Samstag die Spenden verladen und auf die Autobahn geschickt worden.
Gesammelt wurde im Stadtverein Weißwasser, der seine Räumlichkeiten für diesen Zweck gerne zur Verfügung gestellt hat, wie Stadtvereinschef Frank Schwarzkopf erklärt. „Es sind zum Teil Bürger mit Tränen in den Augen herkommen“, berichtet der Stadtvereinschef. Wieder andere haben volle Einkaufstüten gebracht, in denen zum Teil noch die Kassenzettel drin sind. „Es ist wirklich eine tolle Sache und es hatten sich noch andere gemeldet, die uns Spenden für den Transport am Samstag mitgegeben haben, deren eigenes Fahrzeug defekt gewesen ist“, so Schwarzkopf.

Spendenaktion von Lausitzer Rundschau und Märkischer Oderzeitung

Die Märkische Oderzeitung und die Lausitzer Rundschau haben einen Spendenaufruf für die Opfer der Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz gestartet.
Die Aktion ist eine Kooperation mit dem Landkreis Märkisch-Oderland und den Bürgermeistern von Wriezen, Golzow und Letschin. „Nach der riesigen Unterstützung, die die Menschen im Verbreitungsgebiet der Märkischen Oderzeitung und der Lausitzer Rundschau bei den Hochwassern an Oder und Elbe 1997 und 2002 erfahren haben, gibt es jetzt die Gelegenheit, sich zu revanchieren. Das unterstützen wir von Herzen“, sagte LR-Geschäftsführer Tilo Schelsky.
„Wir wissen, wie schlimm die Situation in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz ist“, sagte der Landrat von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt. „Es ist ein wichtiges Zeichen von Ostdeutschland, das wir nicht vergessen haben, wer uns damals geholfen hat“, sagte Schmidt weiter. Letschins Bürgermeister Michael Böttcher erklärte: „Wir Oderbrüchler sind bereit, etwas zu tun, etwas zurückzugeben.“
Für die Spenden aus Brandenburg wurde ein Konto eingerichtet: Landkreis Märkisch-Oderland, IBAN: DE39 1705 4040 0020 0662 95, Stichwort: Spenden Hochwasserhilfe 2021