Essen in Schönefeld
: Vielfalt im Restaurant „Das Jaartn“ – das erwartet die Gäste

Das Restaurant und Café „Das Jaartn“ in Schönefeld bietet Kaffee, Kuchen, Brunch und mehr. Was das Angebot von anderen Gastronomien unterscheidet.
Von
Sandra Ketterer
Schönefeld
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Melanie Trier, Inhaberin und Köchin vom Café Das Jaartn in Schönefeld, am 17.03. 2025 mit Blumenkohl-Nuggets an Süßkartoffel-Kürbis-Pürree

Steht im Restaurant „Das Jaartn“ in Schönefeld in der Küche: Melanie Trier. Sie kocht auch Mittagessen für die Gäste. Was macht ihr Lokal so besonders?

Sandra Ketterer
  • „Das Jaartn“ in Schönefeld bietet Kaffee, Kuchen und Brunch an Wochenenden.
  • Es liegt in einem versteckten Innenhof und hat eine offene Küche.
  • Das Restaurant bietet eine „crossover“-Küche mit Gerichten aus verschiedenen Kulturen.
  • Zutaten stammen meist aus regionalem Bio-Anbau, Kuchen ist hausgebacken.
  • Öffnungszeiten: Samstag 16.30-20.30 Uhr, Sonntag 12-18 Uhr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer „Das Jaartn“ finden möchte, sollte seine Augen in Schönefeld weit offen halten. Das kleine Café-Restaurant liegt versteckt in einem Innenhof, der von einer hohen Mauer umgeben ist. Stefan und Melanie Trier haben die alte Scheune hergerichtet, mit einer offenen Küche und Sitzplätzen drinnen und draußen, sofern es das Wetter zulässt. An den Wochenenden locken sie mittags und nachmittags Gäste, vermieten auch für Feiern.

„Die Scheune gehörte meiner Mutter“, erzählt Melanie Trier. Das Paar stand vor der Entscheidung, sie abzureißen oder „etwas draus zu machen“. Die Triers entschieden sich für letzteres, nicht nur, weil sie sich gastronomisch verwirklichen wollten. Als Jugendliche habe sie in Schönefeld einen Treffpunkt gesucht, sagt Melanie Trier. „Ich will das, was ich damals vermisste, anderen bieten.“ Inzwischen kämen viele Stammgäste. „Wir versuchen, ein sehr persönliches Verhältnis zu unseren Gästen aufzubauen“, ergänzt ihr Mann.

Essen aus vielen Kulturen im „Das Jaartn“ in Schönefeld

Daniel Trier mit einem Latte Macchiato am 17. März 2025 im Café Das Jaartn

„Ich unterhalte mich gerne mit den Gästen und tausche mich mit ihnen aus“, sagt Daniel Trier, der gemeinsam mit seiner Frau das Restaurant „Das Jaartn“ in Schönefeld betreibt.

Sandra Ketterer

Eigentlich hatte das Paar geplant, an zwei Standorten zu arbeiten. Sie hatten schon ein Café in Berlin-Kreuzberg. Aber es kam anders. Der Mietvertrag in Berlin lief aus, die Miete wäre teurer geworden, mitten in der Corona-Pandemie. Die Triers schwenkten um und setzten fortan ausschließlich auf Schönefeld. „Die Stadt ist so eine Zwischengeschichte zwischen Land und Stadt“, sagen beide. Das mache es reizvoll und hier habe bisher eine Gastronomie, wie sie sie bieten, gefehlt.

Ihre Küche beschreibt das Ehepaar als „crossover“. „Mal traditionell wie bei Oma, mal eine Kombination verschiedener Kulturen“, das treffe es am besten. Die Karte wechselt. Darauf stehen zum Beispiel Gerichte wie Blumenkohl-Nuggets an Süßkartoffel-Kürbis-Pürree mit Linsen-Rosenkohl-Gemüse, Pilz-Bourguignon-Sauce und Chimichurri für 17 Euro – oder orientalisch angehauchtes Rindergulasch mit Honig und Ingwer für 20,50 Euro.

Sie lasse sich von Köchen wie Yotam Ottolenghi oder Jamie Oliver inspirieren, sagt Melanie Trier. „Aber letztlich kochen wir so, wie wir auch essen.“ Deswegen haben Gerichte ohne Fleisch und Fisch einen hohen Stellenwert auf der Karte. „Wir sind privat eher vegetarisch unterwegs und vermissen häufig etwas, wenn wir unterwegs sind“, erzählt sie.

„Das Jaartn“ Schönefeld: Zutaten vom Biohof und aus dem Garten

Café Das Jaartn in Schönefeld am 17.03.2025

Seit April 2025 beschränken sich Melanie und Daniel Trier mit dem eigentlichen Betrieb auf die Wochenenden. Das Mittagessen an Montagen sei nicht gut genug angenommen worden.

Sandra Ketterer

Auf die Herkunft der Zutaten legen sie großen Wert. Möglichst regional soll es sein. Fleisch und Käse kaufen sie gerne auf dem Wochenmarkt in Königs Wusterhausen ein, zum Beispiel von einem Biohof aus der Nähe von Cottbus. „Wir haben einen Garten – daher der Restaurantname – und wenn wir eine besonders gute Tomatenernte haben, gibt es hier nur Tomaten von uns“, sagt Daniel Trier.

Der Kuchen ist natürlich hausgebacken. Vegane und glutenfreie Optionen gebe es immer. „Auch deswegen haben wir die Küche so gebaut, dass Gäste sehen können, wie ich koche“, sagt Melanie Trier. Wer mit Unverträglichkeiten oder Allergien lebe, habe oft ein schlechtes Gefühl im Restaurant. Der Einblick in die Küche soll Vertrauen schaffen.

Weitere Informationen

  • „Das Jaartn“, Kirchstraße 1, 12529 Schönefeld, geöffnet samstags 16.30 Uhr bis 20.30 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr
  • Jeden ersten und zweiten Sonntag im Monat Frühstück von 10.30 Uhr bis 13.00 Uhr. Unbedingt vorher reservieren.
  • „Das Jaartn“ kann für Feiern ab zehn Personen gemietet werden. Catering ist ebenfalls möglich.

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