Einkaufen in Königs Wusterhausen
: Fleisch auf dem Markt – warum sich das lohnt

Mehrere Fleischer aus Brandenburg verkaufen auf dem Wochenmarkt in Königs Wusterhausen. Das bieten sie und darin unterscheidet sich ihr Angebot.
Von
Sandra Ketterer
Königs Wusterhausen
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Verkäuferin Thea, Verkäufer Karl im Stand von Fleischer Michael Penndorf auf dem Wochenmarkt von Königs Wusterhausen am 18.10.2024. Thea hält eine Schale mit Zwiebelmett.

Lust auf Fleisch aus Brandenburg oder nahen Bundesländern? Auf dem Wochenmarkt in Königs Wusterhausen verkaufen mehrere regionale Fleischer, wie zum Beispiel am Stand der Fleischerei Penndorf aus dem Ortsteil Kablow. (Archivfoto)

Sandra Ketterer
  • Auf dem Wochenmarkt in Königs Wusterhausen verkaufen mehrere Fleischer aus Brandenburg.
  • Die Fleischerei Penndorf ist seit Kurzem aus Kablow vertreten und produziert ihre Wurst selbst.
  • Die Fleischerei Glaser aus Baruth bietet Wild und Geflügel an und verkauft seit 25 Jahren auf Märkten.
  • Die Landfleischerei Schadock aus Tanneberg ist alle zwei Wochen freitags mit Produkten aus eigener Produktion vor Ort.
  • Die Fleischer beziehen ihr Fleisch überwiegend aus der Region.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Immer dienstags und freitags zieht es zahlreiche Menschen in die Bahnhofsstraße von Königs Wusterhausen. Vom frühen Morgen an bieten dort Händler und vereinzelt auch Landwirte ihre Waren an. Darunter ist eine ungewöhnlich hohe Anzahl von klassischen Fleischern. Jeder Stand hat seine Fans – und tatsächlich ist das Angebot nicht bei jedem gleich.

Seit wenigen Monaten ist die Fleischerei Penndorf aus dem Ortsteil Kablow mit einem Verkaufswagen vertreten. Sie hat den Stand von Fleischer Nusche übernommen, der 2024 nach 32 Jahren in den Ruhestand ging. „Wir haben keine eigene Schlachtung“, sagt Chef Michael Penndorf. Aber die Wurst stellten sein Team und er selbst her. Die Ware komme überwiegend aus Brandenburg. „Wir beziehen das Fleisch über ‚Die Brandenburger‘“, erklärt Penndorf. Die Firma namens Salomon AG mit Sitz in Berlin kaufe Fleisch vor allem aus Brandenburger Höfen an, die Tiere würden auch in Brandenburg geschlachtet.

Bauern aus Deutschland, Fleischer aus Brandenburg

Rund 25 Jahre dabei ist die Fleischerei Glaser aus Baruth. Sie hat von vorneherein ausschließlich auf Markt-Verkaufsstände gesetzt, ein Ladengeschäft gab es nie. „Wir beziehen unser Fleisch zum Teil von Neuland-Bauern aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein, deren Tiere dort auch geschlachtet werden“, sagt Chef Detlev Glaser. Aber auch Fleisch aus der Region biete er an, beispielsweise Wild und Geflügel.

„Das Wild stammt nur von Tieren, die in einer Ansitzjagd geschossen werden, nicht in einer Treibjagd“, betont er. In seinem Betrieb in Baruth übernehmen seine Mitarbeitenden die Feinzerlegung in küchenfertige Portionen. „Abschnitte verarbeitet meine Frau zu Gerichten, die wir in Gläsern abgefüllt verkaufen, zum Beispiel Schweinebäckchen“, sagt Glaser.

Ina Matthäi, Verkäuferin für Fleischerei Glaser aus Baruth, im Verkaufsstand auf dem Markt in Königs Wusterhausen am 18.10.2024

Verkauft seit Jahren für die Fleischerei Glaser auf dem Wochenmarkt in Königs Wusterhausen: Ina Matthäi.

Sandra Ketterer

Noch einige Jahre länger ist die Landfleischerei Schadock aus Tanneberg bei Finsterwalde auf dem Markt vertreten. „Wir sind immer freitags hier, seit Mitte letzten Jahres aber nur alle zwei Wochen“, sagt Martin Schadock. Er verkauft Fleisch und Wurstwaren – vom Rind, Schwein und Wild – aus eigener Produktion. Geflügelprodukte und einige Spezialitäten kauft das Unternehmen zu. „Der Schlachter, von dem wir die Rohware beziehen, schlachtet Tiere von kleinen Betrieben aus Sachsen.“ Der Vorteil für die Fleischerei: Sie könne sich ganz nach Bedarf aussuchen, welche Menge sie kaufen kann, und auch, ob das Fleisch nun mager oder fett ist.