Eichenprozessionsspinner
: Fließe im Spreewald nach Sperrung wegen Raupen wieder frei

Die im Juli 2026 verfügten Sperrungen von Fließen im Unterspreewald sind aufgehoben. Im gesamten Spreewald bleiben aber Gewässer gesperrt. Das sind die Gründe.
Von
Daniel Preikschat
Lübben
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Puhlstrom bei Schlepzig

Auch der Puhlstrom bei Schlepzig war wegen der Folgen des Befalls von Bäumen mit dem Eichenprozessionsspinner gesperrt. Im Unterspreewald war auf vielen Fließen teilweise wochenlang kein touristischer Kahn- und Bootsverkehr möglich.

Stefan Staindl
  • Sperrungen im Unterspreewald wegen Eichenprozessionsspinner seit Freitag wieder aufgehoben.
  • Im gesamten Spreewald bleiben jedoch mehrere Landesgewässer gesperrt – andere Gründe.
  • Gründe laut Landesamt: Holzeinschlag, Entschlammung, Ufersicherung und mangelnde Verkehrssicherheit.
  • Betroffen vor allem Oberspreewald bei Lübbenau und Burg, insgesamt aktuell 14 Fließe.
  • Sperren dauern bis Herbst, teils bis Jahresende; teils Umfahrungen oder Umtragen an Schleusen möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Eine gute Nachricht für Touristiker im ganzen Spreewald: Die am 10. Juli 2026 angeordnete Sperrung von 50 Kilometern Fließen im Unterspreewald aufgrund der Gefahren, die vom Eichenprozessionsspinner ausgehen, ist an diesem Freitag, 14. August 2026, wieder aufgehoben worden. Das teilt das Landesamt für Bauen und Verkehr in einer Pressemitteilung mit.

Die Sperrungen hatten massive Kritik von Touristikern und Kommunalpolitikern zur Folge gehabt. Es kam zu Stornierungen, massive Umsatzeinbußen wurden befürchtet. Es sei auf den Befall der Bäume mit der Giftraupe erst zu spät und dann in übertriebener Weise reagiert worden, hieß es etwa bei einem Besuch von Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD) und ihrem Kollegen Infrastrukturminister Robert Crumbach (SPD, zwischenzeitlich BSW) in Schlepzig. Überdies seien die Maßnahmen schlecht kommuniziert worden.

Der Landesbetrieb Forst führte dann nach und nach Sicherungsarbeiten an Bäumen durch, damit die Wasserrouten wieder sicher mit Booten genutzt werden können.

Eine Reihe von Landesgewässern im Spreewald bleiben gesperrt

Wie das Landesamt am Freitag weiter mitteilt, bleiben im gesamten Spreewald jedoch eine Reihe von Landesgewässern weiterhin gesperrt. Gründe hierfür sind unter anderem Holzeinschlags-, Entschlammungs- oder Ufersicherungsarbeiten. Hiervon betroffen sind vor allem Landesgewässer im Oberspreewald im Bereich Lübbenau und Burg.

Nicht mehr standsichere Bäume oder derzeit nicht verkehrssichere Anlagen wie Schleusen oder Brücken sind weitere Gründe für Sperrungen. Unter anderem ist die Schleuse Schlepziger Mühle  defekt. Am Großen Spreewaldhafen in Lübbenau wird eine Stufenbrücke neu gebaut.

Insgesamt sind aktuell 14 Fließe von Sperrungen betroffen. Sie dauern bis Herbst, teilweise bis Ende des Jahres 2026. Bei einigen Sperrungen ist noch nicht absehbar, wann sie wieder aufgehoben werden können. Beispielsweise für den Mittelkanal im Oberspreewald oder den Burg-Lübbener-Kanal. Teilweise können aber Umfahrungen genutzt oder Boote um Schleusen herumgetragen werden.

Die winzigen Brennhaare der Raupen des Nachtfalters enthalten ein Nesselgift und können bei Kontakt Hautreizungen mit starkem Juckreiz und Quaddeln auslösen. Augenreizungen, Husten oder asthmaartige Beschwerden sind möglich.