Mit der Simson nach Korsika
: Zwei Freunde aus Doberlug-Kirchhain starten ins Abenteuer

Von Doberlug-Kirchhain nach Korsika mit der Simson. Zwei Freunde träumen vom großen Mopedausflug. Für eventuelle Pannen auf der 1500 km langen Strecke sind sie bestens vorbereitet.
Von
Kai Roeper
Doberlug-Kirchhain
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Christian Schmidtke und Marcel Jobke aus Doberlug-Kirchhain wollen mit der Simson nach Korsika. Getreu dem Klassiker "Werner - Beinhart!" ist ein "Flachköpper" das große Ziel. Im Gepäck liegen Werkzeug, Fliegenklatsche und Filmzitate. Schon der Start verspricht reichlich Stoff für gute Geschichten.

Christian Schmidtke und Marcel Jobke aus Doberlug-Kirchhain wollen mit der Simson nach Korsika. Getreu dem Klassiker „Werner - Beinhart!“ ist ein „Flachköpper“ das große Ziel. Im Gepäck liegen Werkzeug, Fliegenklatsche, Krone und Filmzitate. Schon der Start verspricht reichlich Stoff für gute Geschichten.

Kai Roeper
  • Zwei Freunde aus Doberlug-Kirchhain fahren mit Simson-Mopeds nach Korsika.
  • Start war am Samstag, 17. Juli, 13 Uhr an der Rollschänke in Bad Erna.
  • Route: Tschechien, Bayern, Brenner – weiter über Gardasee, Bologna, Pisa, Livorno.
  • Sie sind mit S51 und S83 unterwegs, 1500 km, Ersatzteile und Werkzeug im Gepäck.
  • Inspiration ist „Werner – Beinhart!“, auf der Insel planen sie den „Flachköpper“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit der Simson quer durch Europa bis nach Korsika. Zwei Freunde aus Doberlug-Kirchhain haben sich genau das vorgenommen. Inspiriert vom Kultfilm „Werner – Beinhart!“ wollen sie mit ihren DDR-Mopeds die Mittelmeerinsel erreichen – und dort natürlich auch den legendären „Flachköpper“ wagen. Was nach einer verrückten Idee klingt, ist für die beiden vor allem ein großes Abenteuer, das sie mit viel Leidenschaft, Schraubergeist und einer guten Portion Humor angehen.

Am Samstag, 17. Juli, brachen die beiden um 13 Uhr an der Rollschänke in Bad Erna auf. Rund 1500 Kilometer liegen vor ihnen. Jobke ist mit seiner Simson S51 unterwegs, Schmidtke mit einer S83. Nach Touren nach Paris, Rom und im vergangenen Jahr nach London führt die Reise der Freunde nun erstmals bis ans Mittelmeer.

Die gemeinsame Geschichte auf zwei Rädern reicht weit zurück. Schon 2006 ging es zusammen an die Ostsee, seitdem waren sie mit ihren Mopeds in elf Ländern unterwegs. Diesmal ist allerdings nur das Duo unterwegs. Zu der Truppe zählt auch Manuel Zahn, der dieses Mal allerdings zu Hause bleibt.

Simson vorbereitet, Ersatzteile und „Werner“ im Gepäck

Die letzten Vorbereitungen liefen laut Christian Schmidtke „recht reibungslos und entspannt“. Eigentlich hätte er schon am Vortag losfahren können, berichtet er. In den vergangenen Wochen habe er seine Maschine noch einmal rundherum fit gemacht – jeden Tag ein bisschen. Selbst eine Handyhalterung wurde noch nachgerüstet. „Man hofft, dass man an alles gedacht hat“, sagt er.

Die beiden nehmen reichlich Ersatzteile und Werkzeug mit. Christian Schmidtke hat unter anderem einen einbaufähigen Motor, ein Reserverad und Bowdenzüge für Gas, Kupplung und Bremse an Bord. „Am wichtigsten sind aber Tüddeldraht, Kabelbinder und Klebeband“, erklärt er.

Doch auch Fliegenklatsche, Krone und Würfelspiel gehören zum Gepäck. Ganz im Stil von „Werner“ wird jeden Tag der König ausgewürfelt.

Mit der Simson über die Alpen bis ans Meer

Die Route führt über Tschechien, Bayern und den Brenner, dann weiter Richtung Gardasee, Bologna, Pisa und Livorno. Besonders freut sich Christian Schmidtke auf die Alpen und die Berglandschaften: „Das ist einfach ein geiles Panorama.“ Marcel Jobke will „Spaß haben und einfach die Zeit genießen.“

Die zwei treten also top vorbereitet das Abenteuer an. Nur einen Geheimtipp für den Hintern haben die Simsonfreunde nicht. Marcel Jobke entgegnet trocken: „Da muss man eben durch.“

Das erste Etappenziel ist Breitenau bei Oederan, wo die beiden bei Freunden übernachten wollen. Für Christian Schmidtke ist das ein „recht entspannter Start“, ein kleines Warm-up für die diesjährige Tour.

Marcel Jobke wird dort allerdings erst einmal den zweiten Motor wieder auspacken müssen, den er vorsorglich mitgenommen hat. „Das ist sonst zu schwer und da musste ich abwägen“, sagt er. Das nervt ihn zwar ein wenig – ist aber auch schnell wieder vergessen. Eben ganz typisch für ihre Abenteuer auf der Simson.